RSS-Feed

“Wer nichts Schlimmes tut, hat nichts zu befürchten”

Veröffentlicht am

Wie schon im vorigen Blogeintrag erwähnt, war ich gestern auf einem Treffen der Familie meines Freundes. Politische Diskussionen auf Familientreffen sind ja nie besonders schön (zumindest wenn man altersmäßig und auch sonst nicht zur Gruppe der besonders engagiert Diskutierenden gehört). Diesmal ging es jedoch.

Über eine Sache möchte ich dennoch berichten. Während einer Diskussion über Acta meinte der Patenonkel meines Freundes, er habe nicht gegen derartige Abkommen, weil er ja nichts zu verstecken habe.

Der Sinn (oder Unsinn) von Acta soll hier gar nicht diskutiert werden. Worauf es mir ankommt: Ich störe mich an dem Argument „Wenn man sich nichts zu Schulden kommen ließ, hat man nichts zu befürchten“. Das lässt sich ja nicht nur auf Acta, sondern auch auf andere Dinge anwenden. Überwachung und Vorverurteilung von Menschen ist nie gut. Und wenn der Patenonkel meines Freundes sagt, er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen – warum würde ihn Überwachung nicht stören? Es stört mich, wenn ich überwacht werde, obwohl ich nichts gemacht habe. Meiner Meinung nach ist Misstrauen gegenüber jeglichen politischen Maßnahmen, besonders gegenüber solchen, die Kontrolle anstreben, durchaus angebracht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

About these ads

Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Eine Antwort »

  1. Das Problem an diesem Satz ist ganz einfach:
    Wenn einmal eine Überwachungsstruktur (sei es nun VDS, ACTA oder sonstwas) aufgebaut, braucht man nur noch die Regeln ändern, anhand derer festgelegt wird, wer sich etwas zuschulden hat kommen lassen. Und ganz plötzlich wird der Patenonkel von der Polizei mitgenommen, weil er sich ein falsches Foto angeschaut hat.

    Ich finde es erschreckend, wie passend das Zitat von Martin Niemöller auch heute noch ist:
    „Als die Nazis die Kommunisten holten,
    habe ich geschwiegen,
    ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
    habe ich geschwiegen,
    ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten,
    habe ich geschwiegen,
    ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten,
    gab es keinen mehr,
    der protestieren konnte.“

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 126 Followern an

%d Bloggern gefällt das: