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Vorstellung

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Hallo erst mal. An dieser Stelle möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin die Kitschautorin, ein achtzehn Jahre altes, in der drittgrößten Stadt Niedersachsens wohnendes Mädchen. Wie mein Name vielleicht schon sagt, bin ich Autorin. Normalerweise beschränke ich mich auf kitschige, der Wahrheit überhaupt nicht entsprechende Kurzgeschichten. Doch will ich jetzt auch mein Können in einem Blog demonstrieren. (Welches Können? Eine Bekannte von mir bewegt sich ebenfalls hier und ist ja ach so viel besser als ich. Ich will keine Namen nennen.)

Warum möchte ich das? Nun ja, mir begegnet jeden Tag so ein großer Betrag an Irrsinn, dass ich es einfach nicht mehr ertrage. Natürlich begegnet mir dieser Irrsinn in verschiedenen Kategorien. Beispielsweise Mitmenschen, Tagesgeschichtliches oder einfach nur Dämliches, das man so erlebt. Eine Geschichte möchte ich jetzt mit Ihnen, den geschätzten Lesern (haha, als würde irgendjemand diesen Quatsch hier lesen…), teilen.

Sicher kennen alle diese alte Redensart: Alles neu macht der Mai. Nun, so etwas Ähnliches hatte ich mir auch gedacht und ich wollte zum Friseur, um mir eine neue Haarfarbe zuzulegen. Also habe ich mich auf mein Rad geschwungen und bin bei absoluter Knallsonne 6 Kilometer bis zum nächsten Friseur gefahren.

Dort kam ich an:

– Hallo. Ich möchte gerne meine Haare von Ihnen färben lassen.

– Ah, haben Sie denn ein Attest vom Hautarzt?

Ich stockte. Attest? Seit wann brauchte man das? Das hatte ich der vor mir stehenden Dame auch so gesagt. Und die Antwort war:

– Tja, das tut mir Leid, dann kann ich Ihnen leider nicht die Haare färben.

Es war wie im Film. Die berühmte Nadel kratzte runter von der Platte und die Hintergrundmusik war weg. Ich will gar nicht bestreiten, dass ich beim anschließenden Herumgejammere meinerseits ziemlich lächerlich klang. Aber nicht mal die Beteuerung, dass mein Hautarzt mir GESAGT hatte, dass mit meiner Kopfhaut alles in Ordnung war, half.

Gut, das Ganze wäre nicht halb so ärgerlich gewesen, wenn ich nicht zwölf Kilometer (hin und zurück) hätte fahren müssen. Aber das war nicht das Schlimmste.

Nun ja, wie soll ich sagen, manche Menschen scheinen gar nicht mehr auf ihre Mitmenschen zu achten. Nun kam ich also nach Hause in die WG. Meine werten Mitbewohner waren darüber informiert, warum ich gerade drei Stunden weggewesen war. Und dann hieß es, als ich wieder da war:

– Wow, also, deine neue Haarfarbe sieht echt super aus.

Ohne Worte. Ich verschwand einfach nur in meinem Zimmer.

Wenn ich in einer WG leben würde, in der mich meine Mitbewohner nicht mal von hinten angucken, wäre das ja noch verständlich. Da ich aber eigentlich jeden Tag was mit ihnen mache, ist das ja schon irgendwie bedenklich.

Na ja. Was soll ich dazu schon sagen, vielleicht ist mein Mitbewohner ja auch einfach mal schwupps! farbenblind geworden. Man weiß es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Eine Antwort »

  1. Erster Beitrag (von hinten) und ich musste schmunzelnd den Kopf schütteln. Fängt ja schon mal gut an! 😉 Aber das mit dem Attest hab ich auch noch NIIIIE gehört. Bis heute nicht.

    Ich bin übrigens auch sowas wie eine „Autorin“.. Ich liebe auch kitschiges, aber schreibe nichts zuende und allgemein habe ich das Gefühl, dass ich total mies schreibe und somit Angst habe es jemand zu zeigen…

    Antwort

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