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Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 41

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https://www.welt.de/debatte/kommentare/article186559238/Hape-Kerkeling-Was-er-mit-der-Kita-Krise-zu-tun-hat.html?wtrid=onsite.onsitesearch

Man kann sicher darüber streiten, ob Kindergärten, Kindertagesstätten und Co. unabdingbar für das Wohl eines Kindes sind. Ich störe mich nur ein wenig am Ton dieses Artikels, der auf inadäquate Weise einen sehr guten Kinofilm, „Der Junge muss an die frische Luft“, mit der Realität der ErzieherInnen hierzulande verknüpft wird. Zwar äußert Frau Becker sich am Anfang positiv über die Ankündigung des Familienministeriums, 300 Millionen Euro für Kitas bereitzustellen, schränkt sich sogleich aber mit einem großen Aber ein. Es klingt, da kann ich mir nicht helfen, ein wenig so wie diese alten Menschen, die auf Familienfeiern immer verkündeten „wir hatten XY früher auch nicht und es hat uns nicht geschadet!“. Beim Schreiben dieses Blogartikels fällt mir gerade sogar auf, dass ich das im Bezug auf Kindergärten, Kindertagesstätten und Co. neulich tatsächlich gehört habe. (Von Menschen, die stockkonservativ sind und sich wünschen würden, alle würden so leben wie sie, aber das nur so nebenbei.)

Ich verstehe auch nicht, warum Hape Kerkeling dafür herhalten muss, denen, die Kindergärten etc. nicht so positiv gegenüberstehen, Vorschub zu leisten. Ich weiß nicht, ob er dafür so geeignet ist, immerhin hat sich dessen Mutter (wie im Welt-Artikel ganz richtig erwähnt wird) das Leben genommen, als er neun Jahre alt war. Dass er psychisch da einigermaßen heil herausgekommen ist, ist ein Wunder. So einen Menschen als Beispiel dafür zu nehmen, dass es gelernte Erzieher nicht unbedingt braucht, erscheint mir nicht richtig.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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2019, oho

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Hier ist mein Jahresrückblick 2018.

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Keine Ahnung, wie ich das bewerten soll.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Zugenommen.

3. Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Es ist wohl ungefähr gleich geblieben.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Mehr.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Besser.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Keine Ahnung…

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Ein gutes Buch: https://www.amazon.de/Sonntagsarbeit-Eine-evangelische-Pfarrerin-packt/dp/162784371X

9. Mehr bewegt oder weniger?

Vermutlich zu wenig.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Sechs. Die Skolioseanfälle zähle ich schon gar nicht mehr…

11. Davon war für dich die Schlimmste?

Der Blutdruckkrams.

12. Der hirnrissigste Plan?

Die Arbeit an meinem ersten Einsatzort als Schulassistenz zu Ende zu führen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Ganz gewöhnliche Alltagstätigkeiten…

14. Die teuerste Anschaffung?

Vermutlich irgendwelche Reisen.

15. Das leckerste Essen?

Der Aufstrich einer gewissen Schweizer Schokoladenartikelmarke. Und sicher etwas Italienisches.

16. Das beeindruckendste Buch?

Marian Grau – „Bruderherz“.

17. Der ergreifendste Film?

„Ist das Leben nicht schön?“. Ja, der ist uralt, aber ich habe ihn erst 2018 gesehen!

18. Die beste CD?

Uff, keine Ahnung… ich habe 2018, glaube ich, eine CD gekauft und ich kam noch nicht dazu, die zu hören.

19. Das schönste Konzert?

Postmodern Jukebox, Berlin (Huxleys Neue Welt), 27. April.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

22. Zum ersten Mal getan?

– Langzeiturinmessung
– ein bestimmtes großes Volksfest besucht
– einen Nephrologen aufgesucht
– eine Nacht im Krankenhaus verbracht

23. Nach langer Zeit wieder getan?

  • einen Kardiologen aufgesucht
  • nicht jugendfreie Dinge
  • mich auf eine Waage gestellt
  • Langzeitblutdruckmessung
  • meine Haare umfärben lassen (sollte es irgendwen interessieren: dunkelbraun)

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Krankheiten, Arbeitsstress, Zukunftsangst, Schmerzen, Angst um meinen Vater, den Satz „Dafür sind Sie eigentlich noch viel zu jung“, Strafzettel…

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Nicht aufzugeben.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Eine Uhr.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ein Foto.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Das ist privat.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Siehe Frage 28.

