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Schlagwort-Archive: christen

Ausflüge

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Ich war schon immer ein großer Fan von Volksfesten. Und so musste ich nicht lange überlegen, als ein sehr lieber Freund (falls du das liest: ja, ich meine dich :P) mich fragte, ob ich mit ihm auf eines der größten Feste Deutschlands gehen will.

Drei Stunden unterwegs auf Eisenbahnschienen, aber für gute Freunde (gen. Maskulinum) tue ich so was. Und dann gab es in einem der Züge noch eine Überraschung, weil ich dort auf den Priester von „Valerie und der Priester“ getroffen bin. Er war sehr nett und wünschte mir zum Abschied Gottes Segen. Ich bin gerade wieder einmal schwer am Zweifeln, was Glaubensdinge angeht (was er nicht wissen konnte), und gerade deswegen fand ich es… irgendwie gut.

Irgendwann kam ich nun also in der Stadt an, in der besagtes sehr großes Volksfest stattfindet. Dieses Fest ist einem Heiligen gewidmet, dessen Reliquien im örtlichen Dom liegen (sollen). Ergo gibt es auch Gottesdienste zu diesem Anlass und auf meinen Wunsch gingen wir in einen solchen. Ich fand es sogar gut… bis es eine Fürbitte gab, die den Verstorbenen gewidmet wurde. Eigentlich nicht weiter ungewöhnlich. Aber nicht schön für jemanden, der viel zu früh zwei Freunde verloren hat.

Es gibt viele, die meinen, Glaube ist nur dazu da, sich die Welt einfach zu machen, und es gibt sicherlich auch viele, auf die diese Aussage zutrifft, aber bei mir ist das absolut nicht so. Ich zerbreche mir schwer den Kopf darüber, was auf der Welt aus welchem Grund wie ist, und das habe ich an diesem Donnerstag, an dem ich im Dom saß, ganz deutlich gemerkt.

Nun, trotz allem Nachdenken konnte ich das Fest sehr genießen und kann anderen auch nur sehr empfehlen, da hinzugehen. Es gibt tonnenweise tolle Buden, man kann auf Konzerte gehen. Und wenn man will, sogar in die Kirche.

Nun gibt es schöne Ausflüge und nicht so schöne. (Ich weiß, ich erzähle damit den meisten Lesern dieses Blogs etwas unvorstellbar Neues.) Wegen Bluthochdrucks zu irgendwelchen weit entfernten Ärzten zu müssen, gehört sicher zu den nicht so schönen. Meine Docs sagen, dass mein Herz vollkommen okay ist, also muss bei mir jetzt alles Nierenmäßige untersucht werden.

Problem 1: Ich wohne auf dem Land.

Problem 2: Ich bin, was Termine angeht, so ziemlich an die Schulferien gebunden.

Mit viel Glück bekam ich also gestern, drei Tage vor Wiederbeginn des Unterrichts, einen Nephrologentermin in einer sechzig Kilometer entfernten Stadt. Die Verbindung mit Öffentlichen ist eine Katastrophe, also fuhr ich gestern eine Stunde Auto.

Dass die Praxis gegenüber des dortigen Krankenhauses ist, verwunderte mich nicht weiter. Beim Kardiologen habe ich schon gemerkt, dass so was häufig zusammenfällt (der ist IM Krankenhaus). Es hatte am Telefon geheißen, ich müsse mich auf Wartezeit einstellen, also nahmen der mich begleitende Ehemann und ich das Wartezimmer des Nephrologen in Augenschein. Mir fiel sofort auf, wie viel Literatur es dort gab und es wurde sogar Mineralwasser bereitgestellt. In der Praxis wird allerdings auch Dialyse durchgeführt, also warten da wohl sehr viele Menschen sehr lange…

Nach vielleicht zwanzig Minuten – ich hatte nach der Ansage mit deutlich mehr gerechnet – kam ich dann dran und ich will nicht sagen, was bei mir rauskam, es ist nicht gut, könnte aber bedeutend schlimmer sein anscheinend. Zumindest war es kein großes Problem, dass ich erst in den Herbstferien wieder so wirklich kann für weitere Untersuchungen. Bin ja gespannt, was dann rauskommt. Möge Gott mir beistehen, so er denn existiert.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Sie isch aus Dütschland

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Diesen Satz habe ich über Pfingsten häufiger mal gehört. Da besuchte ich ein südliches Nachbarland von Deutschland. (Nein, nicht Österreich.)

Hinweg

Ich nahm Freitag (nach der Arbeit – was hat mich da geritten?) den Nachtzug nach Basel. Samstagmorgens kam ich da an und stieg in einen Zug Richtung Ostschweiz um. Besonders viel geschlafen habe ich dort leider nicht. Ansonsten kann ich noch anmerken, dass ich den Zug von Basel Richtung Ostschweiz viel cooler fand als den vorherigen. Warum? Panoramafenster.

Was anders ist als in Deutschland

Eine Menge. Zuvordest nenne ich mal: die Sprache! Selbst wenn Schweizer Hochdeutsch sprechen, ist doch einiges anders. Beispielsweise werden viele Gallizismen verwendet. Aber ich spreche ja Französisch, für mich ist das kein großes Problem. Was noch anders ist: Preise und Einkommen. In der Schweiz ist es durchaus möglich, als Paar von einem einzigen Gehalt zu leben, und dass Frühstückengehen dort 15 Franken und mehr kosten kann, juckt keinen. Die Züge sind weitgehend pünktlich, was ich super finde, das Sozialverhalten ist ein deutlich anderes – und das Essen dort ist klasse. (Den Aufstrich einer gewissen Kakaomarke habe ich mir sogar mit nach Hause genommen.) Oh, und der Strom ist auch anders – wenn man Pech hat, passen die Stecker der deutschen Geräte nicht in die Schweizer Dosen…

Was ich so gesehen habe

In der Stadt, die ich besucht habe, steht eine reformierte Kirche, die mal purifiziert und dann wieder entpurifiziert wurde. Oben auf dem Kirchturm war ich auch. Ansonsten habe ich diese Stadt von noch weiter oben gesehen – und von dort auch den relativ nahen Bodensee.

Rückweg

Der Rückweg erfolgte am Dienstag, und zwar tagsüber. Ich fuhr nach Zürich, von Zürich in meine Heimatstadt und von dort in mein Heimatdorf. Cool war, dass es im Eurocity Steckdosen gab, und zwar Schweizer UND deutsche. An jedem Platz. Da kann sich die Deutsche Bahn mal ne Scheibe von abschneiden! Am Zürcher HB war ich total eingeschüchtert, weil er mir so schick vorkam. Am Bahnhof der Stadt, die ich besucht hatte, redeten die Kontrolleure miteinander Französisch, was mich etwas verwunderte, da ich ja in der deutschsprachigen Schweiz einstieg. Das Zugrestaurant war klasse, ich aß dort Tessiner Polenta mit Ratatouille, sehr zu empfehlen.

Alles in allem war das ein klasse Ausflug, ich danke meinen Gastgebern für ihre Gastfreundschaft und komme gerne wieder. (Wenn auch vielleicht mit dem Flugzeug, ein halber Tag im Zug schlaucht doch ganz schön…)

Grüezi von der Kitschautorin

Abendmahl

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Als ich 2016 für drei Tage im Kloster war, nahm ich am großen Sonntagsgottesdienst teil, der dort in der Kapelle stattfand. Die Kommunion wurde ausgeteilt, ich wollte sie annehmen, doch die Schwester, die neben mir stand und um meine Konfession wusste, winkte ab. So bekam ich keine Eucharistie.

Ich gehe sehr häufig mit katholischen Menschen in deren Gottesdienste, nicht erst seit vorletztem Jahr, und wenn es an die Kommunion geht, bleibe ich grundsätzlich auf der Bank sitzen. Viele Leute sagen mir, dass ich das nicht müsste, bspw. weil keiner weiß, wer ich bin. Aber ich möchte dann einfach nicht nach vorne gehen. Ich erwarte nicht, dass das jemand versteht. Aber ich möchte da offen und ehrlich nach vorne gehen können. Und nicht nur, weil niemand weiß, dass ich evangelisch bin, oder irgendwelche Priester einfach die Anweisungen ihrer Chefs ignorieren. Solange das nicht geht, bleibe ich dann eben sitzen.

Im Einzelfall dürfen katholische verheiratete Menschen ihren evangelischen Ehepartner bereits mit zur Kommunion nehmen, wie ich gerade erfuhr. Das ist ja schon sehr gut, geht aber nicht weit genug. Ich würde z.B. auch gerne mitgehen können, wenn meine katholischen Freunde die Eucharistie empfangen.

Wenn ihr Meinungen zu diesem Thema habt, schreibt sie gerne in die Kommentare und ich antworte euch gerne.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Fastentagebuch, Teil 2

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Montag, 12. März 2018

08:08 h

Dass ich letzte Woche drei Mal Sport geschafft habe, war auch alles. Ich hab die Schnauze voll. Sobald ich bei meinen Eltern bin, hör ich wahrscheinlich auf. Verurteilt mich ruhig dafür, ich kann nicht mehr.

09:27 h

Ich wurde von der Erzieherin darauf hingewiesen, dass meine Gojibeeren ungesund sind. Naja, ich würde hier niemals was essen, was wirklich offensichtlich ungesund ist, so wie Süßigkeiten oder Mecces. Aber Gojibeeren? Come on… Oh, und ich wollte das Brot des Mädchens klauen, das neben mir sitzt. Waaaah!

10:40 h

Ich möchte noch anfügen, dass ich meinen Eltern auf keinen Fall vorschreiben will, was sie einkaufen wollen. Brot werde ich also wohl essen. Beim Rest… mal gucken. Ich weiß nicht, was ich denen überhaupt von der Fastenzeit erzähle. Sie würden es eh nicht verstehen. Die Sportregel dürfte kein Problem sein. Kraftraum im Haus, Schwimmbad in Fußweite. Aber mit der Regel habe ich eh nicht das Problem. Sondern mit dem Essen. Waaaah!

Dienstag, 13. März 2018

08:26 h

Ich fühle mich ziemlich demoralisiert. Das Essen ist nicht dran schuld, aber es hilft nicht gerade. Ich konnte noch nichts essen (oder trinken…), weil ich in einen Stau geraten bin. Gestern war Essen schwierig, weil ich einen handfesten Migräneanfall hatte. Als ich „starke“ Aromen dann wieder ertragen konnte, gab’s Quinoa-Curry-Fisch-Bratlinge. War sogar ganz nice.

12:09 h

Der Nuss-Frucht-Mix, den mir mein Mann gestern gekauft hat, war sehr nice. Obwohl ich eigentlich keine Rosinen mag. Hm. In other news, ich hatte die Idee, meine Stimmung in Zukunft nur noch mit Ess- / Trinkgelüsten auszudrücken. Beispiel: „Heute ist mir nach Keksen“ oder „Heute ist mir nach ’nem starken, handfesten Whisky“…

14:16 h

Ich probier mal das ausm letzten Eintrag aus.

Vorspeise: Tomaten-Feta-Salat, Getränk: Rosé

Hauptspeise: Maccheroncini alla matriciana, Getränk: irgendein schöner, lieblicher Rotwein

Dessert: Vanilleeis mit Kahlúa, und dazu vielleicht noch’n schöner Daiquiri.

Das wäre das, worauf ich Bock habe!

16:47 h

Sachen, die ich stattdessen hatte: Süßigkeiten, ein Muffin eines Schülers, der gestern Geburtstag hatte, und eine halbe Dose Spam. Wie so’n Hund. Aber ich fühl mich ja auch wie einer.

Dienstag, 20. März 2018

11:44 h

Ich habe das Fasten offiziell abgebrochen, und zwar schon Donnerstag. Und nein, ich bin noch nicht bei meinen Eltern. Die Migräne, die ich letzte Woche hatte, wurde und wurde nicht besser. Beim Schulausflug am Mittwoch war mir zwischendurch so schwindlig, dass ich dann doch lieber einen Termin beim Arzt ausgemacht habe. Da war ich dann Donnerstag, und ich fühlte mich so dreckig, dass er mich eine ganze Weile krankschreiben wollte. Daraus wurde dann nur Freitag, weil ich mittlerweile Osterferien habe, aber dennoch… ich sah Donnerstag so fertig aus und war es auch, mein Mann bot mir sein Standardrezept gegen Kranksein an – Hühnersuppe -, und ich wollte, dass es mir wieder besser geht. Also habe ich angenommen. Und es schmeckte so gut. Obwohl ich eigentlich nicht so auf Hühnersuppe stehe. Ich wollte das Fasten wieder aufnehmen, sobald es mir wieder besser ging. Das war schon Freitag der Fall, aber ich hatte so was von die Schnauze voll, sodass ich es endgültig gelassen habe. Man kann sich halt darüber streiten, ob mein Ernährungsplan, so wie ich ihn geplant habe, wirklich gut ist. Sinniger wäre es zum Beispiel, einfach weniger zu essen (aber nicht gänzlich zu verzichten), das Ganze dafür aber über Ostern hinaus zu machen. Und überhaupt: Wenn als Ziel hinter dem Ganzen steht, dass ich mich hübscher fühle, bringt dieses Fasten eh nicht viel, sondern ich muss ein paar andere Dinge ändern.

Der häufige Sport war eine tolle Sache. DAS würde ich auch gerne weitermachen. Kann ich derzeit allerdings nicht so richtig. Ich war gestern beim Orthopäden, und der hat bei mir das Impingement-Syndrom entdeckt (für alle Googlefaulen und Nichtmedizinischgebildeten: Schleimbeutelentzündung in den Schultern). Mal sehen, welche Übungen ich noch ausführen kann. Ansonsten bleibt mir noch zu sagen, dass ich allen Weiterfastenden gutes Gelingen und viele geistige Einsichten wünsche.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Fastentagebuch, Teil 1

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Ich habe keine Ahnung, ob es jemanden interessiert, möchte es aber trotzdem teilen, und daher gibt’s jetzt den ersten Teil meines Fastentagebuchs. Vorbemerkung: Ich verzichte derzeit auf Nudeln, Brot und Pizza, versuche, nur einmal am Tag warm zu essen, und außerdem drei Mal in der Woche Sport zu treiben.

Aschermittwoch, Tag 1

11:39 h

Bis jetzt fühle ich mich eigentlich ganz gut. Habe zwei Bananen und eine Mandarine gegessen. Bin leicht hungrig, aber es geht. Bin gespannt, wie es sich den Rest des Tages entwickelt.

13:58 h

Leichtes Hungergefühl. Aber es ist erträglich. Vorhin gab’s für mich ’nen Apfelschnitz. Zu Hause habe ich noch ganz viele Äpfel. Wenn sie mir pur über sind, kann ich ja einfach Apfelkuchen draus machen. Der gestern im Lehrerzimmer war echt lecker. Da waren auch Walnüsse drin. Davon hab ich zu Hause auch noch ganz, ganz viele. Ich hab noch ’ne Mandarine übrig. Und ’nen Teebeutel…

15:53 h

Verdammte Essensgerüche am Bahnhof. Ich bin umso frustrierter, weil mein Zug mindestens 15 Minuten Verspätung hat. Hab frustriert meine Mandarine gegessen. Und den Hustensaft zu mir genommen. Ich hätte sehr gerne die ganze Flasche gekippt. Und ich frage mich gerade, ob es irgendeine Vorspeise bei meinem Lieblingsitaliener geben wird, die meinen Fastenregeln nicht widerspricht.

15:58 h

Es gibt hier einen Fressladen namens „Hüftgold“. Das finde ich lustig. Vielleicht esse ich da an einem Tag, an dem ich dann abends nicht warm essen werde. Ich finde übrigens gut, dass mein Mann mich unterstützt, indem er mir das ganze Obst gekauft hat.

Donnerstag, 15. Februar, Tag 2

08:10 h

Gestern war’s beim Italiener sehr lecker. Nur dass die Vorspeisen grundsätzlich mit Brot serviert werden, ist trotzdem doof. Habe dann keine Vorspeise bestellt wie sonst üblich.

Freitag, 16. Februar, Tag 3

07:44 h

Wie ich mich einfach nur nach einem Brot sehne.

10:08 h

Was esse ich eigentlich heute Abend? Da fällt mir ein, ich wollte meinen Mann ja zum Essen einladen.

12:07 h

Vorhin im Lehrerzimmer Süßigkeiten genascht und der Mutter des Schulleiters (die auch an der Schule arbeitet) dabei zugehört, wie sie sich für die Prügelstrafe begeisterte…

Montag, 19. Februar, Tag 6

09:30 h

Ich komme ganz gut klar. Am Wochenende waren wir beim Griechen. Das Vorspeisenbrot mussten dann halt meine Freunde essen. Am Sonntag in der Bäckerei gab’s Brötchen. Das habe ich nicht als Brot gezählt.^^ Außerdem habe ich ein neues Gericht kreiert: Spam-Ei-Salat.^^

12:48 h

Ich habe Hunger. Ich habe noch eine Banane. Aber eigentlich sollte ich die nicht vor zwei essen…

Dienstag, 20. Februar, Tag 7

06:56 h

Die Banane liegt immer noch in meiner Frühstücksdose. Zusammen mit einer neuen Banane. Und wer hat gestern eigentlich eine Frischekiste in den Mitarbeiterraum gestellt? (Anmerkung: Den Kindern wird an ein paar Tagen in der Woche Obst und Gemüse von einem örtlichen Händler geliefert, damit sie ab und zu auch mal was Gesundes essen. Das kriegen sie zu Hause nämlich meist nicht.)

07:21 h

Warum hasse ich Kaffee, aber mag den Geruch davon total? (Anmerkung: Auf dem Weg zur Arbeit muss ich an einer großen Fabrik eines bekannten Kaffee-, äh, -fabrikanten vorbei.)

10:50 h

Wie ich einfach nur in die Laugenstange meines Schützlings beißen will.

14:33 h

Die Kinder haben derzeit ein Zirkusprojekt und das Lamagehege, an dem sich mein Schützling häufig aufhält, ist direkt neben der Mensa. Als ich da stand, roch es also laufend nach Fleisch. Ätzend.

Mittwoch, 21. Februar, Tag 8

10:25 h

Nüsse mitzunehmen, war ’ne ganz gute Idee.

Donnerstag, 22. Februar, Tag 9

08:36 h

Ich habe großen Hunger, weil ich noch nicht zum Essen kam. (Das ist kein Fastenzeit-Problem, sondern ein generelles.) Normalerweise esse ich halt gegen 8 Frühstück oder kurz vorher oder nachher. Aber beim aktuellen Job ist das nicht so einfach; um 8 ist Unterrichtsbeginn und ich bin meistens bis dahin noch unterwegs. Und bis zur Frühstückspause um 09:15 h zu warten, ist auch hart. Und warum hat Winzlings Mutter eigentlich die Geburtstagsdonuts vorbeigebracht, obwohl er krank ist?

Montag, 26. Februar, Tag 13

08:44 h

An die Sportregel halte ich mich bis jetzt nicht so wirklich. Allerdings ist meine Bronchitis jetzt kuriert, vielleicht klappt es ja jetzt. Außerdem muss ich dringend mal was für’s Frühstück kaufen… Am Sonntag werde ich mit Charlie Waffeln machen. Ich hab ihm schon gesagt: „Das ist ja toll für meine ‚Nur-einmal-am-Tag-warm‘-Regel.“ Woraufhin er meinte: „Sonntage sind ja keine Fastentage.“ Ich bin froh, dass ich einen katholischen Freund habe, der sich mit so was auskennt. (Falls du das liest: Nein, ich bin nicht nur deswegen froh über dich.^^)

09:00 h

Ich muss ja gestehen, dass ich nicht aus religiösen Gründen faste, sondern in der Hoffnung, dass mein Körper dann gesünder lebt und vielleicht sogar etwas besser aussieht. (Vermessen, ich weiß.) Trotzdem mache ich es jetzt. Ich bin ja gläubig, außerdem erleichtert es die Sache etwas – ich bin ja bei weitem nicht die Einzige. Ich kenne Leute, die auf Süßigkeiten verzichten. Oder von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang generell auf Essen. Könnte ich beides nie… echt Props an die Leute.^^

12:08 h

Eine der Lehrerinnen hatte Geburtstag, das war meine Rettung. Dank Butterkuchen habe ich bis zur Mittagspause durchgehalten. Da hatte ich dann ein belegtes Brötchen gegessen; die Quarkbällchen sind noch in meiner Tasche. Nach Feierabend freue ich mich sicher drüber.

Dienstag, 27. Februar, Tag 14

08:56 h

Ich bin noch komplett nüchtern, erster Hunger regt sich, aber ich hab diesmal ja was dabei. Heute Abend will ich schwimmen. Mal gucken, was ich da esse. Könnte ja dasselbe sein wie gestern, das war ganz nice (Reis mit Tomaten-Koriander-Raita). Müsste nur mehr von der Raita machen.^^ Hmm, Essen.

12:03 h

Hab Cashews intus und noch immer keine Idee, was ich essen soll heute Abend.

14:05 h

Noch mehr Nüsse. Ich will Nudeln, aaaaargh!

14:28 h

Vergesst die Nudeln, ich will mich betrinken. Würde ja sogar gehen, müsste ich nicht noch fahren.

Mittwoch, 28. Februar, Tag 15

08:12 h

Hab die Cashews intus, die ich gestern nicht gegessen habe. Hab ’n paar getrocknete Tomaten dabei. Hab mich gestern nicht betrunken, stattdessen gab’s Reis mit Tomaten-Koriander-Raita und Schwimmen. (Sport! Yay!) Die Ausgeglichenheit, die ich beim Schwimmen immer erreiche, ging trotzdem irgendwann flöten. Heute Abend ist Teamsitzung. Jede Wette schaffe ich es heute nicht mehr zum Ju Jutsu… -_-

08:43 h

Hmm, Schokoriegel… Naja. Eine der pädagogischen Mitarbeiterinnen hat Kuchen mitgebracht. Ich hoffe nur, in der Pause ist noch was übrig… Ein leichtes Hungergefühl macht sich breit. (Anmerkung: War es natürlich nicht.)

12:51 h

Getrocknete Tomaten (ganz nice) und ’ne halbe Kiwi aus der Frischekiste (sehr nice). Übrigens will mein Trainer Ju Jutsu aufgrund von Wetter absagen. Yeh.

Donnerstag, 1. März, Tag 16

12:54 h

Das Ju Jutsu fand gestern tatsächlich nicht statt. (Vielleicht gehe ich ja dann heute zum Fitti, haha!) Und getrocknete Tomaten esse ich nie wieder. Mir ist (vermutlich davon) gestern noch schlecht geworden. Und als ich heute Morgen mein Chiabrötchen aß, kam das Übelkeitsgefühl kurzzeitig wieder – Tomatensoße… Derzeit bin ich wieder leicht hungrig, aber das Chiabrötchen hat echt lange angehalten. Gleich wird’s noch Obst geben… und Muffins.

Dienstag, 6. März, Tag 21

09:07 h

Mkay. Was ist in den letzten Tagen so passiert. Ich bekam vorgestern sauleckere Waffeln. Mm, Waffeln… Merkt man, dass ich leichten Hunger habe?^^ Gleich gibt’s wieder Nüsse. Und ich hab meinen Mann gefragt, ob wir nach meinem Feierabend ins Fitti gehen. Ich muss verrückt sein.^^ Außerdem bin ich gespannt, ob das Ju Jutsu morgen stattfindet.

Mittwoch, 7. März, Tag 22

08:35 h

Wie gerne ich einfach mal wieder ein Brot essen würde… Oh Herr Jesus, wenn es dich denn gibt, steh mir bei…

Donnerstag, 8. März, Tag 23

09:06 h

Gestern nach dem eigentlichen Schultag noch ins nahegelegene Einkaufszentrum zu gehen, war ’ne Scheißidee. So viele leckere Lebensmittel, die ich alle nicht essen darf. Deswegen und weil mein Lunch irgendwann alle war, hatte ich die ganze Zeit Scheißhunger. Bis nach Hause habe ich nur durchgehalten, weil ich mir aus der Frischekiste eine Banane geklaut habe. Ein Hoch auf meinen Mann, der passend zu meinem Feierabend Pfannkuchen mit Speck gemacht hatte. Einer ist noch übrig, den esse ich gleich. Mmh. Der arme Charlie. Ich glaube, der hat gestern enorm viel von meinem omg-ich-will-dass-Ostern-ist-Gejammer abgekriegt. (Es tut mir leid!) Oh, und Ju Jutsu fiel gestern schon wieder aus. Erinnert mich daran, dass ich beim nächsten Mal frage, wann Judo stattfindet. (Shit, mir fällt gerade ein, dass ich heute ins Fitti wollte… wa-rum.)

12:03 h

Nach ’nem Tag wie heute könnte ich definitiv ’nen fetten Teller Nudeln gebrauchen.

14:34 h

Hier riecht es immer noch nach dem Tee, den sich die Erzieherin in der Mittagspause zubereitet hat. Und da der Keksaroma hat, hab ich jetzt Bock auf Kekse.

Freitag, 9. März, Tag 24

08:11 h

Die Fastenzeit war ’ne Scheißidee. Ich will einfach nur Brot und Nudeln. Es fehlt mir so sehr, dass ich gestern zum Reis Nudelsoße und Emmentaler gegessen habe. Ich will einfach nur Teigwaren! Waaah! Wenigstens geht es heute Abend wieder zum Griechen, das ist so lecker…

08:17 h

Mein armer Ehemann. Der wird heute Abend das ganze Vorspeisenbrot aufessen müssen.

09:05 h

Ich darf nicht so viel über Essen nachdenken. Ansonsten ist mein Leben nämlich ganz schön. Das mit mehr Sport in der Woche gefällt mir ganz gut. Mal sehen, wie häufig ich dann nach Ostern schaffe…

12:23 h

Gojibeeren sind ziemlich nice. Die Kinder wollten auch davon probieren. Vorhin war dann noch Verabschiedung der netten Praktikantin. Sie hat Schoko-Bananen-Muffins mitgebracht. Sehr lecker. Ich freue mich auf den Griechen… Dolmadakia mit Tzatziki… ❤ ❤ ❤

In der Schule ist jeder Tag aufregend

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Tagesordnungspunkt 1: Migrationshintergrund

Wie ich – glaube ich (ich bin gerade zu faul, nachzusehen) – schon einmal erwähnte, in der Klasse, in der ich arbeite, hat fast jedes Kind einen Migrationshintergrund. Manche sogar mehrere. Und ich finde es sehr interessant, wie die Kinder selbst damit umgehen. Bis auf ein Kind sind sie alle in Deutschland geboren, die allermeisten leben auch schon ihr ganzes Leben in der gleichen Stadt. Und trotzdem bezeichnen sie sich häufig als kurdisch, türkisch, polnisch, ukrainisch und was es noch alles gibt. Ich selber würde das nicht so machen. Ich glaube, selbst meine Eltern sehen sich mittlerweile als Schweden mit deutschem Migrationshintergrund.

Wie kommt es wohl dazu, dass sich „meine“ Kinder als Kurden, Türken, Polen, Ukrainer et cetera sehen? Sie sind sicher stolz auf ihre Wurzeln, was ich nicht verkehrt finde. Doch es ist auch wichtig, dass sie hier verwurzelt sind. Was ich wiederum auch nicht wirklich bezweifle. Mein Mann hat mich jedenfalls neulich in der Schule besucht und fand es erstaunlich, dass die Kinder miteinander alle Deutsch reden. Ich sagte dann dazu: Naja, wie soll man das auch anders machen? Es sind viele unterschiedliche Länder. Zwar können viele Türkisch, viele Arabisch, viele Russisch. Aber eben nicht alle jede Sprache. Und so wird eben Deutsch gesprochen. Darüber hinaus würden die Lehrer, so denke ich zumindest, eh einschreiten, wenn die Kinder etwas anderes sprechen als Deutsch.

Oh, und ich finde übrigens manchmal auch sehr witzig, wie die Kinder mit ihrer Nichtdeutschheit umgehen. Einer der türkischen Jungen hat als Spitznamen einen urdeutschen Vornamen, da muss ich jedes Mal kichern, wenn ich das höre.

Tagesordnungspunkt 2: Karneval

Vor ungefähr einem Monat hatten die Kinder eine Faschingsfeier. Ich war genau an dem Tag krank (Bronchitis, uah), konnte den folgenden Montag aber recht genau erfahren, was sich alles an dem Tag ereignet hatte. Seit dem Montag haben wir auch eine neue Schülerin, der sich natürlich erst mal alle vorgestellt haben. Dazu gehörte beispielsweise, dass die Kinder sagen, was sie mögen oder nicht mögen. Und einer der Winzlinge sagte dann: „Ich bin traurig, wenn sich mein bester Freund als Nutellaglas verkleidet.“ Ich musste lachen. (Und ja, der Betreffende hatte sich tatsächlich als Nutellaglas kostümiert.)

Tagesordnungspunkt 3: Sushi

Neulich erzählte ich, dass ich noch nie Sushi gegessen habe. Auf Drängen der Kinder habe ich es dann mal probiert. Und ich muss sagen, es ist richtig lecker… solange kein Fisch drin ist.^^

Tagesordnungspunkt 4: Pfingsten

Eines der Kinder brauchte Hilfe bei einer Deutschaufgabe. Es wusste nicht, was Pfingsten ist. Und ich wusste nicht, wie ich es dem Mädchen erklären sollte. Wenn jemand eine gute Erklärung weiß, darf er sie mir gerne sagen. Ich habe dann nur gesagt, dass es zwei Feiertage sind, die sich dieses Jahr im Mai befinden und machen, dass die Kinder ein paar Tage schulfrei haben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Endlich ist 2017 vorbei

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1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich gebe nur deswegen noch eine 2, weil ich immer noch Leute habe, die an meiner Seite sind.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Sehr hat es sich nicht verändert, denke ich… (Hoffe ich. Argh!)

3. Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich war wieder einmal beim Optiker und da wurde mir bestätigt, dass meine Sehkraft sich nicht verschlechtert hat.

5. Mehr Kohle oder weniger?

*wimmert leise*

6. Besseren Job oder schlechteren?

Unentschieden…

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

*wimmert lauter*

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” habe ich einen Schlüsselanhänger gewonnen. Allerdings kam der bis jetzt noch nicht an. Seltsam…

9. Mehr bewegt oder weniger?

Ungefähr 2,78 Prozent mehr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Vier.

(Zählt ein Schleudertrauma als Krankheit oder als Verletzung?)

11. Davon war für dich die Schlimmste?

Ein extremer Skolioseanfall, der dazu geführt hat, dass ich teilweise kaum sitzen konnte und nur noch vor mich hingeweint habe.

12. Der hirnrissigste Plan?

Trotz Krankheit einen ganzen Tag lang unterwegs sein.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Da gab’s einige, aber es war wohl doch wieder die letzte Blutspende.

14. Die teuerste Anschaffung?

Letztlich wohl mein Bachelorabschluss, wenn mans so betrachtet…

15. Das leckerste Essen?

Ein Donut aus dem Supermarkt, in dem meine Mutter früher gearbeitet hat, 20. Januar 2017.

16. Das beeindruckendste Buch?

Wie ich es am 9. Januar 2017 schon angekündigt habe: „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling.

17. Der ergreifendste Film?

„Ich bin dann mal weg“.

18. Die beste CD?

Muse – Drones.

19. Das schönste Konzert?

Ich glaube, da gewinnen ganz knapp Max Raabe & Palast-Orchester am 4. Mai 2017 in Osnabrück. War mit meiner Mama da.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

22. Zum ersten Mal getan?

  • online vorgebetet
  • einen akademischen Abschluss erlangt
  • Geschichten von mir eingesprochen
  • ein Instrument gekauft
  • Fan eines Mangas geworden
  • Kontaktlinsen gekauft
  • in Finnland gewesen
  • einen Kampfsportgrad erlangt
  • auf einem Festival gewesen (in Tateinheit mit: auf einem Festival gearbeitet, im Pressebereich eines Festivals gewesen, eine Band interviewt und ein Interview auf Englisch geführt)
  • mit Leuten hier aus dem Ort was unternommen
  • in der Heeder Gebetsstätte gewesen

23. Nach langer Zeit wieder getan?

  • in der Ostsee gebadet
  • jemanden aus dem Internet persönlich kennen gelernt
  • Kampfsport betrieben
  • in einer anderen Zeitzone gewesen
  • auf einer Hochzeit gewesen
  • in dem Ort gewesen, in dem ich 17 Jahre lang lebte
  • Nachhilfe gegeben
  • in einem Viersternehotel übernachtet
  • Ärger mit einem Kontrolleur gehabt

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Haufenweise Albträume, Krankheiten bei mir und anderen, der kleine Brand bei einer Nachbarin, Jobverlust, Unistress, Arschlöcher, Angst um meine Mutter, Stress mit dem Arbeitsamt, Trauer…

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Weiterzuleben.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ein Buch.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ganz liebe Post.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Dein Körper ist ein Kunstwerk und sollte nur von einem Künstler berührt werden.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Keine Ahnung, aber es war nicht halb so poetisch wie Nummer 28…

30. Dein Wort des Jahres?

Bachelor.

31. Dein Unwort des Jahres?

Ein bestimmter Name.

32. Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

„Valerie und der Priester“ (wenn das zählt).

33. Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

https://kitschautorin.wordpress.com/2015/01/01/2015-yeh/

https://kitschautorin.wordpress.com/2016/01/02/da-hat-man-sich-grad-mal-an-2015-gewoehnt/

https://kitschautorin.wordpress.com/2017/01/01/2017-endlich/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2018

Die Kitschautorin