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Schlagwort-Archive: englisch und französisch

La mer

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Ich war zum fünften Mal in Frankreich sowie zum jeweils ersten Mal in Monaco und Italien.

Montag

An diesem Tag erfolgte der Hinflug, ausgehend vom drittgrößten Flughafen Deutschlands, und wir flogen zum drittgrößten Flughafen Frankreichs. (Jetzt wisst ihr auch, in welcher Gegend ich mich rumgetrieben habe, haha.) Aufgrund der Zeit, zu der wir unterwegs gewesen waren, hatten wir noch genug Zeit, um schwimmen zu gehen und lecker zu essen. Wir nächtigten gute 600 Meter entfernt vom Strand von Juan-les-Pins. Dort ist es wirklich schön. Kleine Fischchen leben im Meer, die Temperatur war für den September wirklich angenehm. Wenn man möchte, kann man dort seine Sachen in Schließfächer einschließen (man braucht Ein-Euro-Stücke) und danach beruhigt baden gehen. Abends genossen wir ein gutes Restaurant (auf Anfrage nenne ich gerne den Namen) und ich war wirklich verwundert, dass dort gratis Leitungswasser in Karaffen gereicht wurde. Das würde man in Deutschland nie erleben. Auf dem Weg zum Restaurant gab es noch ein kleines Abenteuer: Ich dolmetschte für ein polnisches Urlauberehepaar, das mangels Französischkenntnissen die Rückfragen der pompiers nicht verstand. Da denkt man, man hat seine Ausbildung umsonst gemacht, und dann so was…

Dienstag

An diesem Tag besichtigte ich Nizza. Dies war leider nicht so schön, wie ich gehofft hatte. Es gibt dort derzeit viele Baustellen, und die Kirchen, die ich besichtigen wollte (die deutsche und die russische), waren nicht offen. Ich schaute mir dann einfach noch Notre-Dame an. Architektonisch war das zwar sehr schön, aber ich fühlte mich dort in religiösem Sinne nicht wirklich willkommen. Es vermittelte halt nicht wirklich das Gefühl eines von-Gott-angenommen-Seins. Es schien mir so, als läge der Fokus mehr darauf, keine Sünden zu begehen und Gott bzw. Jesus bzw. Maria ausführlich und demütig anzubeten. (Dass dort, wie in vielen katholischen Kirchen, die Ehe ausdrücklich nur als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau gesehen wird, hilft auch nicht.)

Mittwoch

An diesem Tag besichtigte ich Monaco. Eine Sache, die mir auffiel, die aber natürlich verständlich ist: x Sicherheitsmänner. Da gibts halt viele Reiche (und natürlich die Fürstenfamilie), auf die und deren Habseligkeiten muss man ja aufpassen. Ansonsten gibt es in Monaco schöne Kirchen, in einer davon befindet sich Grace Kellys Grab. Sehr komisch fand ich, dass ihr Grab über und über mit Blumengestecken zugestellt war (man konnte kaum ihren in Latein geschriebenen Namen lesen!), und bei Rainier standen nur ein paar Einzelblumen.

Ich war auch auf dem Friedhof, der sich direkt an der französischen Grenze befindet. Eine sehr nette Mitarbeiterin erklärte mir den Weg zur Urnengrabstelle eines bekannten Schauspielers. Sehr rührend fand ich das kleine Spielzeugauto, das jemand dort drapiert hatte.

Donnerstag

An diesem Tag besichtigte ich Ventimiglia. Ventimiglia, das auf Französisch Vintimille heißt, ist eine kleine Stadt mit etwa 24000 Einwohnern, die direkt an der italienisch-französischen Grenze liegt. Schon bei der Anreise fiel mir auf: Bis Monaco ist der im Übrigen exzellent klimatisierte Regionalzug knallvoll, danach ziemlich leer. (Rückfahrt ähnlich.) Was ich nicht verstehe, denn Ventimiglia ist sehr schön. Und außerdem billiger als Nizza oder Monaco. Man braucht allerdings gute Knie, denn die Stadt ist ziemlich höhenunterschiedlich. Auch die Füße werden sehr trainiert, denn der örtliche Strand ist ein Steinstrand. (Zumindest dort, wo ich war…) Aber es hat mir sehr gefallen. Ich spreche kein Italienisch, dies war aber kein großes Problem, denn aufgrund der Grenzlage kommt man mit Französisch ganz gut durch.

Mein Abendessen erfolgte wieder in Juan-les-Pins, in einem anderen guten Restaurant. Die Kellnerin ließ mich erröten, denn ich sprach ihrer Ansicht nach so gut Französisch, dass sie mich für eine Französin hielt, bis ich das korrigierte. Naja, wenn ich nur Essen bestelle, kann ich das auch relativ unfallfrei…

Freitag

Morgens genoss ich noch ein wenig den Strand, bis ich mich am Vormittag auf die Rückreise machte. Nette Stewardessen, aber leider hing mein Koffer eine Weile irgendwo fest. Und auf der Autobahn war Stau, aber das ist freitagnachmittags im Ruhrgebiet wohl normal.

Und sonst so?

Wenn Deutsche urlauben, müssen sie ja immer schauen, was anders ist als daheim. Ich kann hier zuvorderst die Pflanzenwelt nennen. Ich habe noch nie dort geurlaubt, wo es Eukalyptus gibt, und auch Palmen sehe ich eher selten. Ansonsten kann ich noch das französische Bahnwesen nennen. Sehr positiv hervorheben kann ich, dass am Schalter per Schild gebeten wird, Schwangere, alte und körperbehinderte Menschen vorzulassen. Warum allerdings eine Fahrt nach Monaco billiger war als eine Fahrt nach Nizza, habe ich nicht ergründen können. Aber die Postkarten nach Deutschland waren mit zwei Tagen ziemlich schnell. Und billiger als Schweden – Deutschland (1,30 gegenüber umgerechneten 2,14).

Insgesamt kann ich einen Urlaub in dieser Ecke der Welt sehr empfehlen, aber nehmt Geld mit, ihr werdet es brauchen. Nicht nur, wenn ihr in Monaco im Casino hängt, und nein, das hab ich nicht mal gemacht.

Veuillez agréer l’assurance de mes sentiments distingués.

Die Kitschautorin

PS: Liebe Grüße an das nette Mädel im Zug nach Monaco, die einen FCKAFD-Aufkleber hatte!

PPS: Blutdruckmessen in französischen Apotheken ist kostenlos. Sollte man sich in Deutschland mal merken. Da muss man meist bezahlen.

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Sie isch aus Dütschland

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Diesen Satz habe ich über Pfingsten häufiger mal gehört. Da besuchte ich ein südliches Nachbarland von Deutschland. (Nein, nicht Österreich.)

Hinweg

Ich nahm Freitag (nach der Arbeit – was hat mich da geritten?) den Nachtzug nach Basel. Samstagmorgens kam ich da an und stieg in einen Zug Richtung Ostschweiz um. Besonders viel geschlafen habe ich dort leider nicht. Ansonsten kann ich noch anmerken, dass ich den Zug von Basel Richtung Ostschweiz viel cooler fand als den vorherigen. Warum? Panoramafenster.

Was anders ist als in Deutschland

Eine Menge. Zuvordest nenne ich mal: die Sprache! Selbst wenn Schweizer Hochdeutsch sprechen, ist doch einiges anders. Beispielsweise werden viele Gallizismen verwendet. Aber ich spreche ja Französisch, für mich ist das kein großes Problem. Was noch anders ist: Preise und Einkommen. In der Schweiz ist es durchaus möglich, als Paar von einem einzigen Gehalt zu leben, und dass Frühstückengehen dort 15 Franken und mehr kosten kann, juckt keinen. Die Züge sind weitgehend pünktlich, was ich super finde, das Sozialverhalten ist ein deutlich anderes – und das Essen dort ist klasse. (Den Aufstrich einer gewissen Kakaomarke habe ich mir sogar mit nach Hause genommen.) Oh, und der Strom ist auch anders – wenn man Pech hat, passen die Stecker der deutschen Geräte nicht in die Schweizer Dosen…

Was ich so gesehen habe

In der Stadt, die ich besucht habe, steht eine reformierte Kirche, die mal purifiziert und dann wieder entpurifiziert wurde. Oben auf dem Kirchturm war ich auch. Ansonsten habe ich diese Stadt von noch weiter oben gesehen – und von dort auch den relativ nahen Bodensee.

Rückweg

Der Rückweg erfolgte am Dienstag, und zwar tagsüber. Ich fuhr nach Zürich, von Zürich in meine Heimatstadt und von dort in mein Heimatdorf. Cool war, dass es im Eurocity Steckdosen gab, und zwar Schweizer UND deutsche. An jedem Platz. Da kann sich die Deutsche Bahn mal ne Scheibe von abschneiden! Am Zürcher HB war ich total eingeschüchtert, weil er mir so schick vorkam. Am Bahnhof der Stadt, die ich besucht hatte, redeten die Kontrolleure miteinander Französisch, was mich etwas verwunderte, da ich ja in der deutschsprachigen Schweiz einstieg. Das Zugrestaurant war klasse, ich aß dort Tessiner Polenta mit Ratatouille, sehr zu empfehlen.

Alles in allem war das ein klasse Ausflug, ich danke meinen Gastgebern für ihre Gastfreundschaft und komme gerne wieder. (Wenn auch vielleicht mit dem Flugzeug, ein halber Tag im Zug schlaucht doch ganz schön…)

Grüezi von der Kitschautorin

Neues Jahr, neues Glück

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Noch am Sonntag habe ich herumgejammert, dass ich garantiert nie einen Job finden werde, und am Folgetag hatte ich dann auf einmal einen. Ich habe in einer Grundschule hospitiert, als so genannte „persönliche Assistenz“ für ein Kind mit Förderbedarf, und sowohl das Kind selbst als auch die Klassenlehrerin mochten mich.

Über das Kind resp. seine Probleme möchte ich aus Datenschutzgründen nichts sagen, aber ein bisschen kann ich wohl trotzdem über meine Stelle berichten. Zunächst einmal fiel mir auf, wie unterschiedlich die Grundschule zu meiner damals ist. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Es ist (anders als bei mir) eine Ganztagsschule, und er wächst (anders als ich) in einer Großstadt auf. Es gibt aber wirklich so einige Unterschiede: Die Kinder haben Schuhe nur für die Klassenzimmer, ich hatte das nicht. Es gibt pädagogisches Personal, bei mir gab es das nicht. Es gibt einen PC-Raum, bei mir stand damals nicht ein einziger Computer im Gebäude. Es gibt eine Mensa, ich konnte nur davon träumen. Mein Schützling hat Englischunterricht, ich hatte nur so ein bisschen AG spaßeshalber. Die Lehrerin bemüht sich dort übrigens, alles auf Englisch zu sagen. Wenn das mal nicht geht, schaltet sie mit dem Wort „Klickklack“ zwischen den Sprachen hin und her. Etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Was mir auch aufgefallen ist: Die ethnische Zusammensetzung ist eine deutlich andere. Ich habe an den vier Tagen, die ich nun schon dort arbeite, viel mehr Dunkelhäutige und Asiaten gesehen als in den drei Jahren hier im Dorf. Die Zeiten haben sich wirklich geändert. Jedes Kind isst gerne Rollos und ich wusste mit 10 nicht mal, dass so was existiert.

Noch zum Englischunterricht: Die Kinder sollen anscheinend nur britisches Englisch lernen. Ich erfuhr das, als die Lehrerin „football“ dort verwendete, wo ich „soccer“ für angebrachter hielt. Laut pons.de verwenden die Briten „football“ durchaus auch für Europäischen Fußball. Wieder was gelernt. Ich war aber durchaus irritiert, als die Lehrerin mich darüber informierte, dass die Kinder nur britisches Englisch lernen sollen. Erinnerte mich etwas an eine Begebenheit aus meiner Grundschule, als ich zwei minus fünf rechnen wollte und die Lehrerin sagte, das ginge ja gar nicht, nur weil Minusrechnen damals nicht im Lehrplan stand.

Überhaupt – Lehrplan. Die Kinder haben so viel, was ich in der Grundschule noch gar nicht machen musste, und damit meine ich nicht nur Englischunterricht. Mein Einsatzort ist eine vierte Klasse, und die hat bereits gelernt, was Balkendiagramme sind. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das hatte. Heute gab es sogar eine Aufgabe, die man im Prinzip durch eine Gleichung mit zwei Unbekannten lösen muss – das hatte ich erst auf dem Gymnasium.

Die Kinder begrüßen mich alle mit großem Interesse. Sie fragen mich, wie mein Stoff-Patrick-Star aussieht, ob ich auch bunte Steine zu Hause habe, was ein bestimmter englischer Satz auf Deutsch bedeutet oder ob es Geister gibt. Und sie sind lustig. Die Klassenlehrerin fragte ein Mädchen neulich, ob eine bestimmte Aufgabe denn im Wochenplan drinstehe. Antwort: „Ja, wenn ich es eintrage.“ xD

Heute hatte ich leider nicht so viel zu tun, da ich kurz nach meinem Eintreffen erfuhr, dass der Winzling, für den ich zuständig bin, krank ist. Dennoch gab es einiges für mich zu erledigen. Ich habe zum Beispiel die Lehrerin (und die brandneue Referendarin, die aber nur für ein paar Wochen da ist…) beim Unterricht unterstützt und mit einigen Kindern Vorlesen geübt. Das hat mir richtig viel Spaß gemacht.

Bis jetzt gefällt es mir auf jeden Fall richtig gut. Klar kann sich das noch ändern, bei Grundschülern weiß man ja auch nie und jeder Tag mit ihnen ist ein Abenteuer. Aber ich bin gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Noch’n Reisebericht

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Ich war zum 15. Mal in Schweden und zum ersten Mal in Finnland.

Montag

Ich bin doch tatsächlich um fünf Uhr morgens aufgestanden, um den Flug zu erwischen. So früh kann ich aber nichts futtern, ergo war mein Magen irgendwann sehr leer und als ich ankam, aß ich meinen Eltern erst mal den halben Kühlschrank leer. Viel mehr habe ich an dem Tag auch nicht gemacht, außer mit meiner Mutter Gras zu holen. (Das grüne Zeugs, das auf Wiesen wächst, bevor irgendwer fragt. Ihr Hase muss ja auch von irgendwas leben.) Als ich durch Stockholm fuhr, fielen mir irgendwann die ganzen Regenbogenflaggen auf. Stellte sich raus, genau zu der Zeit, in der ich in der Gegend war, war Stockholm Pride. 😀

Dienstag

Bad im örtlichen See. Und zwar um halb acht morgens. Noch vorm Frühstück. Da war das Wasser noch so kalt, dass ich hinterher immerhin von mir behaupten konnte, wach zu sein. War aber ganz cool (no pun intended). Später an dem Tag sind wir nach Värmdö gefahren. An diesem Ort ist mir aufgefallen, dass Schweden im Grunde ein einziger großer Naturporno ist. Ich habe alleine an diesem Ort ungefähr drei Millionen Fotos gemacht (die ich selbstverständlich alle, genau wie die anderen der Reise, auf Flickr hochladen werde). Übrigens fuhr auch in Värmdö ein Dampfer mit Regenbogenflagge herum…

Mittwoch

Was ist besser als ein Bad in einem See? Ein Bad in einem Meer. Und so begaben mein Vater und ich uns zu einem Ostseestrand. Es war wirklich sehr schön dort. Ich bade auch sehr gerne im Meer, habe nur leider selten die Gelegenheit dazu. (Das letzte Mal war 2012 im französischen Baskenland.)

Donnerstag

Ausflug in eine Küstenstadt ca. 60 Kilometer südlich der schwedischen Hauptstadt. Ich habe mir den Hafen und die örtliche evangelisch-lutherische Kirche angesehen, einen lyxshake getrunken und ein paar Postkarten gekauft. Ich habe sie noch am selben Tag verschickt, bis jetzt (11.08., 12:21 h) ist aber nur eine davon angekommen. Seltsam.

Freitag

Mein Vater hatte angeregt, einen Tagesausflug nach Finnland zu machen. Ursprünglich wollten wir nach Helsinki, aber das hätte doch sehr viel Zeit in Anspruch genommen, also haben wir stattdessen einen Ausflug nach Åland gemacht. Wie ein Freund sagte: „Die Region, die finnisch ist, sich aber für schwedisch hält.“ Einzige offizielle Amtssprache ist Schwedisch und man sieht (außer am Fährhafen) nirgendwo die finnische Flagge. Nur schwedische und die von Åland. Bezahlt wird mit Euro, vielerorts werden auch Schwedische Kronen akzeptiert. Und es geht noch weiter: Ich war in der Kirche von Eckerö. Dort gibt es Gesangsbücher der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands, aber sie sind auf Schwedisch… Aufgrund des Autonomiestatus haben die Ålander eigene Kennzeichen, die nicht aussehen wie die finnischen.

Åland war über Jahrhunderte ein Zankapfel verschiedener Staaten. Schweden, Russland und Finnland (und wenn ich das richtig sehe, auch noch andere) haben sich darum gekloppt. Seit gut hundert Jahren gehört diese Inselgruppe nun also als entmilitarisierte, autonome Zone zu Finnland. Besonders deutlich war die bewegte Vergangenheit zu merken, als ich Kastelholm besichtigte. Dort konnte man viel darüber erfahren. Auch sonst fand ich Kastelholm sehr interessant. Man konnte dort bspw. mittelalterliche Kleidung anprobieren. Stand mir sogar ganz gut. 😀

Samstag

Pausentag.

Sonntag

Stockholm. Ich war im Gottesdienst der dortigen Deutschen Kirche. Der Kirchenvorsteher fragte zu Beginn, wer wie weit angereist ist. Ich mit meinen 1200 Kilometern war nicht die Gewinnerin. Die Pastorin arbeitet normalerweise in Düsseldorf, es gab Besucher aus Stuttgart und der Schweiz.

Nach dem Gottesdienst liefen Vater, Bruder und ich durchs regnerische Stockholm und fanden dort einen Laden, in den ich mich sofort verliebt habe. Es gibt dort so viel Nerdkrams, dass ich ihn halb leer kaufen könnte. Wer ihn auch sehen will: Västerlånggatan 48.

Montag

Ich musste um fucking halb fünf aufstehen, um meinen Rückflug zu kriegen. Der verlief ganz gut, von kleineren Turbulenzen mal abgesehen. Und ich konnte diesmal, anders als auf dem Hinflug, tolle Luftbilder schießen.

Und sonst so?

Ich habe es selten erlebt, dass es in Schweden wärmer ist als in Deutschland. Diesmal war es aber so. Es war in Schweden (bis auf die letzten beiden Tage) so warm, dass es in der Nähe von meinen Eltern sogar einen Waldbrand gegeben hat. Es ist aber niemand zu Schaden gekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Reisebericht-, äh, Kitschautorin

Ein kleiner Eintrag über einen meiner Lieblingsschauspieler

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Ich gehe nicht so oft ins Kino. Ich bin auch niemand, der sich seine Filme nach einem Schauspieler aussucht. Es gibt da aber jemanden, der es zumindest zirka 2,7 Prozent wahrscheinlicher macht, dass ich mir einen Film ansehe – Christoph Waltz.

Im August 2009 habe ich ihn häufiger mal auf Kinoplakaten gesehen. Es war in Paris und ich nahm mir vor, den auf den Plakaten beworbenen Film anzusehen, sowie ich zurück in Deutschland war. Der Film war „Inglourious Basterds“ und es ist einer meiner Lieblingsfilme. Nicht zuletzt, weil Christoph Waltz den Bösewicht so hervorragend gespielt hatte, dass er dafür einen Oscar bekam.

Zu meinen Lieblingsfilmen gehören viele Western. Als ich hörte, dass es einen im Kino gibt, noch dazu mit dem oben genannten Darsteller, musste ich unbedingt rein. Erneut habe ich es nicht bereut. (Oh, das reimt sich.) Völlig zu Recht bekam Christoph Waltz dafür seinen zweiten Oscar.

Der erste Bond-Film, den ich gesehen habe, war „Casino Royale“, alle folgenden habe ich mir mit großer Freude angesehen. Als ich dann hörte, dass Christoph Waltz in „Spectre“ mitspielt, war ich sehr begeistert. (Und fragte mich hinterher, warum zur Hölle er dafür keinen Oscar bekam.)

Heute ist er nun 60 geworden: Alles Gute zum Geburtstag, Herr Waltz! Mögen Sie noch in vielen Filmen mitspielen!

Mit Fangirlgrüßen

Die Kitschautorin

PS: Er synchronisiert sich in fast allen seinen Filmen selbst, ist das nicht toll? 😀

Zukunft

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Im Februar habe ich meine alte Schule besucht, um für ein Uniprojekt meinen Biolehrer zu interviewen. Dass auch meine berufliche Zukunft im Unterrichten liegt, hätte er sicher nicht gedacht. Das hätte keiner gedacht von denen. Nicht mal ich.

Aber nun ist es so und ich freue mich riesig, dass ich einen Job gefunden habe. Ich werde mit Migranten bzw. Flüchtlingen arbeiten, die fit für den Stellenmarkt gemacht werden sollen. Eine freie Stelle war für den Deutschunterricht ausgeschrieben, die andere für Coaching. Wo genau ich letztlich bleibe, wird man sehen. Aber es klingt klasse. Wieder einmal kann ich froh sein, dass ich studiert habe und nicht – wie das ohne Studium wohl der Fall gewesen wäre – als Sachbearbeiterin in irgendeinem Unternehmen versauere. Und es ist nicht mal besonders weit weg von hier.

Aufgrund der oben beschriebenen Situation war es so, dass jemand gesucht wurde, der sich entweder gut mit Sprachen oder im Sozialen auskannte. Da ich beides vorweisen kann, hatte ich einen Vorteil. Für irgendwas musste meine Ausbildung ja auch gut sein, haha!

Ich fange schon in zehn Tagen an… was bedeutet, dass ich doch tatsächlich einen Tag Hochzeitsurlaub bekomme. Finde ich gut, ich war schon leicht nervös. Zwei Wochen vorher bin ich eh leicht nervös. Immerhin hat Monsieur allem Anschein nach nicht das Bedürfnis, abzuspringen. 😀

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Vor einigen Wochen hatte ich ein Telefongespräch mit meiner Großmutter über meine berufliche Zukunft. Sie schlug mir vor, zu den Flüchtlingen zu gehen (ihre Worte). Abgesehen davon, dass sie mir davon abgeraten hat, zu Erwachsenen zu gehen, weil die seien ja nicht so leicht, frage ich mich, ob sie die üblichen Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen im Kopf hat. Oder ob sie mir wirklich nur einen Rat geben wollte.

PPS: Das heißt natürlich auch, dass ich nicht mehr auf Kindergeld angewiesen bin und demzufolge nicht mehr auf dem Papier bei ihr wohnen muss. Yeh!

Studentenmädchenreport, Tag 70

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Mein Lieblingsdozent of all time hat den Antrag unterschrieben. Ich muss ihn jetzt zu meiner Zweitgutachterin bringen. Wenn die ihn unterschrieben hat, kann ich ihn im Dekanat abgeben – und dann gut zehn Tage später laut rufen: “Jetzt geht’s lo-hos!”

Inoffiziell ist es natürlich längst losgegangen. Ich war heute bei meinem Betreuer, um noch das eine oder andere mit ihm zu besprechen. Ich weiß jetzt, ob ich französische Quellen zitieren darf (darf ich) und wie die Arbeit ungefähr heißen wird (“Fremdenfeindlichkeit im heutigen Deutschland”).

Nicht so nett: Es gibt leichte Organisationsprobleme bzgl. früherer Leistungen, die ich bei ihm erbringen musste. Wo mache ich wie viele Punkte und macht das Prüfungsamt das mit? Es ist so nervig. Aber all das ist nichts im Vergleich zu dem, was diese Frau erleben musste:

http://www.tagesschau.de/inland/syllm-rapoport-101.html

Als ich das gelesen bzw. gesehen habe, dachte ich mir: Ich werde mich von dem kleinen bisschen, das mich nervt, nicht aufhalten lassen.

Mit freundlichen Grüßen