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Gedanken beim Lesen des Flimmo

Veröffentlicht am

Die Ausgabe, die ich heute bespreche, beinhält (-haltet?) ein Special zum Thema “Star Wars”. Dazu kann ich gar nicht so viel sagen, da ich die Filme nicht kenne. Das Special endet allerdings mit einigen Tipps für Eltern. Die Ratschläge, nicht alle Merchandise-Produkte zu kaufen und eigene Star-Wars-Spiele zu entwickeln, finde ich richtig gut. Man will ja auch nicht, dass die eigenen Kinder total verwöhnt und unkreativ werden. Die Idee, die Filme zusammen mit dem Nachwuchs zu gucken, finde ich auch ganz gut, allerdings glaube ich kaum, dass sich Kinder darauf einlassen, zumindest nicht ältere. Ich hätte in dem Alter keine Lust gehabt, Sachen nur unter der Aufsicht der Eltern tun zu dürfen.

Wer das Fernsehen als Strafe oder Belohnung einsetzt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es damit an Bedeutung gewinnt und der Reiz noch größer wird. Bei schlechten Noten sollte man lieber gemeinsam nach Ursachen suchen und über Lösungen nachdenken.

Das kann ich bestätigen. Meine blauen Briefe der Klassen acht bis zehn resultierten daraus, dass ich lieber vorm Fernseher hing, als zu lernen oder Hausaufgaben zu machen. Verbote brachten aber nichts. Ich setzte bei Verboten alles daran, doch irgendwie fernzusehen oder wenn das nicht klappte, wenigstens irgendwas anderes zu machen. Gelernt hab ich in solchen Fällen jedenfalls nie.

Es ist übrigens interessant, wie doch die Meinungen über ein bestimmtes Thema auseinandergehen können. In der Rubrik “Rundum vermarktet” wird Benjamin Blümchen besprochen und kommt gut weg. Ein Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung, den ich vor einiger Zeit gelesen habe, verdammt den Klassiker mehr oder weniger, da er ein zu negatives Bild von Politik zeichnet.

Leider muss ich wieder meckern. Die Einstufung der Serien ist immer noch merkwürdig. Eine Serie wie “The Big Bang theory” steht unter der Kategorie “Kinder finden’s prima”. Ich habe mit Leuten gesprochen, die die Serie häufiger gucken als ich, und sie sind der Meinung, dass es aufgrund des Humors eher nicht für Kinder bis 13 Jahren geeignet ist. Richtiger Müll wie Christopher Posch, “Mitten im Leben” oder “Schwiegertochter gesucht” steht nur unter “Mit Ecken und Kanten” und nicht etwa unter “Nicht für Kinder”, wohin er gehört. Dabei sind die Begründungen sogar ziemlich gut. Das erinnert mich an meinen ehemaligen Deutschlehrer aus der Zehnten, der immer werweißwieviel an meinen Aufsätzen auszusetzen hatte und mir dann doch eine Drei minus gab.

Es stand diesmal zwar mehr Gutes drin, aber wenn ich Kinder hätte, würde ich mich immer noch nicht auf den Flimmo verlassen. (Es ist sowieso keine gute Idee, sich dafür allein auf ein Heft zu verlassen. Selber durchs Programm surfen ist besser.)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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  1. Die „Big Bang Theory“ Diskussion erinnert mich ja an „Der kleine Prinz“. Die meisten Kinder, die ich kenne findens total langweilig. Und die Erwachsenen kategorisieren es als Kinderbuch 🙂

    Antwort
  2. Ich überlege öfter, wann was unsere Tochter anschauen kann (also ab wann.. Jetzt ist es ja eher… Nur mal paar Minuten nebenbei) und war ganz perplex, als du von der Flimmo geschrieben hast. Hatte aber vergessen zu kommentieren darüber 😀 Aber jetzt kam es ja wieder!

    Aber schade, dass sie dennoch keine richtige Einschätzung ist…

    Antwort

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