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Was willst du mal werden?

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Im Channel #sex tauchte gerade ein Sechzehnjähriger auf, der verkündete, seine Eltern würden ihn zwingen, in die Schule zu gehen, er selbst würde lieber abbrechen und Rapper und Musikproduzent werden. Er wisse selbst nicht, wie groß seine Erfolgschancen letztlich seien, aber er wolle es unbedingt und er habe ja auch einige Fans auf Facebook. Übrigens hatte er schlechte Noten, vermutlich, weil er, wenn er lernen muss, immer von Musik ablassen muss und das wolle er nicht.

Mal sehen, wie sich seine Karriere entwickelt. Vermutlich wird er aber eher nicht der nächste Star am Hiphop-Himmel. Wie dem auch sei, ich musste durch die Geschichte an meine Berufswünsche denken und was ich dafür getan habe. In der Schule war ich seit Beginn der Pubertät nicht mehr besonders gut. Das Einzige, was ich wirklich gern machen wollte, war, Journalistin zu werden. Ich habe aber kaum was dafür getan. Ich wollte zwar eigentlich immer studieren, aber in der 13. Klasse ging ich trotzdem erst einmal auf Ausbildungssuche, weil ich dachte, es wäre nicht schlecht, erst etwas Geld zu verdienen. Ich fand keine Ausbildungsstelle und überlegte, was ich bloß machen sollte – ich hatte keinen Plan. Da sah ich das Plakat der Sprachschule. Ich dachte: Hey, du hast doch immer gern übersetzt und du kannst es auch! Also meldete ich mich da an. Einer der größten Fehler meines Lebens. Als die drei Jahre fast rum waren, ging ich wieder auf Stellensuche. Aber ich fand nichts und die Lust, in irgendeinem Unternehmen als Sachbearbeiterin mein Dasein zu fristen, war auch nicht mehr da. Also bewarb ich mich an der Uni und wenig später bei einem Radiosender. Beide Gesuche waren erfolgreich – ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon eine Weile als freie Mitarbeiterin bei einem Verlag gejobbt. Mittlerweile bin ich auf einem guten Weg und voll glücklich.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe schon versucht, etwas “Rechtes” zu lernen, aber auch etwas, das mir Spaß macht. Jedenfalls würde ich mich nicht allein darauf verlassen wollen, dass ich irgendwann als Schriftstellerin entdeckt werde. Oder als Rapperin.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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