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Bücher und ich

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Ich liebe Bücher. Ich arbeite langsam daran, mir eine eigene Privatbibliothek aufzubauen. Ich frage mich oft, was man über mich rausfinden könnte, wenn man meine Büchersammlung sähe. Man sagt ja, dass die Bücher, die man liest, viel über einen aussagen. In meiner Sammlung findet man alles Mögliche. Romane und Nonfiktionales, Klassiker und moderne Werke, Bücher, die aus der Unibibliothek abgesondert wurden und die ich umsonst mitgenommen habe, lustige, traurige Bücher, Erwachsenenkram, Jugend- und ein, zwei Kinderbücher. Es ist so viel, dass sich mein eines Brett im Flurschrank bereits leicht durchbiegt. (Ich hab da nicht alles reingepackt, aber das Material des Schranks ist wohl nicht besonders hochwertig.)

In meinen Regalen stehen zurzeit enorm viele Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Das sind auch ganz unterschiedliche Bücher. „The graves are not yet full“ von Bill Berkeley oder David Humes „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ zum Beispiel. Letzteres habe ich mitgenommen, als ich den Kurztrip nach Dortmund machen musste wegen der schriftlichen Übersetzerprüfung in Englisch, in der guten Absicht, es endlich durchzukriegen. Hat nicht geklappt, ich hatte keinen Nerv dafür. Ich hab nur ungefähr fünf Seiten geschafft und bin somit auf Seite 70 oder so, seit einem Dreivierteljahr. Ich weiß, dass ich ganz viele nicht ausgelesene Bücher habe (und dass die Bücherorgien-Serie darauf wartet, endlich beendet zu werden), und trotzdem bestelle ich mir immer neues Zeug, das ich dann zuerst lese – aber nur die relativ leichte Kost. Ein oder zwei Mal war ich auch noch im traditionellen Buchladen. In einem knappen Monat geht es wieder einmal zu meinen Großeltern. Ich hoffe, dass ich während der Fahrt das eine oder andere Buch durchkriege.

In meinem Regal steht auch irgendein Werk von Peter Scholl-Latour, das ich noch nicht gelesen habe und dessen Titel ich grad nicht mehr zusammenkriege. Ich besitze es seit bestimmt fünf Jahren. Meine Mutter wollte es wegwerfen, aberich habe es vorm Müll gerettet, denn Bücher wirft man nicht weg. (Dazu hier noch ein schöner Text: http://www.klopfers-web.de/kol19.php)

Als ich noch in einem kleinen Dorf in der Nähe von hier lebte, traf man mich fast jeden Sonntag in der Bücherei an. Irgendwann erzählte die Bibliothekarin, dass sie dort 4500 Bücher hätten – davon habe ich bestimmt ungefähr die Hälfte gelesen. Alles, was mich interessierte – der Rest war dann langweilige Hausfrauenliteratur und Kinderbücher. Davon hat mich fast nichts interessiert. Ich habe schon recht früh zu den Büchern für Jugendliche ab 14 Jahren und zu den Erwachsenenbüchern, die keine langweilige Hausfrauenliteratur waren, gegriffen. Ich weiß auch noch, wie die Bibliothekarin uns (meine damalige Grundschulklasse) durch den Raum führte (es ist wirklich nur ein ziemlich kleiner Raum) und, als wir vor der Jugendliteratur standen, sagte: „Das interessiert euch jetzt noch nicht.“ Ich finde es blöd, so etwas zu sagen. Wenn man sich für „höhere“ Literatur interessiert, sollte das einem Kind nicht verboten werden.

Manche Bücher habe ich mir dort auch ganz oft ausgeliehen. Eins davon habe ich mir jetzt gekauft, für einen Cent plus Versandkosten. „Stern oder Schnuppe“ von Wilhelm Topsch. Es geht um ein vierzehnjähriges Mädchen, dessen Eltern sich trennen und die deswegen von Hamburg in ein Kuhkaff ziehen muss. Beim Zurechtkommen auf einer neuen Schule helfen ihr ihr Computer und später auch der Kerl aus der Computer-AG. Das Buch ist wahnsinnig witzig. Besonders empfohlen sei hier die Stelle, an der sie ihre Mutter mit einem fremden Kerl trifft. Seid ihr neugierig? Dann kauft euch das Buch!

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Eine Antwort »

  1. Ich erkenne mich so wieder! Selbst wenn soviele Bücher warten, muss die kleine Bibliothek in den eigenen vier Wänden ausgebaut werden…

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