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Archiv der Kategorie: Sex & Liebe

Endlich ist 2017 vorbei

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1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich gebe nur deswegen noch eine 2, weil ich immer noch Leute habe, die an meiner Seite sind.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Sehr hat es sich nicht verändert, denke ich… (Hoffe ich. Argh!)

3. Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich war wieder einmal beim Optiker und da wurde mir bestätigt, dass meine Sehkraft sich nicht verschlechtert hat.

5. Mehr Kohle oder weniger?

*wimmert leise*

6. Besseren Job oder schlechteren?

Unentschieden…

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

*wimmert lauter*

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” habe ich einen Schlüsselanhänger gewonnen. Allerdings kam der bis jetzt noch nicht an. Seltsam…

9. Mehr bewegt oder weniger?

Ungefähr 2,78 Prozent mehr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Vier.

(Zählt ein Schleudertrauma als Krankheit oder als Verletzung?)

11. Davon war für dich die Schlimmste?

Ein extremer Skolioseanfall, der dazu geführt hat, dass ich teilweise kaum sitzen konnte und nur noch vor mich hingeweint habe.

12. Der hirnrissigste Plan?

Trotz Krankheit einen ganzen Tag lang unterwegs sein.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Da gab’s einige, aber es war wohl doch wieder die letzte Blutspende.

14. Die teuerste Anschaffung?

Letztlich wohl mein Bachelorabschluss, wenn mans so betrachtet…

15. Das leckerste Essen?

Ein Donut aus dem Supermarkt, in dem meine Mutter früher gearbeitet hat, 20. Januar 2017.

16. Das beeindruckendste Buch?

Wie ich es am 9. Januar 2017 schon angekündigt habe: „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling.

17. Der ergreifendste Film?

„Ich bin dann mal weg“.

18. Die beste CD?

Muse – Drones.

19. Das schönste Konzert?

Ich glaube, da gewinnen ganz knapp Max Raabe & Palast-Orchester am 4. Mai 2017 in Osnabrück. War mit meiner Mama da.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

22. Zum ersten Mal getan?

  • online vorgebetet
  • einen akademischen Abschluss erlangt
  • Geschichten von mir eingesprochen
  • ein Instrument gekauft
  • Fan eines Mangas geworden
  • Kontaktlinsen gekauft
  • in Finnland gewesen
  • einen Kampfsportgrad erlangt
  • auf einem Festival gewesen (in Tateinheit mit: auf einem Festival gearbeitet, im Pressebereich eines Festivals gewesen, eine Band interviewt und ein Interview auf Englisch geführt)
  • mit Leuten hier aus dem Ort was unternommen
  • in der Heeder Gebetsstätte gewesen

23. Nach langer Zeit wieder getan?

  • in der Ostsee gebadet
  • jemanden aus dem Internet persönlich kennen gelernt
  • Kampfsport betrieben
  • in einer anderen Zeitzone gewesen
  • auf einer Hochzeit gewesen
  • in dem Ort gewesen, in dem ich 17 Jahre lang lebte
  • Nachhilfe gegeben
  • in einem Viersternehotel übernachtet
  • Ärger mit einem Kontrolleur gehabt

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Haufenweise Albträume, Krankheiten bei mir und anderen, der kleine Brand bei einer Nachbarin, Jobverlust, Unistress, Arschlöcher, Angst um meine Mutter, Stress mit dem Arbeitsamt, Trauer…

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Weiterzuleben.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ein Buch.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ganz liebe Post.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Dein Körper ist ein Kunstwerk und sollte nur von einem Künstler berührt werden.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Keine Ahnung, aber es war nicht halb so poetisch wie Nummer 28…

30. Dein Wort des Jahres?

Bachelor.

31. Dein Unwort des Jahres?

Ein bestimmter Name.

32. Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

„Valerie und der Priester“ (wenn das zählt).

33. Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

https://kitschautorin.wordpress.com/2015/01/01/2015-yeh/

https://kitschautorin.wordpress.com/2016/01/02/da-hat-man-sich-grad-mal-an-2015-gewoehnt/

https://kitschautorin.wordpress.com/2017/01/01/2017-endlich/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2018

Die Kitschautorin

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Ein paar voradventliche Gedanken

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Es gibt einen Sexshop, der einen Adventskalender anbietet und diesen zurzeit auch groß bewirbt, u.a. im Fernsehen. Auf Twitter begegnete ich nun einigen Menschen, die streng gegen die Inzusammenhangbringung dieses Kalenders und eines christlichen Festes sind. Eine von ihnen schrieb, der Kalender sei sexistisch, gotteslästernd und verstoße gegen Paragraf 166 des Strafgesetzbuches.

Ich verstehe nicht, was an dem Kalender sexistisch sein soll. Welches Geschlecht wird denn dadurch degradiert? Und dass der Kalender gotteslästernd sein soll, verstehe ich sowieso schon mal gar nicht. Einige haben mir später geschrieben, dass der Advent eine Art Fastenzeit ist und man da keine lasziven Geschenke geben sollte. Das immerhin konnte ich noch einigermaßen nachvollziehen, wenn ich auch finde, dass man dann auch gleich alle gewöhnlichen Adventskalender mit Schokolade verbieten wollen sollte.

Ich finde, dass Sexualität etwas Schönes, von Gott Gegebenes ist und man das ruhig genießen darf. Da gab man mir zwar Recht, allerdings solle man vor Gott eins werden und es nicht tun wie die Kaninchen, das sei zu billig. Aber was haben Sexspielzeuge mit „tun wie die Kaninchen“ zu tun? Was soll „tun wie die Kaninchen“ überhaupt genau bedeuten? Solche Spielzeuge, wie sie im Kalender angeboten werden, können doch auch eine Partnerschaft wiederbeleben.

In diesem Zusammenhang wurde mir auch das Buch „Die Liebe, die erfüllt“ von Christopher West nahegelegt.

Jene, die der Lehre von Papst Benedikt jene Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient, werden feststellen, dass die katholische Kirche eine Vision von Liebe und Sexualität hat, die um ein Vielfaches glorreicher und erfüllender ist, als alles, was uns Sigmund Freud, Hugh Hefner oder Britney Spears jemals angeboten haben.

Bei allem Respekt, aber wenn ich Fragen zu Liebe und Sexualität habe, wende ich mich ganz sicher nicht an die katholische Kirche. Es gab und gibt viel zu viele Menschen, die mit ihrer Lustfeindlichkeit anderen Menschen das Leben versaut haben. Zu den Zeiten will ich ganz sicher nicht wieder zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Bahn, Bibel und bunte Heftchen

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Tagesordnungspunkt 1: Die Bahn

Montag, 10 h 41: Ich sollte eigentlich unterwegs Richtung Kreisstadt sein, da ich dort etwas Wichtiges erledigen muss. Ich sitze aber immer noch am Bahnhof meines Wohnortes, da es auf der Strecke eine Stellwerksstörung gibt. Auf der Bahnhofsanzeige und in der Durchsage heißt es nur: „Aufgrund einer Stellwerksstörung verzögern sich alle Züge auf unbestimmte Zeit. Wir informieren Sie über Anschlussmöglichkeiten.“ Der Bus in die Kreisstadt ist da schon weg.

11 h 00: Der Zug fährt, ohne dass man uns irgendwie informiert hat.

11 h 30: Bin bei der wichtigen Erledigung angekommen. Werde dort angemeckert, weil ich nicht früher gekommen bin, muss deswegen Mittwoch noch mal wiederkommen.

12 h 00: Ich habe noch einige andere Dinge erledigt und möchte den Rückweg antreten. Laut DB-Navigator fährt der nächste Zug zwar eigentlich schon um 12 h 14, was etwas zu knapp ist, allerdings verspäte sich der Zug um 15 Minuten wegen der Stellwerksstörung. Das wäre dann okay, ich gehe also zum Bahnhof.

12 h 15: Der Zug fährt mir vor der Nase weg.

12 h 50: Ich sehe, dass der Gegenzug beträchtliche Verspätung aufgrund der Stellwerksstörung hat. Für meine Verbindung – 13 h 14 – wird nichts angezeigt.

13 h 30: Der Zug taucht nicht auf. Informationen über den Verbleib bekommen wir keine, weder per Durchsage noch per Anzeige. Aber immerhin ist der DB-Informationsmitarbeiter von seiner Mittagspause zurückgekehrt. Ich gehe also, mit ein paar anderen zusammen, hin.

13 h 35: Der DB-Mitarbeiter hat absolut keine Ahnung, wann überhaupt wieder Züge fahren werden. An den u.a. durch den DB-Navigator angekündigen Schienenersatzverkehr glaubt er nicht. Ich habe genug und kaufe mir bei ihm ein Linienbusticket. Dann gehe ich zum Busplatz.

13 h 45: Der Schienenersatzverkehrsbus taucht auf. Da nur drei Leute am Busplatz sitzen, geht der Busfahrer zum Gleis, an dem eigentlich mein Zug hätte fahren sollen, und holt die Reisenden.

13 h 53: Die Reisenden, die noch am Bahnsteig waren, wurden anscheinend nicht durch Durchsage oder Anzeige darüber informiert, dass der SEV-Bus da ist.

13 h 55: Der Bus fahrt los.

14 h 35: Bin zu Hause angekommen und stinkwütend. Wenigstens besitze ich seit letztem Jahr den Führerschein Klasse B, sonst wäre ich noch häufiger auf diesen Sauverein angewiesen…

(Puh, das ist doch etwas länger geworden als geplant. Egal.)

Tagesordnungspunkt 2: Die Bibel

Ich antwortete auf Twitter auf diesen Tweet von Birgit Kelle, der durch einen mir bekannten Twitterer in meine Timeline geraten war:

Meine Meinung zu gleichgeschlechtlicher Liebe ist hinreichend bekannt. Folgerichtig antwortete ich auf den obigen Tweet mit „Mit Verlaub, das ist Blödsinn“. In Folge kam es zwischen mir und verschiedenen anderen Twitterern zu einer großen Diskussion, in der mir u.a. Relativismus vorgeworfen wurde, weil ich eine nicht homophobe Bibelauslegung bevorzuge. (Wer mehr darüber lesen will, hier steht was Interessantes dazu.)

Unabhängig davon, wie man zu gleichgeschlechtlicher Liebe steht oder nicht: Dass ich Relativismus in Bezug auf die Bibel betreibe, ist Blödsinn. Es ist eine mögliche Bibelauslegung. Im Übrigen selektieren diejenigen, die mir Relativismus vorgeworfen haben, genauso. Keiner kann alle Gesetze aus der Bibel befolgen. Ich berichtete ja schon einmal darüber, dass A. J. Jacobs das ein Jahr lang versucht hat, und er wurde halb verrückt dabei.

Aber wenn es wenigstens nur das gewesen wäre. Einer der Diskutanten verlinkte eine Rezension zum Buch „Streitfall Liebe“ von Valeria Hinck, in dem sich gegen die Ausgrenzung von Homosexuellen gewandt wird. Der Rezensent gab zu verstehen, dass er Homosexualität für eine Krankheit hält. Ich habe die Diskussion mit diesem Menschen daraufhin eingestellt.

Und es ging noch weiter: Derselbe Twitter-User verlinkte einen Blogartikel, in dem Homosexualität als Sünde dargestellt wurde. Ich hatte dazu einige Anmerkungen:

Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass im dritten Buch Mose nur Geschlechtsverkehr unter Männern erwähnt wird. Was aber ist mit Geschlechtsverkehr unter Frauen? Außerdem liegt bei 1. Korinther 6,9 der Fokus eher auf Verkehr mit Minderjährigen / Prostituierten und nicht unter gleichgestellten Partnern, die sich freiwillig und auf Augenhöhe aneinander binden. Darüber hinaus möchte ich noch anmerken, dass die Neues-Leben-Bibelübersetzung nicht immer ganz genau ist, sondern zu Vereinfachungen und zur Emphase neigt.

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Freundliche Grüße

Ich bekam auch postwendend eine Antwort. Der Blogartikel-Autor warf mir vor, ich wolle Gottes Wort aus der Welt schaffen und legte indirekt nahe, dass es mit meiner Nächstenliebe nicht gut bestellt sei, weil ich mich sicher nicht trauen würde, die iranische Botschaft zu diesem Thema anzumailen. Ich antwortete, dass ich eine andere Bibelinterpretation (also eine nicht homophobe) für möglich halte, und verbat mir irgendwelche Mutmaßungen zu meiner Nächstenliebe. In der nächsten Antwort wurde der Relativismusvorwurf seinerseits dann auf die Spitze getrieben, indem gesagt wurde, dass die Nazis ja auch derart gearbeitet hätten. Da stellte ich die Diskussion meinerseits dann ein. Der Blogartikel-Autor hat mir danach noch drei E-Mails geschrieben, in denen er mich indirekt als scheinheilig bezeichnete, sagte, ich sei auf dem falschen Weg, das mit der Nächstenliebe wiederholte und mir vorwarf, ich sei

vom Ich-zentrierten Stolz verführt.

Ich bin gespannt, ob noch weitere E-Mails kommen, beantworten werde ich sie nicht.

Tagesordnungspunkt 3: Bunte Heftchen

Eine sehr liebe Person hat mir aus Schottland ein deutschsprachiges christliches buntes Heftchen mitgebracht, auf das ich hier eingehen möchte. John Blanchard – „Von größter Bedeutung“. Nun denn.

Ich muss sagen, dass ich gegen das Heftchen nicht unbedingt was habe. Der Autor hat zwar zu vielen Themen eine andere Meinung als ich, aber das kann ich akzeptieren. Nur zwei Sachen will ich anmerken: Auf Seite 4 werden Evolution und Gottglaube entgegengesetzt. Ich glaube nicht, dass sich das widersprechen muss, ich bspw. bin gläubig und halte die Evolution für wahr.

Darüber hinaus findet sich auf Seite 7 Folgendes:

In 2000 Jahren konnte kein Experte auf irgendeinem Gebiet auch nur eine Aussage der Bibel widerlegen.

Nun ja…

So, das war’s mit Bloggen für heute. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, und Respekt an jeden, der das alles hier gelesen hat.^^

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Träume

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Ich freue mich ja schon, wenn das nächtliche Kopfkino mal keine Albträume abspielt. Was in den letzten beiden Nächten bei mir abging, ist aber schon ein klein wenig abgedreht.

Meine Lieblingsserie – oder eine davon – ist ja nun „In aller Freundschaft“. Der Großteil meiner Leser guckt diese Serie vermutlich nicht, also sei hier nur kurz erwähnt, dass es in dieser Serie eine Figur gibt, die Sarah heißt und die nicht-immer-sehr-beliebte Verwaltungsdirektorin der Klinik ist. In der Nacht zu gestern träumte ich also, dass Sarah als Praktikantin im Klinikbetrieb mitmacht, weil sie diesen näher kennen lernen will. Währenddessen bekommt sie den Hass aller Angestellten ab, weil in der Klinik (in meinem Traum) unglaublich viel schiefläuft. Irgendwann bekommt Sarah dann mit, dass über sie verbreitet wird, sie habe das Kind von Achim abgetrieben. (In Wirklichkeit hat sie es verloren.) Sie rächt sich dann an den Leuten, indem sie sie gegen eine sich schließende Aufzugtür laufen lässt.

Letzte Nacht hatte ich dann folgenden Traum: Eine Klassenkameradin vom Gymnasium hat mich gemobbt. Der Lehrer, welcher zufällig TomSka war, wollte schlichten, als ich mich prügelnderweise verteidigen wollte. (Nebenbei bemerkt haben wir mit ihm Englisch gesprochen, weil er nur Englisch versteht. Ob das im echten Leben so ist, weiß ich nicht.) Irgendwann waren er und ich dann alleine und haben versucht, miteinander zu schlafen, wobei ich aufgrund meines Beziehungsstatus große Bedenken hatte.

Manchmal ist mein Kopf echt merkwürdig. Für manche Dinge gibt es keine Erklärung, auch wenn man vorm Zubettgehen „In aller Freundschaft“ schaut. Oder TomSka.

Mit freundlichen Grüßen und schlaft nächste Nacht gut

Die Kitschautorin

Geschützt: Manga Love Story

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Jag älskar Sverige

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Auf vielfachen Wunsch (hallo, Bammy!) poste ich hier jetzt einige Infos zu meiner kürzlich erfolgten Fährreise nach Schweden.

Die Reise zur Fähre (Hinfahrt)

Mein Mann und ich fuhren ein paar Stunden lang Zug, von unserem kleinen niedersächsischen Heimatdorf in eine sehr große Stadt in Schleswig-Holstein. Die Fahrt war ganz angenehm, für Erheiterung sorgte lediglich, dass irgendwann in unserem Waggon der Strom ausfiel. Sehr angenehm: Der Kieler Hauptbahnhof ist in Sichtweite vom Fährhafen.

Bei der Fähre mussten wir, genauso wie bei einem Flug, einchecken, und es bildete sich eine Schlange. Ich hatte also genug Zeit, das Plakat zu erblicken, auf dem (auf Schwedisch) ein Laden angepriesen wurde, bei dem man pfandfrei und mit Schwedischen Kronen Alkohol einkaufen konnte.

Die Fähre (Hinfahrt)

Meine Mutter hatte mir ja so von der Fähre vorgeschwärmt, und ich konnte das im Prinzip nur bestätigen. Das Restaurant gefiel mir richtig gut. Guter Ausblick auf Kiel resp. Göteborg, leckeres Essen, guter Service. Nach dem Essen hatten wir Spaß an der Bar (oh Mann, hatten die gute Cocktails), wo es Bingo und Musikquiz gab. Hab aber leider nichts gewonnen.

 

Wenn man wollte, konnte man fernsehen (aber wer würde das schon tun wollen?). Mein Mann amüsierte sich besonders darüber, dass eine Durchsage kam, dass Alkohol erst ausgeschenkt wird, sobald das Schiff abgelegt hat. Und darüber, dass in einer Werbebroschüre die Vergünstigungen des Alkohols gegenüber den staatlichen schwedischen Alkoholgeschäften hervorgehoben wurde.

Der einzige Tiefpunkt war, dass ich null schlafen konnte, weil ich den Wellengang nicht mehr gewohnt war (obwohl ich früher nie derartige Probleme hatte).

Die Zugreise in Schweden (Hinfahrt)

Ein Pluspunkt der Schwedischen Bahn gegenüber der Deutschen Bahn ist, dass man über alle Vorkommnisse und Verspätungen immer sofort informiert wird. Brachte mir nur leider nicht viel, da ich kein Schwedisch spreche. Allerdings saß neben mir eine sehr nette Englisch sprechende Dame, die mir immer alles übersetzte. Der Zug fuhr mit Verspätung aufgrund technischer Probleme los, und dann wurde es richtig lustig. Auf der Bahnstrecke Göteborg – Stockholm wurden Kupferkabel geklaut und die durchgesagten Verspätungen reichten von zehn zusätzlichen Minuten bis „vermutlich müssen Sie den nächsten Zug nehmen“. Glücklicherweise waren es dann nur 40 Minuten Gesamtverspätung…

Was ich auch toll finde: Es gab Gratis-WLAN, und zwar ernstzunehmendes, ohne Registrierung, dafür mit Live-Auskunft.

Geschehnisse, während wir da waren

Da gibt es nicht so viel zu erzählen, weil wir nicht so viel unternommen haben. Brüderchen arbeitet immer noch richtig viel, die Schweden sind noch feuerwerksverrückter als wir Deutschen und im örtlichen Schwimmbad wollte man mir mein Alter nicht glauben.

Die Reise zur Fähre (Rückfahrt)

Mein Mann und ich sind etwas durch Göteborg geeumelt, weil es in der Straßenbahn, in der wir zuerst waren, nur eine bestimmte Zahlungsweise gab… wir mussten aussteigen, uns einen Kiosk suchen und konnten dann dort Straßenbahnkarten kaufen. Da haben wir uns dann schon etwas darüber geärgert, dass der Fährhafen nicht wie in Kiel fast direkt neben dem Hauptbahnhof liegt.

Nun spreche ich ja wie gesagt kein Schwedisch, aber dass ich ein paar Worte verstehe, half uns dann, weil ich irgendwann in einer Straßenbahnansage das Wort „Tyskland“ verstand und so fanden wir eine kleine Abkürzung.

Die Fähre (Rückfahrt)

Das Unterhaltungsprogramm war diesmal nicht ganz so gut, aber das Essen war wieder spitzenmäßig. Und ich konnte diesmal schlafen und es war sogar ganz erholsam.

Die Zugreise nach Hause

Ich habe meine diversen Schwedischen Kronen, die ich noch überhatte, getauscht (Will irgendjemand Münzen? Die konnte ich nicht mit umtauschen…), und mir damit dann ein Buch gekauft… für über dreißig Euro… und nein, es tut mir nicht leid. Ich bin gerade dabei, „More letters of note“ zu lesen und es ist echt jeden Cent wert.

Fazit

Es war super… aber beim nächsten Mal will ich bitte mehr Zeit mitbringen, wenn ich schon 52 Stunden unterwegs sein muss.

Med vänliga hälsningar

Die Kitschautorin

PS: Gibt es eigentlich ein schiffliches Äquivalent zum Mile-High-Club? 😀

PPS: Mir fällt gerade auf, dass die Fähre auf der Hinfahrt fast gecancelt worden wäre wegen Sturm… könnte das vielleicht eine Rolle gespielt haben? 😀

 

 

Lebensupdate

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Tagesordnungspunkt 1: Kloster

Richtig gelesen. Eine junge Frau in der Blüte ihres Lebens, die noch dazu knallrote Haare hat, verschwindet einfach mal für drei Tage ins Kloster. Ich will nicht zu viel darüber verraten, kann aber sagen, dass ich so einen Aufenthalt einfach nur empfehlen kann. Ich konnte viel nachdenken und einiges über diese der meinen sehr unterschiedlichen Lebensform erfahren. (Wobei, nicht so unterschiedlich. Immerhin wurde ich von den netten Schwestern auf eine Pizza eingeladen.)

Tagesordnungspunkt 2: Uni

Den Bachelorgrad und mich trennt immer noch einiges, das ich aus dem Weg zu räumen versuche. Seit einer Woche bin ich den Buchstaben hinter meinem Namen aber immerhin ein ganzes Stück näher gekommen, ich habe nämlich die Bachelorarbeit bestanden. Die Note ist nicht gut, aber immerhin. Ich habe den Kampf gewonnen. Hm, das Ganze erinnert mich stark an eine Kampfszene aus „Kill Bill“. Die Braut hat eine klaffende Wunde im Rücken, aber trotzdem ist es nicht sie, die tot am Boden liegt, sondern O-Ren Ishii.

Tagesordnungspunkt 3: „Ich heirate eine Familie“

Kennt jemand von euch diese alte Serie? Ein Mann heiratet eine Frau, die aus einer vorigen Ehe bereits drei Kinder hat, bekommt mit ihr noch ein viertes und muss mit dem ganzen Trubel irgendwie klarkommen.

Nun habe ich zwar keinen Mann mit drei Kindern geheiratet, Verwandte hat er aber trotzdem so einige. Und wenn man auf einem Treffen mit Selbigen dann ein Bild gezeigt bekommt, auf dem ein dunkelhäutiger Junge Kamelpisseurin trinkt (versehen mit der Bildunterschrift „Aber bei uns Ansprüche stellen“), dann… nun ja.

Dass man geglaubt hat, ich sei schwanger, war da schon fast wieder vergessen. Nur mal so nebenbei: Monsieur und ich haben gestern unseren ersten Hochzeitstag gefeiert. Schwierige Zeit, aber gute Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin