RSS-Feed

Uni, Stadtbus und Mitbewohner

Veröffentlicht am

Es gibt ja viele Studenten, die sich über ihre Mensa beschweren. Ich finde meine super. Bis jetzt hatte ich aber immer nur in der Hauptmensa gegessen, um etwas mehr Abwechslung zu bekommen – die Nudelbar war unentdeckt geblieben. Bis Dienstag. Weil mir der Speiseplan der Hauptmensa nicht zusagte, probierte ich Nudeln mit Walnusspesto. Es war einfach nur göttlich. Und ich finde, bei einem Preis von 2,65 Euro kann man nicht meckern (das war ein ziemlicher Nudelberg). Ich habe mir noch zusätzlich Pesto und haufenweise Parmesan aufgetan – und ich hätte noch viele andere Sachen nehmen können. Es war super.

Mit einem randvollen Bauch ging ich ins nächste Seminar. Leider war es relativ langweilig. Der Gipfel war eine Studie, die einige Referenten anführten und derzufolge der Konsum von textbezogenen Medien die Lesekompetenz fördert.

Quelle: blog.schalanda.name

Anschließend hatte ich ein Seminar, dessen Inhalt zwar ganz interessant war, aber ich habe bei diesem Dozenten immer Schwierigkeiten, mich auf das zu konzentrieren, was er sagt, denn sobald er den Mund aufmacht, höre ich das (und er sieht Cengiz auch noch ziemlich ähnlich):

Am Mittwoch besuchte ich von der Uni aus eine Moschee. Ziel: den Islam und seine Anhänger besser kennen lernen. Ich fand es unter aller Sau, dass ich mir, als ich davon erzählte, wieder die üblichen Vorurteile à la Überfremdung und so weiter anhören durfte. (Wenn ich so dran denke, wären genau die Leute eigentlich die richtigen Kandidaten für so einen Besuch gewesen.) Der Besuch hat mir gefallen. Es hätte allerdings geholfen, wenn das Mittagsgebet nicht auf Türkisch gewesen wäre. Es war sehr interessant, dass sich die Betenden (ausschließlich Männer) immer wieder auf den Boden warfen. Das soll übrigens eine Art Unterwerfung vor Allah darstellen.

Heute ist etwas sehr Trauriges passiert. Ich war im Bus nach Hause und bemerkte auf einmal ein Mädchen, das in sein Handy schluchzte. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist ein Freund von ihr gestorben. Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte. Denn irgendwas muss man ja tun, aber was? Man will ja auch keine indiskreten Fragen stellen. Ich habe ihr dann einfach ein Taschentuch angeboten, ich musste auch bald aussteigen.

Zu Hause gab es dann allerdings gute Nachrichten. Die Mitbewohnersuche, die letzte Woche urplötzlich begann, ist schon wieder zu Ende. Es ist ein Kerl und er ist sehr nett. Das einzige Problem: Er sieht ziemlich gut aus. Nein, nicht das, was ihr jetzt denkt – gut aussehende Leute machen mich einfach unsicher. Sobald ich ihn sah, dachte ich nur noch daran, dass meine Haare fettig sind, dass ich einen blöden Pulli anhatte, dass sich ein Speckröllchen über meinem Hosenbund befindet… schrecklich. Ich hoffe, das wird sich nicht fortsetzen, wenn er im Verlauf der nächsten sechs Wochen hier einzieht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Advertisements

Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: