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Auslandsbericht

Veröffentlicht am

Ich war bei meiner Familie.

Freitag

Papa hatte lange gearbeitet, Brüderchen auch und ich war acht Stunden unterwegs. Ergo entschieden wir uns dafür, in einem Schnellrestaurant einzukehren, nachdem sie mich vom Flughafen abgeholt hatten. Nur dass das Schnellrestaurant sein Kassensystem geändert hatte und gnadenlos unterbesetzt war. Ergo verdiente das Établissement die Bezeichnung „Schnellrestaurant“ gar nicht. Wir mussten sogar länger auf unsere Menüs warten, als es in den meisten normalen Restaurants üblich war.

Ich spreche kein Schwedisch, Papa musste die Bestellung also für mich erledigen. Er hatte mir nicht gesagt, dass es den Burger, den ich wollte, grundsätzlich im Menü gibt. Außerdem ahnten wir nicht, dass der „lyxshake“ eher Eis als Shake war. Folglich aß ich viel zu viel und saß am Ende vor einem halben Liter Blaubeereis. Brüderchen vermutete, dass die Bedienung nett sein wollte, weil wir so lange warten mussten.^^ Als ich dann endlich in der Wohnung meiner Eltern angekommen war, konnte ich nur noch ins Bett rollen.

Samstag

Brüderchen musste arbeiten, ich war also einen Großteil des Tages allein mit meinen Eltern. Wir diskutierten so lange über die Tagesplanung, dass ich mich irgendwann in einem Loriot-Sketch wähnte. Letztlich machten wir einen Ausflug zur Villa eines längst verblichenen schwedischen Prinzen. Dort sollte sich angeblich auch ein Restaurant befinden… in das man aber nur reinkam, wenn man vorher den Eintritt fürs Museum in der Villa geblecht hatte, wie wir nach einer Stunde Fußmarsch herausfanden. Ins Museum wollten wir ja eh, wir hätten aber gern auf die Stunde Fußmarsch verzichtet.^^

Das Museum war aber ganz interessant, man sah dort viele begabte Künstler, darunter den schwedischen Prinzen selbst. Ein Händchen für Inneneinrichtung hatte der Mann auch, ich hätte sein Studierzimmer gerne hier.^^

(Danach habe ich einige Postkarten gekauft und so ganz nebenbei erfahren, dass meine 20-Kronen-Scheine, die ich noch hatte, wegen einer Währungsumstellung quasi wertlos waren, juhu!)

Abends haben die Familie, inklusive wiedergekehrtem Brüderchen, und ich „Verschätzt noch mal“ gespielt. Kann ich sehr empfehlen. Ich vergaß auch nicht, vor Spielbeginn zu erwähnen, dass es einige Ab-18-Fragen gab. Schreckte aber niemanden ab, und Brüderchen ist ja auch seit einigen Wochen 18. 😀

Sonntag

Brüderchen musste schon wieder arbeiten. (Ich glaube, er ist viel fleißiger, als ich es in dem Alter war.) Meine Eltern und ich verbrachten den Tag daheim, abends ging es zum Bowlen. Brüderchen war von der Arbeit ziemlich kaputt und hat es trotzdem geschafft, besser zu bowlen als ich, wtf.

Montag

Rückflug. Mama hat sich netterweise freigenommen und mich bis zum Stockholmer Hauptbahnhof begleitet. Und mir eine Karte für den Zug zum Flughafen gekauft, kompliziertes Ticketsystem.^^ Am Flughafen selbst konnte ich einige interessante Beobachtungen machen. In der Hamburger Flughafenkapelle habe ich noch nie gesehen, dass sich ein Mann zum Schlafen hinlegt, anders als in Arlanda… aber hey, Religion soll den Menschen ja Entspannung verschaffen…

Ich war erst um viertel vor zehn zu Hause und musste heute direkt wieder arbeiten. Aber das war ganz okay.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

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