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Monatsarchiv: April 2016

Brownies und andere Lebensmittel

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Bestimmte Lebensmittel sind mit bestimmten Erinnerungen verbunden, ich kann es immer wieder feststellen. Vorgestern haben mein Mann und ich zum Beispiel Brownies gebacken. Das letzte Mal, dass ich davor Brownies gebacken hatte, war im Mai. In Krakau hatte ich dann einige davon dabei und ich habe dann damit versucht, einen Brownie-Bonus auf meine Bachelorarbeit zu bekommen. 😀 Mit Brownie-Teig kann man übrigens auch noch andere tolle Sachen anstellen. *pfeif*

Ich werde auch niemals vergessen, was das letzte Essen war in dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Salzkartoffeln mit Braten und Rotkohl. Ich habe sie am Glastisch meiner Mutter gegessen, weil in der Doppelhaushälfte sonst nichts mehr stand. Meine Familie machte sich auf nach Schweden, ich war gekommen, um dem Vermieter meine Schlüssel zu geben. Nach dem Essen habe ich mich in mein altes Zimmer geschlichen, um mich davon zu verabschieden. In dem Zimmer habe ich echt viel erlebt, der erste Kuss mit meinem heutigen Mann ist da nur ein Beispiel. Der Tag war einer der traurigsten in meinem Leben.

Mit Lasagne verbinde ich schöne Momente. Das war nämlich das Gericht, das ich beim ersten Date mit Monsieur hatte. Ich weiß auch noch, dass er mit seiner Pizza schneller fertig war als ich. Wenn ich sehr aufgeregt bin, gibt es halt zwei Möglichkeiten: Entweder bin ich stumm wie ein Fisch oder ich quatsche, als gäb’s kein Morgen.

Das heutige Frühstück (eine Scheibe Schwarzbrot mit Salzbutter und jungem Gouda, zwei Brownies und ein Schokopudding) habe ich bereits intus. So gegen 12 werde ich dann das nächste Mal essen. Mal sehen, was für eine Erinnerung da aufgeworfen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Sechs Jahre „Kitschautorins Blog“

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Heute bekam ich eine Meldung von WordPress, dass mein Blog genau sechs Jahre besteht. Wow, das ist ganz schön viel. In der Zeit ist auch viel passiert. Ich habe mich sehr verändert. Ich lebe nicht mehr in WGs. Ich habe geheiratet. Ich bin religiös geworden. Ich habe mich nach einer furchtbaren Ausbildung getraut, ein Studium anzufangen. Ich habe das Ziel meines Blogs verändert.

Natürlich bin ich mit dem Blog auch schon auf die Schnauze geflogen. Meine Klassenkameradinnen aus der Sprachschule hatten den Blog mal gefunden und weil sie – meiner Meinung nach zu Recht – nicht besonders gut wegkamen, hat man mir gedroht, ich solle besser aufpassen. Ich habe den Mädels wirklich zugetraut, dass sie mich mit dem Blog beim Schulleiter anschwärzen, und habe deswegen einen Artikel („Eine teure Lektion“) gelöscht und mehrere verändert. Hätte ich damals gewusst, dass man Artikel mit Passwörtern schützen kann, ich hätte keine Änderungen vorgenommen. Was aber viel wichtiger ist als das: Ich habe mal Freunde mit einem Artikel sehr verletzt. Den habe ich dann bewusst gelöscht.

Aber ich habe durch den Blog auch viele tolle Sachen erlebt. Ich habe mir Eindrücke bewahren können, andere gute Blogs kennen gelernt (hallo, Littlemissbad!) und viele interessante Diskussionen geführt. Richtig viel Aktivität gab es hier, als ich im November 2011, nachdem Bushido den Integrationsbambi bekommen hatte, eine Zusammenstellung seiner Songzitate hier postete. Ein guter Bekannter von mir hatte den Artikel getweetet. Klar gab es auch viele stumpfe Beleidigungen, aber ich hatte interessante Gespräche über Raptexte und wie man diese interpretiert. Ich lerne gerne andere Meinungen kennen. Für die Diskussionen über meine Hinwendung zur evangelischen Kirche oder das Erinnern an den Holocaust gilt das Gleiche. Es sollte halt nur nicht ins Stumpfe ausarten.

Ich mag mein Blog immer noch. Auf die nächsten sechs Jahre!

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin!

I’m a believer

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Ich weiß, nicht alle meine Leser sind gläubig und ich verstehe gut, wenn man ein Problem mit Religionen hat, aber einen Gedanken gibt es da doch, den ich gerne mit euch teilen möchte (und der vielleicht auch für Nichtreligiöse interessant ist).

Vor sechs Tagen war ich in einem osternächtlichen Gottesdienst. Ostern und der davorliegende Karfreitag bieten sich ja an, um über den Tod nachzudenken. Und die Pastorin sagte etwas ganz Interessantes: Liebevolle Gesten wie Umarmungen können nicht ausgelöscht werden, auch nicht durch den Tod. Was haltet ihr davon?

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin