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Monatsarchiv: Februar 2011

T7UIm6zgNn und anderer Irrsinn

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(Bitte wundert euch nicht über diesen merkwürdigen Titel. So einen Quatsch muss man machen, wenn man Feeds auf anderen Seiten einbinden will.)

Mein Leben war in den letzten Wochen nicht gerade einfach. Wenn das Leben einfach ist, ist es so wie eine Zugreise. Man muss sich nicht bewegen und kommt trotzdem voran. Wenn das Leben schwer ist, ist es so wie eine Zugreise. Man pest total schnell voran, schläft vor lauter Erschöpfung einfach ein und wenn man nicht aufpasst, wacht man am falschen Ort auf und dann kommt wahrscheinlich noch ein Kontrolleur und will einem eine Geldstrafe für die zu viel gefahrene Strecke aufhalsen.

Ja, auf solche Gedanken komme ich, wenn ich im Zug sitze und Musik höre. Das sind die wenigen Momente im Alltag, in denen ich noch Ruhe und Frieden genieße. Und die ich darum auch am liebsten habe. Ob ich in der Schule oder zu Hause war – mir fehlte immer eins davon. In der Schule die Ruhe, zu Hause der Frieden.

Ein Grund, warum ich so ein stressiges Leben hatte in letzter Zeit, ist mein WG-Wechsel. Den hätte ich sicher auch ohne Auflösung der WG irgendwann vollzogen, denn meine Mitbewohner sind, verzeiht mir den Ausdruck, Idioten. Was sich auch daran zeigt, wie sich diese ganze Wechselgeschichte vollzog.

Fristgerecht hätte ich bis zum 1. Dezember kündigen müssen. Was ich natürlich nicht gemacht habe, aus zwei Gründen:

1.) Einen so genannten Mietvertrag habe ich nie unterschrieben und auch nicht zu Gesicht bekommen.

2.) Mir wurde erst Mitte November Bescheid gesagt.

Ich war also volle drei Monate sowohl damit beschäftigt, Nachmieter für die Wohnung zu suchen, als auch ein anderes WG-Zimmer irgendwo in der Stadt zu finden. Beides schaffte ich erst im allerletzten Moment und kam damit sowohl um die Zahlung von 1220 Euro Miete sowie ums Unterkriechen bei meinem Freund gerade noch mal herum.

Dazu kommt jetzt natürlich auch noch der Umzugsstress. Reichen die Kartons, die ich organisiert habe, aus? Kann ich diesmal mehr als 2 Helfer verpflichten? Und: Wo kann ich mein Zeug wann unterstellen?

Bis Anfang nächster Woche habe ich (mit Hilfe Schwänzens eines entschuldigten Fehltags) wohl alles über die Bühne gebracht. Und dann, kommen wir zu den positiven Seiten, wohne ich in einer schönen 3.-Etage-Wohnung mit netten Mitbewohnern, einem fetten Zimmer und – !das ist ganz wichtig! – einem Balkon, von dem aus man einen traumhaften Ausblick über die Stadt hat. Inklusive Karmann-VW-Turm. Den sieht man irgendwie überall in der drittgrößten Stadt Niedersachsens, kann das sein?

http://www.neon.de/kat/gallery/serie/21204?startwith=261434

Trotz all des Stresses gab es auch schöne Seiten in meinem Leben in letzter Zeit! Ich habe mir zwei Bücher von Klopfers Web bestellt. Und Klopfer ist GOTT! Dazu muss man sich nur mal seine Kolumne zum Thema Dioxin durchlesen, um das zu wissen.

http://www.klopfers-web.de/kol80.php

Ich hab sogar eine persönliche Widmung pro Buch bekommen! (Und war überrascht davon, dass es anscheinend noch Männer mit ordentlicher Schrift gibt.) Mit „Böses Hasi!“ und „Sexpanzer und Babytod“ vertreibe ich mir jetzt den langweiligen Unterricht. Jedenfalls den, in dem immer in gleicher Reihenfolge abgefragt wird – weil ich da nicht hundertprozentig aufmerksam sein muss.

Für die Zukunft wünsche ich mir jedenfalls, dass ich mehr Zeit finde, um die Sachen zu tun, die mir Spaß machen. DVDs gucken. Im Internet surfen. Leckere Sachen essen. Musik hören. Schlafen. Lesen. Und: Mich endlich mal wieder meinem Lieblingshobby widmen, das in letzter Zeit viel zu kurz gekommen ist: dem Kitschautorinnendasein.

