RSS-Feed

Archiv der Kategorie: Was in der Welt passiert

Ich bin kein Model und ich seh doof aus

Veröffentlicht am

Neulich las ich wieder einmal die Neue Osnabrücker Zeitung. Und so entdeckte ich eine Meldung, in der verkündet wurde, dass Céline Bethmann Deutschlands nächstes Topmodel geworden ist. Ich stutzte nicht nur darüber, dass sie auf dem Foto aussieht, als hätte ihr jemand verkündet, ihre Oma wäre gestorben. Besonders schön war auch die Bildunterschrift:

Mit dem Titel gewinnt die Schönheit […] die zweifelhafte Einsicht, dass sie trotz des Sieges nicht die tollste Persönlichkeit des Formats hatte. Denn auch für die vergab Klum im GNTM-Finale einen Preis. Er ging an eine von zwei Transgender-Kandidatinnen.

Das ist auf so vielen Ebenen abgedreht, dass ich es kaum formulieren kann. Eine Sendung, die wie keine andere auf Oberflächlichkeit setzt, kürt die beste Persönlichkeit?

Ein guter Freund meinte neulich, dass sich die Sendung in ihrer Machart eher so an 14jährige Mädels richte. Mir wird halbschlecht, wenn ich daran denke, dass die so eine Sendung sehen. Man muss die Oberflächlichkeit ja nicht noch weiter heranzüchten. Ein Alibi-Persönlichkeitspreis bringt’s da auch nicht wirklich.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ein Schwarzer und ein AfD-Mitglied gehen in eine Bar

Veröffentlicht am

Ich wurde kürzlich auf eine Dokumentation aufmerksam gemacht. Ein dunkelhäutiger Mann aus Frankfurt und ein AfD-Kreisvorsitzender aus einer hessischen Kleinstadt treffen sich und lernen die Leben des jeweils anderen kennen. Wer es sich ansehen möchte, findet es hier:

Ein paar kurze Kommentare von mir: Wirklich sehr interessant. Beispielsweise in dem Moment, in dem Fabian – ab Minute 14 – ein paar von Bobs Freundinnen besucht und dann (die Frauen erwähnen Flüchtlinge) von Angsträumen in Deutschland redet. Früher sei es ja als Frau möglich gewesen, abends ohne Angst rauszugehen, und jetzt gehe das ja gar nicht mehr. Auf Nachfrage sagt er aber nicht, wo sich diese Angsträume befinden, sondern erzählt nur von seinen weiblichen Bekannten, die sämtlich mit Pfefferspray ausgehen. Mmh. Is klar, Ali.

Wirklich heftig wird es erst später. Bob und Fabian besichtigen ein Antiquariat in Fabians Heimatort. Ich gruselte mich schon ein wenig, als die Ladenbesitzerin Bob fragte, wo in Afrika er beheimatet sei. Ich weiß bei solchen Fragen wirklich nie, ob das jetzt harmloses Interesse oder die versteckte These „Du bist kein Deutscher“ sein soll. Nachdem die Herkunft von Bob geklärt wurde, fragt er, warum Fabian sich der AfD zugewendet hat, und bekommt als Antwort total dümmliche Phrasen. Die AfD wolle ja nur Gerechtigkeit, man müsse Asylanten bei der Rückkehr in ihre Heimat helfen und die Partei sei ja total anständig. Aha.

Noch besser wird es, als Fabian Bob zu seinem AfD-Stammtisch mitnimmt. (Wer es sich ansehen will: Ab Minute 37.) Ich höre eigentlich die ganze Zeit nur ein „Wir sind für das Asylrecht, ahhhber…“ Und dann erzählt einer der Anwesenden auch noch, es gebe doch Rassemerkmale, das sage doch jeder Biologe. Ähm, ja. Ich habe im Biologieunterricht der Oberstufe gelernt, dass der von Biologen vertretene Rassenbegriff (der im Übrigen zunehmend obsolet ist) nichts mit dem ausgewachsenen Sozialdarwinismus zu tun hat, den gewisse Leute vertreten.

Was bleibt sonst noch zu sagen? Ich finde das Sendungsprinzip gut und ich finde gut, dass Fabian sich der Konfrontation gestellt hat. Man hat viele interessante Einblicke in beide Welten gewonnen. Ich fand auch die Machart der Sendung sehr gut. Wie dem geneigten Beobachter mittlerweile aufgefallen sein dürfte, bin ich kein Freund der AfD, aber ich hätte keine Dokumentation gebraucht, die mir 45 Minuten lang einfach nur stumpf erzählt, dass die AfD dumm ist. Die neutrale Machart gefiel mir.

Wenn ihr irgendwelche Anmerkungen oder Fragen habt, gern ab damit in die Kommentare.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Heftchen im Bahnhof

Veröffentlicht am

Im Internet trifft man viele Menschen, mit denen man gute Gespräche führen kann. Mit einem von ihnen (hallo, Charlie! :D) habe ich mich neulich mal über diese kleinen christlichen Heftchen unterhalten, die zuhauf in Bahnhofshallen herumliegen, so auch in der meiner Heimatstadt. Die meisten entsorge ich nach dem Lesen direkt, weil die Autoren die Verkündung des Christentums mit Hass gegen Andersgläubige und -lebende verwechseln. Eins habe ich aber mitgenommen, um es hier zu verbloggisieren. Es trägt den Titel „Alarm! Okkultismus! – Hände weg von Okkultismus und Aberglauben“.

Wie bei jeder guten Abhandlung folgt zuerst eine Definition der beiden Begriffe. Dann wollen wir doch mal sehen.

Okkultismus heißt Geheimwissenschaft. Darunter sind die Lehren und Praktiken zu verstehen, die sich mit der Wahrnehmung übersinnlicher Kräfte beschäftigen […]

So manche christliche Lehren sind für mich auch geheim, sprich nicht zu verstehen. Und unter „übersinnlich“ könnte man auch das Christentum fassen, wenn man es so bedenkt…

Aberglaube ist […] eine Weltanschauung, bei der man glaubt, ohne den lebendigen Gott durchs Leben zu kommen.

Das trifft auf den Atheismus ebenfalls zu. Oh, wo wir gerade dabei sind:

Ob jung oder alt, reich oder arm, ob gesund oder krank, jeder Mensch, der glaubt, ohne Gott mit dem Leben fertig zu werden, verfällt bewusst oder unbewusst auf irgendeine Weise diesem Teufelsdienst.

Whoa, Moment mal, habt ihr gerade gesagt, dass jeder, der euren Glauben nicht teilt, in die Hölle kommt?

Das Ganze wird an einer späteren Stelle noch bekräftigt, als gesagt wird: „Wer mit seiner Not nicht bei Gott Zuflucht nimmt, sondern solche Mittel und Irrlehren zur Hilfe nimmt, der geht mit dem Teufel ein Vertrauensverhältnis ein.“ Okay, ich ruf schon mal in der Hölle an…

Außerdem wird dann noch mal eben erklärt, wer der Teufel ist. Unter anderem wird über ihn gesagt, dass er zum Bösen verführt. Mich würde ja mal interessieren, was die Autoren dieses Heftchens alles als „böse“ fassen.

Ein paar Beispiele für Okkultismus und Aberglauben werden jedenfalls genannt. Eins davon: auf Zahlen achten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensymbolik#Zahlensymbolik_in_der_Bibel

Auch Tagewählen – auf gewisse Tage, Stunden und Zeiten achten, die bestimmen, was man tut oder lässt – wird als schlecht angesehen. Ein wahrer Christ würde schließlich niemals bestimmte Tage einführen, an denen geruht oder kein Fleisch gegessen werden soll.

Oh.

Was gibt’s noch?

Meditative Praktiken. […] Diese Praktiken werden oft – als harmlose Übungen getarnt – empfohlen, haben aber die Selbsterlösung zum Ziel. Auch die Gruppendynamik ist hier einzuordnen. Durch sie wird die Manipulation der Meinung der Gruppenmitglieder erreicht.

Nebenbei wird dann noch behauptet, dass Transzendentale Meditation häufig zu Psychosen führt. Da direkt hinterher gesagt wird, der Übende wisse nicht, dass TM ein klassisches Hindu-Ritual sei, nehme ich mal an, die beiden Umstände sind für die Autoren des Heftchens gleich schlimm.

Das Autogene Training ist auch schlimm, weil man ja schließlich dabei versucht, sich selbst von Sünden zu erlösen. Und Akupunktur ist böse. Jup, ich lande so was von in der Hölle.^^

Wer wissen will, wer hinter dem Heftchen steht: Es ist der Verein „Verbreitung der Heiligen Schrift“. Wer mehr wissen will: http://www.bruederbewegung.de/gruppen/geschlossen.html

Ich muss jetzt erst mal ganz viel Rammstein hören.^^

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Träume

Veröffentlicht am

Ich freue mich ja schon, wenn das nächtliche Kopfkino mal keine Albträume abspielt. Was in den letzten beiden Nächten bei mir abging, ist aber schon ein klein wenig abgedreht.

Meine Lieblingsserie – oder eine davon – ist ja nun „In aller Freundschaft“. Der Großteil meiner Leser guckt diese Serie vermutlich nicht, also sei hier nur kurz erwähnt, dass es in dieser Serie eine Figur gibt, die Sarah heißt und die nicht-immer-sehr-beliebte Verwaltungsdirektorin der Klinik ist. In der Nacht zu gestern träumte ich also, dass Sarah als Praktikantin im Klinikbetrieb mitmacht, weil sie diesen näher kennen lernen will. Währenddessen bekommt sie den Hass aller Angestellten ab, weil in der Klinik (in meinem Traum) unglaublich viel schiefläuft. Irgendwann bekommt Sarah dann mit, dass über sie verbreitet wird, sie habe das Kind von Achim abgetrieben. (In Wirklichkeit hat sie es verloren.) Sie rächt sich dann an den Leuten, indem sie sie gegen eine sich schließende Aufzugtür laufen lässt.

Letzte Nacht hatte ich dann folgenden Traum: Eine Klassenkameradin vom Gymnasium hat mich gemobbt. Der Lehrer, welcher zufällig TomSka war, wollte schlichten, als ich mich prügelnderweise verteidigen wollte. (Nebenbei bemerkt haben wir mit ihm Englisch gesprochen, weil er nur Englisch versteht. Ob das im echten Leben so ist, weiß ich nicht.) Irgendwann waren er und ich dann alleine und haben versucht, miteinander zu schlafen, wobei ich aufgrund meines Beziehungsstatus große Bedenken hatte.

Manchmal ist mein Kopf echt merkwürdig. Für manche Dinge gibt es keine Erklärung, auch wenn man vorm Zubettgehen „In aller Freundschaft“ schaut. Oder TomSka.

Mit freundlichen Grüßen und schlaft nächste Nacht gut

Die Kitschautorin

Grübeln, Gesundheit und gute Freizeitaktivitäten

Veröffentlicht am

Tagesordnungspunkt 1: Grübeln

Ich habe neulich mal wieder „Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen“ von Nadia Bolz-Weber gelesen. In dem Buch redet sie ziemlich viel über Feindesliebe – etwas, über das ich selbst ziemlich viel nachgrüble. Es ist ja schon irgendwie wichtig, seine Feinde zu lieben. Aber wie weit soll das gehen? Neulich war ich an einem Punkt, wo meine Feindesliebe, wenn man das so nennen mag, ihre Grenzen erreichte. Seit einiger Zeit mache ich bei einer Art Online-Gebetsgemeinschaft mit und konnte so einige Kontakte sammeln… darunter auch ein erzkonservativer Katholik, der ständig durch komische Tweets auffällt. Es gab so einiges, was ich blöd fand. Neulich aber hat derjenige in einem Tweet alle Atheisten beleidigt. Somit auch meine ganze Familie, was ich ihm schrieb. Er antwortete, meine Familie würde das schon überstehen und es gebe ja Meinungsfreiheit. Da konnte ich nicht mehr.

Tagesordnungspunkt 2: Gesundheit

Mein Körper ist ein bisschen merkwürdig. Vorgestern hatte ich eine so starke Magenverstimmung, dass ich sicherheitshalber die 112 angerufen habe. Gestern gabs nur noch ein wenig Bauchgrummeln und heute ist alles wieder weg.

(Mir ist gerade aufgefallen, dass ich vor genau einem Jahr schon mal Magenprobleme wegen Essen hatte. Ich hoffe, das wird jetzt nicht zur Tradition.)

Wegen meines doofen Magens musste ich vorgestern das Ju-Jutsu-Training ausfallen lassen, zu dem ich seit zwei Monaten gehe. Letzte Woche gab es da schon Probleme, weil ich eine Kerze versucht und mir dabei ordentlich die Arme gezerrt habe. Ich unsportliches Ding!

Darüber hinaus, vor zwei Wochen:

Mittrainierende: Ach du Scheiße, was hast DU denn da?

In diesem Augenblick erblicke ich einen kleiner-Finger-großen, buntschillernden Fleck an meinem Oberschenkel.

Ich: Hier, guck mal!

Trainer: Ach du Scheiße, wie ist DAS denn passiert?

Ich: Könntest du beim letzten Training gewesen sein.

Trainer: Ouuuuh!

Tagesordnungspunkt 3: (noch mehr) gute Freizeitaktivitäten

Letztes Wochenende bekam ich die Gelegenheit, einen Escape Room zu besuchen. Es war wirklich unterhaltsam. Wir waren 60 Minuten in einem Raum eingesperrt und mussten unter Zuhilfenahme des Raumes versuchen, uns daraus zu befreien. Viel mehr darf ich jetzt nicht dazu sagen und zumindest bei dem Veranstalter, den ich genutzt hatte, darf ich auch nie wieder in diesen einen Raum rein. Aber es ist sehr gut und ich kann es jedem nur empfehlen.

Heute Abend werde ich arabisch essen und freue mich schon darauf. Inspiriert wurde ich dazu von meiner Arbeit, auf der es innerhalb von drei Tagen zwei Mal überraschend arabisches Essen gab. Und es ist so lecker!

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kunstgeschichte und andere Stories

Veröffentlicht am

Meine Uni hat beschlossen, das Kunsthistorische Institut in sechs Jahren dichtzumachen. Warum das ziemlich banane ist, steht hier, genauso wie der Link zur Petition. Den letzten Stand findet ihr hier. Ich hoffe, dass die Proteste erfolgreich sind.

Ansonsten ist mein Leben zurzeit relativ langweilig. Ich arbeite und studiere unmotiviert vor mich hin. Nur eine interessante Sache ist passiert: Vorgestern habe ich zum ersten Mal Kontaktlinsen ausprobiert. Ich war zunächst etwas irritiert, da ich den Eindruck hatte, damit nicht so gut zu sehen wie mit der Brille. Das stimme auch, sagte die nette Optikerin, aber das sei ganz normal, man erreiche nie denselben Wert. Und es reiche für den Führerschein immer noch aus. Gut zu wissen, auch wenn ich die Linsen eher so beim Sport tragen werde.

Einsetzen ging ganz gut, das Rausnehmen… naja, ich sah hinterher aus, als hätte mir wer das Herz gebrochen. Hätte ich meinen Fingernagel früher gekürzt, hätte das aber auch gut geklappt. Am Mittwoch werde ich sie wieder tragen – für das Ju-Jutsu-Training, zu dem ich seit einigen Wochen gehe. Mal sehen, wie das wird.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Geschützt: Manga Love Story

Veröffentlicht am

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein: