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Monatsarchiv: Februar 2014

Doofe Studenten und Zukunftspläne

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Nachdem sich mein letzter Eintrag so lesen muss, als hätte ich die Hölle auf Erden erlebt, waren Mittwoch und Donnerstag einigermaßen erträglich. Die Dozentin schaffte es, interessante Schriften vorzustellen und auch anregende Diskussionen anzustoßen. Den Mund offen hatte ich, als sie von einer Situation aus der Lehrerausbildung berichtete. Praktikumsvorbereitung für Gymnasiallehramtsstudenten und es waren nicht genug Plätze an Gymnasien da. Also sollten einige an Realschulen gehen und ein Student (vermutlich nicht nur einer, aber der besonders) war total dagegen. Er fragte die Dozentin: “Können Sie dafür garantieren, dass ich das Studium nicht abbreche, wenn ich an die Realschule gehe?” Sie gestand, dass sie ihm am liebsten nahegelegt hätte, das Studium abzubrechen. Ich hätte es auch gemacht. Was für verwöhnte Kinder doch Gymnasiallehramt studieren. (Übrigens ging der Mensch dann doch an die Realschule und kam total glücklich wieder.)

Letztes Wochenende war ich ja in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Die Heimfahrt versüßte ich mir mit einer Geo Spezial über Shanghai, Peking und Hongkong. Mein Fernweh war geweckt. Ich hatte mir überlegt, dass ich nach China fliege, wenn ich mit meinem Mandarin-Kurs an der Uni durch bin, der drei Semester dauert – das erste habe ich schon hinter mir. Mittlerweile bin ich mit mir selbst übereingekommen, dass ich damit warte, bis ich den Bachelor in der Tasche habe. Quasi als Belohnung. Für die nahe Zukunft habe ich mir nach reichlichem Nachdenken, unter anderem in obengenanntem Seminar, etwas anderes vorgenommen: Ich würde gern den Führerschein machen. Momentan habe ich das nötige Kleingeld und bei der Jobsuche wäre eine Fahrerlaubnis auch von Vorteil. Naja, erst mal muss ich eine Fahrschule suchen. Und meine ungefähr zehn Uniaufsätze zu Ende bringen. Grr.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Mein Unitag

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9 h 59: Zweiter Tag im Blockseminar “Wie sich Werte bilden”. Er beginnt damit, dass wir eine “kleine Selbstreflexion mit dem Ziel der Selbstachtsamkeit” ausfüllen sollen – man könnte es auch “Wie erfahre ich schnellstmöglich total private Sachen über meine Mitstudenten?” nennen, denn wir sollen den Kram miteinander diskutieren. Entweder sind mir die Sachen zu privat oder ich weiß gar nicht, was ich antworten soll. Schlussendlich bekritzele ich den Fragebogen. Eine Mitstudentin bewundert, dass ich in der Lage bin, “Ich will nach Hause” auf Russisch zu schreiben. Die Dozentin meint, solch eine Übung könne man auch gut in der Schule machen. Eine Kommilitonin kommentiert dies folgendermaßen: “Weil wir ja auch alle Lehrer werden wollen. NICHT.”

10 h 20: Aus reiner Langeweile versuche ich, die WLAN-Einstellungen am Smartphone zu reparieren. Damit ich nicht in den verbleibenden knapp drei Tagen meinen ganzen restlichen mobilen Traffic verbrauchen muss. Ich bin übrigens erfolgreich.

10 h 24: “Die Eltern struggeln so, wie man selbst struggelt.” Mein Sprachherz blutet.

11 h 24: Ich kenne viele MINT-Leute, die meine Studiengänge für Laberfächer halten. Auch wenns nicht stimmt – dieses Seminar würde ich ihnen nicht zeigen. Die Dozentin beherrscht die einzigartige Kunst, etwas, das man mit wenigen Worten prima ausdrücken könnte, in x Worte zu hüllen, und einem somit komplett das Interesse an einem eigentlich interessanten Thema zu nehmen.

11 h 25: Mittlerweile bete ich, dass mir die Optiker endlich Bescheid geben, dass meine neue Brille fertig ist, damit ich eine Ausrede habe, hier zu verschwinden.

12 h 48: “Häh, wieso ist das so schwer, gleichen Lohn für Männer und Frauen durchzusetzen? Die Zahlen kann man ja ganz leicht ändern!” Wo bin ich hier gelandet? (Als ich das einen Kommilitonen fragte, antwortete er: “Das frage ich mich seit fünf Semestern.”)

14 h 15: Ich bekam zwei Nachtische (Schoko-Erdnuss-Creme mit Vanillesoße, yummy), weil eine Mitstudentin ihren nicht mehr wollte. Somit hatte der Tag immerhin etwas Gutes.

