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Take me to the hospital

Veröffentlicht am

In letzter Zeit sind mir zwei schlechte Sachen und eine sehr gute Sache passiert. Schlechte Sache Nr. 1: Die Hitze am Sonntag hatte mir so sehr zugesetzt, dass in der darauffolgenden Nacht ein Krankenwagen gerufen werden musste. Das erste Mal ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, juhu. Der Rettungsdienst (Malteser) hat seine Arbeit aber sehr gut gemacht und ich wurde im Krankenwagen sogar gefragt, welche Lieblingsfarbe ich habe, damit man entsprechendes Licht andrehen kann. Was für ein Service. Nachdem ich drei Tropfe bekommen hatte, ging es mir wieder gut und ich konnte wieder nach Hause. Allerdings merkte ich am nächsten Morgen, dass ich immer noch irgendwelche Halternubsis von Messinstrumenten am Körper hatte, und vom Zugang hatte sich so ungefähr meine gesamte linke Handfläche blau gefärbt. (Mittlerweile sieht sie übrigens grün aus.) Es tat echt weh.

Schlechte Sache Nr. 2: Ich hatte den Tag über sehr viel Stress, da ich auf der Suche nach einem Psychotherapieplatz bin. (Warum, tut hier nichts zur Sache.) Ich habe die gesamte entsprechende Abteilung der Gelben Seiten meiner Stadt durchtelefoniert, mit folgendem Ergebnis:

– Ich habe ein Dutzend Erstgespräche, kann aber bis auf ein, zwei Ausnahmen bei keinem Therapeuten mit Therapiebeginn vor Februar rechnen. Wie blöd ist das denn bitte? Man stelle sich mal vor, jemand, der ein dringenderes Problem hat als ich, kriegt so was zu hören. Andererseits hätte so jemand vermutlich auch schneller etwas gefunden. Ich frage mich, woran es liegt, dass man so lange warten muss. Entweder gibt es zu viele therapiebedürftige Leute oder zu wenige Therapeuten oder die Organisation ist bescheuert.

– Wegen der bescheuerten Sprechzeiten der Therapeuten musste ich bestimmt fünfzig Mal den gleichen bescheuerten Satz, der meinen Namen und meine Handynummer enthielt, auf Anrufbeantworter sprechen. Ich wurde dann den Rest des Tages alle fünf Minuten angerufen – meistens nur, damit mir irgendwer sagte, dass er keinen Therapieplatz mehr frei hat oder eine Privatpatientenpraxis betreibt.

Die gute Sache: Ich habe, noch während ich im Baskenland herumhing, die Zusage für meinen Studienplatz gekriegt. Ich werde also ab Oktober Politikwissenschaften und Erziehungswissenschaft im 2-Fächer-Bachelor (oder wie ich meistens sage, weil der offizielle Titel zu lang ist: Politik und Päda) studieren. Zur Zeit hab ich deswegen wahnwitzig viel Papierkram, aber den erledige ich gern, wenn das bedeutet, dass mein Traum wahr wird. Es ist übrigens ein ganz anderes Gefühl, wenn man in eine Uni geht und weiß, dass man dort auch tatsächlich studieren wird. Bis jetzt war ich immer nur wegen meines Freundes da. Ich freue mich schon so – in etwas über einem Monat geht es endlich los.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Eine Antwort »

  1. Zum Thema Psychotherapiesuche sage ich nur, dass es hier in der Gegend eine Akut(!!!)-Klinik gibt, bei der die Wartezeit derzeit 2 Jahre beträgt. Und dass man mit akuteren Problemen eher einen Therapieplatz findet, halte ich auch für unwahrscheinlich, erfahrungsgemäß macht es das sogar schwieriger, überhaupt einen Therapeuten zu finden. Bei uns ist derzeit die Wartezeit bei durchschnittlich drei Monaten, wenn der Therapeut überhaupt noch neue Patienten aufnimmt, die Institutsambulanzen nehmen nicht mal mehr Leute auf die Warteliste auf.
    Das Einzige, was schnell geht, sind Einweisungen in psychiatrische Kliniken. Die sind gesetzlich verpflichtet, akut aufzunehmen.

    Antwort

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