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Schlagwort-Archive: bafoeg

2015, yeh

Veröffentlicht am

1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich würde dem Jahr glatt eine 10 geben, da das Bafögamt mich allerdings nicht mehr mag, gebe ich ihm nur eine 9.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Kurzsichtiger, außerdem habe ich eine Hornhautverkrümmung. Lustig war, wie ich das Ganze entdeckt habe – eigentlich wartete ich nur auf meinen Freund, der einen Sehtest ablegte, und tat das dann auch. Zusätzliche –0,75 – ich habe direkt eine neue Brille bestellt. Als ich sie aufsetzte, sah ich plötzlich wieder alles total scharf – wie in HD.^^

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Das Bafögamt hat entschieden, dass ich genug auf dem Konto habe und meine Eltern eh zu viel verdienen. Allerdings arbeite ich jetzt als Tutorin.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Unentschieden.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Genau kann ich das nicht sagen. Ich habe aber versucht, mich etwas zurückzuhalten.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” wurde eine selbstgestrickte Bommelmütze verlost und ich habe sie gewonnen. Oh, und ich habe mit einem durch meine Mutter geschenkten Rubbellos sechzig Schwedische Kronen gewonnen. (Aber nicht ausgegeben.)

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Das Schwimmen wurde beibehalten, zwischenzeitlich habe ich mal Jiu Jitsu an der Uni gemacht, und ich schätze, die Rennerei wegen des Umzugs kann man auch zählen.

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Der ganze Stress, den ich dieses Jahr erlitten habe, drückte mir Brust-, Kopf-, Magenschmerzen und einige Blutdruckausreißer auf. Ansonsten fällt mir nichts Nennenswertes ein.

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Siehe Frage 10.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Mitten im Endstress eine Woche nach Schweden zu fliegen.

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Ähm… zählen die Narkoserisiken bei der Magenspiegelung?

14.   Die teuerste Anschaffung?

Die Möbel, die ich vor zwei Tagen gekauft habe.

15.   Das leckerste Essen?

Vor knapp drei Wochen habe ich die Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen, zusammen mit fleißigen Helfern einen Haufen Krams in die Wohnung gestellt, dann eine Küche bestellt und danach Nudeln mit rotem Pesto gemacht. Das war so geil.

16.   Das beeindruckendste Buch?

*denkt lange nach* Die Bibel.

17.   Der ergreifendste Film?

*denkt auch hier lange nach* “Neukölln unlimited”. Ich weiß, der ist älter, ich habe ihn aber erst jetzt gesehen. Der Film hat mich auf so viele Weisen beeindruckt. Ich war traurig, wütend, aber auch optimistisch.

18.   Die beste CD?

“Bingo” von Bela B.

19.   Das schönste Konzert?

Bela B & Smokestack Lightning feat. Peta Devlin am 5. Mai im Bielefelder Ringlokschuppen.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

22.   Zum ersten Mal getan?

Für die Uni gearbeitet. Bela B live gesehen. Bei einer Taufe mitgemacht (als Täufling). In Österreich gewesen. Das Bremer Überseemuseum besucht. Die Synagoge der viertgrößten Stadt Niedersachsens von innen gesehen. Einen Gottesdienst mit Flüchtlingen besucht. Ein Gedicht von mir veröffentlicht. Für den Störungsmelder geschrieben. Auf Uniexkursion gewesen (beinhaltend den erstmaligen Besuch einer KZ-Gedenkstätte sowie des Jüdischen Museums Berlin). Mich erfolgreich bei der Deutschen Bahn beschwert. Bei einem Adventskalender-Gewinnspiel was gewonnen. Einen Rubbellos-Gewinn gehabt. Mit Kanadiern gesprochen. In orthodoxen, einer methodistischen und reformierten Kirchen gewesen. Anhänger der Bahai-Religion kontaktiert. In Baden-Württemberg sowie auf einer katholischen Hochzeit gewesen. Einen Nachtzug benutzt. Pandas und Koalas live gesehen. Beschlossen, in einen Ort zu ziehen, den ich zu diesem Zeitpunkt noch nie betreten hatte. Eine nicht erfolgreiche Online-Bestellung getätigt. Eine Bahnreise aufgrund einer Bombenentschärfung zwangsweise modifiziert. Ein wenig Gebärdensprache gelernt. Eine Langzeit-Blutdruckmessung gemacht.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

Im kleinsten Bundesland Deutschlands gewesen, ohne es nur zu durchqueren. Einige Zeit sehr viel Englisch geredet. Im Unichor gesungen.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit dem Bafögamt. Die Frage, wo ich im neuen Jahr leben werde. Umzugsstress. Die Art, wie das letztjährige Weihnachten verlaufen ist. Es war zwar schön, aber trotzdem doof.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Taufe.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das Klingonisch-Wörterbuch.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Eine neue Küche…

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Ich liebe dich und freue mich, dass du mir nach (hier Ort einfügen) folgst.”

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Ich liebe dich und möchte ganz lange mit dir zusammenbleiben.”

30.   Dein Wort des Jahres?

Christentum.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Umzug.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

“Topf voll Gold” und “Gekreuzsiegt”.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2015

Die Kitschautorin

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Jahresrückblick 2013

Veröffentlicht am

1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

8. Es ist kein großer Mist passiert wie die letzten beiden Jahre, aber einige sehr schöne Sachen.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch, allerdings ist laut Optikertest eine Hornhautverkrümmung dazugekommen. Ich war deswegen aber noch nicht beim Augenarzt. Müsste ja auch erst mal wieder einen guten finden.

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Ein bisschen weniger, weil mir vom Bafög-Höchstsatz jetzt knapp 150 Euro abgezogen werden, aber das ist okay.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Schlechter.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Genau kann ich das nicht sagen. Ich habe aber versucht, mich etwas zurückzuhalten.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Mrs Elch hat Mutterpasshüllen verlost, ich habe mitgemacht, eine gewonnen und sie an eine zu dem Zeitpunkt schwangere Freundin weitergegeben.

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Mehr, ich gehe jetzt einmal in der Woche schwimmen.

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Ein paar Erkältungen und dieses merkwürdige Brustdrücken. Also, vielleicht drei. Smiley mit geöffnetem Mund

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Natürlich das Brustdrücken. Ich dachte teilweise, ich müsste sterben.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Das Praktikum in der zweitgrößten Stadt Deutschlands.

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Den ganzen Tag bei stechender Sonne draußen herumzulaufen. Das hat mich ins Krankenhaus gebracht.

14.   Die teuerste Anschaffung?

Vermutlich irgendwelche Zugtickets.

15.   Das leckerste Essen?

Mein Freund und ich haben vor einigen Wochen zusammen eine göttliche Lasagne gemacht.

16.   Das beeindruckendste Buch?

Philippe Pozzo di Borgo – “Ziemlich beste Freunde. Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo”.

17.   Der ergreifendste Film?

“Der Butler”. Ich hätte nicht so leben können wie er. Ich wäre regelmäßig explodiert.

18.   Die beste CD?

Ich habe mir in diesem Jahr keine CD gekauft.

19.   Das schönste Konzert?

Ich war nur auf einem Konzert, aber das war ganz cool – Emil Bulls.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

22.   Zum ersten Mal getan?

Eine Hochzeitsmesse besucht. In einem evangelischen Gottesdienst gewesen (und zwar an Weihnachten sowie im Ausland, außerdem wurde er von einer Frau geleitet). Einen White Russian getrunken. An einer Internet-Fernsehsendung teilgenommen. Durch eine Uniklausur gefallen. Ein indisches Restaurant besucht. Eine Zeitschrift abbestellt. Mit einer Frau zusammengewohnt, mit der ich nicht verwandt war. Diverse Rezepte ausprobiert, z.B. grünes Pesto und Nougatringe. Meinen Laptop in die Reparatur gegeben. Einen Graphic Novel gekauft. Bei “Gay in May” gewesen. Gegenstand eines Interviews gewesen. Zwecks Recherche die Juristenbibliothek besucht. Die Hamburger Unimensa ausprobiert. Ein Museum in der zweitgrößten Stadt Deutschlands besucht. Ein Telefoninterview geführt, bei dem ich nicht mitschreiben konnte und das dazu noch sehr merkwürdig verlief. In Hessen gewesen. Ein Buch auf Reisen geschickt. Eine Obdachlosenzeitung gekauft. Erdnuss- und Mohn-Mandel-Eis gegessen. Fleisch mit Gesicht zu mir genommen. Eine Petition gestartet. In einem bosnischen Restaurant gewesen. Die Nudelbar meiner Mensa ausprobiert. Sarrazin gelesen. Heißen Met probiert. Die Bundeskanzlerin live gesehen.

(Heilige Scheiße, ist das viel…)

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

Mir einen angetrunken.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Heimweh. Diverse Seminarssitzungen. Frage 11.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Petition zu unterschreiben.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Eine DVD von “Susi und Strolch”.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das zweite Fotobuch von Farin Urlaub.

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich liebe dich und möchte für immer mit dir zusammen sein.“

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

So ziemlich dasselbe wie bei Frage 28.

30.   Dein Wort des Jahres?

Christentum.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Linksgrün.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

“Topf voll Gold” und Publikative.org.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2014

Die Kitschautorin

Deutsches Blut und italienische Musik

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Im Rahmen meines Seminars “Integration oder Assimilation?” beschäftigten wir uns in den letzten beiden Sitzungen mit den Kapiteln 8 und 9 aus Thilo Sarrazins Werk “Deutschland schafft sich ab”. Und ich kann jetzt sehr gut verstehen, warum sich viele über das Buch so aufgeregt haben.

Der Untertitel des achten Kapitels lautet “Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist”. Und er meint das tatsächlich ernst. Sozialleistungen sollten in Zukunft nur noch Gebildeten zugute kommen. Das ganze Kapitel basiert auf so vielen Fehlannahmen. Die UN sowie die eine Wissenschaftlerin, die er zitiert, als es um das Thema IQ geht, haben bereits moniert, dass er ihre Thesen total aus dem Zusammenhang reißt. Davon mal ab möchte ich zwei Sachen feststellen:

1.) Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass wenig gebildete Menschen immer so bleiben.

2.) Hätten nicht gerade die Leute die Sozialleistungen verdient, die kaum Bildung haben? Bildung ist hierzulande immer noch eine Sache des Geldes.

Im neunten Kapitel schießt er den Vogel dann vollends ab, indem er zwei mögliche Zukunftsszenarien entwirft – ein seiner Meinung nach gutes und ein seiner Meinung nach schlechtes. Das schlechte besteht daraus, dass Deutschland irgendwann von (muslimischen) Migranten überschwemmt wird und unsere Kultur deswegen verfällt. Das gute besteht für ihn u.a. daraus, dass es hier kaum noch Migranten gibt. Mein Dozent zeigte sich überrascht davon, dass ein seiner Meinung nach derart rassistisches Werk hier veröffentlicht werden darf.

Freitags habe ich keine Vorlesungen. Ich nutzte die Zeit, um zur Blutspendeaktion in einem evangelischen Gemeindeheim zu gehen. Meine Werte waren gut und ich wurde zunächst zugelassen. Allerdings nahm ich mir etwas Zeit, um noch etwas zu essen. Mein Freund bemerkte, meine Hände seien ganz kalt, und ich fühlte mich auch etwas komisch. Als mich die Ärztin so sah, stellte sie mich dann doch zurück.

Ich war ziemlich traurig, denn es spendet ja kaum jemand Blut. Wegen meiner Petition (tinyurl.com/p6w37xr) habe ich mir die Zahlen angesehen – es müssten ungefähr doppelt so viele Deutsche Blut spenden. Ich habe mir dann aber überlegt, dass ich vielleicht auch auf andere Weise Gutes tun kann, wenn ich schon dauernd bei der Blutspende zurückgestellt werde. Ich werde jetzt schauen, dass ich als Brötchenschmiererin oder Betreuerin bei einem Spendetermin mithelfen kann. Außerdem habe ich morgen einen Termin bei einem Seniorenzentrum. Die können immer Leute gebrauchen, die helfen.

Jeder Mensch hat Träume in seinem Leben. Auch ich habe ein paar. Einen davon werde ich mir im April erfüllen: Ich werde ein Konzert von Ennio Morricone besuchen, meinem absoluten Lieblingskomponisten. Seine Werke sind ziemlich beeindruckend. Aber in der Kölner Lanxess-Arena wird es wohl atemberaubend sein. Für das Ticket und den Versand habe ich knapp 60 Euro bezahlt. Eigentlich ein ziemlich günstiger Lebenstraum.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Krümelmonster, Teil 2

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Nach einem äußerst stressigen Tag an der Uni war ich endlich unterwegs nach Hause. Bis jetzt war der Tag wirklich nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Mittlerweile hatte ein Seminar zum Thema „Politik nach Aristoteles“ begonnen. Und nein, es reichte nicht aus, dass das Seminar an sich total langweilig war, ich musste auch noch in einer Gruppe mit total langweiligen Menschen landen, die anscheinend annahmen, dass jeder Mensch auf der Welt staubtrockene politische Theorie liebte und total entrüstet taten, wenn einer diese Leidenschaft nicht teilte – in dem Fall ich. Ein blondes langhaariges Mädchen, dessen Namen ich immer vergaß, ging mich irgendwann total an, ihr ginge mein Desinteresse auf die Nerven und warum ich mich überhaupt für diesen Studiengang eingeschrieben hätte.

„Um Bafög zu kassieren“, antwortete ich ganz cool.

Mit dem Blick, den ich daraufhin kassierte, hätte man Elefanten töten können oder so etwas. Nach genau fünfzehn abgezählten Sekunden verzog ich mich kommentarlos in die Bibliothek, weil ich hoffte, dort meine Ruhe zu haben. Vergebens.

Ich hätte schon um ein Uhr zu Hause sein können. Aber nein, ich war erst auf dem Weg nach Hause, als es draußen bereits dunkel war und die Lichterketten an den Geschäften angingen. Es war Ende November. Wieso mussten die die Weihnachtsketten so früh aufhängen?

Unterwegs begegneten mir so einige ebenfalls verfrühte Schnapsnasen, die mich angrölten (wahrscheinlich waren es eher Glühweinnasen). Nervlich war ich so aufgekratzt, dass ich fürchterlich erschrak, als die Kirchenglocken an der Kirche neben der Haltestelle läuteten. Das war mir eigentlich schon seit Wochen nicht mehr passiert.

Ich war also total schlecht gelaunt und wollte eigentlich nur noch in mein Einzelzimmer mit der Miniküche zurückkehren, um mich dort mit einer Tasse heißem Kakao zu wärmen.

Doch völlig unerwartet saß Aurélie auf dem Zaun vorm Haupteingang. War es nicht total unbequem, dort zu sitzen?

„Was ist denn los? Ist es dir nicht zu kalt auf der Mauer da?“, fragte ich Aurélie und hielt ihr meine rechte Hand hin. Sie nahm die Hand und zog sich daran herunter.

„Nicht so kalt, wie mein Leben zu mir ist.“

„Wie meinst du denn das?“ Aurélie hatte manchmal eine Tendenz zu theatralischer Ausdrucksweise, aber diese Wendung war mir neu.

Wir gingen in meine Bude, wo ich uns erst mal eine Kanne Kakao kochte, um uns aufzuwärmen.

Dann setzten wir uns auf mein Bett und ich forderte sie auf: „Los, erzähl mir, was passiert ist.“

Aurélie holte tief Luft, dann polterte sie los: „Ich weiß einfach nicht mehr, was ich mit Freddy machen soll! Er hockt ständig nur vorm Computer und kümmert sich gar nicht mehr um mich. Und am Wochenende machen wir nur das, was er will. Ich komme gar nicht zum Zug! Und seine Freunde – schrecklich sind die! Du kennst sie ja.“

In der Tat hatte ich mit ihnen auch so meine Bekanntschaft gemacht und toll waren die wirklich nicht, das stimmte.

„Die machen die ganze Zeit blöde Witze und sie mögen mich nicht, außerdem besaufen die sich die ganze Zeit! Ich bin nicht der Mensch für so etwas und wenn ich Freddy darauf anspreche, blockt er ab! Ich traue mich schon gar nicht mehr, was zu sagen.“

Hallo, Probleme. So, wie sich das anhörte, musste sich früher oder später jede Frau, die einen Kerl an ihrer Seite hatte, mit solchen Dingen herumschlagen. Dachte ich. Auf eigene Erfahrungen konnte ich leider nicht zurückgreifen. Oder sollte ich „Gott sei Dank!“ sagen?

„Ähm, wie kommst du denn auf die Idee, dass die dich nicht mögen?“, erkundigte ich mich erst einmal, um mich zu sammeln.

„Ach, die wollen mich nie dabeihaben, wenn Freddy sich mit ihnen trifft, und haben gesagt, ich würde mich ja nur um mich selbst kümmern und wäre total egoistisch. Und wenn ich doch mal dabeisein darf, ignorieren sie alles, was ich sage.“

Nun ja, das waren deutliche Anzeichen. Aber wie kamen die denn darauf, dass Aurélie egoistisch war? Das stimmte doch überhaupt nicht.

„Hast du überhaupt schon mal mehr als einen Satz mit ihnen geredet?“

„Nein.“

Oh Mann, das hörte sich in der Tat schlimm an.

„Und Freddy sagt dazu nichts?“

„Nur, dass ich das alles nicht so ernst nehmen soll. Ich finde allerdings auch, dass er sich viel zu häufig mit seinen Freunden trifft.“

„Wieso das?“

„Fast jedes Wochenende sind die auf Tour. Wenn ich da mal was mit ihm alleine machen will – keine Chance. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann wir das letzte Mal zusammen aus waren. Neulich wollten wir diesen französischen Film zusammen ansehen, du weißt schon, den mit Audrey Tautou.“

Ja, der war mir bekannt.

„Im letzten Augenblick hieß es, er wäre auf Dennys Geburtstag eingeladen und da müsse er unbedingt hin.“

„Das ist ja echt… blöd. Aber du musst mit Freddy mal ernsthaft darüber reden, wenn du dich vernachlässigt fühlst und so. Sonst bleibt das auf ewig so.“

Aurélie nahm einen Schluck aus ihrer Kakaotasse und rief sogleich: „Au, der ist ja heiß!“ Sie fächelte sich mit der Hand Luft zu, warum auch immer. „Das möchte ich ja. Aber wie? Ich habe Angst, dass wir uns dann streiten oder dass er mir böse ist oder sonst etwas.“

„Das Risiko besteht leider immer. Aber glaub mir, wenn du mit ihm darüber redest, dann wird es schon besser. Irgendwie.“

„Wenn du meinst…“

2013, omfg

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Silvester habe ich mit meinen Freunden verbracht, aber, zum ersten Mal, seit wir zusammen sind, ohne Freund. Es war trotzdem lustig. Ich habe mich auf der Wii zum Affen gemacht, “Dinner for one” und “Sylvesterpunsch” geguckt und Activity gespielt. Neben diversen anderen Sachen. Ich habe drei wichtige Sachen gelernt:

1.) Koffein hat eine ähnliche Wirkung wie Alkohol.

2.) Fritz-Cola hat sehr viel Koffein in sich.

3.) Niemals um 2 Uhr morgens noch Chili con carne futtern, wenn man sich bereits vier Stunden zuvor den Magen vollgehauen hat. (Genau ein Jahr zuvor hatte ich Probleme aufgrund von zu hohem Konsum an rohem Fleisch – ich fand es irgendwie lecker. Ich hoffe nur, das Magenverderben wird nicht zur Silvestertradition.)

Trotz allem war die Party richtig toll. Die Freundin, bei der wir gefeiert haben, hat eine richtig große Bude, die zudem sehr toll gelegen war, sodass wir richtig viele von diesen tollen bunten Silvesterknallern und –raketen sehen konnten.

Nachfolgend noch mein Jahresrückblick 2012:

1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich würde es wieder einmal mit einer 7 benoten. Mir ist zwar noch größerer Scheiß als 2011 passiert, dafür habe ich es allerdings geschafft, mir zwei Lebensträume zu erfüllen: das Studium und das Ärzte-Konzert.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es ist ziemlich genau gleichgeblieben, wenn man von einer relativ kurzen Zeit gegen August absieht, aber da habe ich wohl eh bloß Wasser verloren.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich fürchte, eher kurzsichtiger, allerdings war ich auch 2012 nicht beim Augenarzt.

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Die Übersetzerabschlussprüfungen bei der IHK (an dieser Stelle ein herzliches “Fuck you” an die IHKs Düsseldorf und Dortmund) sowie die Studiengebühren haben ein riesiges Loch in mein Konto gerissen und dann habe ich zwischen der Ausbildung und dem Studium auch noch einen verdienstlosen Monat überbrücken müssen. Allerdings habe ich jetzt endlich einen vernünftigen Nebenjob als freie Mitarbeiterin beim Radio. Außerdem kriege ich den Studibafög-Höchstsatz. Fazit: Erst viiiiel weniger, dann etwas mehr.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Den besten Job ever.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Siehe Frage 5. Größte Überweisung bisher: die Studiengebühren fürs erste Semester.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Einer meiner Pressetermine war eine medienwirksame Aktion des Oberbürgermeisters, bei der er die neue Zoolotterie-Saison eröffnete und die ersten paar Lose verkaufte. Ich habe ihm auch eins abgekauft und damit eine sehr informative Zeitschrift über den Zoo gewonnen.

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Eindeutig weniger.

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Fünf (ein paar Erkältungen und Blasenentzündungen).

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Natürlich die Blasenentzündungen. Es war einfach nur nervig.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Das Studium. Hat aber trotzdem geklappt, bis jetzt jedenfalls.

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Den ganzen Tag bei stechender Sonne draußen herumzulaufen. Das hat mich ins Krankenhaus gebracht.

14.   Die teuerste Anschaffung?

Das Weihnachtsgeschenk für meinen Freund.

15.   Das leckerste Essen?

Schokopudding mit Lebkuchensoße in der Unimensa, vor ein paar Wochen.

16.   Das beeindruckendste Buch?

Wirklich beeindruckend in dem Sinne fand ich dieses Jahr kein Buch.

17.   Der ergreifendste Film?

Am nächsten dran ist da noch der erste Teil des “Hobbits”. Epische Musik und Landschaftsaufnahmen.

18.   Die beste CD?

“Ukraine do Amerika”… ist allerdings auch die einzige CD, die ich mir gekauft habe.

19.   Das schönste Konzert?

Die Ärzte, 22. Mai, Bremen, ÖVB-Arena.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

22.   Zum ersten Mal getan?

Auf einem Friedhof gearbeitet. Eine Synagoge von innen gesehen. Studiert. Als Patient in einem Krankenhaus gelegen. Diverse nicht jugendfreie Dinge.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

Ähm… ein Praktikum absolviert?

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Herzschmerz, der Stress wegen den IHK-Prüfungen und die relativ geldlose Zeit.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Siehe Frage 14.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Die tolle Geburtstagsparty.

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich liebe dich und möchte für immer mit dir zusammen sein.“

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

So ziemlich dasselbe wie bei Frage 28.

30.   Dein Wort des Jahres?

Uni.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Euro.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

CDUwatch und Bildblog.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2013

Die Kitschautorin

Was ich seit Schulende gemacht habe

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Ich habe in letzter Zeit einige Artikel geschrieben sowie Beiträge fürs Radio erstellt (da mache ich nämlich gerade ein Praktikum):

http://www.spiesser.de/artikel/im-norden-nichts-neues

http://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/schueler-bafoeg/streitgespraech/index.jsp

http://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/bundesstiftung_baukultur/fotoreportage_lieblingsbauten/index.jsp (Bild Nummer 8)

http://www.schekker.de/content/pro-contra-%E2%80%9Eschulfach-internet-erziehung%E2%80%9C

http://www.schekker.de/content/weltsprache-deutsch

http://osradio-podcast.de/2012/09/07/umfairteilen-osnabruck/

http://osradio-podcast.de/2012/09/11/judischer-abend-im-felix-nussbaum-haus/

Auch in Sachen Uni hat sich einiges getan. Ich war mit sehr vielen Papieren beschäftigt, deswegen habe ich den Bafögantrag erst am Donnerstag abgegeben. Viel früher hätte es allerdings auch nicht sein können. Die Immatrikulationsbescheinigung lag nämlich erst am Wochenende davor im Briefkasten. Die Studiengebühren hauen ein ganz schönes Loch ins Konto, aber es ist ein schönes Gefühl, endlich eingeschrieben zu sein.

Da ich die erforderlichen Unterlagen endlich hatte, konnte ich mich auch für die Kurse eintragen. Es hat ein paar Stunden gedauert, bis ich alles zusammen hatte. Ich musste mich durch zwei Studienordnungen und unzählige Male durch die Uni-Suchmaschine wühlen. Es war schon lustig, als ich mal wieder eine Veranstaltung suchte, einfach nur “bla” eingab, um auf die gewünschte Suchansicht zurückzukommen, und trotzdem Ergebnisse bekam. Vorausgesetzt, ich habe jetzt wirklich alles zusammen, sieht mein Stundenplan sehr human aus. Ich beginne nur einen einzigen Tag vor zwölf Uhr, muss nie länger als bis sechs in der Uni sein, habe nie mehr als zwei Veranstaltungen am Tag und der Freitag ist komplett frei. Ich muss allerdings noch eine Überschneidung rauskriegen.

Ich freue mich schon auf die Einführungswoche. Meine Studentenfreunde, die alle schon mindestens vier Jahre studieren, gehen jedes Jahr wieder hin, weil man so viel Gratiszeug abstauben kann. Kugelschreiber, Essensproben, Zeitungen, Kondome und noch viel mehr. Für mich ist es natürlich noch wichtig, weil ich dort viele Infos über mein Studium kriege und mir vielleicht schon mal die anderen Studis ansehen kann. Der Anfang wird mir dadurch noch erleichtert, dass in zwei Veranstaltungen Freunde von mir sitzen. Die erste Veranstaltung am 8. Oktober muss ich allerdings noch allein besuchen. Aber es wird bestimmt trotzdem toll.

Mit akademischen Grüßen

Die Kitschautorin

Geschützt: Unter die Erde

Veröffentlicht am

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