14 h 52: Ein Student hält einen Vortrag über den Wert des Lebens. Er geht hierbei auf Artikel 7 der Allgemeinen Menschenpflichten, wo z.B. das hier

Jede Person ist unendlich kostbar und muß unbedingt geschützt werden.

drinsteht, ein. Dieser Satz hat Grenzen. Was ist mit Sterbehilfe? Was ist mit Suizid? Unglaublich schwere, aber immerhin mal interessante Fragen.

15 h 00: Der Vortragende stellte ein interessantes Beispiel: Würden wir eher ein 12jähriges Mädchen aus einem brennenden Haus retten oder einen 65jährigen rauchenden Politiker? Alle waren dafür, das Mädchen zu retten. Nur eine sagte, es sei unabwägbar.

15 h 16: Jemand meinte, dass die Entscheidung, wen man rettet, erst dann zufällig sei, wenn alle Faktoren (Rauchen etc.) bei beiden zu rettenden Personen genau gleich seien. Ansonsten klammere man sich immer an irgendeinen Strohhalm, der einem die Entscheidung abnimmt. Nach dem studentischen Vortrag beendet die Dozentin die Sitzung und ich gehe etwas nachdenklich nach Hause. Und das nicht nur wegen der aufgeworfenen philosophischen Probleme. Es sollte einem zu denken geben, wenn studentische Vorträge besser sind als alles, was die Lehrbeauftragten von sich geben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Krümelmonster, Teil 28

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„Weil ich mich in dich verliebt habe, Lukas.“

Jetzt war es raus. Er starrte mich an. Ich starrte ihn an. Eine ganze Weile lang. Dann wandte er sein Gesicht ab.

„Und das soll ich dir glauben? Wahrscheinlich hast du diese ganze Geschichte nur erfunden, weil du Hannes nicht haben kannst. Weil er jede Frau dieser Uni haben will, außer dir. Und weil ich gerade da bin, denkst du dir: Hey, ich nehme ihn als Ersatz!“

„Das ist nicht wahr!“, rief ich.

„Ja klar. Und als Nächstes friert die Hölle zu. Jetzt entschuldige mich bitte, ich muss hier ein Konzert geben mit meinen Leuten.“

Ich weiß nicht mehr, wie ich von der Bühne kam. Aber in dem Augenblick fühlte ich mich so niedergeschlagen wie noch nie.

Ich verzog mich in die hinterste Ecke des Ballsaales, der eigentlich die Aula war, und betrachtete den hässlichen Boden. Ich wünschte mich zehntausend Kilometer weit weg. Da hatte ich einmal in meinem Leben etwas riskiert – und eine Abfuhr bekommen! Ich hatte es gewusst, ich hätte heute gar nicht kommen brauchen. Missmutig sah ich auf und guckte den Leuten beim Tanzen zu. Hannes hatte wieder jemanden im Arm, Aurélie tanzte mit Freddy, sogar Anna tanzte mit irgendjemandem. Alle hatten jemanden, außer mir. Was war mit mir, verdammt? Wann kam ich endlich dran? Wieso bekam ich nicht den Menschen, den ich wollte?

Ich bekam zu viel. Ich stürzte nach draußen, vorbei an den Sekt trinkenden Mädels, den saufenden Jungs und den Suchtrauchern. Bis ich mit jemandem zusammenprallte.

„Hey, pass doch auf!“, beschwerte sich jemand – bis wir uns erkannten. Ich hätte Kati fast umgerannt.

„Du gehst in die falsche Richtung!“, bemerkte sie.

„Doch, ich gehe in genau die richtige Richtung.“

„Wieso das denn?“

„Weil ich mit Lukas gesprochen habe. Und es ist nicht das herausgekommen, was ich wollte.“

„Wirklich nicht? Ach, komm wieder mit rein, lass dir davon nicht die Laune vermiesen.“

„Zu spät! Und was befiehlst du mir da überhaupt wieder? Für dich ist es doch ein Leichtes, die Typen zu kriegen“, fuhr ich sie an, „du siehst super aus, dich will jeder haben!“

„Ich hab es ganz bestimmt nicht leicht. Wir haben darüber gesprochen.“ Kati sah mich eindringlich an. „Es bringt jedenfalls auch nichts, sich hängen zu lassen. Also, kommst du jetzt mit rein oder nicht?“

Ich hatte gar keine Wahl, sie hakte sich bei mir ein und zog mich mit sich. Als ich gerade im Gebäude war, blieb ich stehen. Ich ging ganz bestimmt nicht weiter.

Kati ließ sich ihren Sekt schmecken. „Schmeckt gut. Lukas sieht auch nicht besonders glücklich aus.“

„Ja, und ich bin daran schuld.“

„Jetzt hör aber auf, verdammt noch mal!“, regte sich Kati auf. „Willst du den Abend überhaupt noch retten? Bin gleich wieder da.“

„Wo willst du denn hin?“

„Mich frischmachen gehen.“ Und schon war sie weg.

Den halben Abend stand ich alleine hinten an der Wand und trank Sekt. Wieso ließen mich immer alle alleine? Jetzt reichte es mir aber! Ich wandte mich zum Ausgang.

„Hey, wo willst du denn hin? Du bist doch gerade erst gekommen!“, ertönte es auf einmal hinter mir. Ich stöhnte laut auf.

„So leicht entwischt du uns nicht wieder“, rief Aurélie fröhlich. Freddy, der neben ihr stand, hob die Hand zum Gruß.

„Was soll das denn heißen?“, fragte ich pikiert.

„Dass du uns in den letzten Tagen ja voll aus dem Weg gegangen bist.“
„Ich hatte eben viel um die Ohren!“, versuchte ich mich zu verteidigen. „Da konnte ich mich nicht ganz so intensiv um euch kümmern.“

„Wir waren dir ja wohl völlig egal!“

„Aurélie! Sara! Meine Güte“, ermahnte uns Freddy, doch es war bereits zu spät.

„Ich hab nun mal nicht so ein tolles Liebesleben wie du!“ Ich deutete auf die Knutschflecken an Aurélies Hals. Sie versuchte noch, diese mit der Stola zu verdecken, klappte aber nicht. „Und es hat null geklappt! Und dann darf ich mir auch noch Egoismus vorwerfen lassen! Ach, lass mich doch in Ruhe!“ Ich stürmte davon.

„Sara? Hey, warte! Es tut mir Leid! Sara?“, rief sie noch hinter mir her, doch es war mir egal.

Ich merkte ja nicht einmal die Richtung, in die ich lief. Allerdings erblickte ich Kati an der Bühne. Sie flüsterte Lukas etwas ins Ohr. Was machte sie denn da? Wollte sie nicht eigentlich zu mir zurückkommen?

Lukas nickte und richtete sich wieder auf. Es war so, als suchte er irgendetwas im Publikum. Dann machte er eine Ansage: „Hey, Leute! Wir spielen jetzt das letzte Lied vor der Pause, also viel Spaß beim Abrocken!“ Die ‚Leute‘ applaudierten. Ich nicht.

Die ersten Akkorde ertönten. Was sollte das denn jetzt? Er spielte ein Lied, das ich nur zu gut kannte.

Tonight we drink to youth
and holding fast to truth.
I don’t want to lose what I had as a boy
My heart still has a beat
but love is now a feat
As common as a cold day in LA
Sometimes when I’m alone, I wonder
is there a spell that I am under
keeping me from seeing the real thing?
Love hurts…
but sometimes it’s a good hurt
and it feels like I’m alive
Love sings
when it transcends the bad things
Have a heart and try me
‚cause without love I won’t survive

Bei den letzten beiden Zeilen sah er mir in die Augen. Es fühlte sich an, als würden die schrammelnden Gitarrenakkorde, die er erklingen ließ, mein Herz zerschneiden.

Und sie trieben meine Beine an. Richtung Ausgang. Ich stürzte davon, während meine Tränen zu laufen begannen. Auch ich lief davon, im schnellen Tempo. Niemand war mehr draußen. Alle waren drinnen.

Plötzlich stolperte ich und lag der Länge nach auf dem Boden. Mein rechter Schuh lag irgendwo, mein Gesicht tat unheimlich weh, genauso wie mein rechtes Fußgelenk. Ich heulte richtig laut los. Nie wieder würde ich solche Schuhe tragen! Verdammter Mist!

Ich versuchte, mich aufzurichten, um nach meinem rechten Schuh zu greifen, aber das gefiel meinem rechten Fußgelenk überhaupt nicht. Es schmerzte unheimlich. Ich weinte noch lauter. Und mir wurde langsam kalt.

Aus der Ferne hörte ich, wie die Ballgäste applaudierten und Schritte sich näherten. Schließlich tauchte am Ende des roten Teppichs, zirka zwanzig Meter von mir entfernt, ein Mann auf. Ich konnte ihn nicht genau erkennen. Er drehte sich nach allen Seiten um und rannte dann auf mich zu! Hilfe! Was hatte er vor?

Krümelmonster, Teil 27

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Die nächsten anderthalb Wochen machte ich nur Dienst nach Vorschrift. Ich ging brav zur Uni, schrieb in den Vorlesungen mit, ansonsten versteckte ich mich in den Vorlesungssälen bzw. zu Hause. Ich lachte kaum, sprach außerhalb der Veranstaltungen niemanden an und Nachfragen von meinen Freundinnen watschte ich mit Angst vor den Klausuren im Januar ab. Und die glaubten mir das auch noch, aber vielleicht wollten sie auch einfach nicht nachfragen.

Lukas sah ich in der Zeit nicht einmal. Aber ich musste ständig an ihn denken, vor allem, wenn ich mal wieder an einem der zahllosen Plakate vorbeilief, die den Weihnachtsball ankündigten. Wieso mussten die überall hängen und mich daran erinnern, was für ein Scheißmensch ich war?

Ein paar Tage vor dem Ball hing ich emotionslos im Gesicht und mit lauter Gedanken im Kopf auf meiner hässlichfarbenen Sitzschale herum, als Kati zu mir in den Vorlesungssaal kam. Sie wirkte ziemlich atemlos.

„Was ist denn?“, fragte ich ungeduldig. „Die Vorlesung fängt gleich an.“

„Ich weiß, ich hab dich schon überall gesucht. Man sieht dich ja in letzter Zeit nirgendwo. Hier ist jedenfalls deine Ballkarte.“ Sie reichte mir ein bunt bemaltes Teil, auf dem Eintrittskarte für den Weihnachtsball der Universität Frankfurt stand.

„Hör mal, ich hab dir schon gesagt, ich will da nicht hin“, rief ich und warf ihr das Teil wieder entgegen.

„Und ich hab dir schon gesagt, du darfst dich nicht verstecken“, entgegnete Kati und setzte sich neben mich. „Wenn du Lukas wirklich haben willst, musst du mit ihm sprechen. Du darfst dich nicht in deinem Schneckenhaus verkriechen. Also: Komm zum Ball. Ich schenk dir auch die Karte, wenn’s sein muss.“

„Ich will da nicht hin. Und überhaupt, wer hat gesagt, dass ich ihn wirklich haben will?“

Kati sah mir tief in die Augen.

„Okay, du hast Recht“, gab ich zu, „aber er wird doch eh die ganze Zeit auf der Bühne stehen.“

„Irgendwann wird die Band Pause machen“, warf Kati ein. Vorne an der Tafel stellte sich der Dozent bereit. „Na ja, ich muss jetzt in meine Vorlesung. Hier ist die Karte, du kannst es dir ja noch mal überlegen. Aber du solltest wirklich dort hinkommen. Ich werde jedenfalls da sein.“ Und weg war Kati.

Jeder kennt sicher das Gefühl, etwas zu machen, das man überhaupt nicht will. Nie habe ich dieses Gefühl tiefer empfunden als an diesem Tag. Mittags rauschte ich aus der Uni, ohne Mittagessen, nur um anderthalb Stunden beim Frisör zu sitzen für einen Termin, den ich gar nicht wahrnehmen wollte. Ich sah ihm dabei zu, wie der Mann meine Haare zu einer Hochsteckfrisur auftürmte und mein Make-up erledigte, und wollte ihm die ganze Zeit sagen, dass er sich die Mühe eigentlich sparen konnte. Ich sprühte mich mit meinem schönsten Parfüm ein und hüllte mich in mein tolles Abendkleid und dachte: Wozu das alles? Hat doch eh keinen Sinn. Ich will da nicht hin. Hey, das reimte sich.

Um mich herum war alles still. Ich sah in den Spiegel, in mein geschminktes zwanzigjähriges Gesicht, im selben Kleid wie vor anderthalb Jahren beim Abiball, und überlegte, wie der Abend heute wohl aussah. Ich wusste ganz genau, dass er beschissen werden würde.

In der U-Bahn zur Uni starrten mich alle an. Nun, es war wohl nicht alltäglich, dass sich eine junge Frau in so einem Filmstaroutfit (als ob ich wie einer aussähe…) in ein öffentliches Verkehrsmittel setzte. Ich wünschte, ich hätte mich mit dem Auto bringen lassen. Tja, zu spät. Fing ja schon gut an, der Abend. Ich war froh, als ich endlich wieder aussteigen konnte… und auch wieder nicht. Ich steckte nämlich nicht nur im selben Kleid wie beim Abiball, ich war auch mindestens genauso aufgeregt.

Was das Ganze nicht besser machte, war die komplette Aufmachung der Uni. Sie hatten sogar einen roten Teppich vorm Eingang hingelegt. War ich hier in Frankfurt am Main oder in Hollywood? Viele Studentinnen standen aufgebrezelt und mit Sektglas in der Hand herum und quatschten. Die Jungs trugen Anzüge und helle Biere.

Ich zitterte. Und das lag nicht an der Kälte. Am Eingang zeigte ich meine Eintrittskarte vor und bekam ein Sektglas in die Hand gedrückt. Für alle Ladys umsonst, wie mir der Kellner erklärte. Na dann. Ich kippte sofort einen ordentlichen Schluck herunter und sah mich erst einmal um.

Auf der Bühne stand noch niemand herum, aber alle Instrumente und die Anlagen waren schon aufgebaut. Das Mikrofon auch, und die Leadgitarre stand auf einem Ständer daneben. Ich seufzte laut.

„Hey, Sara! Endlich sieht man dich mal wieder!“

„Ja, da hast du wohl Recht. Hallo, Anna“, begrüßte ich sie und bemühte mich um ein Lächeln.

„Was war denn los? Hast du wirklich solche Probleme mit den Klausuren?“

„Ich hab jetzt keine Lust, noch mal darüber zu reden. Jedenfalls scheint Lukas jetzt zu denken, ich wäre nicht an ihm interessiert, sondern an dieser Pappnase von Hannes.“

„Stimmt das denn?“

„Nein!“, rief ich und trank noch einen Schluck Sekt. Mir fiel auf, dass die Flüssigkeit in Annas Glas orange war. „Was hast du denn da?“

„Ach, ich habe den Kellner gebeten, mir etwas ohne Alkohol zu geben. Deswegen bekam ich Orangensaft“, erläuterte Anna.

„Musst du heute fahren?“

„Ich weiß auch nicht, wieso ich mich dazu breitschlagen ließ. Aber ich habe versprochen, Aurélie und Freddy auf dem Heimweg mitzunehmen.“

„Wo sind die eigentlich?“

„Die kommen später. Sag mal, du bist wohl ziemlich aufgeregt, was?“

„Ja, ich wollte mit Lukas reden. Würde mich wundern, wenn er das noch will, nach dem, was passiert ist.“

„Willst du mir wirklich nicht erzählen, was mit euch war?“

„Na schön, komm mit, ich sag’s dir.“

Auf der Toilette sagte ich dann: „Ich habe ihm erzählt, dass Hannes und ich miteinander geschlafen haben und er mich dann sitzen ließ, und er hat auch gesehen, wie Hannes und ich miteinander gesprochen haben und ich meinte, wir könnten Freunde bleiben und er mich dann umarmt hat.“

„Oh, das ist wirklich ein ganz schön dicker Hund“, stöhnte Anna. „Deswegen hast du kaum mit uns gesprochen? Aurélie dachte schon, es läge an uns.“

„Nein, das bestimmt nicht. Weißt du“, erklärte ich ihr, „es wird schon wieder nichts. Nur diesmal fühlt es sich… noch schlimmer an als bei Hannes.“

„Hast du mit Lukas eigentlich überhaupt schon mal direkt über die ganze Sache gesprochen?“, fragte Anna.

„Nein.“

„Wie willst du dann überhaupt wissen, dass es nichts wird? So kann das ja nichts werden“, empörte sich meine beste Freundin. „Du musst ihm sagen, dass du Gefühle für ihn hast!“

„Er will auf keinen Fall mehr mit mir reden!“, rief ich nicht weniger laut zurück.“

„Aber du mit ihm! Und das zählt.“

„Na schön, in der Bandpause guck ich mal, ob ich ihn abgreifen kann.“

„Nein, du machst das jetzt!“, befahl sie mir. „Sonst machst du’s nie. Ich bin mit dir jetzt zehn Jahre befreundet, ich kenn dich.“

Sie war ja aufgeladen! „Okay, okay“, beruhigte ich sie.

Vor der Bühne, auf der alle Bandmitglieder – außer Lukas – bereits standen und die Instrumente stimmten, blieben wir stehen. Anna entfernte sich plötzlich Richtung Ausgang.

„Wo willst du denn hin?“, rief ich verzweifelt hinterher.

„Aurélie und Freddy suchen. Ich habe versprochen, am Eingang zu stehen, wenn sie kommen!“

Na super. In meinem Hals steckte ein Kloß, der viel dicker war als die, die Oma sonntags immer zum Mittagessen kochte.

Ich rief zum Bassisten herüber: „Habt ihr Lukas gesehen?“ Doch der hörte mich nicht. Kurzerhand stieg ich auf die Bühne.

Der Bassist rief: „Ey, du…“

„Ich habe einen Namen. Ich heiße Sara.“

„Gut, ich heiße Tobias. Also, Sara, eigentlich darfste hier nich‘ drauf stehen.“

Ich ignorierte seinen Einwand. „Kann ich zu Lukas? Ich muss dringend mit ihm sprechen.“

Seine Augen hellten sich auf. „Lukas? Na klar. Der hat in den letzten Tagen nur noch über dich geredet.“

„Echt?“

„Moment, ich hol ihn mal eben.“ Er ging nach hinten… und kam nach ein paar Minuten mit Lukas zurück. Mein Herz schlug so doll, dass es nicht gesund sein konnte.

„Sie wollte mit dir sprechen“, informierte Tobias ihn und dampfte dann wieder ab.

„Also, was willst du von mir?“, fragte Lukas.

Ich schluckte. „Ich wollte dir sagen, dass es mir Leid tut, dass ich dir von Hannes und mir erzählt habe… ich wollte dir damit nicht weh tun. Und dass Hannes mich umarmt hat, geschah gegen meinen Willen. Ich hab ihm gesagt, dass wir Freunde bleiben können, aber er meinte, gute Freunde würden sich umarmen, und dann hat er mich gedrückt. Ich wollte das alles nicht! Ehrlich.“

„Und warum erzählst du mir das alles?“, entgegnete er und hing sich die Gitarre um.

„Weil…“ Die ganze Band starrte mich an. Einige Ballgäste, die unten auf der Tanzfläche standen, ebenfalls. Ich meinte sogar, zu hören, dass die Gespräche leiser wurden.

Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 27

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http://www.ksta.de/politik/-megan-rice-nonne-droht-lange-haftstrafe,15187246,26228924.html

Ich weiß nicht, was ich schlimmer finde: dass man eine 84jährige Frau, die kaum etwas getan hat, so lange ins Gefängnis stecken will oder dass Y12 so wenig gesichert ist. So oder so, es ist ein Armutszeugnis für die USA.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Krümelmonster, Teil 26

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Ich musste mit jemandem darüber reden. Also schnappte ich mein Handy und rief Anna an. Niemand ging ran. Sie hatte ihr Handy wohl mal wieder aus. Also rief ich den nächsten Namen im Telefonbuch an. Sieben Mal piepte es… und dann hörte ich eine stupide Mailboxansage, aufgenommen von der Person, die ihn besaß, und Freddy. „Tut mir Leid, Aurélie ist gerade nicht zu erreichen. Ruft am besten gleich zurück, wenn ich wieder da bin… oder auch nicht!“ Albernes Gekicher. Oh Mann! Ich legte auf und scrollte mich nach oben zu meiner Schwester durch. Wenn die jetzt nicht konnte, dann…

„Hallo, wer ist da?“

„Ich bin’s, Sara. Du, ich muss unbedingt mit dir reden!“

„Was ist denn- Uaaah!“ Würgegeräusche. Ich verzog angewidert mein Gesicht. Wenig später vernahm ich Geros Stimme. „Hallo, wer ist da?“

„Sara hier, hallo. Was ist denn mit Lea los?“

„Na ja, ihr geht’s gerade nicht so gut. Soll ich ihr was ausrichten?“

„Sag ihr einfach, sie soll morgen um zwölf in die Mensa kommen“, sagte ich, legte auf und verzog mich voll genervt von der Welt nach Hause.

Da wollte ich mal mit anderen über meine Probleme reden und niemand hatte Zeit für mich! Das war doch echt unglaublich. Mit niemandem konnte ich darüber reden, keiner hatte Zeit für mich! Wieso hatten Anna und Aurélie eigentlich Handys, wenn sie sowieso nicht rangingen? Lea hatte natürlich auch keine Zeit für mich gehabt. Musste sie denn ausgerechnet dann kotzen, wenn ich sie anrief? Ja, ich wusste schon, sie konnte nichts dafür. Nichtsdestotrotz war ich total verärgert und genervt. Ich wollte einfach nur mit jemandem sprechen, musste aber natürlich warten, bis Lea sich am nächsten Tag in die Mensa schleppte. Na gut, schleppen war vielleicht übertrieben. Aber nach dem, was ich gestern gehört hatte, konnte es ja nicht so toll sein.

Das sagte ich ihr auch, und dass ich sie am Vortag per Handy kotzen gehört hatte. „Tut mir Leid, aber seit ich schwanger bin, passiert mir das ständig. War keine Absicht, das gestern. Was hast du denn?“ Sie haute sich einen ordentlichen Bissen ihres Salates rein.

„Du ernährst dich nur noch gesund, was?“, bemerkte ich, während ich auf ihr Essen deutete.

„Ja“, antwortete sie. „Muss ich ja. Aber was ist jetzt mit dir? Gero sagte, du klangst gestern ziemlich nachdenklich.“

„Ja, da hat er wohl Recht. Ich wollte gestern unbedingt jemanden haben zum Reden… aber niemand hatte Zeit.“

„Was war denn los, meine Güte?“

Ich nahm erst einmal einen großen Bissen meines Wraps, ehe ich erzählte, wieso. „Na ja, ich hab Lukas gestern erzählt, was mir mit Hannes passiert ist, und danach wirkte er irgendwie kalt. Und er hat mich ganz schnell rausgeworfen, weil er zu einer Bandprobe musste.“

„Du hast WAS?“ Lea kreischte so laut, dass sich einige Leute nach ihr umsahen. „Du hast es ihm doch nicht ernsthaft erzählt, oder?“

„Ähm… Doch“, gab ich unsicher zurück, „er stand gestern nur mit Handtuch vor mir und da war ich so schockiert, dass er es mir angesehen hat und fragte, was los war… da hab ich es ihm halt gesagt.“

„Das ist doch nicht wahr! Wie blöd kannst du sein?“, regte Lea sich auf.

„Du bezeichnest mich als blöd? Komm erst mal wieder runter!“

„Der Kerl ist eindeutig in dich verknallt und da erzählst du ihm deine Männergeschichte? Meinst du nicht, du hast ihm damit ein bisschen weh getan? Und ich wette“, Lea zeigte mit dem Zeigefinger auf mich, „dass er die Bandprobe nur vorgeschoben hat, weil er keinen Bock hatte, den Stachel noch tiefer reingeschoben zu kriegen.“ Sie sah sich nach allen Seiten um und trank dann ihr Wasser.

„Was? Denkst du wirklich, Lukas hat… Gefühle für mich?“

„Aber natürlich, das sieht doch jeder Blinde. Du triffst dich mit ihm, er unterhält dich stundenlang, ist besorgt um dein körperliches Wohl… und ich hab gesehen, wie er dich ansieht. Er lächelt dich ständig an und seine Augen kleben sozusagen an dir. Also, der steht auf dich, hundertprozentig.“

„Meinst du wirklich?“, fragte ich ungläubig.

„Na klar. Nur leider hast du ihm wohl signalisiert, dass du überhaupt nichts von ihm willst.“

„Wie kommst du denn darauf?“

„Ich weiß ja nicht, was du ihm genau gesagt hast… aber wenn es dasselbe ist, was du mir auch gesagt hast, dann sieht es verdammt schlecht aus.“

„Oh Gott…“ Ich vergrub mein Gesicht in den Händen.

„Das kannst du wohl sagen.“

Den Rest der Mahlzeit nahmen wir schweigend ein. Wir brauchten gleich lang für unser Essen. Nur dass Lea sich etwa drei Mal so viel bestellt hatte wie ich. Ich stocherte in meinem Essen herum und sah zu, wie es von der Gabel zurück auf den Teller fiel. Ich hatte keinen Appetit mehr. Das Essen kam mir eklig vor… genauso wie ich selbst.

Nach einer halben Ewigkeit, in der Lea längst zu ihrer Vorlesung verschwunden war, stand ich auf und nahm mein Tablett mit. Dabei musste ich aufpassen, dass es mir vor lauter Energielosigkeit nicht aus den Händen glitt.

Seufzend stellte ich es auf die Ablage… und zuckte fast zusammen. An der Eingangstür stand Lukas! Er schien sich mit irgendjemandem zu unterhalten und mich dabei komplett zu übersehen. Das konnte ich ihm nicht einmal verdenken…

„Hi!“, rief plötzlich jemand von hinten und tippte mir auf die Schulter. Ich drehte mich um.

„Ich hasse es furchtbar, erschreckt zu werden!“, fauchte ich Hannes an. „Mach das nie wieder!“

„Entschuldigung, das wollte ich nicht. Hör mal, kann ich mit dir reden?“

„Muss das sein?“, nölte ich. „Warum geht’s denn?“

Wir gingen etwas zur Seite. „Hör mal“, begann Hannes. „Mir ist klar geworden, dass ich mich wie ein kompletter Idiot verhalten habe und ich wollte dir sagen, wie Leid es mir tut.“ Er sah sich um. „Also, wie hast du dich entschieden?“

„Dass ich dich nicht will. Also mal ehrlich, glaubst du wirklich, dass ich jetzt noch eine Beziehung mit dir will, nach all dem, was du mir angetan hast? Und Kati auch!“

„Ich denke, ihr habt mir mehr als deutlich klar gemacht, dass ich ein Vollarsch war. Willst du denn wirklich keine Beziehung mit mir? Ich bin mir über meine Gefühle für euch beide klar geworden… und ich weiß jetzt, dass ich nur dich liebe.“

„Aber ich empfinde nichts für dich.“

Hannes seufzte. „Ja, daran kann ich wohl nichts ändern.“ Er sah mich an. „Denkst du, wir können trotzdem Freunde bleiben?“

Ich sah ihn an. „Ja, vielleicht können wir das.“

„Aber… gute Freunde umarmen sich doch, oder?“, äußerte er sich, und ehe ich mich’s versah, lag ich in seinen Armen. „Was soll das?“ Ich riss mich von ihm los und klebte ihm eine. Danach rannte ich Richtung Eingangstür. Lukas war nicht mehr da. Verdammt, ich hätte ihm so gerne noch einiges gesagt! An Uni war jetzt natürlich nicht mehr zu denken.

Zu Hause randalierte ich total. Ich schmiss meine Kissen durchs Zimmer und ließ mich irgendwann total fertig auf den Boden fallen. Meinen Arm streckte ich so weit aus, wie es eben ging, und drückte auf den Anschaltknopf meines Radioweckers. Das Radio startete. Der meganervige Ansager rief etwas ins Mikrofon:

„Und jetzt, meine lieben Freunde, kommt der meistgewünschte Song unserer Hörer: Platz 1 – Incubus mit Love hurts.“

Das konnte doch nicht wahr sein! Wollten die mich alle quälen? Schlagartig stand ich wieder auf den Beinen und schnappte mir das große Kopfkissen. Ich haute so lange damit auf den Radiowecker, bis ich es irgendwie schaffte, den Knopf wieder zu betätigen und das nervige Teil zum Schweigen zu bringen. Doch damit war mein Wutanfall noch lange nicht vorbei. Ich schlug um mich und fluchte dabei so laut, wie ich konnte: „Scheiße! Verdammt! Mist! Shit! Damn! Blast! Merde! Mince! Zut!“ Plötzlich klopfte es laut an der Tür. Wütend riss ich sie auf. „Was?“

„Du fluchst ja ganz schön laut. Was ist denn los mit dir?“, fragte Kati.

„Hat man das bis zu deinem Zimmer gehört? Komm ruhig rein“, murmelte ich und räumte schnell das größte Durcheinander beiseite.

„Nein, ich bin bei dir vorbeigekommen, weil ich dich fragen wollte, ob du mitkommst zum Weihnachtsball. Dann besorg ich die Karten.“

„Was soll ich da?“, rief ich verzweifelt. „Ich werde ja doch nur in meinem schönsten Kleid in der Ecke stehen und traurig zur Bühne starren. Ich will da auf gar keinen Fall hin.“

„Aber wieso denn nicht?“

„Ich sag besser gar nichts mehr, bevor ich noch einer Person weh tue.“ Ich ließ mich mit dem Gesicht nach unten aufs Bett fallen.
„Wem hast du denn weh getan?“

„Lukas.“

„Und womit, wenn ich fragen darf?“

„Ich will eigentlich gar nichts sagen. Es reicht ja schon, dass ich Lukas zu viel erzählt hab. Und ihm damit ‘nen Dorn ins Herz gebohrt hab.“

„Du tust mir schon nicht weh damit. Erzähl ruhig“, drängte Kati.

„Ich hab Lukas gesagt, was mir mit Hannes passiert ist und er hat mich ziemlich schnell aus dem Haus geworfen. Er wirkte überhaupt nicht glücklich, das kann ich dir sagen.“

Kati riss die Augen auf und atmete tief aus. „Schöne Scheiße, was?“
„Das kannst du aber laut sagen.“

„Und wieso hast du’s ihm gesagt?“

„Na, weil ich so geschockt war, als Lukas nur mit ‘nem Handtuch vor mir stand.“

„Aber wieso hat er das gemacht?“

„Weil er duschen musste, nach der Schneeballschlacht, die wir veranstaltet haben!“, rief ich und zog mir das Kissen über den Kopf.

Kati sagte erst einmal eine Weile gar nichts mehr. Schließlich stand sie auf. „Dann willst du also nicht mit auf den Weihnachtsball kommen?“

„Auf keinen Fall. Wie gesagt“, brummte ich durchs Kissen.

„Aber gerade jetzt wäre es doch gut, wenn du mitkommst! Es wird bestimmt wieder alles gut, wenn du ihm erklärst, was du über ihn denkst!“

„Ich denke nicht, dass er mich nach dem heutigen Tag jemals wieder sprechen will“, rief ich und setzte mich wieder auf.

„Und wieso das bitte nicht?“

„Weil er gesehen hat, wie Hannes mich umarmt hat?“

„Wie, er hat dich umarmt? Das hast du mit dir machen lassen?“

„Es kam so plötzlich! Hannes hat mich gefragt, wie ich mich entscheide. Da hab ich gesagt, ich will keine Beziehung mit ihm. Und er fragte, ob wir vielleicht Freunde bleiben könnten und da hab ich ja gesagt. Und er meinte, gute Freunde würden sich umarmen, und hat mich gepackt! Und Lukas hat alles gesehen.“

„Und was hast du dann gemacht?“

„Ich hab Hannes eine geklebt, was sonst? Was musste der mich auch umarmen? So ein Arsch!“ Ich fing an zu schluchzen und nahm mein Gesicht sofort wieder in meine Hände. Kati setzte sich sofort neben mich und nahm mich in den Arm, aber das konnte mich auch nicht davon abhalten, zu weinen über all den Mist, der mir passiert war.

Und sonst, Kitschi?

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(inspiriert hiervon: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/ich-ueber-mich/ich-ueber-mich-gregor-gysi-und-sonst-herr-gysi-12787872.html)

Ein guter Arbeitstag beginnt mit Gebäck und etwas Lustigem.

Mein erstes Geld verdient habe ich bei meinem Opa, der stellvertretender Leiter einer DSV-Versuchsstation war, sprich: auf dem Feld.

Wenn ich mir im Flugzeug einen Sitznachbarn wünschen könnte, wäre es mein Freund.

Die Zeit vergesse ich im Internet.

Ich habe schon immer das Gefühl gehabt, ich sei ein Alien.

Ich habe noch nie geraucht.

Es bringt mich auf die Palme, wenn Leute fremden- oder frauenfeindliche Äußerungen von sich geben.

Ich bringe andere auf die Palme, wenn ich auf etwas reagiere, das ich als der letzten Frage zugehörig empfinde.

Ich verreise nie ohne ein Buch. Genau wie Herr Gysi, haha!

Mit 18 wollte ich ausziehen.

Heimat bedeutet für mich die viertgrößte Stadt Niedersachsens.

In meinem Lebenslauf steht nicht, dass ich fleißig war.

Mein Weg führt mich hoffentlich mal ins Ausland.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin