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Monatsarchiv: Juli 2011

Der ultimative Büchereintrag

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Ich lese gerade den ultimativen Büchereintrag einer jungen Mutter durch, die ebenfalls bei WordPress bloggt (http://kugelzeit.wordpress.com/2011/06/27/bucher-tag/), und deswegen kommt jetzt meine ultimative Bücherliste „Ein Buch, das…“.

Also:

dich zum Lachen gebracht hat

Frau Freitag – Chill mal, Frau Freitag. Die Geschichten der Autorin, die an einer Schule irgendwo in Deutschland unterrichtet, sind umwerfend komisch.

dich zum Weinen gebracht hat

Andrea Schwarz – Der kleine Drache Hab-mich-lieb. Wird als Märchen für Erwachsene beschrieben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe – und enthält eine sehr wahre Botschaft.

dich nachdenklich gemacht hat

A. J. Jacobs – Die Bibel & ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen. Ich versuche selbst, das Christentum und seine Anhänger besser zu verstehen. Der Autor des Buches hat einen sehr interessanten Weg gewählt und interessante Schlüsse aus seinem „gläubigen Jahr“ gezogen. Das Buch hat mir jedenfalls besser geholfen als dieses unsägliche Machwerk eines Bildkorrespondenten, welches mir die Tante meines Freundes ausgeliehen hatte.

dich nicht losgelassen hat

Christian Schmidt – Sexpanzer und Babytod: Wie wir uns manipulieren lassen. Ich wurde doch etwas nachdenklich, als ich zum Orthopäden ging, der mir über und über Akupunkturtermine aufdrückte. Zum betreffenden Arzt gehe ich nicht mehr.

dich total enttäuscht hat

Andreas Englisch – Johannes Paul II.: Das Geheimnis des Karol Wojtyla. Siehe oben. Außerdem überzeugt mich seine plötzliche Verwandlung zum Papstverehrer nicht wirklich. Er wirft am Anfang drei Tonnen (meiner Ansicht nach berechtigte) Fragen auf, die er alle nicht beantworten kann, aber hey, der Papst beendete den Kommunismus und versuchte, alle Missetaten der katholischen Kirche zu entschuldigen! So ein Quark. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass der Mensch Bildkorrespondent ist, hätte ich es übrigens gar nicht erst gelesen. Erklärt aber, warum das einzige lobende Klappentext-Werbezitat von der Bild kam.

dich überwältigt hat

Tobias Schlegl – Zu spät: So zukunftsfähig sind wir Deutschen. Einige der vom Autor geschilderten Erfahrungen machen mich wirklich traurig und wütend.

dich positiv überrascht hat

Marisha Pessl – Die alltägliche Physik des Unglücks. War ein Spontankauf, ich konnte es aber gar nicht mehr aus der Hand legen.

du nicht beenden wolltest, weil es so gut war

Christian Schmidt – Böses Hasi! Die besten Texte von Klopfers Web. Kann ich jedem nur empfehlen. Wird beworben als „Besser als die Bibel“. Stimmt auch – das ist zwar keine Kunst, möchte ich mal behaupten, aber da ist SEHR viel Luft zwischen den Büchern.

du nicht aus der Hand legen konntest

Éric-Emmanuel Schmitt – La rêveuse d’Ostende et d’autres histoires. Eine Sammlung von fünf Geschichten, die allesamt sehr spannend sind. Leider gibt es das Buch noch nicht auf Deutsch, aber das kommt bestimmt noch.

du abgebrochen hast

Die Bibel. Nach zirka fünfzig Seiten.

du als Letztes in der Schule gelesen hast

Soweit ich mich erinnern kann, gebührt „Romeo & Juliet“ von William Shakespeare die Ehre. Ich verstehe bis heute nicht, wieso mein Englisch-LK-Lehrer zwei Monate vorm Zentralabi das Werk angefangen hat (obwohl es nicht in den Lehrplänen dafür enthalten war!). Seine Begründung war: „Man kann kein Englisch-LK-Abitur machen, ohne Shakespeare gelesen zu haben.“ Damit mag er Recht haben, aber wieso hat er das Werk dann nicht in den zwei Jahren VORM Abitur drangenommen? Im Übrigen wird etwas Ähnliches für Goethes „Faust“ behauptet, aber das haben wir nie gebraucht.

du eigentlich nie lesen wolltest

Aldous Huxley – Brave new world. War irgendwann mal im Englisch-LK Pflichtlektüre. Und damals war es für mich so schwer, dass ich es fast abgebrochen hätte. Gut, dass ich mich doch da durchgekämpft habe – nicht nur wegen des Abiturs (in dem das Werk natürlich drankam), sondern auch, weil ich so irgendwann ein großartiges Werk schätzen lernte.

auf deinem Nachttisch liegt

Es liegt sicher grad ein Buch auf meinem Nachttisch, aber ich weiß nicht, welches, und auf dem Nachttisch meines Freundes liegt keins. Das Buch, das sich seinem Nachttisch am nächsten befindet, ist „The Prophet“ von Khalil Gibran. Muss ich dringend zu Ende lesen.

du unbedingt weiterlesen möchtest

Jim Davis – Garfield: Gewicht verschwendet. Mein Lieblingskater. Außerdem ist er mir ähnlich. (Haha!)

Ich erinnere mich gerade an eine Bemerkung, die meine Klassenlehrerin aus der Zehnten mal gemacht hat (meine Klassenlehrerin aus der Fünften übrigens auch): „Toll, das du so unheimlich viel liest. Ich meine, wir haben in der Klasse Leute, die haben wahrscheinlich noch nie ein Buch in die Hand genommen.“ Ich liebe Lesen, kann gar nicht ohne. Und nach meiner Bücherkauforgie Anfang letzter Woche brauche ich wahrscheinlich ein fünftes Bücherbrett. Vier hab ich schon (eins davon allerdings nur, weil ich einige Bücher besitze, die zu groß sind, um sie hochkant hinzustellen, „Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf“ zum Beispiel).

An all meine Leser ein Tipp: Bitte nehmt ab und zu auch mal ein Buch zur Hand. Da oben stehen ein paar echt gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Welch unheimlich aufregend Leben

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Bildung ist zweifellos eine der wichtigsten Sachen, die ein Mensch haben muss. Er muss aber auch über gewisse menschliche Kompetenzen verfügen. Liebe zum Beispiel oder, nicht total arrogant zu sein. Wenn man zwar gebildet ist, aber nicht lieben kann und dazu total arrogant ist, dann ist man so wie Gareth van Meer aus „Die alltägliche Physik des Unglücks“ von Marisha Pessl.

So zumindest mein erster Eindruck – doch damit nicht genug. In dem Buch passieren so viele mysteriöse Sachen, dass ich es zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Sachen, die mich zum Schluss denken lassen: Gut, dass ich nicht in Blue van Meers Welt lebe.

Mein Leben war in letzter Zeit allerdings auch ziemlich mysteriös. Da wären zum Beispiel die Umstände, unter denen ich sowohl in Englisch als auch in Französisch die schriftliche Prüfung bestanden habe. In Französisch sogar mit einem Schnitt, der nur 0,8 Punkte an einer Eins vorbei war. Offensichtlich hat der Mensch, der die Prüfungen korrigiert hat, vorher ein paar bewusstseinserweiternde Substanzen eingenommen. Der Buschfunk meldet, dass die allermeisten Französischergebnisse ebenfalls fantastisch waren. Was zur Hölle war da los?

Auf jeden Fall gab das sehr viel Anlass zur Freude, genauso wie die wahnsinnige Party, die ich letzten Freitag in meiner Wohnung hatte. Ich habe neue Leute eingeladen, die sich hervorragend mit meinen Freunden verstanden haben, und ich lernte den Balkon und die Riesenküche endlich mal schätzen. Rückblickend hätte ich allerdings mehr Stühle organisieren sollen. Mein Mitbewohner sah es aber ganz cool, als ich ihm eröffnete, dass ich seinen gemopst hatte.

Eine tolle Party. In einer tollen Behausung. Und trotzdem hänge ich dort selten herum zur Zeit. Weil mein Freund woanders wohnt, klar. Ich bin ständig bei ihm. Ist irgendwie doof, dass er in einem Dorf wohnt. Früher habe ich es immer gehasst, auf dem Dorf zu wohnen. Aber da hatte ich auch keinen Internetanschluss. Von dem mache ich jetzt sehr stark Gebrauch.

Und so bin ich auch wieder auf die Bielefeld-Verschwörung gestoßen. Dafür, dass es die Stadt nicht gibt, kommen aber viele berühmte Leute aus ihr, leider auch einige faule Eier (hier eine kleine Auswahl):

– Horst Wessel

– Martin Goldstein (aka Dr. Sommer)

– Hannes Wader

– August Oetker

– Ulrich Wessel (RAF)

– Richard Oetker

– Christina Rau

– Christian Y. Schmidt

– Hera Lind

– Ingolf Lück

– Oliver Welke

– Ingo Oschmann

Ähm, okay… richtig vorteilhaft klingt die Liste nicht… Bis auf Oliver Welke. Ich kenne leider nicht so viel von ihm, aber bei „Little Britain“ war er ein verdammt guter Synchronsprecher.

Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich wahrscheinlich für meine mündlichen Prüfungen lernen sollte, die am letzten Ferientag bzw. zwei Wochen danach stattfinden. Aber wieso sollte ich das tun? Bei den schriftlichen Prüfungen habe ich Folgendes festgestellt:

Englisch: viel gelernt -> ganz gutes Ergebnis

Französisch: wenig gelernt -> fantastisches Ergebnis.

Na, habt ihr was gemerkt?

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kitschautorinnereien

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Wie mein Name vielleicht vermuten lässt, bin ich Autorin. Wobei das vielleicht zu hoch gesagt ist. Ich habe Spaß daran, kitschige Sachen zusammenzuschreiben, die dann von sehr wenigen Leuten gelesen werden. Für die Leute, die nicht über Neon auf diese Seite gekommen sind, möchte ich hier mal alle Sachen, die man bereits online findet, bündeln. Für die Leute, die es über Neon hierhin geschafft haben, gibt es jetzt eine etwas handlichere Bibliothek.

Ich schreibe/schrieb zur Zeit an einer Geschichte über eine junge Frau namens Sara. Sie erlebt in ihrer Familie und ihrem Freundeskreis viele Abenteuer. Unter anderem steigt die Mutter wieder in den Beruf ein und sie macht ihr Abitur. Aber seht selbst:

Teil 1 (Zum letzten Mal minderjährig)

http://www.neon.de/kat/294375.html

http://www.neon.de/kat/294388.html

http://www.neon.de/kat/294739.html

http://www.neon.de/kat/295605.html

http://www.neon.de/kat/296068.html

http://www.neon.de/kat/296348.html

http://www.neon.de/kat/296388.html

http://www.neon.de/kat/296599.html

http://www.neon.de/kat/296718.html

http://www.neon.de/kat/296932.html

Teil 2 (Wo ist die Liebe hin?)

http://www.neon.de/kat/300670.html

http://www.neon.de/kat/301239.html

http://www.neon.de/kat/302466.html

http://www.neon.de/kat/303204.html

http://www.neon.de/kat/303840.html

http://www.neon.de/kat/304918.html

http://www.neon.de/kat/307799.html

http://www.neon.de/kat/308915.html

http://www.neon.de/kat/309713.html

http://www.neon.de/kat/316998.html

Teil 3 (Krümelmonster)