30. Dein Wort des Jahres?

Siehe Frage 28.

31. Dein Unwort des Jahres?

Siehe Frage 28.

32. Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

Da gibt es nicht wirklich was, das, was ich gerne lese oder las, ist inaktiv oder geschlossen.

33. Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

https://kitschautorin.wordpress.com/2015/01/01/2015-yeh/

https://kitschautorin.wordpress.com/2016/01/02/da-hat-man-sich-grad-mal-an-2015-gewoehnt/

https://kitschautorin.wordpress.com/2017/01/01/2017-endlich/

https://kitschautorin.wordpress.com/2018/01/01/endlich-ist-2017-vorbei/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2019

Die Kitschautorin

Gesundheit

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Ich bin grad zu faul, nachzusehen, ob ich es im Blog schon mal geschrieben habe, aber den Satz „Dafür sind Sie eigentlich noch viel zu jung“ kann ich nicht mehr hören. Der Nephrologe hat ihn am Freitag trotzdem gesagt. Nephrologe?, fragt ihr vielleicht. Nun, man wollte wissen, warum ich mit 27 (okay, bereits, als ich 26 war…) schon unter zu hohem Blutdruck leide. So was kann auch internistische oder Nierenkramsursachen haben. Ihr wollt wissen, was es bei mir war? Ich sage es euch. Ich esse zu viel Salz. Ich war etwas baff, als ich das gehört habe. Aber klar, so was kann passieren (es gab eine Folge von Müllserie Nr. 1, die sich um so was drehte…). Immerhin nichts Schlimmes. Ich reduziere nun also meinen Fertiggerichtekonsum, salze nicht mehr so viel nach und all das und dann kriege ich das schon wieder in den Griff. Vielleicht kann ich dann ja sogar auf die Tabletten verzichten. Ganz nebenbei habe ich mir noch drei schöne Schürfwunden geholt, als ich in der Nähe der Praxis gestürzt bin. (Props an die Apothekerinnen und meinen Ehemann, die mich ganz toll versorgt haben.)

Apropos „in der Nähe der Praxis“. Ich habe ja im März schon mal über meinen leichten Rochus auf Gesundheitsminister Jens Spahn geschrieben. Der ist seitdem auch nicht wirklich verflogen. Ich habe gerade noch einmal nachgesehen – ich wohne etwas über 60 Kilometer von der nephrologischen Praxis entfernt. (Es gibt zwar eine nähere, aber die ist über Monate hinweg ausgebucht.) Diese 60 Kilometer muss ich mit dem Auto zurücklegen – ganz toll, wenn man wegen eines Bluttests nüchtern aufkreuzen muss -, weil die Bahnverbindung eine Katastrophe ist. Die medizinische Versorgung hier auf dem Land ist furchtbar. Bedingt durch verschiedene Freunde, die in letzter Zeit Eltern geworden sind, habe ich mich gefragt, was einmal sein wird, sollte ich jemals Mutter werden. Ich wohne im einzigen Landkreis Niedersachsens ohne Entbindungsstation.

Herr Spahn, wie möchten Sie die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern? Wie wollen Sie dafür sorgen, dass es insgesamt genug Ärzte gibt? Wie wollen Sie dafür sorgen, dass es auf dem Land mehr Kreißsäle gibt? Das würde ich wirklich gerne wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ausflüge

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Ich war schon immer ein großer Fan von Volksfesten. Und so musste ich nicht lange überlegen, als ein sehr lieber Freund (falls du das liest: ja, ich meine dich :P) mich fragte, ob ich mit ihm auf eines der größten Feste Deutschlands gehen will.

Drei Stunden unterwegs auf Eisenbahnschienen, aber für gute Freunde (gen. Maskulinum) tue ich so was. Und dann gab es in einem der Züge noch eine Überraschung, weil ich dort auf den Priester von „Valerie und der Priester“ getroffen bin. Er war sehr nett und wünschte mir zum Abschied Gottes Segen. Ich bin gerade wieder einmal schwer am Zweifeln, was Glaubensdinge angeht (was er nicht wissen konnte), und gerade deswegen fand ich es… irgendwie gut.

Irgendwann kam ich nun also in der Stadt an, in der besagtes sehr großes Volksfest stattfindet. Dieses Fest ist einem Heiligen gewidmet, dessen Reliquien im örtlichen Dom liegen (sollen). Ergo gibt es auch Gottesdienste zu diesem Anlass und auf meinen Wunsch gingen wir in einen solchen. Ich fand es sogar gut… bis es eine Fürbitte gab, die den Verstorbenen gewidmet wurde. Eigentlich nicht weiter ungewöhnlich. Aber nicht schön für jemanden, der viel zu früh zwei Freunde verloren hat.

Es gibt viele, die meinen, Glaube ist nur dazu da, sich die Welt einfach zu machen, und es gibt sicherlich auch viele, auf die diese Aussage zutrifft, aber bei mir ist das absolut nicht so. Ich zerbreche mir schwer den Kopf darüber, was auf der Welt aus welchem Grund wie ist, und das habe ich an diesem Donnerstag, an dem ich im Dom saß, ganz deutlich gemerkt.

Nun, trotz allem Nachdenken konnte ich das Fest sehr genießen und kann anderen auch nur sehr empfehlen, da hinzugehen. Es gibt tonnenweise tolle Buden, man kann auf Konzerte gehen. Und wenn man will, sogar in die Kirche.

Nun gibt es schöne Ausflüge und nicht so schöne. (Ich weiß, ich erzähle damit den meisten Lesern dieses Blogs etwas unvorstellbar Neues.) Wegen Bluthochdrucks zu irgendwelchen weit entfernten Ärzten zu müssen, gehört sicher zu den nicht so schönen. Meine Docs sagen, dass mein Herz vollkommen okay ist, also muss bei mir jetzt alles Nierenmäßige untersucht werden.

Problem 1: Ich wohne auf dem Land.

Problem 2: Ich bin, was Termine angeht, so ziemlich an die Schulferien gebunden.

Mit viel Glück bekam ich also gestern, drei Tage vor Wiederbeginn des Unterrichts, einen Nephrologentermin in einer sechzig Kilometer entfernten Stadt. Die Verbindung mit Öffentlichen ist eine Katastrophe, also fuhr ich gestern eine Stunde Auto.

Dass die Praxis gegenüber des dortigen Krankenhauses ist, verwunderte mich nicht weiter. Beim Kardiologen habe ich schon gemerkt, dass so was häufig zusammenfällt (der ist IM Krankenhaus). Es hatte am Telefon geheißen, ich müsse mich auf Wartezeit einstellen, also nahmen der mich begleitende Ehemann und ich das Wartezimmer des Nephrologen in Augenschein. Mir fiel sofort auf, wie viel Literatur es dort gab und es wurde sogar Mineralwasser bereitgestellt. In der Praxis wird allerdings auch Dialyse durchgeführt, also warten da wohl sehr viele Menschen sehr lange…

Nach vielleicht zwanzig Minuten – ich hatte nach der Ansage mit deutlich mehr gerechnet – kam ich dann dran und ich will nicht sagen, was bei mir rauskam, es ist nicht gut, könnte aber bedeutend schlimmer sein anscheinend. Zumindest war es kein großes Problem, dass ich erst in den Herbstferien wieder so wirklich kann für weitere Untersuchungen. Bin ja gespannt, was dann rauskommt. Möge Gott mir beistehen, so er denn existiert.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Freie Zeit, Ferien und foll wichtige Entscheidungen

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Tagesordnungspunkt 1: Freie Zeit

Als ich in der zehnten Klasse war, bekam ich mit, dass meine Mitschüler unheimlich gerne Neon lasen. Allein das hat damals schon dafür ausgereicht, dass ich es unbedingt auch wollte. Aber die Zeitschrift war auch einfach gut. Themen für junge Leute, aber nicht so hirnlos wie Bravo und Konsorten. Jahrelang war ich Abonnentin.

Bis ich irgendwann mitbekam, dass die Zeitschrift nicht für Leute für mich gemacht war. Nicht mehr. Man könnte auch sagen, ich war herausgewachsen. Ich lebe auf dem Land, in einer stabilen Beziehung, mit meinem ersten Freund, wir haben nicht mal zwischendrin Schluss gemacht. Und das schienen Sachen zu sein, die in der Neon-Welt nicht vorkamen. Ich habe die Zeitschrift irgendwann kaum noch gekauft, und anscheinend war ich da nicht die Einzige, denn die Zeitschrift wurde eingestellt.

Ich bedauere das schon ein wenig, wenn das auch mehr die Art von Bedauern ist, die man (das vermute ich jedenfalls) nach dem Beenden einer früher so schönen Beziehung hat. Die Neon hat mich über zehn Jahre begleitet, ich habe über neon.de einen sehr lieben Freund kennen gelernt (falls du das liest: Ja, ich meine dich. :P), und jetzt ist es vorbei. Mal sehen, ob es in Zukunft eine neue Zeitschrift geben wird, mit der ich liebäugeln kann. (Nein, ich meine weder den Playboy noch die Tattoo Erotica.)

Tagesordnungspunkt 2: Ferien

Die Ferien sind nun schon zur Hälfte rum, und ich finde es toll, dass ich sie habe. Meine Hoffnungen darauf, die Tabletten nie wieder nehmen zu müssen, haben sich leider zerschlagen, aber man kann nicht alles haben. Ich nutze auf jeden Fall die Zeit, die ich habe, für familiäre und freundschaftliche Treffen.

Tagesordnungspunkt 3: Foll wichtige Entscheidungen

In meinem Beruf habe ich sehr viel Menschenkontakt. Außerdem kenne ich Leute, deren Immunsystem fast nicht vorhanden ist. Grund genug, mich impfen zu lassen. Meinen Impfausweis hatte ich leider verloren, jetzt habe ich einen neuen. Am Montag ließ ich mich gegen FSME impfen. Der Hausarzt sagte zwar, dass Norddeutschland kein Risikogebiet ist, allerdings zählen andere Teile von Deutschland dazu, in denen ich Freunde habe… und die skandinavischen Länder.

Bis ich bei meinen Eltern auszog, bin ich immer gegen alles geimpft worden, und 2012 gab es noch mal den Vierfachshot. Bei einer Sache konnte ich allerdings nicht zuverlässig sagen, ob ich dagegen geimpft wurde, und das ist Hepatitis B. Ich möchte an dieser Stelle einmal sagen, was das Prozedere in solchen Fällen ist: Der Arzt nimmt dem Patienten Blut ab und bestimmt den Titer, ergo den Antikörperstatus im Blut. Das Labor braucht einige Tage und kann dann sagen, ob der Impfstatus ausreicht oder nicht. Bei mir waren zwar noch Antikörper vorhanden, aber nur wenige. Also musste ich heute noch mal ran.

Zufällig habe ich erfahren, dass meine kleine Kusine heute auch geimpft wurde, und es war für uns beide aufgrund der großen Nadeln (uah) sehr unangenehm. Viel schlimmer fand ich aber die so genannten „Impfkritiker“, die mir dann weismachen wollten, dass Impfungen nur schaden und so weiter. Ich könnte jetzt aufzählen, aus wie vielen Gründen solche Menschen nur Affenscheiße reden, aber ich verweise da einfach mal auf den von mir sehr geschätzten Kinderdok. Und auf John Oliver.

Impfmäßig bin ich jetzt wieder voll dabei. In zwei bis drei Monaten werde ich allerdings die Grippeimpfung hinterherschieben. Weil, wie bereits erwähnt: Viel Menschenkontakt. Und außerdem will ich niemanden anstecken, dessen Immunsystem das nicht verkraften kann.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Verspahnt

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Man möge mir das schlechte Wortspiel im Titel verzeihen, aber ich las diesen Ausdruck neulich auf Twitter und da ich an Skoliose leide, fand ich es ganz passend.

Ich möchte mir hier im Blog ein bisschen gesammelte Wut von der Seele schreiben, teilweise habe ich das auch schon auf Twitter getan, aber es gehört auch in den Blog, finde ich. Heute sah ich auf Twitter also das hier:

Ich entgegnete daraufhin, dass ich nun auch so einen Tweet schreiben muss, und es ist tatsächlich so. Einer meiner Freunde ist mit 26 an einem Herzinfarkt gestorben, weil er sich die Frage auch gestellt und abschlägig beschieden hat.

Es tauchten nun also immer mehr Tweets, die über unser aller Gesundheitsminister gingen, in meiner Timeline auf. Richtig wütend wurde ich dann, als ich den hier, retweetet von der lieben Johanna (@hanna_unterwegs), auffand:

Nicht nur Herr Spahn hat äußerst realitätsfremde Ansichten, auch Andreas Gassen, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der meinte, die Zweiklassenbehandlung beim Arzt sei eine gefühlte und lediglich ein „Komfortproblem“ wegen der Wartezeiten. Ich frage mich, ob er schon mal zwei Monate mit starken Rückenschmerzen auf einen Arzttermin warten musste. Oder mit einer mittelschweren Depression ein halbes Jahr auf einen Therapieplatz. Bei akuten Problemen wird man eben nicht immer drangenommen. Oder man wird enorm schnell abgekanzelt, so wie ich vor knapp zwei Jahren mit meiner angeblichen Grippe. Hätte Herr Gassen mit seinen Ansichten Recht, würde ich mich jetzt wahrscheinlich nicht ständig mit Atemproblemen herumschlagen.

Gerd Glaeske, Gesundheitswissenschaftler, Apotheker und Uniprofessor, sieht die Lage schon ganz richtig, wenn er bemängelt, wie schlecht es mit Ärzten auf dem Land aussieht. Dass ich für Facharztbesuche teilweise 70 Kilometer fahren muss, ist jedenfalls nicht normal. Daran sollte man vielleicht mal drehen.

Den absoluten Vogel hat Herr Spahn abgeschossen, als er sagte, man könne doch auch mal stolz sein auf unser Gesundheitssystem. Wie soll man auf so was denn bitte stolz sein? Lange Wartezeiten für Kassenpatienten, schnelle Abfertigung, kaum Ärzte außer in Großstädten? Krankenhaus- und Pflegepersonal, das am Limit arbeitet? Und einen Minister, der es für eine tolle Idee hält, einfach zu sagen, man könne sich ja überlegen, ob Arzttermine wirklich nötig sind, anstatt mal echte Lösungsansätze aufzufahren? Er braucht dringend mal einen Realitätscheck. Und das nicht nur wegen seiner Äußerungen zum Gesundheitssystem. Aber das ist eine andere Geschichte…

Mit wütenden Grüßen

Die Kitschautorin

Arrrbeit

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Noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Artikel. Dass den Kindern nur British English beigebracht wird, finde ich schon komisch genug, aber dass die Lehrerin aus diesem Grund Sachen als „falsch“ bezeichnet, die es nicht sind, ist wirklich abgedreht. Mal davon abgesehen, dass sowieso kaum ein Brite wirklich das hochgestochene Englisch spricht, das einem dann hierzulande so verkauft wird. (Das hat sogar mal ein Engländer zu mir gesagt.)

Ansonsten möchte ich meine Blogleser noch fragen: Kennt ihr das, wenn man Menschen trifft, die einen automatisch zum Strahlen bringen? Ich habe einen Kollegen, der genau das tut. Am Freitag war ich etwas enttäuscht, weil er nicht im Haus war, heute schien mir dasselbe zu passieren, aber dann musste ich außerplanmäßig in den Bewegungsraum – und da strahlte er mich wieder an. Solche Momente machen meine Arbeit schön.

Und nicht nur solche: Es freut mich auch, wenn ich feststelle, dass mein Winzling ganz von alleine an seinem Matheheft arbeitet, seine Klassenkameradinnen sich freuen, wenn ich die Gruppe zur AG begleite oder eine der Lehrerinnen Zitronen-Dinkel-Muffins mitbringt. Ich mag meine Arbeit. Nichtsdestotrotz mag ich auch, wenn ich eine kurze Woche habe, weil bald Zeugnisse verteilt werden. (Bin ja gespannt, was dabei rauskommt…)

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin