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Fünf schlechte Gründe

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Ich befinde mich mal wieder bei den Eltern meines Freundes und habe die aktuelle Ausgabe des Kirchenboten in die Finger bekommen. Da stehen zwar gelegentlich gute Artikel drin, aber heute gab es eine Sache, bei der ich dauernd innerlich gefacepalmt habe: fünf gute Gründe dafür, Christ zu sein. Meiner Meinung nach gibt es nur einen guten Grund: Man glaubt an Jesus. Aber sehen wir uns die Liste doch mal an.

Als erster Grund wird genannt, dass Christen gesünder und glücklicher sind. Und so logisch die Begründung klingt (gutes soziales Netz, gesünderes Leben durch Speisegebote, Hoffnung durch Glauben), wo bleiben die wissenschaftlichen Studien, die das angeblich begründen sollen? Wer hat sie durchgeführt, mit wie vielen Menschen? Wenn das nicht mitangegeben wird, beweist das exakt gar nichts. Und der Schluss, der aus der Äußerung des Psychologen Clemens Lechner gezogen wird, ist bemerkenswert. Der sagt nämlich Folgendes:

Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor.

Wenn man also nach dem Argument der Zufriedenheit geht, könnte man sich genauso gut dem Islam oder dem Judentum anschließen.

Der zweite angeblich gute Grund besteht in der Führung von Christen bei Caritas und Bildung. So viel Gutes es von der Seite aus auch gab, ich säße wohl noch bis morgen hier, würde ich all die Leute aufzählen, die im Namen der Kirche Gutes tun wollten und es nicht durften, weil sie gleichgeschlechtlich lieben, geschieden oder nicht getauft waren. Als Beispiel sei hier einfach mal eine Ulmer Erzieherin genannt: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article108573956/Lesbische-Erzieherin-muss-katholische-Kita-verlassen.html

Als dritter Grund wird angegeben, dass “alle einer in Christus” sind, ganz gleich, welcher Familie, welchem Stand oder Beruf, welcher Nation, welchem Geschlecht jemand angehört. Immerhin weist die Autorin des Artikels selbst darauf hin, dass es Christen gibt, die das öfters mal vergessen. (Siehe der oben verlinkte Artikel. Interessant ist auch, dass derselbe, der auf die Gleichheit der Menschen vor Jesus hinwies, Bibelstellen wie den Römerbrief hervorgebracht hat.)

Im fünften Teil des Artikels wird schließlich Folgendes geschrieben:

Jesus verzichtete komplett auf Gewalt und Schwert; Friedfertigkeit ist die Botschaft unseres Gottes. Wer auf diese Botschaft des menschgewordenen Gottes hört, kann unserer Welt nur nützen. Für den sind Waffen und Bomben keine Alternative (mehr).

1.) sollte man das mal den Menschen sagen, die im Namen Gottes irgendwen bekriegen wollten. Ich sag nur George Bush und Ann Coulter.

2.) Warum muss es speziell das Christentum sein? Auch der Hinduismus (und viele andere Religionen) hat sich dem Frieden verschrieben. Ahimsa, die Gewaltlosigkeit, ist ein zentrales Prinzip, dem Menschen wie Mahatma Gandhi folgen und das, nebenbei bemerkt, schon über 1000 Jahre vor Christus bekannt war.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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