http://www.neon.de/kat/317557.html

http://www.neon.de/kat/317612.html

http://www.neon.de/kat/317814.html

http://www.neon.de/kat/317840.html

http://www.neon.de/kat/317941.html

http://www.neon.de/kat/317993.html

http://www.neon.de/kat/318015.html

http://www.neon.de/kat/318039.html

http://www.neon.de/kat/318258.html

http://www.neon.de/kat/318302.html

http://www.neon.de/kat/318407.html

http://www.neon.de/kat/318521.html

http://www.neon.de/kat/318613.html

http://www.neon.de/kat/318672.html

http://www.neon.de/kat/318734.html

http://www.neon.de/kat/318820.html

http://www.neon.de/kat/318882.html

http://www.neon.de/kat/318943.html

http://www.neon.de/kat/319034.html

http://www.neon.de/kat/319076.html

http://www.neon.de/kat/319204.html

http://www.neon.de/kat/319352.html

http://www.neon.de/kat/319480.html

http://www.neon.de/kat/319526.html

http://www.neon.de/kat/319603.html

http://www.neon.de/kat/319756.html

http://www.neon.de/kat/320190.html

http://www.neon.de/kat/320263.html

http://www.neon.de/kat/320309.html

http://www.neon.de/kat/320371.html

http://www.neon.de/kat/320469.html

http://www.neon.de/kat/320537.html

http://www.neon.de/kat/320983.html

http://www.neon.de/kat/321286.html

http://www.neon.de/kat/321327.html

http://www.neon.de/kat/321960.html

Teil 4 (Bedeutungsschwanger)

http://www.neon.de/kat/341952.html

Viel Spaß beim Lesen!

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Grattis på födelsedagen

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Es hat eine Weile gedauert, bis ich dazu gekommen bin, einen Artikel darüber zu schreiben, aber ich bin am 3. Juli 20 Jahre alt geworden. Zwanzig! Wow! Wäre ich eine Katze, wäre ich schon voll alt. So fühle ich mich jedenfalls grade.

Letztes Jahr hatte ich ja schon einmal den Versuch gestartet, in meinen Geburtstag hereinzufeiern, und es ist grandios in die Hose gegangen. Deswegen war ich etwas skeptisch, aber die Party wurde wunderbar und ging bis ca. 2 Uhr morgens. Ich habe auch viele tolle Geschenke bekommen, von denen ich hier einige aufzählen möchte:

– zwei pinkfarbene Kerzengläser

– ein SpongeBob-Poster

– diverse Süßigkeiten

– ein Sexstellungs-Quartett

Nicht so toll hingegen waren die Klamotten, die mir meine Oma aufgedrängt hat (Zitat mein Freund: „Du siehst aus wie eine alte Frau“) – ich habe sie am Wochenende besucht. Ich will gar nicht so viele Worte darüber verlieren, wie, ähm… anstrengend der Besuch für mich war. Es lässt sich ohnehin viel besser in einem Bild beschreiben:

Ich brauche Urlaub vom Urlaub. Gott sei Dank habe ich jetzt Sommerferien, also kann ich das auch verwirklichen.

Jetzt versuche ich mal konsequent, ich zu sein und zu tun, was ich will. Am Computer Zitate sammeln, surfen und chatten. Kiloweise ungesundes Essen in mich reinfuttern. SpongeBob auf DVD gucken. Auf meiner zweiten Geburtstagsparty wahnsinnig intelligente Gespräche über Zeichentrickserien und Sex führen. Und, ganz wichtig: mein Geburtstagsgeld für ach so furchtbare Kleidung und ach so unnütze Bücher ausgeben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 4

Veröffentlicht am

http://www.noz.de/lokales/55510690/wegen-kriegsverbrechen-in-der-ns-zeit-lebenslang-fuer-93-jaehrigen-osnabruecker

Als ich die Überschrift dieses Artikels las, dachte ich erst, das soll ein Scherz sein. Lebenslänglich für einen 93jährigen? Das wäre ja in etwa so, als wolle man Walter Scheel noch mal zum Bundespräsidenten machen. Und wieso bitte wird ihnen erst jetzt der Prozess gemacht, 67 Jahre nach den ihnen zur Last gelegten Taten? Naja, die italienische Justiz war noch nie besonders schnell.

Fünf der ursprünglich 14 Angeklagten waren während des Prozesses gestorben.

Ist das die Rechtsprechung auf unserer Welt? Leute begehen furchtbare Taten und werden dann noch nicht einmal dafür verurteilt (oder oft nicht einmal angeklagt), weil sie krank werden oder einfach wegsterben. Ist das Problem denn damit gelöst? Jedenfalls ist das bezeichnend dafür, wie mit der nationalsozialistischen Vergangenheit umgegangen wird.

Mit ärgerlichen Grüßen

Die Kitschautorin