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Ein großes Abenteuer

Veröffentlicht am

Ich nehme eines der größten Abenteuer der Menschheit in Angriff: Ich werde ab diesem Herbst studieren.

Erstaunlich, dass mir diese Schule nicht komplett die Lust am Lernen geraubt hat. Wenn man allerdings bedenkt, dass mein Studium in eine ganz andere Richtung gehen wird, ist dies gar nicht mehr so verwunderlich. Politik und Pädagogik sollen es werden. Vorhin habe ich meine Daten an irgendeinen Server der örtlichen Uni geschickt. Wenn die mich nicht nehmen, ziehe ich an eine etwas kleinere Uni 60 Kilometer weiter.

Natürlich sollte man rudimentär darüber nachdenken, bevor man ein bestimmtes Studium aufnimmt, und sich informieren. Mir wurde geraten, dass ich Vorlesungen der in Frage kommenden Fächer besuchen solle. Dies habe ich auch gemacht und von meinen Erfahrungen möchte ich jetzt kurz berichten.

Die erste Vorlesung sollte aus dem Bereich Philosophie kommen. Ich hatte mir alle in Frage kommenden Vorlesungen schön aufgeschrieben. Letzte Woche Donnerstag fuhr ich also voll motiviert zur Uni – nur um festzustellen, dass ich eigentlich in einem ganz anderen Stadtteil hätte sein sollen. Glücklicherweise fand eine Pädagogikvorlesung in dem Gebäude statt, in dem ich war – dachte ich zumindest. Ich durfte dann von einer Studentin mit internetfähigem Handy erfahren, dass die Veranstaltung kurzfristig in ein anderes Gebäude verlegt worden war. Dort kam ich irgendwann an – um zu merken, dass die Vorlesung anscheinend in eine Übung verwandelt worden war. Shit happens.

Ich wollte mich davon nicht entmutigen lassen und habe gestern einen Vortrag zum Thema „Gewalt und Jugendliche“ besucht. Dieser Vortrag wog die doofe Erfahrung vom Donnerstag wieder auf, da er unheimlich interessant und lebendig gestaltet war. Es wurden im Vortrag zum Beispiel kleine Aufgaben gestellt, die mit den Sitznachbarn diskutiert werden sollten. Heute war ich in zwei weiteren Vorlesungen (Politik und Romanistik). Die Politikvorlesung hatte zwar ein trockenes Thema, war aber trotzdem ganz in Ordnung – aus Romanistik musste ich nach zehn Minuten raus. Das Thema war nicht mal unbedingt das Problem, die Vortragsweise der Dozentin (sie klang, als hätte sie überhaupt keine Lust auf ihren Job und unterfütterte das Ganze noch mit unglaublich vielen Öhs und Öhms) war aber so unerträglich, dass ich mich zum verfrühten Verlassen der Vorlesung genötigt sah.

Meine Wunschfächer stehen also fest, die Uni leider noch nicht. Man weiß ja immer gern möglichst früh, wohin die Reise geht, aber in so einem Fall ist es wichtig, weil ich den Bafögantrag stellen muss. Das Amt will den Antrag am liebsten drei bis vier Monate vorher haben. Was ja eine tolle Sache ist, wenn man den Antrag erst mit der Immatrikulationsbescheinigung abgeben darf und die Zusagen erst im August kommen.

Es steht also noch sehr viel Bürokratie vor mir. Aber das halte ich für einen meiner größten Wünsche im Leben schon aus.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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