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Reise, Reise

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Am Freitag werde ich für zwei Wochen verreisen. Es geht in eine im französischen Teil des Baskenlandes liegende Stadt, in der ich zusammen mit anderen Teilnehmern im Auftrag der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste einen jüdischen Friedhof pflegen werde. Wir werden unter anderem die Grabsteine wieder lesbar machen. Auf den dazugehörigen kleinen Hebräisch-Kurs, damit wir verstehen, was wir da bearbeiten, freue ich mich schon ganz besonders.

Nicht so erfreulich hingegen waren die zahllosen Organisationsschwierigkeiten, mit denen ich zu kämpfen hatte. Da wäre beispielsweise die Sache mit dem Busticket vom Flughafen zum Zielort. Ich wollte es frühzeitig kaufen, falls es Probleme gibt. Daraus wurde dann aber nichts – als Nichtspanierin musste ich entweder mit Kreditkarte, die ich nicht besitze, oder mit Paypal bezahlen. Das besaß ich zwar auch nicht, aber das kann ich mir doch ganz leicht einrichten. Dachte ich. Die leider erforderliche Aufladung des Kontos mit dem zu entrichtenden Betrag dauerte ewig. Immerhin konnte ich das durch einen bestimmten Anruf beim Kundenservice beschleunigen. Zum Ausdrucken des Tickets brauchte ich dann drei Anläufe, da die ersten beiden Male jeweils ein Teil des Tickets nicht lesbar war. Ich wurde leicht panisch, wir schrieben immerhin schon den 27. Juli, aber es hatte geklappt.

Warum Spanien, die will doch nach Frankreich, werden sich jetzt einige meiner Leser fragen. Spanien deshalb, weil ich nach Bilbao fliege – das ist auch im Baskenland, aber auf der anderen Seite der Grenze. (Nebenbei gesagt: Der Zugverkehr zwischen den beiden Städten ist echt bescheuert. Man muss bei vielen Verbindungen in der Nähe der Grenze übernachten und kommt nicht unter sieben Stunden weg, bei zirka 150 km Luftlinie. Liegt wohl an den unterschiedlichen Spursystemen.) Mein Zielort hat zwar einen Flughafen, aber es gibt von Deutschland aus nicht so viele Direktflüge – und die, die es gab, waren richtig teuer. Auf Umsteigen wollte ich verzichten. Von einer anderen Teilnehmerin habe ich dann den Tipp mit Bilbao bekommen. Dahin werde ich auch fliegen, von Düsseldorf aus übrigens. Das ist, falls es jemanden interessiert, der drittgrößte deutsche Verkehrsflughafen und 1996 gab es dort eine Brandkatastrophe wegen fehlender Sicherheitsvorkehrungen. Ich werde von dem Terminal aus losfliegen, in dem das Feuer damals gewütet hat. Schön zu wissen, nicht?

Auf jeden Fall freue ich mich darüber, dass die Lufthansa einen etwas besseren Service bietet als Ryanair. Ich darf ganze zwei Gepäckstücke umsonst mitnehmen (eins davon kommt in den Frachtraum, deswegen kann ich sogar meine drei Tuben 50er-Sonnencreme mitnehmen, die ich vorsorglich gekauft habe. Wusstet ihr übrigens, wie teuer so was ist? Gott sei Dank hatte IhrPlatz Ausverkauf.). Die Dame vom Kundenservice, mit der ich telefoniert habe, hatte einen ganz süßen, vermutlich osteuropäischen Akzent.

Morgen werde ich anfangen, zu packen, und dabei aufpassen, dass ich nicht über die 25 kg komme, die die spanische Busgesellschaft für internationale Reisen vorschreibt. Was ich nicht alles mitnehmen muss – zwei Wörterbücher beispielsweise. Eins davon für Englisch, weil das die Campsprache ist. Weil wir selber kochen werden, hab ich auch noch ein paar Rezepte zusammengestellt (und sicherheitshalber übersetzt – endlich etwas, wozu die Ausbildung gut war, haha). Ich werde auch ein kleines Buch mitnehmen, um mir alles aufzuschreiben, was ich erlebe. Das werde ich dann auch im Blog hochstellen. Ich bin ganz schön aufgeregt – das ist meine erste Auslandsreise, die ich ganz allein durchführe. Bis jetzt war ich entweder mit meiner Familie, mit meinem Freund oder mit der Schule weg. Hoffentlich klappt alles. Wenn einer eine Reise tut… hat er wahnsinnig viel zu organisieren.

Veuillez agréer l’expression de mes sentiments distinguées.

L’autrice du kitsch

(Das war Französisch.)

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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