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Studentenmädchenreport, Tag 58

Veröffentlicht am

Ich habe immer noch tierische Angst, dass mein Studium wegen irgendeiner lächerlichen Sache in die Länge gezogen wird. Heute wäre es fast soweit gewesen.

Als ich der Dame vom Prüfungsamt (sie heißt übrigens so wie eine gewisse Märchenfigur, die gern für Schnee sorgt) mitteilte, ich wolle meine Bachelorarbeit beantragen, teilte sie mir mit, mir würden acht Punkte fehlen. In der Prüfungsordnung hatte ich nur davon gelesen, dass man insgesamt 120 Punkte haben muss, wenn man anfangen will. Nicht aber davon, dass ich 54 Punkte in dem Fach brauche, in dem ich  schreiben will. Nun gut, dachte ich mir, schaue ich halt, wie ich die fehlenden acht am schnellsten kriege. Ergebnis: Sämtliche relativ leicht zu kriegenden Punkte lagen in einem Bereich namens “Profilbildung”.

*kleiner Exkurs*

In einem Studium muss man sich irgendwann auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren. Im 2-Fächer-Bachelor-Teilstudiengang Erziehungswissenschaft gibt es dafür den so genannten Bereich “Profilbildung”, auch genannt “Profilbereich”. Man kann Sachen aus folgenden fünf Gebieten wählen:

– Sozialpädagogik

– Heterogenität: Geschlecht, soziale Lage, ethnische Herkunft

– Schultheorie und Schulentwicklung

– Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationstheorien

– Frühe Kindheit

*Exkurs Ende*

Belegt hatte ich Veranstaltung aus den drei erstgenannten Gebieten. In der studentischen Beratung hatte man mir gesagt, das sei völlig okay, aber wer weiß, ob die das im Dekanat genauso sehen? Letztlich wurde es aber anstandslos abgenommen. Ich habe in dem Bereich eine Gesamtnote von 1,8. Das würde mir keiner abnehmen, der weiß, welche Noten ich auf dem Gymnasium hatte. Ich glaube es ja selber nicht.

Das Ganze läuft jetzt so weiter: Ich habe meinen Teil des Zulassungsantrags ausgefüllt und im Sekretariat meines Lieblingsdozenten abgegeben. Er als Erstprüfer und meine Zweitprüferin müssen ihre Unterschrift druntersetzen, ich gebe den Antrag im Dekanat oder bei der Frau mit dem märchenfigurähnlichen Namen ab und ein paar Wochen später habe ich die offizielle Schreibzeit.

Die  Sekretärin meines Lieblingsdozenten versprach, ihm den Antrag schnell zu geben. Allerdings hat sie keine Ahnung, ob das passieren wird, bevor er und ich und ein Haufen junger Menschen am Sonntag gen Polen aufbrechen. (Hoffen wir mal, dass ich das kann. Momentan besteht die geringe Chance, dass die Zerrung an meinem Bein in Wahrheit eine Thrombose ist. Ich schreibe morgen mehr, entweder hier oder auf Twitter.)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: “Wer ist Ihr Zweitprüfer?” Ich nenne den Namen. “Diese Frau ist mir nicht bekannt.” “Dochdoch, sie ist in der Interkulturellen Pädagogik.” “Ist diese Frau überhaupt in der Prüferliste?” Ich sage, dass mein Lieblingsdozent sie mir empfohlen hat. “*blätter* Ja, in der Tat, da steht sie. Ich kenne diese Frau nicht.” Smiley mit geöffnetem Mund

PPS: Soeben erreicht mich die Nachricht, dass die Exkursion wegen eines Missverständnisses mit dem Busunternehmen erst einen Tag später losgeht. Fängt ja gut an…

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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