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Monatsarchiv: Mai 2012

Kurz verlinkt statt kommentiert

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Ich hatte darüber nachgedacht, ob ich etwas über Klaas Carel Faber schreiben soll, aber heute habe ich bei Twitter einen Artikel gefunden, der es viel besser ausdrückt, als ich es jemals gekonnt hätte: http://t.co/Oul3GGpB

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kurzer Gedanke

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Wieso ist es eigentlich so, dass Frauen immer erst dann für Männer interessant werden, wenn sie vergeben sind? Mein Freund behauptete, dass das unter anderem mit Erfahrung zu tun hat. Aber das kann doch nicht alles sein… Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Mit ratlosen Grüßen

Die Kitschautorin

Konzerte, Prüfungen, Bahnreisen & Sex

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Bordelle sind Lustgärten, in denen Männer gerne Bäume ausreißen. (Almut Adler)

Sex ist vieles – aber nicht alles. (André Agassi)

Sex ist ein Vergnügen, auf das man kommt. (Almut Adler)

Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird. (Woody Allen)

Sexuelle Dinge nicht besprechen?!? Wie wenn der Botaniker sagte: „Wir wollen uns auf das Wurzelleben der Pflanze nicht weiter einlassen…“ (Peter Altenberg)

Irren ist menschlich, sagte der Igel als er von der Klobürste stieg. Ich aber sage, irren ist männlich, wenn sie glauben, daß Sex das Wichtigste in einer Beziehung ist. (Rose von der Au)

Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit – aber jetzt noch nicht. (Augustinus von Hippo)

Liebe ist mehr als Sex, sie ist die Verbindung zweier Seelen und bringt diese zum tanzen. (Rose von der Au)

Keusche Frauen sind häufig stolz und hochmütig, als ob sie sich auf ihre Keuschheit etwas zugute täten. (Francis Bacon)

Männer sind schon seltsame Geschöpfe. Du bietest ihnen Liebe und sie wollen nur Sex. Bietest du ihnen nur Sex wollen sie von dir Liebe. – Was du also machst – es ist falsch. Und da sagen die Männer sie verstehen uns nicht. (Rose von der Au)

Die innere Erfahrung mit der Erotik verlangt von dem, der sie macht, eine nicht weniger große Sensibilität für die Angst, die das Verbot begründet, wie für das Verlangen, das zu seiner Übertretung führt. (Georges Bataille)

Die ganze kleine Welt bumst, vögelt, bläst, leckt Sperma, reibt sich die Klitoris, pumpt an Schwänzen, spritzt auf Gesichter, malträtiert Mösen, peitscht sich die Brüste, bepisst sich, schwuchtelt und wichst in Freude und Entspannung. (Frédéric Beigbeder)

Bücher und Dirnen kann man ins Bett nehmen. (Walter Benjamin)

Weil wir nun fleischlich sind und aus fleischlicher Begierde entstanden, so muss unser Verlangen oder unsere Liebe beim Fleische anfangen. (Bernhard von Clairvaux)

Wie schön bist du und wie reizend, du Liebe voll der Wonnen! Wie eine Palme ist dein Wuchs; deine Brüste sind wie Trauben. Ich sage: Ersteigen will ich die Palme; ich greife nach den Rispen. (Bibel)

Halt, Erleuchtete, ich bin gar nicht sicher, dass ich gut bin. Ich möchte es wohl sein, nur, wie soll ich meine Miete bezahlen? So will ich es euch denn gestehen: Ich verkaufe mich, um leben zu können, aber selbst damit kann ich mich nicht durchbringen, da es so viele gibt, die dies tun müssen. […] Freilich würde ich glücklich sein, die Gebote halten zu können der Kindesliebe und der Wahrhaftigkeit. Nicht begehren meines Nächsten Haus, wäre mir eine Freude, und einem Mann anhängen in Treue, wäre mir angenehm. Auch ich möchte aus keinem meinen Nutzen ziehen und den Hilflosen nicht berauben. Aber wie soll ich dies alles? Selbst wenn ich einige Gebote nicht halte, kann ich kaum durchkommen. (Bertolt Brecht)

Die Naturalisierungen der Heterosexualität wie auch der männlichen sexuellen Aktivität sind diskursive Konstruktionen. (Judith Butler)

Je unschuldiger ein Mädchen ist, desto weniger weiß sie von den Methoden der Verführung. Bevor sie Zeit hat nachzudenken, zieht Begehren sie an, Neugier noch mehr und Gelegenheit macht den Rest. (Giacomo Casanova)

Übrigens: Etwas anderes kann Cola noch viel schlechter als wach halten. Nämlich Schwangerschaften verhüten. Unsterblich ist das Gerücht, eine Scheidendusche mit Cola light wirke empfängnisverhütend. Wissenschaftler haben zwar herausgefunden, dass Samenzellen in Cola nicht lange überleben. (Warum sollten sie auch?) Aber Sperma ist so schnell bei und in der Eizelle angekommen, dass eine nachträgliche Waschung überhaupt nichts bringt, egal ob mit Cola oder sonst was. Deshalb: Immer Kondome oder die Pille benutzen. Und Cola höchstens, um lange genug wach zu bleiben. Zwinker, zwinker. (Ralph Caspers)

Meine Neon-Kollegin Heike Kottmann fragte mich vor wenigen Wochen, ob ich Lust hätte, an einem Wochenende gemeinsam mit ihrem Freund ihre Eltern auf dem Land zu besuchen. Dann erschienen meine Paar-Protokolle „Dann hat er mich von hinten genommen“. Heikes Mutter ließ ausrichten, dass ich jetzt leider nicht mehr willkommen sei. (Sascha Chaimowitz)

Sitz der Seele ist die Möse / Ohne Liebe wird sie böse. (Wiglaf Droste)

In der Praxis ist Ficken ein Akt der Besitznahme – gleichzeitig ein Akt des Besitzens, Nehmens, Gewaltantuns. Es ist Eroberung. (Andrea Dworkin)

Sex ohne Liebe ist besser als gar kein Sex. (Hugh Hefner)

Ein Mann, der Viagra in der Tasche hat, der hat nicht unbedingt auch was im Kopf. (Paris Hilton)

Vor kurzem sagte ich auf einer Podiumsdiskussion zu einem Pastor: „Wir haben viel gemeinsam: Ich hatte 4000 verschiedene Frauen – Sie hatten in der gleichen Zeit 4000 Mal mit Ihrer Frau Sex.“ Der Pastor hat gelacht. (Ron Jeremy)

Diese ‚Ärzte Ärzte Ärzte‘ betitelte Tour wurde zu einem Spießrutenlauf gegen Behörden, Frauenorganisationen und ignorante Medien. Es schien, als würde seinerzeit ein musikalisches Feindbild benötigt und in den Ärzten gefunden. So hagelte es Anzeigen, einstweilige Verfügungen sowie Drohungen von Jugendschützern und militanten Feministinnen. Den Fans war das nicht unlieb, sie standen mehr denn je hinter ihrer Band. (Markus Karg)

Der Druck entlädt sich beim Torschuss – ein Wahnsinns-Feeling. So ähnlich wie beim Sex. (Jürgen Klinsmann)

Erotik und Intelligenz müssen nicht unbedingt Feinde sein. (Hildegard Knef)

So ganz ohne Kenntnis der Klassiker sollte man doch nicht sein Abitur machen. (Horst Köhler)

Das Christentum hat die erotische Mahlzeit um die Vorspeise der Neugier bereichert und durch die Nachspeise der Reue verdorben. (Karl Kraus)

Als der Großvater die Großmutter nahm, wusste man nichts von Mamsell und Madam. (August Friedrich Ernst Langbein)

Die kleinen Stationen sind sehr stolz darauf, dass die Schnellzüge an ihnen vorbei müssen. (Karl Kraus)

Liebe ist eine tolle Krankheit – da müssen immer gleich zwei ins Bett. (Robert Lembke)

Erotik ist Überwindung von Hindernissen. Das verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral. (Karl Kraus)

Es ist eine traurige Liebe, wo man zum ersten Mal im Grab miteinander zu Betten geht. (Georg Christoph Lichtenberg)

Sie sagte sich: Mit ihm schlafen, ja – aber nur keine Intimität! (Karl Kraus)

Sexuelle Unzufriedenheit = Erwartetes durch Erreichtes. (Bernhard Ludwig)

Kein Hirnforscher und kein Biochemiker vermag klar und eindeutig zu sagen, wie die Lust auf Sex entsteht. So bekannt die Rezeptoren, Hormone und Botenstoffe im Gehirn auch sein mögen – ihr Zusammenspiel gibt bis heute viele Rätsel auf. (Richard David Precht)

Schon unter Freunden wird das Reden über Sex schnell zu einem Tabu. (Charlotte Roche)

Männliche Sexualität gilt als schmutzig, und die weibliche wird gleich ganz verboten – damit machen wir uns alle fertig. (Ariadne von Schirach)

Sex ist etwas Magisches, beinahe Tierisches. Man kann nicht kontrollieren, ob man gut ineinanderpasst. Entweder es knallt zwischen zwei Menschen oder nicht. (Charlotte Roche)

