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Monatsarchiv: Oktober 2010

Geschützt: Die Zukunft wird nicht gemeistert…

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Leute, ey…

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Es gibt unheimlich viel Irrsinn in meinem Leben. Und es gibt unheimlich viele Irre in meinem Leben. Ich versuche, sowohl dem Irrsinn als auch den Irren aus dem Weg zu gehen. Mit wechselndem Erfolg.

Eines der großen Probleme am System Schule ist ja, dass einem dort ein Haufen Irrer begegnet, denen man nicht aus dem Weg gehen kann. Meine doofen Mitschülerinnen (die Jungs sind ja gruseligerweise so wenig, dass man sie eigentlich nicht erwähnen braucht) kann ich ja immerhin noch insofern meiden, als ich in der Zeit zwischen den Unterrichtsstunden MP3-Player benutze und nicht an den gleichen Plätzen herumhänge wie sie.

Der MP3-Player. Wenn ich ihn nicht hätte… Seit nunmehr fast fünf Jahren besitze ich (fast) durchgängig ein solches Gerät, und es hat mir schon des Öfteren das Leben gerettet. Und sogar das anderer Leute. Wenn man bedenkt, wie oft ich anderen Leuten schon an die Gurgel gegangen wäre, wenn ich das Teil nicht benutzt hätte… Mit ihm kann ich mich von all den Idioten abschotten, die mir so begegnen, und sogar die Kinder, die nicht verstanden haben, dass man Handymusik auch mit Kopfhörern hören kann, können mir nichts mehr anhaben. Aus ihm tönen dann so richtige und wahre Textzeilen wie diese:

Lass die Leute reden und lächle einfach mild / die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild / und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht / aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht

Gib mir bitte eine Chance, halt doch bitte mal den Mund / ich werde langsam taub und meine Ohren sind schon wund / ich wollt‘ dich exorzieren, doch ich kam ja nicht zu Wort / was bleibt mir jetzt noch übrig, Harakiri oder Mord?

(Die Ärzte – Lasse redn bzw. Quark)

Man merkt vielleicht schon, ich bin eine Liebhaberin exzellenter Zitate. Ich sammle sie sogar – die Sammlung umfasst bereits 33 Seiten und es wären wohl noch mehr, wenn ich mir nicht gesagt hätte, Songzeilen rauszulassen. Gerade stolpere ich über ein Zitat von Sky du Mont:

Durch das Schreiben tauche ich in meine eigene Welt ein und kann mir einen eigenen Kosmos schaffen.

Genau das gefällt mir am Schreiben. Es gibt nur ein Problem dabei: wenn ich auf Leute treffe, die meinen, in meine Texte alles hereininterpretieren zu können. Das war früher ja mal ganz lustig und sogar der Beweggrund dafür, dass ich in der LK-Unterrichtseinheit „Literaturkritik“ einen meiner Texte zur Verfügung stellte. Sollen die Leute doch denken, was sie wollen! Es gibt ohnehin nicht die richtige Interpretation. Deswegen war ich ja auch dagegen, dass man im Unterricht Texte interpretiert – weil man die Meinung des Autors nie wissen kann, man kann sie ja in den allermeisten Fällen ja nicht mehr fragen. Haarig wird es allerdings dann, wenn der Autor (resp. die Autorin) doch einmal gefragt werden kann, die total konträre Meinung des Gesprächspartners mit Argumenten widerlegt und der Gesprächspartner trotzdem stur bei seiner Meinung bleibt. Erinnert mich irgendwie an das hier:

Da bin ich echt in einem Zwiespalt: Ich will niemandem seine Meinung verbieten und Diskussionen auch nicht einfach abbrechen – aber die fordern mich ja geradezu dazu heraus.

Ich habe den Typen, der eine meiner beiden Lieblingswebseiten betreibt und das gleiche Problem hat, gefragt, wie er da nicht ausflippt – und er meinte, dass er die Leute ignoriert.

http://www.klopfers-web.de/fragdenhasen.php?action=detail&id=30929

Hm.

Wenigstens sind bald wieder Herbstferien, das nimmt mir schon mal für zwei Wochen die Hälfte all meiner Probleme. Ich werde zu meiner Oma fahren, bei ihr auf dem Sofa sitzen und Kuchen essen und den ganzen Irrsinn, der mich in der drittgrößten Stadt Niedersachsens so umgibt, einfach mal gepflegt ignorieren. So gehört sich das.

Noch’n Zitat:

Im Moment wäre ich gerne Garfield. Der ist herrlich faul, isst nur Pizza, guckt nur Fernsehen und wird gestreichelt. Da hätte ich jetzt auch Bock drauf für eine Woche.

(Jeanette Biedermann)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

P.S.

*lol*