Eigentlich wollte ich seit Ewigkeiten den vierten Teil meiner Geschichte rund um die junge Sara fertiggestellt haben. Aber erst kam mir ein Systemabsturz am PC und dann die Wohnungssache dazwischen. Jetzt kann ich es wieder tun. Hm. Eigentlich sogar genau jetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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So ist das Leben

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Mein Leben war in letzter Zeit nicht gerade einfach. Aber wirklich fies war der letzte Dienstag. Und der war schulfrei…

Und das ist nur passiert, weil ich zur Zeit fieberhaft auf der Suche nach einem WG-Zimmer bin. Wenn ich keine Besichtigung gehabt hätte, hätte ich mich auch nicht aus dem Haus wagen müssen, und dann hätte ich mir auch keine Zwei-Kilometer-Rutschpartie über Blitzeis antun müssen. Die Rückenschmerzen, die so schlimm waren, dass ich nicht mehr sitzen konnte, gab’s gratis dazu. Auch schön, wenn du erst durch einen Mega-Umfall davon erfährst, dass die ganze Stadt von einer glatten Eisschicht überzogen ist.

Wo wir gerade bei Unfällen sind: Ich war neulich Blut spenden. (Wobei das meiste Blut ja gar nicht an Unfall-, sondern Krebspatienten geht.) Ich hab es unheimlich gut vertragen, was mich selbst ein bisschen überrascht hat, denn ich hatte bei den vorherigen Spenden manchmal Probleme. Ansonsten kann ich nur sagen: Leute, geht selbst unbedingt mal hin! Jeder kann es irgendwann mal brauchen. Schneller, als man denkt.

Für die Leute, die noch nicht so genau Bescheid wissen, wie das geht, will ich den Ablauf einer Blutspende hier mal erläutern:

Der allererste Schritt ist die Anmeldung. Man geht hin und sagt: Hallo, ich möchte gern Blut spenden. Dann gibt man seinen Spenderausweis ab (sofern man schon einen hat) und kriegt einen Bogen zum Ausfüllen. Da stehen Fragen zur bisherigen medizinischen Geschichte drauf, z.B. „Vertrugen Sie Blutentnahmen bisher ohne Probleme?“ oder „Hatten Sie jemals AIDS?“ Wenn man den ausgefüllt hat, geht es zur Blutfarbstoffmessung. Da kriegt ihr einen Pieks in den Finger (oder ins Ohrläppchen). Wenn der Wert okay ist, dürft ihr zum Einzelgespräch mit dem Arzt gehen. Dort wird der medizinische Fragebogen besprochen und  der Arzt entscheidet, ob ihr spenden dürft oder nicht. Wenn ihr dürft, holt ihr euch noch euer Spendezubehör ab und entscheidet, ob euer Blut für Patienten verwendet werden darf oder nicht (vertraulicher Selbstausschluss möglich). Dann geht es schon zur Spende.

Es ist eigentlich überhaupt nichts dabei. Ihr liegt zehn bis fünfzehn Minuten auf der Liege und euch wird 530 ml Blut abgenommen. Wenn ihr einen normalen Kreislauf habt, solltet ihr das ohne Probleme vertragen. Anschließend ruht ihr euch kurz aus und holt dann die Energie, die ihr durch Blutverlust verloren habt (wow, was für ein Nebensatz), durch Essen und (!das ist ganz wichtig!) viel Trinken wieder rein.

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass man sich viel besser fühlt, wenn man in Begleitung hingeht. Ist immer gut, wenn man während der Spende jemanden zum Quatschen hat. Dann ist einem nicht so langweilig. Mein Freund hat sich jedenfalls immer ganz lieb um mich gekümmert. Ich wünschte, ich könnte jetzt bei ihm sein.

Wie ich das meine? Nun, zum Einen waren meine letzten vier Tage ziemlich stressig, ich hatte gestern beispielsweise sechs WG-Termine und kam erst um neun nach Hause. Zum Anderen muss ich noch gut zwei Stunden in einem halb baufälligen Gebäude mit lauter Zicken verbringen. Wenn ich nicht die letzten beiden Stunden schwänzen würde, wäre es noch mehr. Irgendwie muss ich mal eine Technik entwickeln, Leute gezielt zu überhören. Sonst habe ich keine Chance. (Ist es ein schlechtes Anzeichen, wenn man bei bestimmten Leuten „Dumme Zicke“ denkt, sobald sie den Mund aufmachen?)

Wenigstens feiere ich heute Abend eine Party. Ich habe nämlich die Zulassung zur Abschlussprüfung bekommen. Das ist zwar jetzt schon vier Wochen her, aber wie das eben so ist, wenn man mit einer großen Anzahl von Leuten feiern will: Es ist sauschwierig, einen Termin zu finden. Tja, und heute ist es eben soweit. Ein Grund zum Feiern ist die Zulassung jedenfalls wirklich. Ich war am Tag der Prüfung ein echtes Nervenbündel und außerdem fest davon ausgegangen, dass ich sie nicht bestehe. So kann man sich irren. Ich habe mit der Gesamtnote „gut“ bestanden. Mein Zeugnisdurchschnitt ist noch besser, er liegt bei 1,6. Erstaunlich, wie plötzlich der Schnitt nach oben gehen kann, wenn man plötzlich alle fiesen Fächer (Biologie *hust*) nicht mehr machen muss. Ich freue mich jedenfalls sehr darüber – wenigstens eine Sache in meinem Leben, die nicht so fies verläuft wie alle anderen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin