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Monatsarchiv: April 2010

Vorstellung

Veröffentlicht am

Hallo erst mal. An dieser Stelle möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin die Kitschautorin, ein achtzehn Jahre altes, in der drittgrößten Stadt Niedersachsens wohnendes Mädchen. Wie mein Name vielleicht schon sagt, bin ich Autorin. Normalerweise beschränke ich mich auf kitschige, der Wahrheit überhaupt nicht entsprechende Kurzgeschichten. Doch will ich jetzt auch mein Können in einem Blog demonstrieren. (Welches Können? Eine Bekannte von mir bewegt sich ebenfalls hier und ist ja ach so viel besser als ich. Ich will keine Namen nennen.)

Warum möchte ich das? Nun ja, mir begegnet jeden Tag so ein großer Betrag an Irrsinn, dass ich es einfach nicht mehr ertrage. Natürlich begegnet mir dieser Irrsinn in verschiedenen Kategorien. Beispielsweise Mitmenschen, Tagesgeschichtliches oder einfach nur Dämliches, das man so erlebt. Eine Geschichte möchte ich jetzt mit Ihnen, den geschätzten Lesern (haha, als würde irgendjemand diesen Quatsch hier lesen…), teilen.

Sicher kennen alle diese alte Redensart: Alles neu macht der Mai. Nun, so etwas Ähnliches hatte ich mir auch gedacht und ich wollte zum Friseur, um mir eine neue Haarfarbe zuzulegen. Also habe ich mich auf mein Rad geschwungen und bin bei absoluter Knallsonne 6 Kilometer bis zum nächsten Friseur gefahren.

Dort kam ich an:

– Hallo. Ich möchte gerne meine Haare von Ihnen färben lassen.

– Ah, haben Sie denn ein Attest vom Hautarzt?

Ich stockte. Attest? Seit wann brauchte man das? Das hatte ich der vor mir stehenden Dame auch so gesagt. Und die Antwort war:

– Tja, das tut mir Leid, dann kann ich Ihnen leider nicht die Haare färben.

Es war wie im Film. Die berühmte Nadel kratzte runter von der Platte und die Hintergrundmusik war weg. Ich will gar nicht bestreiten, dass ich beim anschließenden Herumgejammere meinerseits ziemlich lächerlich klang. Aber nicht mal die Beteuerung, dass mein Hautarzt mir GESAGT hatte, dass mit meiner Kopfhaut alles in Ordnung war, half.

Gut, das Ganze wäre nicht halb so ärgerlich gewesen, wenn ich nicht zwölf Kilometer (hin und zurück) hätte fahren müssen. Aber das war nicht das Schlimmste.

Nun ja, wie soll ich sagen, manche Menschen scheinen gar nicht mehr auf ihre Mitmenschen zu achten. Nun kam ich also nach Hause in die WG. Meine werten Mitbewohner waren darüber informiert, warum ich gerade drei Stunden weggewesen war. Und dann hieß es, als ich wieder da war:

– Wow, also, deine neue Haarfarbe sieht echt super aus.

Ohne Worte. Ich verschwand einfach nur in meinem Zimmer.

Wenn ich in einer WG leben würde, in der mich meine Mitbewohner nicht mal von hinten angucken, wäre das ja noch verständlich. Da ich aber eigentlich jeden Tag was mit ihnen mache, ist das ja schon irgendwie bedenklich.

Na ja. Was soll ich dazu schon sagen, vielleicht ist mein Mitbewohner ja auch einfach mal schwupps! farbenblind geworden. Man weiß es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin