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Monatsarchiv: Februar 2013

Ein Tag ohne Computer – wie geht das?

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Gestern habe ich in Anlehnung an zwei Bloggerfreunde (http://rowennightfall.wordpress.com/2013/02/17/ein-tag-ohne-computer-rckblick/ bzw. http://unseenlibrary.wordpress.com/2013/02/17/ein-tag-ohne-computer-ruckblick/) einen Tag ohne Computer verbracht. Der Tag an sich war nicht so spektakulär, die Tatsache, dass ich auf mein liebstes elektronisches Gerät verzichtet habe, aber schon. Deswegen möchte ich jetzt kurz davon berichten.

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt einen Tag ohne Computer verbracht habe, von einigen Ausflügen mal abgesehen. Ich hatte, wie ihr ja wisst, sehr lange kein Internet, aber selbst wenn ich kein Internet hatte in meinem Leben, habe ich immer irgendetwas anderes am Computer gemacht – Geschichten geschrieben, Solitär gespielt und so. Also ist ein Tag am Computer für mich durchaus ungewöhnlich.

Anstatt gleich nach meinem Aufstehen den Computer anzudrehen, habe ich den Morgen im Bett liegend und DVD schauend (“Switch reloaded”) verbracht. Es ist schon interessant, etwas seine gesamte Aufmerksamkeit zu widmen, was man normalerweise nur nebenbei verfolgt, während man am PC sitzt. Übrigens kann ich die Audiokommentare mit Michael Kessler sehr empfehlen. Die Zeit bis zum Abend habe ich damit verbracht, mit Teilen der örtlichen Piratenpartei durch die Innenstadt zu stiefeln und Passanten über den Überwachungsstaat aufzuklären. Wer mehr darüber wissen will: http://protestwiki.de/wiki/Hauptseite

Es war draußen arschkalt, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Nur über eine Sache musste ich nachdenken. Teil der Aktion waren zwei Leute, die als Kamera verkleidet durch die Stadt liefen. Ein Dritter rief immer wieder: “Wir haben Ihnen Überwachungskameras mitgebracht! Fühlen Sie sich jetzt sicher?” Viele antworteten mit Ja. Ich fürchte, die meinten das ernst.

Nach meiner Rückkehr habe ich erst einmal zwei Stunden geschlafen. Dann bekam ich Hunger und habe mir Nudeln mit grünem Pesto gekocht. Schmeckte sehr lecker. Im Unterschied zu sonst bin ich nicht dauernd zum PC zurückgerannt und habe die zwischenzeitlich geschrieben Zeilen in Chats, Foren etc. gecheckt, sondern war die ganze Zeit in der Küche. Ich freute mich über das Interview mit Wigald Boning in der örtlichen Zeitung und amüsierte mich über die Geschichten, die Wladimir Kaminer in “Schönhauser Allee” erzählte. Ich habe tatsächlich ein Buch gelesen. Am Stück. Nicht nur zwanzig Seiten oder so. Wahnsinn. Anschließend habe ich die Folgen der oben genannten DVD geguckt, die ich noch nicht am Vormittag geguckt hatte, und verbrachte etwas Zeit mit meinem Freund. Dann war es auch schon wieder Mitternacht. Ich habe aber nicht sofort wie ein Suchti den Laptop angestellt, wie manch einer von euch denken konnte. Ich musste SCHLAFEN.

Der Tag an sich war nicht so spannend, der Computer hat mir trotzdem nicht so gefehlt. Als ich mich heute Morgen wieder drangesetzt habe, habe ich mich aber irgendwie umso mehr darüber gefreut, dass ich wieder “durfte”. Mal schauen, wann ich das wieder mache. Ich überlege momentan noch, ob ich den Computer auf meine Fahrt in knapp zwei Wochen mitnehme oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Stimmung!

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Analog zu einem meiner Lieblingsblogger (http://rowennightfall.wordpress.com/2013/02/17/frhling/) möchte ich euch nun ein paar Fotos aus wärmeren Jahreszeiten zeigen, in der Hoffnung, damit ein wenig Stimmung zu verbreiten. Mir geht dieses miese Wetter da draußen auf den Sack, euch bestimmt auch, und ich sehne mich nach wärmeren Jahreszeiten. Wenn ich diese Bilder betrachte, geht es mir gleich etwas besser, und ich hoffe, euch auch.

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Das letzte Bild ist bei einer Draisinenfahrt mit Freunden von mir im Sommer entstanden. Wenn ihr eine Draisinenstrecke in der Nähe habt – nutzt sie, so eine Fahrt macht unglaublich viel Spaß.

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Irgendein Gebäude in Düsseldorf, versteckt hinter enorm viel Grün. So viel Grün würde ich mir in der momentanen Landschaft draußen wünschen, seufz.

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Da kriegt man doch richtig Lust, sich dazu zu setzen, oder nicht? Die letzten drei Bilder sind übrigens in meiner Heimatstadt entstanden.

In zweieinhalb Wochen reise ich wieder einmal zu den Wurzeln meiner Familie, in die Nähe der Ostsee. Hoffentlich hat sich das Wetter bis dahin verbessert, und das meine ich nicht nur wegen der Unzuverlässigkeit der Bahn, sobald die Temperatur unter fünf Grad Celsius sinkt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ich weiß noch, wie

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(Reaktion auf diesen Eintrag hier: http://rowennightfall.wordpress.com/2013/02/16/das-rad-der-zeit/)

Ich bin jetzt 21. Und es wundert mich, wie die Zeit doch vergangen ist. Das Gefühl habe ich nicht zum ersten Mal. An unserer Schule ist es Brauch, dass für die Abizeitungen alle Schulklassen am Anfang und am Ende fotografiert werden. Ich weiß noch genau, wie ich im zarten Alter von elf Jahren an der Tischtennisplatte fürs Foto posierte und mich fragte, wie die Gymnasiumszeit wohl wird. Als ich fast achtzehn war, durfte ich mich dann wieder dort aufstellen und dachte: Wow, die Zeit ist ja wie im Flug vergangen.

Mein Leben war, bis ich sechzehn wurde, nicht besonders aufregend. Man kann es mit einer Achterbahn vergleichen, bei der man sehr lange einfach nur am Boden herumtuckert und dann geht es plötzlich ohne Vorwarnung steil nach oben. In mein siebzehntes Lebensjahr fielen die erste selbst veranstaltete Party, der Eintritt in die Kursstufe und die ersten Liebesabenteuer, um nur einige aufregende Sachen zu nennen. Anstatt jeden Sonntag in die Kirche geschleppt zu werden wie andere, die ich kenne, ging ich sonntagmorgens häufig in die Bücherei und mokierte mich dann über die Dorfbevölkerung, die nach dem brav besuchten Gottesdienst in die Bücherei kam, um mit der Bibliothekarin den neuesten Dorfklatsch auszutauschen. Was mir aus der Zeit auch noch in Erinnerung geblieben ist, sind die ewig langen Busfahrten zur Schule und insbesondere nach Hause. Ich hatte während der Kursstufe mindestens ein Mal pro Woche bis zur neunten Stunde – damals gab es um die Zeit allerdings keine Schulbusse mehr und mein Heimatdorf hatte keinen Bahnhof. Also musste ich erst vom Gymnasium zum Bahnhof laufen und dann über eine Stunde durch die Gegend tuckern. Mit Umsteigezeit. Die Einzige, die ich kannte, die noch früher aufstehen musste als ich, war meine beste Freundin. Mit 15 hatte ich eine französische Austauschschülerin zu Gast, der das frühe Aufstehen extrem missfiel. Die haben aber auch viel humanere Unterrichtszeiten als wir, da kann ich das schon verstehen. In den Schulbussen gab es extrem viele Idioten und die einzige Rettung war mein MP3-Player, auf den ich heute immer noch nicht verzichten kann, wenn ich unterwegs bin.

Meine beste Freundin traf ich quasi nur in der Schule. Ich habe heute immer noch in guter Erinnerung, wie wir in den großen Pausen über den Schulhof stratzten und uns über alles Mögliche unterhielten. Im Sommer saßen wir auch oft unter dem Riesenbaum am Fluss, der ans Schulgelände angrenzt. Außer ihr hatte ich keine Freunde, zumindest keine, die ich heute als solche bezeichnen würde.

All das, was ich nicht selbst erlebte, konnte ich gut durch Geschichten ausgleichen, die sie mir erzählte. Aus der Kirche geklautes Weihwasser, Leute, die versucht hatten, ein Gummibärchen zu destillieren und so weiter.

Als ich noch jung war, hatte ich ziemlich viel Blödsinn im Kopf, auch wenn ich lange nicht so wild war wie andere. Ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke, wie ich kurz nach meinem fünfzehnten Geburtstag in Gesellschaft einer damaligen Freundin auf dem örtlichen Schützenfest anderthalb V+ (!!!) getrunken hatte. Ich war wahnsinnig stolz auf die ungeheure Menge gewesen und darauf, dass weder meine Eltern noch mein Bruder etwas mitgekriegt hatten. Ich weiß auch noch, wie mir meine beste Freundin mal ein Rezept für einen „sehr gesunden“ Vitamintrunk gegeben hatte. Zutaten: eine Wasserflasche und eine Packung Vitamintabletten. Ich fand die Idee total klasse und hatte mir die Zutaten schon besorgt. Gerade habe ich mit meiner besten Freundin über die Geschichte gesprochen und sie sagte, dass eine Freundin von ihr auf diese Weise eine Klausur nicht mitschreiben musste… Hilfe. Irgendwie bin ich froh, dass es dann doch nicht dazu kam, dass ich das Zeug getrunken habe.

Zugtickets kosteten damals noch nicht so viel Geld wie heute. Ich habe trotzdem so lange, wie es ging, noch die Kinderfahrscheine gekauft (endlich mal eine Sache, für die mein junges Aussehen gut war). Einmal hab ich in der Stadt eine CD gekauft und auf dem Rückweg dann darauf spekuliert, dass mich niemand kontrolliert, weil ich für die CD das mit ausgegeben habe, was ich eigentlich für die Rückfahrkarte gebraucht hätte. Hat geklappt. Wenn ich eine Kugel Eis kaufen wollte, musste ich dafür in die nächstgrößere Stadt fahren, denn die Pizzeria, die bis dahin alle Dorfbewohner mit Kugeleis versorgt hatte, war irgendwann pleite gegangen.

Ich hatte erst sehr spät Internet bekommen. Ganz selten durfte ich an den Computer meiner Eltern, um den Modemanschluss zu nutzen. (Das Modem war übrigens pink. Cool, nicht?) Ich weiß noch, wie ich mal ein Bild von meiner besten Freundin und ihrem damaligen Freund aufrufen wollte, das sie mir per Mail geschickt hatte. Der Bildaufbau dauerte ZWEI Minuten. So lange brauche ich heute, um meinen Posteingang durchzugucken. Den Computer benutze ich damals wie heute, um Geschichten zu schreiben, nur kann ich es jetzt quasi überall machen, wenn nur der Akku voll genug ist.

Ich habe mit meiner besten Freundin immer noch regen Kontakt, aber irgendwie vermisse ich die Zeit der gemeinsamen Gänge über den Schulhof. Wenn ich am Bahnhof hier im Ort ankomme, weil mein Freund (den ich immer noch habe, seit ich 16 bin) hier wohnt, muss ich jedes Mal daran denken, wie ich zum ersten Mal hier war. Ich habe an der Maitour der Clique meiner besten Freundin teilgenommen. Ich trank ziemlich viel Alkohol (was aus heutiger Sicht schon gar nicht mehr so viel war) und hatte wahnsinnigen Spaß.

Tagebuch geschrieben habe ich früher übrigens auch. Irgendwo habe ich noch eine riesige Datei gespeichert mit Einträgen aus meinem früheren Leben. Wobei ich gar nicht weiß, wie ich da noch rankommen soll – ich vermute, dass sich die Einträge auf einer Diskette befinden. Wäre aber witzig, sich all das Zeugs mal wieder durchzulesen.

Hilfe, jetzt klinge ich wahrscheinlich wie eine alte Oma, die ihren Enkeln von früher erzählt. Naja, was soll’s.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Lächerlicher Jugendschutz

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Ich höre gerne über diverse Videoplattformen Musik. Auf Youtube war das Lied, das ich suchte (“Everyone else has had more sex than me” von TISM), nicht zu finden – oder jedenfalls nur in irgendwelchen blöden Konzertaufnahmen oder stümperhaften Gesängen von Fans. Also suchte ich auf Dailymotion nach dem Lied. Und da sah ich etwas ziemlich Absurdes.

Die Seite nervte mich mit einem Familienfilter, der angeschaltet sei, weil einige Suchergebnisse nicht für Kinder geeignet seien. (Ich wunderte mich dann darüber, warum das Lied so schlimm sein sollte, fand dann aber doch einige Videos, die einen Schutz an sich noch halbwegs rechtfertigten). Um den Familienfilter auszuschalten, musste ich bloß auf einen Button klicken, um zu bestätigen, dass ich auch ja über 18 bin und das ganz bestimmt auch alles sehen darf. Ich musste mir nicht mal ein Konto erstellen.

Was ist das denn für ein blöder Jugendschutz? Der ist null wirksam, weil es genug Noch-nicht-Volljährige geben dürfte, die auf den Button klicken und dann ihren Weg zu Clips finden, die an sich nicht für ihre Augen bestimmt sind. Bei Youtube sieht es übrigens auch nicht viel besser aus. Da muss man sich zwar ein Konto erstellen, doch auch da kann man beim Alter leicht mogeln. Ich erinnere mich gerade an eine Begebenheit von vor einigen Monaten. Da suchte ich auf Youtube nach dem Lied “Velvet” von a-ha. Das offizielle Video weist einige leicht gruselige (aber nicht wirklich schlimme) Bilder auf. Ich bekam mehrere Ergebnisse und klickte das erste Video an, in dem das offizielle Video enthalten war. Es war erst ab 18 freigegeben. Da ich keinen Youtubeaccount habe, klickte ich auf das nächste Suchergebnis – und konnte das Video ohne Probleme sehen.

Ich frage mich, welch weltfremde Leute bei diesen Videoplattformen arbeiten. Die sollten wirklich mal ein bisschen Zeit investieren, um über wirksamere Schutzmaßnahmen nachzudenken.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Neutral bloggen

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Ihr habt sicher schon alle davon gehört, dass wir viel zu viel CO2 in die Luft blasen. Mein Blog soll nicht dafür verantwortlich sein. Ich bin durch eines der neuen Bücher, die ich mir bestellt habe („500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern“), auf die Aktion „Mein Blog ist CO2-neutral!“ gestoßen. Die wird von der Website „kaufDA“ in Zusammenarbeit mit „I plant a tree“ durchgeführt. Pro Blog wird ein Baum gepflanzt – der soll die CO2-Emissionen eines Blogs bis zu 50 Jahre lang neutralisieren. Ich finde die Aktion gut. Also wundert euch nicht, wenn ihr auf meiner Seite so einen kleinen Button findet, der besagt „Mein Blog ist CO2-neutral!“. Wer mehr darüber wissen will: http://www.kaufda.de/umwelt/co2-neutral/

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Bücher und ich

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Ich liebe Bücher. Ich arbeite langsam daran, mir eine eigene Privatbibliothek aufzubauen. Ich frage mich oft, was man über mich rausfinden könnte, wenn man meine Büchersammlung sähe. Man sagt ja, dass die Bücher, die man liest, viel über einen aussagen. In meiner Sammlung findet man alles Mögliche. Romane und Nonfiktionales, Klassiker und moderne Werke, Bücher, die aus der Unibibliothek abgesondert wurden und die ich umsonst mitgenommen habe, lustige, traurige Bücher, Erwachsenenkram, Jugend- und ein, zwei Kinderbücher. Es ist so viel, dass sich mein eines Brett im Flurschrank bereits leicht durchbiegt. (Ich hab da nicht alles reingepackt, aber das Material des Schranks ist wohl nicht besonders hochwertig.)

In meinen Regalen stehen zurzeit enorm viele Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Das sind auch ganz unterschiedliche Bücher. „The graves are not yet full“ von Bill Berkeley oder David Humes „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ zum Beispiel. Letzteres habe ich mitgenommen, als ich den Kurztrip nach Dortmund machen musste wegen der schriftlichen Übersetzerprüfung in Englisch, in der guten Absicht, es endlich durchzukriegen. Hat nicht geklappt, ich hatte keinen Nerv dafür. Ich hab nur ungefähr fünf Seiten geschafft und bin somit auf Seite 70 oder so, seit einem Dreivierteljahr. Ich weiß, dass ich ganz viele nicht ausgelesene Bücher habe (und dass die Bücherorgien-Serie darauf wartet, endlich beendet zu werden), und trotzdem bestelle ich mir immer neues Zeug, das ich dann zuerst lese – aber nur die relativ leichte Kost. Ein oder zwei Mal war ich auch noch im traditionellen Buchladen. In einem knappen Monat geht es wieder einmal zu meinen Großeltern. Ich hoffe, dass ich während der Fahrt das eine oder andere Buch durchkriege.

In meinem Regal steht auch irgendein Werk von Peter Scholl-Latour, das ich noch nicht gelesen habe und dessen Titel ich grad nicht mehr zusammenkriege. Ich besitze es seit bestimmt fünf Jahren. Meine Mutter wollte es wegwerfen, aberich habe es vorm Müll gerettet, denn Bücher wirft man nicht weg. (Dazu hier noch ein schöner Text: http://www.klopfers-web.de/kol19.php)

Als ich noch in einem kleinen Dorf in der Nähe von hier lebte, traf man mich fast jeden Sonntag in der Bücherei an. Irgendwann erzählte die Bibliothekarin, dass sie dort 4500 Bücher hätten – davon habe ich bestimmt ungefähr die Hälfte gelesen. Alles, was mich interessierte – der Rest war dann langweilige Hausfrauenliteratur und Kinderbücher. Davon hat mich fast nichts interessiert. Ich habe schon recht früh zu den Büchern für Jugendliche ab 14 Jahren und zu den Erwachsenenbüchern, die keine langweilige Hausfrauenliteratur waren, gegriffen. Ich weiß auch noch, wie die Bibliothekarin uns (meine damalige Grundschulklasse) durch den Raum führte (es ist wirklich nur ein ziemlich kleiner Raum) und, als wir vor der Jugendliteratur standen, sagte: „Das interessiert euch jetzt noch nicht.“ Ich finde es blöd, so etwas zu sagen. Wenn man sich für „höhere“ Literatur interessiert, sollte das einem Kind nicht verboten werden.

Manche Bücher habe ich mir dort auch ganz oft ausgeliehen. Eins davon habe ich mir jetzt gekauft, für einen Cent plus Versandkosten. „Stern oder Schnuppe“ von Wilhelm Topsch. Es geht um ein vierzehnjähriges Mädchen, dessen Eltern sich trennen und die deswegen von Hamburg in ein Kuhkaff ziehen muss. Beim Zurechtkommen auf einer neuen Schule helfen ihr ihr Computer und später auch der Kerl aus der Computer-AG. Das Buch ist wahnsinnig witzig. Besonders empfohlen sei hier die Stelle, an der sie ihre Mutter mit einem fremden Kerl trifft. Seid ihr neugierig? Dann kauft euch das Buch!

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 18

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http://www.sueddeutsche.de/bildung/schummelvorwuerfe-an-elite-uni-harvard-schmeisst-studenten-raus-1.1589806

Ich wollte mich schon tierisch darüber aufregen, dass über 100 Studenten bei einer Prüfung geschummelt haben, da fiel mir der vorletzte Absatz des Artikels ins Auge.

Etwa 120 von 279 Studenten, die den Kurs „Einführung in den Kongress“ belegt hatten, sollen sich bei einem „take-home exam“ abgesprochen und voneinander abgeschrieben haben. Bei solch einer Klausur erhalten die Studenten Aufgaben, die sie zuhause allein lösen müssen. Absprachen sind dabei streng verboten.

Und da wundert die Uni sich ernsthaft darüber, dass abgeschrieben wird? Das ist ja in etwa so, als würde ich mich unter eine laufende Dusche stellen und mich beschweren, dass ich nass werde. Und so was nennt sich Elite-Uni.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin