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Gesundheit

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Ich bin grad zu faul, nachzusehen, ob ich es im Blog schon mal geschrieben habe, aber den Satz „Dafür sind Sie eigentlich noch viel zu jung“ kann ich nicht mehr hören. Der Nephrologe hat ihn am Freitag trotzdem gesagt. Nephrologe?, fragt ihr vielleicht. Nun, man wollte wissen, warum ich mit 27 (okay, bereits, als ich 26 war…) schon unter zu hohem Blutdruck leide. So was kann auch internistische oder Nierenkramsursachen haben. Ihr wollt wissen, was es bei mir war? Ich sage es euch. Ich esse zu viel Salz. Ich war etwas baff, als ich das gehört habe. Aber klar, so was kann passieren (es gab eine Folge von Müllserie Nr. 1, die sich um so was drehte…). Immerhin nichts Schlimmes. Ich reduziere nun also meinen Fertiggerichtekonsum, salze nicht mehr so viel nach und all das und dann kriege ich das schon wieder in den Griff. Vielleicht kann ich dann ja sogar auf die Tabletten verzichten. Ganz nebenbei habe ich mir noch drei schöne Schürfwunden geholt, als ich in der Nähe der Praxis gestürzt bin. (Props an die Apothekerinnen und meinen Ehemann, die mich ganz toll versorgt haben.)

Apropos „in der Nähe der Praxis“. Ich habe ja im März schon mal über meinen leichten Rochus auf Gesundheitsminister Jens Spahn geschrieben. Der ist seitdem auch nicht wirklich verflogen. Ich habe gerade noch einmal nachgesehen – ich wohne etwas über 60 Kilometer von der nephrologischen Praxis entfernt. (Es gibt zwar eine nähere, aber die ist über Monate hinweg ausgebucht.) Diese 60 Kilometer muss ich mit dem Auto zurücklegen – ganz toll, wenn man wegen eines Bluttests nüchtern aufkreuzen muss -, weil die Bahnverbindung eine Katastrophe ist. Die medizinische Versorgung hier auf dem Land ist furchtbar. Bedingt durch verschiedene Freunde, die in letzter Zeit Eltern geworden sind, habe ich mich gefragt, was einmal sein wird, sollte ich jemals Mutter werden. Ich wohne im einzigen Landkreis Niedersachsens ohne Entbindungsstation.

Herr Spahn, wie möchten Sie die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern? Wie wollen Sie dafür sorgen, dass es insgesamt genug Ärzte gibt? Wie wollen Sie dafür sorgen, dass es auf dem Land mehr Kreißsäle gibt? Das würde ich wirklich gerne wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Über kitschautorin

Ich bin Früh-ins-Bett-Geherin. Im Internet zu Hause. Fürs DRK als Blutspendenanmeldungshilfe aktiv. Gelernte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Gegen Atomkraft und sinnlose Verbote. Mitglied der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Politisch interessiert. Auf Flickr zu finden: https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/ Ich blogge über alles, was mich bewegt. Soll heißen: über meine Arbeit. Meine Familie. Das Fernsehen. Meine Freunde. Meine schriftstellerischen Aktivitäten. Dämliche Printerzeugnisse. Bücher. Die drei Jahre in einer der schlimmsten Berufsschulen dieses Landes. Sexualität. Meine Beziehung. Die Universität. Zitate. Und alles, was ich sonst noch so erlebe. Ich mag Bücher. Nudeln. „Hör mal, wer da hämmert“. Die Ärzte. Zitate. Meine Arbeit beim Radio. Urban Priol. Volker Pispers. SpongeBob. Garfield. „Switch“. „Ein Herz und eine Seele“. Ich hasse Fremdenfeindlichkeit. Misogynie. Homo- und Frankophobie. Die meisten Sorten von Kohl (auch den aus der CDU, haha). Den Großteil des Fernsehprogramms. Armut. Arroganz. Die Bildzeitung. Leute, die anderen Leuten keine eigene Meinung gönnen. Das Wort „Gutmensch“. Fußball. Viele Politiker. Ich habe hier noch mehr über mich geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/16/alles-glanzt-so-schon-neu/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/17/11-fragen/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/07/22/immer-wieder-sonntags/ https://kitschautorin.wordpress.com/2012/03/07/mal-wieder-was-uber-mich/ https://kitschautorin.wordpress.com/2013/05/04/was-ich-unbedingt-noch-machen-will/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/11/fragebogen-zu-film-und-kino/ https://kitschautorin.wordpress.com/2014/04/15/nochn-fragebogen/

Eine Antwort »

  1. Ein Nachdenkender

    Hallo,

    Allgemeinmediziner sollte es flächendeckend geben, definitiv.
    Ein Nephrologe ist doch schon etwas spezieller.
    Den erwarte ich nicht vor der nächsten größeren Stadt.

    Die Blutabnahme hätte meiner Meinung nach der Facharzt anordnen und der Allgemeinmediziner (Hausarzt) duchführen können. Dann wäre der Weg auch nicht so weit.
    Ich denke, das ist ein organisatorisches Problem.

    Das alles ändert nichts Gesundheitssystem und der spa(h)nenen Bearbeitung dessen.

    Zur Geburt:
    Jedem gesunden(!) Menschen (Frau UND Mann)* würde ich die Literatur von Herrn Rockenschaub empfehlen.
    Und dann über Kinder und den Entbindungsort nachdenken.
    Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob das Krankenhaus der richtige Ort für eine Geburt ist.
    Nicht wegen dem Ort an sich, sondern wegen dem, was dort passieren kann, obwohl es nicht notwendig ist.
    Davor habe ich als Mann Angst und hätte als Frau noch viel mehr Angst…
    Im Internet findet man dazu einige Meinungen / Erfahrungen.
    Ich spreche meine Mutter besser nicht wieder auf das Thema Geburt an…
    (Womit ich sagen will: das ist keine bloße Erscheinung des Zeit- und Kostendrucks durch (neoliberalen) Kapitalismus. Damals war noch Sozialismus.)

    Auch ein Radiobeitrag ist mir dazu bekannt:
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/gewalt-in-der-geburtshilfe-weinen-hilft-dir-jetzt-auch-nicht.3720.de.html?dram:article_id=397383

    Nun gut – hier sind Vorerkrankungen im Spiel. Das sollte / muss ärztlich abgeklärt werden.
    Da gelten andere Maßstäbe.

    Das Thema Hebammen will ich jetzt gar nicht ansprechen – aber das hat wohl auch mit dem Gesundheitssystem zu tun (und wohl auch mit dem neoliberalen Kapitalismus).

    Ich wünsche einen schönen Abend.

    * Ja, Frau UND Mann: Der Mann soll gefälligst seine Frau unterstützen.
    Und ja, mir ist der südost-deutsche Raum bekannt, wo die Grundeinstellung „Geburt ist Frauensache, ich will gar nicht wissen, was da passiert“ scheinbar vorherrscht. Wenn Frau das so will – bitteschön. Auch das ist eine Meinung.

    Antwort

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