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Neues auf der Arbeit

Veröffentlicht am

Seit drei Tagen habe ich einen neuen Job. Ich bin „pädagogische Mitarbeiterin im Bereich Flüchtlinge“ (lies: ich mache im Prinzip das, was eine Sozialarbeiterin macht, darf mich aber nicht so nennen, da ich keinen Studienabschluss habe). Arbeitsort ist eine Großstadt, in der ich lange gelebt habe, und da dann ein bestimmter Stadtteil. Gestern begab es sich nun, dass ich bei einem Sprachkurs vorbeischaute, der in diesem Stadtteil stattfindet. Drei Syrerinnen wollten Deutsch lernen und schlugen sich wacker.

Man kam auf Berufe zu sprechen, so auch auf den Beruf des Briefträgers. Eine Damaszenerin erzählte, dass sie keine Hausnummer hatte und die Post postlagernd verschickt wurde. Und das war auch schon vor dem Krieg normal.

Zu einem sehr bewegenden Moment kam es, als eine der Deutschlehrerinnen danach fragte, wie die Haare der Teilnehmerinnen sind und sich die Damaszenerin schließlich traute, ihr Kopftuch abzunehmen. Zwar waren nur Frauen im Raum, aber es ist trotzdem etwas Besonderes. Schließlich kannte sie mich ja gar nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn Muslimas Kopftücher tragen, aber ich freue mich immer, wenn sie sich trauen, es nicht zu tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin eine junge Frau, die in der drittviertgrößten Stadt Niedersachsens studiert und der Liebe wegen recht weit pendelt. Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich arbeite hauptberuflich als Politik- und Pädagogikstudentin. Nebenberuflich als Karla Kolumna eines örtlichen Radiosenders und einiger anderer Medien. Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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  1. Sehr berührend! Danke!

    Antwort
  2. Ich wünsche Dir viel Spaß beim neuen, sehr interessanten Job!

    Antwort

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