Ab dem 14. Lebensjahr dürfen Jugendliche in Deutschland bekanntlich Geschlechtsverkehr haben. Jedoch sind sie dabei oft absolut unvorbereitet, so dass jährlich tausende Jungen vor der Vagina ihrer Freundin liegen und wie ein Schwein ins Uhrwerk gucken, da sie weder gelernt haben, dass sie die Klitoris stimulieren sollten, damit die Vögelei für ihre Lebensabschnittsgefährtin auch ein Genuss wird, noch wo diese Klitoris überhaupt ist. Das Resultat sind nicht nur jährlich tausende frustrierte Mädchen, die einen Orgasmus vorspielen, damit dieses laienhafte Gefummel in ihrem Intimbereich aufhört, sondern auch tausende Jungs, die – unfähig, das Schauspiel als solches zu entlarven – sich für die größten Stecher des Universums halten und nicht die Bohne daran denken, ihre Befriedigungstechnik in den nächsten Jahren mal einer gründlichen Überarbeitung zu unterziehen. (Christian Schmidt, www.klopfers-web.de)

Sexappeal hat so viel mit Selbstsicherheit und Lebendigsein zu tun. (Ariadne von Schirach)

Die inhaltliche Qualität von Pornofilmen, die durchaus in den meisten Fällen ziemlich unterirdisch ist, ist wohl keine Erklärung für den Paragraphen 184. Obgleich die Frauen in Pornos mehrheitlich als stupides Fickfleisch dargestellt werden, wird die vermeintliche Frauenfeindlichkeit dadurch ausgeglichen, dass die Männer durchweg als hormongeschwängerte, hässliche und strunzdumme Bumsmaschinen zu sehen sind. Das ist für beide Geschlechter nicht schmeichelhaft. Dennoch dürfen Pornos, aus denen alle Penetrationen und Großaufnahmen mehr oder weniger kampfbereiter Geschlechtsteile entfernt wurden, im Nachtprogramm der Privatsender gezeigt werden, wobei die Frauen- und Männerfeindlichkeit nur unwesentlich durch derartige Zensurmaßnahmen gemindert sein dürfte, wenn man lediglich hört, dass der stramme Rokko der devoten Schlucksau Kate mit den unheimlich bekloppten Worten „Oh ja, jetzt kriegst du’s, du dreckige Schlampe“ seinen Riemen aus dem Mund zieht und seinen Liebessaft über ihr Gesicht spritzt, anstatt die Szene in voller Pracht zu zeigen. Dürfte man diese filmischen Großleistungen offen präsentieren, könnte man den Jugendlichen wenigstens erklären, dass so nur absolute Vollidioten pimpern. (Christian Schmidt)

Eine richtige Frau wirkt voll bekleidet auf einen Mann anziehender als ein nacktes Weib. (Romy Schneider)

Es ist vielmehr die Welt um mich herum, die mir unverblümt zeigt, dass ich langsam zu diesen Typen gehöre, die sich ständig denken, dass früher einiges besser war.
Ich bin zu einer Zeit aufgewachsen, als es noch D-Züge gab. Heutzutage gibt es bei der Bahn keine D-Züge mehr. Stattdessen kann ich im InterCity, InterCityExpress oder mit einer Nightline fahren, meine Tickets per Surf & Rail buchen und am besten noch ein CityTicket dazu bestellen, und wenn ich kein Englisch-Abitur hätte, bräuchte ich ein Wörterbuch, um mich auf der Internetseite des Konzerns zurechtzufinden. (Einen Steuerberater brauch ich sowieso, um mich durch die abstrusen Fahrpreisrabatte zu wühlen, damit ich für eine Fahrt nach Köln keine Niere verkaufen muss.) Eigentlich wundert es da nicht, dass die Deutsche Bahn AG auf ihren Plakaten nicht etwa „Deutsche Bahn“ neben ihr Logo schreibt, sondern „Die Bahn“. Deutsch spricht man bei der Bahn kaum noch.
Bei Telekommunikationsunternehmen auch nicht. Kennt jemand, der nach 1989 geboren wurde, noch den Begriff „Ortsgespräch“ aus erster Hand? Also aus dem Munde der Telefonfirmen? Dort werden einem CityCall-Tarife um die Ohren gehauen, die man am besten per Call-by-Call mit Preselection ausnutzt, wenn man in seiner Homezone ist. Call-by-Call. Kann mir jemand mal ne schnittige, kurze Übersetzung anbieten, die auch erklärt, was das ist!? Call-by-Call. Engländer und Amerikaner kennen das Wort überhaupt nicht. Und das war früher besser: Die Firmen sprachen deutsch mit uns. (Christian Schmidt)

Ich war ein mittelmäßiger Schüler und habe mein Abitur gerade so geschafft. In Literatur, Deutsch, Geschichte und den musischen Fächern war ich ganz gut, aber die Naturwissenschaften gingen nach hinten los. Mathematik und vor allen Dingen Chemie habe ich nie begriffen. (Jaecki Schwarz)

Ich fahre recht häufig in der Regionalbahn von Potsdam nach Berlin und zurück. Und fast jedes Mal fährt die halbe Tour de France mit und stellt mit ihren Rädern die Sitzplätze zu. Was soll der Scheiß? Für die Leser, die nicht im Berliner Raum wohnen, zur Erläuterung: Wer ein Ticket hat, um von Potsdam nach Berlin mit dem Regionalzug fahren, der darf mit diesem Ticket auch mit S-Bahn, Straßenbahn und dem Bus fahren. Wer diese Verkehrsmittel nicht einsetzen will und stattdessen lieber durch die Stadt radelt, soll gefälligst die komplette Strecke Rad fahren, basta. Kotzt mich an, dass ich wegen solchen Typen ständig stehen muss. (Christian Schmidt)

Fußball hat uns viel zu geben: Er hinterlässt zertretenen Rasen, Berge von leeren Bierdosen und vollgekotzte Zugabteile. (Bastian Sick)

Und vielleicht würde ein bisschen mehr Offenheit in Sachen Sexualität auch dafür sorgen, dass weniger Mädchen ihr ahnungsloses Herumprobieren noch vor dem 15. Geburtstag mit einer Schwangerschaft krönen. (Christian Schmidt)

Die kirchliche Repression gegen Homosexuelle, die sich offen zu ihrer Partnerwahl bekennen (weil sie wissen, dass das Verbergen und Verdrängen den Sinn menschlicher Sexualität zerstört), ist ein schwerer Angriff gegen die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott. Hier wird Religion zur Aufrechterhaltung einer Herrschaftskultur mißbraucht und werden Menschen in Angst- und Schuldgefühle hineinmanipuliert. (Dorothee Sölle)

Viel zu oft wird einem vermittelt, dass man ein Versager wäre, wenn man noch keinen Sex hatte. Ich hatte mein erstes Mal mit 21 und kriege dafür gelegentlich noch Kommentare, die andeuten, dass ich als Teenager ja ein ziemlicher Verlierer gewesen sein muss, wenn mich kein Mädchen an sich herangelassen hat. Noch schlimmer sieht es aus, je älter jemand ist, weswegen etwa 40-jährige männliche Jungfrauen als Prämisse für mittelmäßige Komödien dienen können. Aber was geht’s die anderen überhaupt an? Es ist ja sicherlich von einem persönlichen Standpunkt aus schade, wenn jemand noch keine sexuellen Erfahrungen gemacht hat, ebenso wie es schade ist, wenn jemand noch nie in so einer spannenden Stadt wie Tokio war oder wahnsinnig leckeren Schokoladenkuchen gegessen hat. Aber keiner würde so tun, als wären die letztgenannten Erlebnisse ein Ausdruck persönlichen Erfolgs und quasi Pflichtübungen im Leben, um als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu gelten. Es ist okay, Jungfrau zu sein. Es ist nicht okay, jemandem das Gefühl zu geben, dass er sich dafür schämen müsste, Jungfrau zu sein. Und dass 18-Jährige glauben, dass sie irgendwie abnormal wären, weil sie erst nach Erreichen der Volljährigkeit mit jemandem geschlafen haben, ist eigentlich schon ein skandalöser Zustand. Eine derart absurde Haltung gegenüber so einer schönen Sache wie Sex sollte niemandem eingeimpft werden, schließlich setzt das nur unnötig unter Druck. (Christian Schmidt)

Jeder Kultusminister würde mit Pauken und Trompeten durch die Hauptschulprüfung fallen. (Thomas Städtler)

Prüderie ist eine Art von Geiz, die schlimmste von allen. (Stendhal)

Not macht breitbeinig. (Albert Vigoleis Thelen)

Nein: orales Verhütungsmittel. (Joan Vichers)

Im Sex drücke ich meine ganze Persönlichkeit aus, viel direkter als sonstwo, ja? Ich bin keine Sexmaschine, ich bin eine Frau. Und es geht wunderbar, sobald ein Mann das begriffen hat. (Maxie Wander)

Und wozu examiniert man uns? – Damit wir durchfallen! (Frank Wedekind)

In allen Bereichen haben wir zunehmend das Ding ohne sein Wesen. Wir haben Bier ohne Alkohol, Fleisch ohne Fett, Kaffee ohne Koffein – und sogar virtuellen Sex ohne Sex. (Slavoj Zizek)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ein großes Abenteuer

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Ich nehme eines der größten Abenteuer der Menschheit in Angriff: Ich werde ab diesem Herbst studieren.

Erstaunlich, dass mir diese Schule nicht komplett die Lust am Lernen geraubt hat. Wenn man allerdings bedenkt, dass mein Studium in eine ganz andere Richtung gehen wird, ist dies gar nicht mehr so verwunderlich. Politik und Pädagogik sollen es werden. Vorhin habe ich meine Daten an irgendeinen Server der örtlichen Uni geschickt. Wenn die mich nicht nehmen, ziehe ich an eine etwas kleinere Uni 60 Kilometer weiter.

Natürlich sollte man rudimentär darüber nachdenken, bevor man ein bestimmtes Studium aufnimmt, und sich informieren. Mir wurde geraten, dass ich Vorlesungen der in Frage kommenden Fächer besuchen solle. Dies habe ich auch gemacht und von meinen Erfahrungen möchte ich jetzt kurz berichten.

Die erste Vorlesung sollte aus dem Bereich Philosophie kommen. Ich hatte mir alle in Frage kommenden Vorlesungen schön aufgeschrieben. Letzte Woche Donnerstag fuhr ich also voll motiviert zur Uni – nur um festzustellen, dass ich eigentlich in einem ganz anderen Stadtteil hätte sein sollen. Glücklicherweise fand eine Pädagogikvorlesung in dem Gebäude statt, in dem ich war – dachte ich zumindest. Ich durfte dann von einer Studentin mit internetfähigem Handy erfahren, dass die Veranstaltung kurzfristig in ein anderes Gebäude verlegt worden war. Dort kam ich irgendwann an – um zu merken, dass die Vorlesung anscheinend in eine Übung verwandelt worden war. Shit happens.

Ich wollte mich davon nicht entmutigen lassen und habe gestern einen Vortrag zum Thema „Gewalt und Jugendliche“ besucht. Dieser Vortrag wog die doofe Erfahrung vom Donnerstag wieder auf, da er unheimlich interessant und lebendig gestaltet war. Es wurden im Vortrag zum Beispiel kleine Aufgaben gestellt, die mit den Sitznachbarn diskutiert werden sollten. Heute war ich in zwei weiteren Vorlesungen (Politik und Romanistik). Die Politikvorlesung hatte zwar ein trockenes Thema, war aber trotzdem ganz in Ordnung – aus Romanistik musste ich nach zehn Minuten raus. Das Thema war nicht mal unbedingt das Problem, die Vortragsweise der Dozentin (sie klang, als hätte sie überhaupt keine Lust auf ihren Job und unterfütterte das Ganze noch mit unglaublich vielen Öhs und Öhms) war aber so unerträglich, dass ich mich zum verfrühten Verlassen der Vorlesung genötigt sah.

Meine Wunschfächer stehen also fest, die Uni leider noch nicht. Man weiß ja immer gern möglichst früh, wohin die Reise geht, aber in so einem Fall ist es wichtig, weil ich den Bafögantrag stellen muss. Das Amt will den Antrag am liebsten drei bis vier Monate vorher haben. Was ja eine tolle Sache ist, wenn man den Antrag erst mit der Immatrikulationsbescheinigung abgeben darf und die Zusagen erst im August kommen.

Es steht also noch sehr viel Bürokratie vor mir. Aber das halte ich für einen meiner größten Wünsche im Leben schon aus.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Berufliches und Privates

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Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich freie Mitarbeiterin bei einer Zeitung bin. Hier sind die Links zu den Artikeln, die bis jetzt veröffentlicht wurden:

http://www.spiesser.de/artikel/brief-die-franzoesische-sprache

http://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/demografischer_wandel/streitgespr__ch_rentensystem/index.jsp

Aber auch privat habe ich etwas Neues geschrieben, das ich hinten anhängen möchte. Viel Spaß beim Lesen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen

 

Er hatte noch nie allein eine Blumenhandlung besucht. Jetzt musste es aber sein. Ratlos streifte er durch den Laden und betrachtete die ausgestellten Blumen. Rot, Gelb, Blau, Orange, Weiß, ganz viel Grün. Er kam sich etwas verloren vor. Tobias hatte ihm gesagt, dass Frauen immer rote Rosen wollten. Damit würde er Vanessa auf jeden Fall kriegen. Aber wo standen die bloß? Endlich hatte er sie gefunden. Eine Mark stand auf dem Preisschild. Das war ein Drittel seines wöchentlichen Taschengeldes.

Er wollte eine besonders schöne Rose aus der Vase rupfen, als die Blumenverkäuferin auf ihn zugerannt kam und rief: „Na, na, na! Das lässt du aber schön bleiben! Die dürfen nur wir herausnehmen, hörst du?“ Verängstigt rannte er aus dem Laden.

Was sollte er denn jetzt tun? Er wollte ihr doch so eine schöne Blume schenken. Entmutigt schwang er sich auf sein Fahrrad und wollte nach Hause fahren. Vorbei an der Kirche, der Bank, der Apotheke und der Metzgerei. An einer Straßenecke blieb er plötzlich stehen. Ein Vorgarten war mit einem blühenden Rosenbusch geschmückt. Er überlegte kurz und rupfte eine ab. Dornen kratzten dabei über seine Haut.

Fünf Minuten später stand er vor ihrer Haustür. Er klingelte und ihre Mutter machte auf. Sie hatte genau solche Locken wie die Blumenverkäuferin.

„Ha-Hallo, äh, ist Vanessa da?“, fragte er etwas ängstlich. „Oh, hallo!“, antwortete die Mutter und lachte. „Das ist ja süß. Einen Augenblick ja?“ Sie drehte sich um und brüllte den Namen ihrer Tochter ins Haus hinein.

Eine halbe Ewigkeit später kam sie schließlich an. Sein Herz schlug wie noch nie in seinem Leben. „Äh, hi, ich hab hier was für dich!“ Er streckte ihr die Rose entgegen, sein Arm zitterte dabei. Die Sekunden, bis sie reagierte, schienen endlos. Und dann passierte etwas, das nicht hätte passieren dürfen. Sie brach in Lachen aus und zeigte mit dem Finger auf ihn. Die Zahnlücke, die er gerade noch so schön gefunden hatte, war dabei zu sehen. Sie lachte total irre und herablassend. Und auf einmal kam er sich so blöd vor wie noch nie in seinem Leben. Er ließ die Rose fallen, stieg auf sein Fahrrad und fuhr davon, so schnell er konnte. Er heulte schon ein paar Sekunden, nachdem er losgefahren war. Er wollte nie wieder irgendjemanden sehen.

Draußen war es warm, er war müde. Es lagen sechs tolle Wochen hinter ihm. Er hatte sie saufend, schwimmend und im Internet surfend verbracht. Jeden Tag hatte er seine Kumpels getroffen, solange er konnte. Solange es seine Eltern zuließen. In der Zeit hatte er den ganzen Stoff vergessen können, der ihm in den letzten zehn Schuljahren mühsam eingeprügelt worden war. Er hatte Freiheit, sechs Wochen lang. Seine Kumpels hatten noch ein paar Tage, mussten dann aber anfangen, zu arbeiten. Er dagegen stand jetzt mit einem Haufen anderer Leute in seinem Alter in einem großen grauen Betonklotz, der nach irgendeinem Dichter benannt war. Seine Eltern hatten gewollt, dass er Abitur machte. Also gut, war er jetzt halt hier. Im Augenblick stand ein Kerl mit Halbglatze vorne und teilte die Stundenpläne aus.

„Maximilian Schäfer?“

Er setzte sich in Bewegung und nahm dem Kerl mit Halbglatze einen bedruckten Zettel ab. Heute hatte er nur vier Stunden und davon war eine bereits vorbei, wegen der Organisation. Zufrieden grinste er. So musste es laufen.

Fünf Minuten später wusste jeder, wohin er musste, und die Schüler trotteten in ihre Räume. Er ließ sich auf einem uralten Holzstuhl nieder. In der Tischplatte hatten sich schon viele Schüler verewigt. Eine mittelalte Frau stellte sich als die Deutschlehrerin des Kurses vor. Als sie schon ein paar Minuten am Reden war, öffnete sich plötzlich die Tür und ein Mädchen huschte mit einem „Tschuldigung“ und einem Lächeln auf den Lippen herein. Schnell drückte sie sich auf den Platz neben ihm.

„Mal wieder zu spät, Fräulein Klein? Hoffentlich bessert es sich dieses Jahr.“ Die Lehrerin schüttelte den Kopf und wandte sich dann der Tafel zu.

„Hi“, sagte das Mädchen und lächelte ihn an. „Hallo“, sagte er und lächelte zurück. „Du bist wohl schon länger hier?“

„Ja, schon seit der fünften Klasse.“ Das Mädchen verdrehte die Augen. „Gott, ist das hier manchmal scheiße.“

„Sind ja tolle Aussichten“, bemerkte er und schnaubte amüsiert. „Ja, so ist es wohl“, meinte das Mädchen und lächelte ihn an.

So eine tolle Sitznachbarin hatte er noch nie gehabt, dachte er. Da packte sie ihre Sachen aus und öffnete ihren Kalender, um etwas hineinzuschreiben. Neugierig schielte er hinein und las ihren Namen. Auf einmal war er ganz woanders. Er war in einem Blumenladen. Er war vor einem Hauseingang. Er war in einer Grundschule, wo tuschelnde Mädchen mit dem Finger auf ihn zeigten. Er sah einen in schrecklichem Lachen fratzenhaft verzerrten Mund, in dem er eine Zahnlücke ausmachte, die ein schwarzes Loch darstellte, von dem er annahm, dass es ein unglaublich großes schwarzes Loch im Gehirn der Trägerin darstellte.

Nach der Stunde ging er zum Kerl mit Halbglatze und bat diesen darum, ihn in einen anderen Kurs zu versetzen.

Die geballte Ladung Optimismus

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Heute gibt’s mal alle aufmunternden Zitate aus meiner Sammlung.

Erfolg kommt mit „ich kann“und nicht durch „ich kann nicht“. (Henry Brooks Adams)

Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides. (Konrad Adenauer)

Bevor das Alte untergeht, sieht man das Neue marschbereit. (Endre Ady)

Laß dich nie durch’s Unglück niederschlagen; es gibt immer noch Unglücklichere, mit deren Lage du nicht tauschen würdest. (Äsop)

Nach den Wolken kommt die Sonne. (Alanus ab Insulis)

Die größten Errungenschaften waren anfangs nur Träume. (James Allen)

Das Leben ist eine Schule, in der das Mißlingen besser lehrt, als das Gelingen. (Sulaiman Al-Mustain)

Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen, sondern daran zu wachsen. (Anaximander)

Egal was für Hindernisse dir in den Weg gelegt werden, gib deine Vision nie auf, denn Hindernisse können auch ein Sprungbrett sein! (Susanne Anderauer)

Im Traum und in der Liebe gibt’s keine Unmöglichkeiten. (János Arany)

Die Jugend soll schaffen und fröhlich sein, soll sich ein Haus bauen aus Lilien und Rosen, solange Lilien und Rosen blühn. (Achim von Arnim)

Seid euch bewußt, daß die Rettung nur von euch selbst kommen kann. Es ist sinnlos, dazusitzen und auf Hilfe von draußen zu warten. (Kemal Atatürk)

Wirf dein Zagen und dein Klagen / Herz, in diesen Feuerbrand! (Ludwig Auerbach)

Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben. (Augustinus Aurelius)

Wenn’s manchmal schief geht in der Welt, so denke: Alle Wege können nicht gerade sein. (Ludwig Aurbacher)

Das Unglück ist ebenso wie der Ruhm imstande, Energien zu wecken. (Maurice Barrès)

Lebe deinen positiven Traum! Mache deine Gedanken wahr! (Urs Beeler)

Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin führt, wo andere bereits gegangen sind. (Alexander Graham Bell)

Wenn Hamlet plötzlich anfängt, Zeilen aus einem ganz anderen Drama zu sprechen, dann muß auch Ophelia ihren Text ändern, um den Ganzen einen Sinn zu geben, und die Vorstellung verläuft danach in ganz anderen Bahnen. Es könnte passieren, daß die beiden dann gemeinsam fortgehen, anstatt ständig um das Schloss herumzuschleichen. Das mag vielleicht ein schlechtes Stück sein, vermutlich ist es aber ein besseres Leben. (Eric Berne)

Ich möchte leben, denn es gibt noch einige Dinge zu erledigen. (Aneurin Bevan)

Geh langsam ans Werk; aber was du begonnen, bei dem harre aus. (Bias von Priene)

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz. (Bibel)

Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist. (Bibel)

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten. (Bibel)

Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. (Bibel)

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. (Bibel)

Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut. (Aenne Burda)

Ich glaube weiterhin fest daran, dass eine bessere Welt möglich ist. (Fidel Castro)

Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag. (Charlie Chaplin)

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. (Winston Churchill)

Wenn ich einen schweren Moment durchlebe, sage ich mir immer: „Hör auf, dich zu bemitleiden. Hilf lieber anderen, es gibt so viel Leid auf der Welt.“ (Farah Diba)

Nein, ich werde nicht nachgeben. Ich werde weitermachen. Ich werde bis zum Ende arbeiten. (Eduard VII. von England)

Gehen wir daran, diese traurigen Zustände zu bessern! (Georg Heinrich Emmerich)

Einen sicheren Freund erkennt man in einer unsicheren Lage. (Quintus Ennius)

Im Kind wächst ein Traum zur Sehnsucht heran. – Die Erfüllung macht den Mann. (Rainhard Fendrich)

Am Mute hängt der Erfolg. (Theodor Fontane)

Große Veränderungen in unserem Leben können eine zweite Chance sein. (Harrison Ford)

