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Familie

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Da ich gestern wieder auf die Familie meines Freundes traf, gibt es heute Zitate zum Thema Familie.

Mit der Axt spaltet man Holz. Mit der Zunge eine ganze Familie. (Peter Amendt)

Familie ist quasi der genetische Zusammenschluß von Menschen, die sonst vielleicht gute Feinde geworden wären. (Frank-Markus Barwasser)

Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. (Bibel)

Jeder Autor schreibt immer auch ein Stück über sich selbst. Aber viele Teile in diesem Roman sind erfunden und haben nichts mit meiner Familie zu tun und dabei soll es auch bleiben. Der Leser soll und muss nicht wissen – das macht die Qualität eines Romans nicht aus – was autobiografisch ist und was nicht. Es ist ein Roman. (Michel Friedman)

Die Schwachen unserer Gesellschaft brauchen kein Geld, sondern Joghurt, Äpfel, Blumenkohl und weitere Lebensmittel, die Supermärkte sonst in den Müll schmeißen. Das scheint zumindest Familienministerin Kristina Schröder zu glauben. Die Tochter eines Oberamtsanwalts und einer Immobilienhändlern lächelt gütig, wenn sie als Schirmherrin der „Tafel“ Essensreste an Bedürftige verschenkt. Wenn sich Schröder dann aber bei Twitter einloggt, beweist sie, dass sie nicht nur moderne Technik, sondern auch die aktuelle Hassideologie beherrscht: „Eine Familie in Hartz IV, 2 Kinder, erhält inkl. Elterngeld 1885 € vom Staat. Netto! Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?“, fragt Schröder. Der überzeugten Perlenohrringträgerin gefällt es jedenfalls, Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld zu streichen, sobald sie das erste von zwei geplanten Kindern in die Welt setzen. (Kathrin Hartmann)

So wie es dazu gehört, sich zu freuen, wenn ein Kind geboren wird, so selbstverständlich muss auch der Tod am Ende eines erfüllten Lebens für die Menschen stehen. Dass dies sowohl in den Familien mit ambulanter Unterstützung oder eben in den entsprechenden Hospizen möglich ist, ist mir ein ganz großes Anliegen. (Regine Hildebrandt)

Es ist für eine Frau zwischen 14 und 44 Jahren auf dieser Welt wahrscheinlicher, dass sie durch ihre eigene Familie ermordet wird, als dass sie an Malaria, an Krebs, im Krieg oder bei einem Autounfall umkommt. (Ayaan Hirsi Ali)

Die Deutschen romantisieren die Großfamilie ebenso wie sie früher den Harem romantisiert haben. Als ob dies eine heile Welt wäre, in der alle Generationen unter einem Dach leben, alle glücklich sind und sich gegenseitig respektieren. In Wahrheit sind die Strukturen völlig anders. (Necla Kelek)

Wir müssen die Rahmenbedingungen verbessern, damit die Menschen ihrem Willen zum Kind folgen können. Dazu gehört es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser zu organisieren. Das heißt mehr Unterstützung bei der Erziehung und Rückkehrgarantien zum Arbeitsplatz. (Paul Kirchhof)

Eine Gesellschaft, in der die Familien mit Kindern Gefahr laufen, unter die Armutsgrenze zu rutschen, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus. (Franz König)

Familienbeziehungen gehören einer Sphäre an, in der die sonst üblichen Regeln des Urteils und des Handelns außer Kraft gesetzt sind. Sie sind ein Labyrinth von Spannungen, Streitereien und Versöhnungen, deren Logik widerspruchsvoll ist und deren Wertmaßstäbe´ und Kriterien oft so verborgen sind, wie der gekrümmte Raum eines in sich geschlossenen Universums. (Arthur Koestler)

Das Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben. (Karl Kraus)

Ich ärgere mich natürlich mehr über die Privaten, in dem Sinne, dass es schon noch das schlimmere Fernsehen ist. Was dort in Zusammenhang mit den ganzen Doku-Soaps geschieht, ist erschreckend. Einer Familie, die bei „Frauentausch“ mitgemacht hat, wurde die Wohnung vom Fernsehteam gezielt verdreckt, damit die Familie asozialer wirkt als sie in Wahrheit war. Und das vor den Augen dieser Familie. Wenn die Protagonisten etwas dagegen sagen, wird mit Vertragsstrafe gedroht. Mit dieser Form von Nötigung wird mittlerweile gearbeitet. Oder die ganzen schamlosen Call-In-Abzockereien bei Neun Live oder dem „Masterquiz“ auf SuperRTL, die für mich komplett abgeschafft gehören. Das sind alles Phänomene der Privatsender, wo es fast schon ins Kriminelle abgleitet. So schlimm sind die Öffentlich-Rechtlichen noch nicht, weil sie es noch nicht dürfen. Es gibt ja klare Vorschriften. Da ich für die Öffentlich-Rechtlichen Geld bezahle, habe ich aber auch einen ganz anderen Anspruch an das Programm. (Holger Kreymeier)

Wenn man über genügend Mittel verfügt, um ein verhältnismäßig angenehmes Leben zu führen, wie das bei mir zumindest im Moment der Fall ist, wäre es kokett zu sagen, ich mache mir nichts aus Geld. Ich bin froh, dass meine wirtschaftliche Lage so ist, wie sie ist. Ich bin allerdings nicht böse oder traurig, dass ich nicht noch mehr Geld habe und tausend Leibwächter und Hubschrauber und Learjets und den ganzen Kram. Andererseits möchte ich auch nicht in der Situation sein, eine Familie zu haben und nicht zu wissen, wie ich sie ernähren soll. Heutzutage kann man ja froh sein, wenn man Arbeit hat, egal, wie die aussieht. Dessen sollte man sich immer bewusst sein. Auch, wenn man mal meckert über seinen Beruf. Das ist schon eine privilegierte Sache, dass man überhaupt etwas zu tun hat. (Heiner Lauterbach)

Sie konnten so viel in meinen Kopf reinhämmern, wie sie wollten, ich habe nie ihre Erwartungen erfüllt: heiraten, Kinder in die Welt setzen, einen netten Job machen. Allein der Gedanke daran machte mich krank. Ich sagte nur: „Fuck you, ihr wollt, dass ich jemand bin, der ich nicht sein will. Ich finde selbst meine Identität. Ich will sein, wie ich will.“ Ich bin das Schwarze Schaf der Familie. Bei meinem Bruder hatten sie mehr Erfolg. Er ist im Finanzbusiness. (Brian Molko)

Die ganze Familienideologie ist ein sehr regressives Konzept. Die großen Werke der Weltliteratur handeln nicht von Familienglück, sondern von Familienhorror. (Jack Nicholson)

Was ich für mich aus dem ganzen Rummel Positives ziehen kann, das sind die immer besseren Rollenangebote. Was die Bewunderung durch Fans angeht – da habe ich nicht viel von. Klar ist es schön, wenn andere dich fotografieren und Autogramme haben wollen. Aber ich kann nicht verstehen, wie manche Schauspieler das Blitzlichtgewitter richtig in sich aufsaugen. Das habe ich nie verstanden. Ich erfahre doch Liebe und Akzeptanz zu Hause, von meiner Familie, Menschen die mir nahe stehen – das ist mir wichtig. (John C. Reilly)

Das Weib wirkt in der Familie, für die Familie; es bringt ihr sein Bestes ganz zum Opfer dar; es erzieht die Kinder, es lebt das Lebens des Mannes mit; die Gütergemeinschaft der Ehe erstreckt sich auch auf die geistigen Besitztümer, aber vor der Welt kommen die eigensten Gedanken, die eigensten sittlichen Taten des Weibes meist nur dem Manne zu gut; auf seinem Namen häufen sich die Ehren, während man gar bald die Gattin vergißt, die ihm diese Ehren hat mitgewinnen helfen. (Wilhelm Heinrich Riehl)

Deutschland ist so lange kein kinderfreundliches Land, so lange junge Frauen ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie versuchen, Familie und Beruf miteinander zu verbinden. (Jürgen Rüttgers)

An einer piefigen kleinen Strandbar tummeln sich allerlei Typen, die einige Wochen lang vor jedem Rasierer geflüchtet sind, und trinken Elefantenpipi aus einer Bierpulle, wobei sie von aufgekratzten Tussis begrabbelt werden. Soll einen das etwa davon überzeugen, dass man für ein paar Monate abseits von Körperhygiene und sexuellen Hemmungen doch gern eine Bierwampe in Kauf nimmt, die man dann wieder in einigen Jahren abtrainieren muss, um bei den Mädels anzukommen, die Alkoholatem für anziehend halten und davon rattig werden?
Das ist fast so große Augenwischerei wie bei Krombacher, wo jeder verkaufte Kasten Gerstensaft einen(!) Quadratmeter Regenwald retten soll und somit im letzten Jahr eine Fläche in der Größe eines mickrigen Dorfes als Lebensraum für einige Waldameisen sicherte. Dem gegenüber stand eine Werbekampagne, die jeden in der Illusion bestärkte, deutscher Alkoholismus würde die ökologische Katastrophe verhindern.
Noch berüchtigter ist ja schon die Kaffee-Werbung, in der ein Vater seiner missratenen Lendenfrucht alles verzeiht und sämtliche Erziehungsgrundsätze über Bord wirft, sobald ihm der Sohn fehlerfrei die Ursprungsländer seiner frisch aufgebrühten Kolonialware herbetet. Fast schon automatisch fragt man sich, ob die Mutter nun wegen ihrem koffeinsüchtigen Mann abgehauen ist oder ob sie sich voller Scham von der Autobahnbrücke stürzte, weil ihr Sohn noch dussliger ist als der Hund, welcher auch immer mal wieder durch die Kulisse streift und die hässlichen Möbel anpieselt.
Dabei ist doch glückliches Familienleben so einfach, wenn man den Werbespots von Knorr und anderen Büchsenfabrikanten glauben darf. Die Mutter sitzt den ganzen Tag zu Hause, und wenn Mann und Kinder nach Hause kommen, bereitet sie gekonnt eine extravagante Schlemmerei aus der Weißblechtrommel. Zärtlich säuselt dann der Mann seiner Angetrauten ins Ohr, dass seine Sekretärin zwar viel besser im Bett sei, aber die kleine Schlampe niemals in der Lage wäre, derart liebevoll eine Nudelsuppe aufzuwärmen. (Christian Schmidt)

Im Leben eines Mannes gibt es gewisse Dinge, die er unbedingt tun sollte. Ein Haus bauen, eine Familie gründen und einen Baum pflanzen. Bisher habe ich noch nichts davon geschafft. Bei manchen Leuten wünscht man sich aber, dass sie den Teil mit der Familie nie realisiert hätten. Um es mal unverblümt zu sagen: Viele Eltern haben eine gehörige Klatsche. (Christian Schmidt)

Meiner Meinung nach sind Stolz und Ehre allerdings wie Selbstbefriedigung und Stuhlgang. Man muss selbst damit klarkommen, ohne dass man Gerichte, Anwälte, Brüder oder Hieb- und Stichwaffen zu Hilfe ruft. Im besten Fall kann man einfach entscheiden, dass das Gegenüber nur niederes Gewürm ist und gar nicht die Relevanz hat, um das Selbstwertgefühl merklich anzukratzen. Ansonsten kann man einfach zurück beleidigen, dafür gibt’s sogar einen entsprechenden Paragraphen im Strafgesetzbuch. Und wenn das nicht hilft, bleiben von einem Tanzduell bis zu einer zünftigen Prügelei immer noch genügend Alternativen. Flennend zum Anwalt (oder seiner Familie) zu rennen und um Rache zu betteln, ist dagegen einfach nur peinlich und würdelos. Und da hätten wir doch noch einen Angriff auf die Menschenwürde gefunden – allerdings einen, der nicht verboten ist. (Christian Schmidt)

Und so schaue ich fassungslos die zahllosen Fernsehdokumentationen, in denen irgendwelche Familien ihre Sachen packen und in die Ferne ziehen, ohne Sprachkenntnisse und fundiertes Wissen über Kultur und Rechtslage des beglückten Gastlandes. Viele scheinen nicht einmal zu ahnen, dass es auch außerhalb Deutschlands so etwas wie Einwanderungsregelungen gibt und es keine Bombenidee ist, mit einem Touristenvisum und (höchstens) 3000 Euro in bar eine neue Existenz aufzubauen, insbesondere wenn man nicht mal einen Job in Aussicht hat. Und auch der Plan, mit einem gebrauchten Transporter problemlos eine florierende Speditionsfirma aufzubauen, wirkt längst nicht mehr so clever, sobald die grausame Realität ihre hässlichen Krallen ausfährt und zeigt, dass die einheimischen Spediteure nicht sonderlich scharf drauf sind, von deutschen Scheinasylanten und Wirtschaftsflüchtlingen Konkurrenz zu bekommen. (Christian Schmidt)

Warum machen Verwandte sowas? Warum sagen sie jüngeren Familienmitgliedern einfach plump ins Gesicht, was sie keinem Fremden sagen würden und was sie selbst nicht hören wollen? (Christian Schmidt)

Wenn man als Frau und Mutter auch heute, an der Schwelle zum dritten Jahrtausend, immer noch in der beruflichen Entwicklung gehandicapt ist, dann ist die Familienpolitik in diesem Land gründlich gescheitert. (Heidi Schüller)

Ich träume von einer Stadt, in der Kinder willkommen sind, in der sie faire Chancen haben und in der Familien und deren Kinder auch als Mieter und als Nutzer öffentlicher Plätze gerne gesehen sind. Ich träume von einer Stadt, in der man akzeptiert, dass Kinder Freiräume brauchen. (Wolfgang Schuster)

Ich bin sowieso der Meinung, dass Freundschaftsbeziehungen viel intensiver sein können als Familienbeziehungen. (Jaecki Schwarz)

Wir wollen nicht mehr nur wählen können zwischen der DDR als Unrechtsstaat und einer schalen Ostalgie. Gerade wir, die dritte Generation Ost, haben die Verantwortung, uns ein eigenes Bild von der Vergangenheit zu machen. Dazu brauchen wir die Erfahrungen unserer Eltern. Wir wollen wissen, was die DDR, die Mauer, mit uns und unseren Familien zu tun hat. […] Wir müssen einzeln und gemeinsam unsere Eltern, Lehrer und Politiker fragen, wie es war. Wir müssen auch die Stasiunterlagen-Behörde fragen, was in den Akten steht. […] Nur so können wir endlich verstehen, wie hoch der Preis war, sich in der Unfreiheit einzurichten. […] Und dann kann es gelingen, den größeren Diskurs über die deutsche Vergangenheit gerecht und gemeinsam zu führen. (Johannes Staemmler)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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