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Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 16 & mein Wochenende

Veröffentlicht am

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/66927236/friedrich-warnt-neonazis-unterwandern-ostdeutschland

Wenn wir unsere Waren überall in der Welt verkaufen wollen, müssen wir uns auch gegenüber an unserem Land interessierten Menschen offen zeigen.

1.) Sagt derselbe Mann, der letztes Jahr verkündete, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört.

2.) Petra Pau merkte schon ganz richtig an, dass er zu ökonomistisch denkt. Es wäre jedenfalls ziemlich schäbig, nur weltoffen zu sein, weil man anderen Leuten was verkaufen will.

Wo wir gerade bei Nazis waren: Gestern war ich in Köln und habe mir zusammen mit einigen Freunden das NS-Dokumentationszentrum angesehen. In dem Gebäude war früher das Gestapogefängnis und die Gedenkstätte im Keller war wirklich bedrückend. Man sah die Inschriften von Häftlingen, die Botschaften in die Wände geritzt hatten. Hoffnungsvolle, verzweifelte, kämpferische Botschaften. In der Dauerausstellung konnte man sich Interviews mit Menschen anhören, die von Nazis verfolgten Gruppen angehören bzw. angehörten. Ich hatte mir gerade etwas über Homosexuelle angehört, als ich plötzlich entdeckte, dass irgendein, sorry für den Ausdruck, Arschloch ein Hakenkreuz samt “Heil Hitler” in die Wand geritzt hatte. Wer macht so was?

Den Besuch des NS-Dokumentationszentrums kann ich jedenfalls nur empfehlen. Nachdem ich da war, war ich noch etwas in der Stadt unterwegs. Kurz bevor sich unsere Reisegruppe am Bahnhof treffen wollte, rutschte ich auf einem Flyer aus und fiel hin. Immerhin kann ich jetzt wieder einigermaßen gehen. Ich überlege gerade noch, ob ich zum Arzt gehe.

Mein Wort zum Sonntag:

1.) Passt auf, dass sich die Jahre 1933 bis 1945 nicht wiederholen.

2.) Lasst Müll nicht einfach auf dem Boden liegen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Eine Antwort »

  1. Wenn Dich auch KZ Erlebnisbericht interessieren, dann kann ich Dir Willi Bredel „Die Prüfung“ ans Herz legen. Ein imho zu unrecht vergessenes Buch. Das Vergessen hat wahrscheinlich viel damit zu tun, dass Bredel später eine große Nummer in der DDR war.
    Übers Erinnern hinaus zu agieren ist auch mMn wichtig. Oder um es mit Rainer Maria Rilkes Worten zu sagen:
    „es geht alles tiefer in mich ein
    und bleibt nicht an der Stelle stehen,
    wo es sonst immer zu Ende war“
    (Quelle: http://muenchen-und-ich.de/rainer-maria-rilke-ich-lerne/)

    Antwort

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