Es ist ein Wunder, dass ich nicht alle Erwartungen aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unausführbar. Trotzdem halte ich an ihnen fest, trotz allem, weil ich noch immer an das Gute im Menschen glaube. (Anne Frank)

Oft merkt man nicht, wenn sich eine Tür schließt, dass sich eine andere öffnet. (André Gide)

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Ich weine wohl oft bittre, bittre Tränen, aber eben diese Tränen sind es, die mich erhalten. (Susette Gontard)

Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das Leben hindurch. (Franz Grillparzer)

Nichts ist so traurig, dass nicht auch irgendetwas Erfreuliches dabei wäre, und umgekehrt nichts so schön, dass nicht irgendein Mangel daran haftete. (Francesco Guicciardini)

Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)

Aber Agieren ist besser als Abwarten, und jetzt ist besser als später. Wer nicht kämpft, kann nur noch kapitulieren. (Josef Joffe)

Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling. (Laotse)

Egal wie schlimm die Lage auch scheint, zwei Dinge helfen immer – Musik und Humor. (Paul McCartney)

Tatsächlich habe ich viel weniger Angst, seit ich mich den Ängsten stelle. (Anais Nin)

Der Tropfen höhlt den Stein. (Ovid)

Das Leben ist wundervoll. Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel. (Édith Piaf)

Ich rege mich gerne auf und diskutiere auch gerne und hoffe, dass sich dadurch auch ein bisschen was verändert. Und wenn ich sehe – da sind wir wieder bei dem Punkt von eben – welche Leute heute zu Demonstrationen gehen, wie in Stuttgart, dann kann ich behaupten, dass die Kabarettisten schon ein bisschen was erreicht haben. (Urban Priol)

Der Tod beendet nicht alles. (Properz)

Welch ein Anker ist die Hoffnung! (Sully Prudhomme)

An der Vergangenheit festzuhalten ist gefährlich. Man muss einfach weitermachen. (Robert Redford)

Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben. (Eleanor Roosevelt)

Weil ich das Leben so liebe, wie ich es tue, drängt sich mir der Schluss auf, dass man schlimme Zeiten durchmachen muss, um das Wunderbare und das Faszinierende des Lebens zu erkennen. (Arthur Rubinstein)

Verloren ist nur, wer sich selbst aufgibt. (Hans-Ulrich Rudel)

Menschen, werdet groß, denn ihr könnet es! (Johann Michael Sailer)

Es bedarf nur eines Anfangs, dann erledigt sich das Übrige. (Sallust)

Frisch also! Mutig an’s Werk! (Friedrich Schiller)

Ich fühle eine Armee in meiner Faust – Tod oder Freiheit! (Friedrich Schiller)

Zu leben heißt zu kämpfen. (Seneca d. J.)

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? (George Bernard Shaw)

Wenn Winter kommt, kann Frühling weit entfernt dann sein? (Percy Bysshe Shelley)

Und ich bin der Meinung, dass selbst die dümmsten Punks aus ihrer Dummheit heraus etwas großes Schaffen können. (Thees Uhlmann)

Weiche dem Unheil nicht, doch geh ihm mutiger entgegen! (Vergil)

Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten. (Otto Wels)

Es gibt keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen, nur weil ein Weg verbaut ist. (Andrea Ypsilanti)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 10

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http://www.sueddeutsche.de/politik/partei-ohne-ideen-warum-die-piraten-keine-zukunft-haben-1.1346092

Warum schätze ich die Piraten ganz anders ein? Weil der Anlass zu ihrer Gründung keine politische Jahrhundertaufgabe war.

Das sehe ich anders. Sie befassen sich, genauso wie die Grünen, mit denen sie am Anfang des Artikels verglichen werden, mit einem wichtigen Thema, das die ganze Welt revolutioniert: der Netzpolitik. Der Artikel insgesamt nährt dann auch in einem weiteren Punkt den Vergleich mit den Grünen: Außer ihrem Lieblingsthema haben sie laut Herrn Eppler sowieso nichts auf der Pfanne. Wie viele Leute haben das damals über die Grünen gesagt?

Politik will, wie jedes Handwerk, gelernt sein. Aber ein Landtag oder gar der Bundestag sind keine Grundschulen für politische Anfänger, sondern Gremien, die Gesetze machen, die für alle gelten.

Dann frage ich Sie, Herr Eppler: Wo soll sich eine Partei denn entwickeln? Dürfen sich politische Anfänger nur außerhalb von Parteien engagieren? Und in den etablierten Parteien fühlen sich viele dieser politischen Anfänger nicht aufgehoben. Das kann man ihnen wohl kaum verdenken.

Nicht falsch verstehen – ich habe nichts gegen Kritik an der Piratenpartei (oder sonst irgendwem), aber dieser Artikel hat mich nicht überzeugt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin