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Löffellisten, Anrufe und Alarme

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Tagesordnungspunkt 1: Löffellisten

Ich muss noch etwas zum Thema „Löffellisten“ loswerden. Wenn man eine Löffelliste schreibt, sollte man sich natürlich schon bemühen, die Wünsche zu erfüllen. Und man sollte auch nicht davon abrücken, nur weil irgendwer die Wünsche nicht versteht. Das heißt aber nicht, dass man sein „richtiges“ Leben deswegen vernachlässigt. Auf meiner Liste steht z.B. „pilgern“, das heißt aber nicht, dass ich sofort nach Santiago de Compostela oder so herunterlatsche.

Bei Löffellistenwünschen muss man manchmal auch gucken, was dahintersteht. Bis vor einer Woche stand noch darauf, dass ich gern ein Mitglied der Band „Die Ärzte“ treffen möchte. So toll ich auch das an sich finde, ich war hinterher mindestens genauso glücklich, dass ich mich getraut habe, auf mein Idol zuzugehen und ihn anzusprechen. Ich bin nämlich nicht gerade mutig, was ich nicht toll finde. Noch ein Beispiel: Auf meiner Liste steht, dass ich gern selber lernen möchte, wie man zerrissene Kleidung näht. So toll das an sich wäre, es geht mir auch darum, dass ich generell lerne, Sachen selber zu machen und selbstständiger zu sein, sozusagen.

Tagesordnungspunkt 2: Der Fall Z.

Es gibt Neues im Fall Z. – vor ein paar Tagen hat wieder der Schornsteinfeger angerufen. Ich weiß jetzt, dass Herr Z. mit einer Frau zusammenlebt(e?) und wie diese heißt (hieß?). Ich habe dem Schornsteinfeger gesagt, dass er die Nummer löschen kann, weil Herr Z. das ja offensichtlich nicht vorhat. Aus welchem Grund auch immer. Ich bleib dran.

Tagesordnungspunkt 3: Kitschi wird durchsucht

Ich helfe zurzeit wieder als Vertretung bei einem Deutschkurs aus. Die Teilnehmer hatten zwar irgendwie mitgekriegt, dass morgen (also heute) ein Feiertag ist, sie wussten aber nicht, dass alle Geschäfte zu haben, und bis Samstag wollten sie nicht warten. Ich habe mich also breitschlagen lassen, mit ihnen in den Supermarkt zu gehen. Dabei kann ich ihnen ja auch viele Wörter und Derartiges erklären. Aber dann musste ich ihnen noch etwas ganz anderes erklären.

Ich ging gerade mit den für meinen Ehemann eingekauften Bratkartoffeln durch die Kasse, als es auf einmal wild piepte und mich alle anstarrten. Es piepte tatsächlich meinetwegen und ich wurde dann gebeten, mitzukommen, man müsse sich das einmal anschauen. Verwirrt drückte ich einem der Kursteilnehmer meine Bratkartoffeln in die Hand und ging mit.

Natürlich hatte ich nichts geklaut, verwundert stellten wir dann fest, was der Grund für die Alarmauslösung war – mein für die Uni per Fernleihe ausgeliehenes Buch! Mit dem Code, der drinliegt und den man nicht entfernen darf! Der Verkäufer meinte, so etwas sei ihm noch nie untergekommen. Die Kursteilnehmer guckten auch sehr verdattert. Ich war jedenfalls froh, als ich ihnen die Kartoffeln wieder abnehmen konnte.

Mit vorösterlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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  1. Die Jacke von meinem Freund piept immer im Lidl…

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