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Zweiundzwanzig

Veröffentlicht am

Dem einen oder anderen Blogleser dürfte bereits aufgefallen sein, dass ich die “tageszeitung”, kurz “taz”, sehr schätze. Ich habe ihren Newsletter abonniert. Und eines Tages landete Folgendes in meinem Mailfach:

http://www.neuraus.de/component/option,com_shopblog/showoffer,28367/

Entscheidend ist hierbei der Punkt drei. Der klang sehr interessant, also habe ich mich sogleich gemeldet. Vor ziemlich genau einem Monat besuchten mich dann zwei sehr nette taz-Mitarbeiterinnen, eine Redakteurin und eine Fotografin, bei mir zu Hause. Ich finde den Artikel okay, auch wenn ich dadurch wohl so rüberkomme, als wäre ich internetsüchtig. Aber es ist was Wahres dran und irgendwie finde ich das auch lustig. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann den Artikel hier lesen:

http://bit.ly/1aWJ5nq

Ich habe den Artikel auch einigen Internetfreunden gezeigt. Einer meinte, ich würde durch das Bild eine Null-Bock-Haltung vermitteln und das könnte mir eventuell Schwierigkeiten bei der Jobsuche einbringen. Dabei würde ich gar keinen Job haben wollen, wo es Probleme wegen eines solchen Artikels geben könnte.

Aber wenn es um deinen Traumjob geht, siehst du das vielleicht anders.

Wenn mir da so was in die Quere kommen könnte, wäre es nicht mein Traumjob. Ganz einfach.

Samstag erschien der Artikel, und seit gestern stimmt die Altersangabe, die darin steht, nicht mehr. Leider musste ich gestern ein Referat halten, weil die letzten beiden Termine der Veranstaltung „Demokratietheorien“ falsch eingetragen worden waren und ich es nicht rechtzeitig gemerkt habe. Aber immerhin habe ich viele tolle Geschenke bekommen. Die Liste ist nicht ganz vollständig, z.B., weil meine Oma das Paket erst nächste Woche losschickt, aber trotzdem möchte ich das bis jetzt Erhaltene hier aufzählen:

– eine Eismaschine

– zwei Tafeln Schokolade, eine davon riesengroß

– Geld (das ist sehr gut, weil ich diesen Monat die Studiengebühren fürs nächste Semester bezahlen muss, grr)

– einen Thalia-Gutschein

– einen Amazon-Gutschein

– das “Genial-daneben”-Spiel

– drei Bücher (darunter “Die Sauerei geht weiter” von Jörg Nießen und “Volkscomputer” von Brian Bagnall)

Ich finde alle Geschenke wirklich super, aber mir gingen die Augen total auf, als ich entdeckte, was sich noch unter den drei Büchern befand, die mir meine Eltern geschenkt haben: der zweite Fotoband von Farin Urlaub. Australien und Osttimor. Und ich hab nicht nur den sauteuren Band gekriegt, nein, er ist auch noch handsigniert. Selten habe ich mich so über ein Geschenk gefreut. Ich bin gerade dabei, es durchzugehen, und die Bilder sind wirklich atemberaubend. Den Amazon-Gutschein habe ich übrigens schon eingelöst – die Tora und der Babylonische Talmud sind auf dem Weg zu mir.

“Die Sauerei geht weiter” kann ich sehr empfehlen. Ich habe es gestern sehr schnell durchgelesen, weil die Geschichten des als Feuerwehrmann und Rettungsassistent arbeitenden Autors so amüsant waren. Mit “Volkscomputer”, einem Buch über die Firma Commodore, habe ich heute im Wartezimmer meines Hausarztes angefangen, und es ist auch sehr interessant.

Apropos Arzt – ich bin dort heute lieber mal hingegangen, weil mich das komische Drücken in der Brust, das mich schon vor einigen Wochen quälte, die ganze letzte Nacht nicht schlafen ließ. Als heute Morgen um sieben wegen eines Friseurtermins der Wecker klingelte, wäre ich am liebsten im Bett liegengeblieben, so fertig war ich. Ich habe es dennoch hingeschafft, aber nur, weil mich der tollste Mann der Welt gefahren hat. Auf dem Friseurstuhl wäre ich dann fast eingeschlafen. Das Brustdrücken ließ mich immerhin für den Rest des Tages in Ruhe. Bis auf eine kleine Episode, als ich in die mir verhasste Juristenbibliothek musste, um einen wichtigen wissenschaftlichen Aufsatz zu kopieren. Ich mag die Juristenbibliothek nicht, weil ich, als ich das letzte Mal da war und ein Spiel auf meines Freundes Laptop spielte, bei dem man ziemlich viel klicken muss, von einer blöden Jurastudentin angequatscht worden, ich solle doch bitte damit aufhören. Als ich heute was tippen musste, wurde ich zwar ein paar Mal blöd angeguckt, aber in Ruhe gelassen. Vielleicht hängt es auch an der Zeit, zu der man hingeht – die Leute, die einen Sonntagnachmittag in der Bibliothek der juristischen Fakultät einer Universität verbringen, sind wohl einfach nicht so locker drauf.

Ich fühlte mich unwohl, als ich heute in der Juristenbibliothek saß. Vor einiger Zeit habe ich mal in einem Studienführer einen Artikel über unterschiedliche Fächerkulturen gelesen. Und es scheint was dran zu sein. Vom Aussehen her passte ich mit meinen knallroten Haaren und den Schlabberklamotten jedenfalls gar nicht zu all den adrett gekleideten und, falls männlich, vollgegelten Wesen, die durch die Bibliothek stromerten. Bin aber auch irgendwie stolz drauf.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Bücherorgie Teil 2

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Jeffrey Eugenides – Middlesex

Das ist das Buch, das ich gegen den Euro Spende mitgenommen habe. Aus einem Einkaufswagen im Jobcenter. Ich habe es während der Wartezeit zur Hälfte durchlesen können. Und das Buch ist dick. Ich hatte ja immer schon ein Faible für Familiendramen und dieses hier ist wirklich spannend geschrieben. Eine packende Geschichte über eine Einwandererfamilie aus den USA, in der nichts so ist, wie es scheint.

Susan Black – You bitch! You bastard!

Diese Ansammlung von Pöbeleien berühmter Stars aus der Musikwelt ist sehr unterhaltsam und ein Geschenk für jeden, der Zitate mag.

Wo zum Teufel liegt dieses Land? Wer reist freiwillig 16 Stunden, um dorthin zu kommen? (Britney Spears)

Einige Glanzstücke werde ich sicher in meine Sammlung aufnehmen. Wer sich für Musik interessiert, wird dieses Buch mögen.

Carrie Fisher – Prinzessin Leia schlägt zurück

Neugierig geworden durch eine Rezension eines Freundes (Klopfer *hust*), beschloss ich, mir dieses Buch zu kaufen. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Frau ist im Leben großer Mist passiert und sie kann es unglaublich amüsant beschreiben.

Jörg Nießen – Schauen Sie sich mal diese Sauerei an

Ein Rettungsassistent und Feuerwehrmann hat 20 wahre Geschichten über seinen Arbeitsalltag geschrieben. Und ich sage es gleich: Dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete. Jeder, der diesbezüglich weicher veranlagt ist als ich, sollte die Finger davon lassen. (Besonders die Geschichte, die dem Buch seinen Namen gab, ist hammermäßig.) Alle anderen können sich über die Geschichtensammlung bestens amüsieren, da der Autor seine Stories mit einer großen Portion Komik erzählt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Bücherorgie Teil 1

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Für einen Bücherwurm wie mich gibt es nichts Schöneres, als den 100-Euro-Amazon-Gutschein, den man von den Eltern zum 21. Geburtstag geschenkt bekommen hat, komplett auf den Kopf zu hauen. (Außerdem habe ich ein Buch geschenkt bekommen und eins durch die Aktion “Ein Buch gegen einen Euro Spende an die Wohnungslosenhilfe” ergattert.) All diese Schriftstücke werde ich hier besprechen.

Richard Christian Kähler – Anna & Elvis

Ich habe wohl noch nie ein süßeres Buch gesehen als das. Zwei Teddybären verlieben sich und kriegen in der Fortsetzung “Anna, Elvis & Bo”, die ich mir natürlich auch geholt habe, ein Baby. Ich fand es toll, auch wenn es sicher nicht für jedermann was ist. (Auf den Buchdeckeln steht hinten der Hinweis “Frei für Bären und Menschen ab 16 Jahren”. Wegen einiger heißer Bärenactionfotos.)

Alexa Hennig von Lange – Leute, das Leben ist wild

Ich habe bereits die letzten beiden Bände der Lelle-Serie gelesen, da durfte dieses Teil nicht fehlen. Pünktlich zu ihrem 17. Geburtstag drehen alle in Lelles Umwelt durch und es ist unheimlich witzig geschrieben. Nur das Ende ist etwas unwahrscheinlich, aber das Buch gefällt mir trotzdem.

Ron Jeremy – Ein Mann und viertausend Frauen

Ein Pornostar, den ich so attraktiv finde wie eine aufgeplatzte Mülltüte, hat seine Biografie geschrieben. Und sie ist echt gut. Schon beim Anführungszitat (oder wie man so was nennen soll) musste ich lachen, und das setzte sich beim Rest des Buches fort. Es besteht aus Comedy, aber auch aus vielen interessanten Fakten. Wie es so ist, Pornos zu drehen oder welche gerichtlichen Scherereien der Autor zu erwarten hatte. Definitiv lesenswert.

Bertolt Brecht – Bertolt Brechts Hauspostille

Zum Abschluss des heutigen Artikels ein Klassiker. Das Buch dümpelte auf Amazon seit Ewigkeiten bei einem Cent herum. Ich verstehe gar nicht, wieso. Ich könnte mir das höchstens so erklären, dass der Deutschunterricht vielen Leuten Klassiker verdorben hat. Das ist in diesem Fall wirklich schade, denn das Werk ist sehr gut. Mein Freund mochte es auch und es kommt wirklich selten vor, dass wir ein Werk beide mögen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin