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Driving home for Christmas

Veröffentlicht am

Die meisten jungen Leute fahren an Weihnachten zu ihren Eltern. Dies habe ich auch gemacht und ich war zusammen mit meinem Freund eine Woche lang bei meinen Eltern. Es würde mich mal interessieren, ob die Entfernung bei anderen auch so groß ist. In meinem Fall waren es 1200 km.

Wir waren eine Woche lang da und es war eine interessante Erfahrung. Tolle Geschenke und wahnwitzig viele Aktivitäten. Meine Eltern haben sich sehr über das Activity-Spiel gefreut, das wir ihnen geschenkt haben. Das Schwedische Fernsehen zeigte neben Filmen im Original (die nicht synchronisiert werden, da sich das für den schwedischen Markt nicht lohnt) zwei sehr vielversprechende Ansätze für Fernsehshows. In einer ging es darum, dass ein Stargast interviewt wurde und ein Koch derweil aus den Kücheninhalten etwas Gutes kochen musste. In der anderen waren Leute in einer Art Zugimitation unterwegs und auf einer Videoleinwand wurden Filme abgespielt (so eine Art „Die schönsten internationalen Bahnstrecken“), mit einigen Zusatzinformationen. Sobald die Kandidaten meinten, zu wissen, wo sie sich „befanden“, mussten sie die „Notbremse“ ziehen (je früher, desto mehr Punkte). Anschließend wurden Fragen zum jeweiligen Ort gestellt. Sehr interessant, aber ob das auch in Deutschland funktionieren würde?

Am zweiten Weihnachtsfeiertag sind meine Familie, mein Freund und ich dann zu dem Turm gefahren, von dem aus das Schwedische Fernsehen ausgestrahlt wird. Er ist ungefähr 155 Meter hoch (die genaue Höhe habe ich nicht mehr im Kopf) und verfügt auf der 30. Etage über eine Aussichtsplattform. Da war ich allerdings schnell wieder runter, ich hatte Angst da oben und der immer noch sehr starke Wind (in der Vornacht hat es in der Gegend einen Sturm gegeben, der 80000 Menschen den Strom nahm) machte es nicht besser. Jedoch haben wir ein paar schöne Fotos machen können.

Wir sind während unseres Aufenthaltes zwei Mal schwimmen gefahren und es scheint sich etwas anders zu gestalten als in Deutschland. Hier kauft sich jeder ein Schloss, mit dem er seinen Schrank in der Umkleide verschließt, außerdem müssen die Schuhe vor der Umkleide ausgezogen werden. Das war etwas kompliziert, trotzdem habe ich das Schwimmen sehr genossen. Eine Sache ist mir dabei (wie auch bei anderen Gelegenheiten) allerdings aufgefallen. Es ist sehr störend, in ein Land zu fahren, dessen Sprache man nicht beherrscht. Ich hätte die Beschriftungen gerne verstanden und war froh, dass ich wusste, durch welche Tür ich als Frau zu laufen hatte (Schwedisch ist dem Deutschen ja sehr ähnlich, in Frankreich oder so hätte solch eine Aktion nicht geklappt). Es ist wirklich blöd, sich alles von den die Sprache sprechenden Eltern übersetzen lassen zu müssen. Einmal kam während einer Autofahrt eine Reportage über islamische Mode im Radio, die ich gerne verstanden hätte, und die Nachrichten bekommt man natürlich auch gerne mit, aber das lief nur so halb. Ich hatte das Gefühl, relativ abgeschnitten zu sein vom Tagesgeschehen. Ich werde wohl noch ein paar Mal öfter nach Schweden fliegen – vielleicht sollte ich mir einige Brocken der Landessprache reinhauen.

Wenn ich kein Internet gehabt hätte, wäre ich dort hinten wahrscheinlich verloren gewesen. Und selbst das gestaltete sich etwas merkwürdig, da ich über eine schwedische Tastatur verfügte – Qwerty mit ä und ö, dafür ohne ü und ß und einige andere Zeichen waren auch vertauscht. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich einigermaßen dran gewöhnt hatte und in meinen Augen sah es sehr merkwürdig aus, dass ich zwei von drei Umlauten schreiben konnte…

Den Rückflug habe ich mir mit einem auf der Reise gekauften Buch versüßt: „The Bedwetter“ von Sarah Silverman. Ich bin noch nicht ganz fertig, aber es ist sehr lustig und zu empfehlen. Im Augenblick lächeln mich zwei Gutscheine für eine bekannte Buchhandelskette an und das bedeutet, dass ich im Laufe der nächsten sieben Tage den Buchladen überfallen werde, zumal meine Mutter versprochen hat, noch etwas Geld auf die Gutscheinkarte zu laden, die ich von meinem Freund gekriegt habe. Ach ja…

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2012

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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  1. Sarah Silverman… das klingt ja bereits nach einem lustigen Buch 😀 Aber hab ich noch nie was davon gehört. Das Problem, wenn man nur aus Krimskrams-Boxen Bücher kauft oder im Sale 😀

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