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Welch unheimlich aufregend Leben

Veröffentlicht am

Bildung ist zweifellos eine der wichtigsten Sachen, die ein Mensch haben muss. Er muss aber auch über gewisse menschliche Kompetenzen verfügen. Liebe zum Beispiel oder, nicht total arrogant zu sein. Wenn man zwar gebildet ist, aber nicht lieben kann und dazu total arrogant ist, dann ist man so wie Gareth van Meer aus „Die alltägliche Physik des Unglücks“ von Marisha Pessl.

So zumindest mein erster Eindruck – doch damit nicht genug. In dem Buch passieren so viele mysteriöse Sachen, dass ich es zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Sachen, die mich zum Schluss denken lassen: Gut, dass ich nicht in Blue van Meers Welt lebe.

Mein Leben war in letzter Zeit allerdings auch ziemlich mysteriös. Da wären zum Beispiel die Umstände, unter denen ich sowohl in Englisch als auch in Französisch die schriftliche Prüfung bestanden habe. In Französisch sogar mit einem Schnitt, der nur 0,8 Punkte an einer Eins vorbei war. Offensichtlich hat der Mensch, der die Prüfungen korrigiert hat, vorher ein paar bewusstseinserweiternde Substanzen eingenommen. Der Buschfunk meldet, dass die allermeisten Französischergebnisse ebenfalls fantastisch waren. Was zur Hölle war da los?

Auf jeden Fall gab das sehr viel Anlass zur Freude, genauso wie die wahnsinnige Party, die ich letzten Freitag in meiner Wohnung hatte. Ich habe neue Leute eingeladen, die sich hervorragend mit meinen Freunden verstanden haben, und ich lernte den Balkon und die Riesenküche endlich mal schätzen. Rückblickend hätte ich allerdings mehr Stühle organisieren sollen. Mein Mitbewohner sah es aber ganz cool, als ich ihm eröffnete, dass ich seinen gemopst hatte.

Eine tolle Party. In einer tollen Behausung. Und trotzdem hänge ich dort selten herum zur Zeit. Weil mein Freund woanders wohnt, klar. Ich bin ständig bei ihm. Ist irgendwie doof, dass er in einem Dorf wohnt. Früher habe ich es immer gehasst, auf dem Dorf zu wohnen. Aber da hatte ich auch keinen Internetanschluss. Von dem mache ich jetzt sehr stark Gebrauch.

Und so bin ich auch wieder auf die Bielefeld-Verschwörung gestoßen. Dafür, dass es die Stadt nicht gibt, kommen aber viele berühmte Leute aus ihr, leider auch einige faule Eier (hier eine kleine Auswahl):

– Horst Wessel

– Martin Goldstein (aka Dr. Sommer)

– Hannes Wader

– August Oetker

– Ulrich Wessel (RAF)

– Richard Oetker

– Christina Rau

– Christian Y. Schmidt

– Hera Lind

– Ingolf Lück

– Oliver Welke

– Ingo Oschmann

Ähm, okay… richtig vorteilhaft klingt die Liste nicht… Bis auf Oliver Welke. Ich kenne leider nicht so viel von ihm, aber bei „Little Britain“ war er ein verdammt guter Synchronsprecher.

Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich wahrscheinlich für meine mündlichen Prüfungen lernen sollte, die am letzten Ferientag bzw. zwei Wochen danach stattfinden. Aber wieso sollte ich das tun? Bei den schriftlichen Prüfungen habe ich Folgendes festgestellt:

Englisch: viel gelernt -> ganz gutes Ergebnis

Französisch: wenig gelernt -> fantastisches Ergebnis.

Na, habt ihr was gemerkt?

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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  1. 1.) ein tolles Buch, das mir nur durch Zufall in die Hande gefallen ist
    2.) ich werde immer noch und von ausnahmslos allen, denen ich es erzählt habe oder erzähle, dafür ausgelacht, dass ich mal mit LaPecorella in Bielefeld Wochenendurlaub gemacht habe… es hat sich auch wirklich nicht gelohnt, das ist bisher die unsympathischste Stadt, die mir begegnet ist

    Antwort
  2. Oliver Welke sehen wir immer bei der Heute Show 😀
    Ralph Ruthe kommt auch aus Bielefeld und er macht gern Witze über Bielefeld. Toll! 😉

    Antwort

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