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Schlagwort-Archive: epische Hochzeit

Bedeutungsschwanger, Teil 9

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Lea saß auf einem der Stühle im Waschraum und hielt sich den Bauch. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte ich besorgt.
Gequält lächelte meine Schwester und sagte: „Jaja, alles gut. Ich hab mich wohl nur übergessen. Ich geh jetzt nur einmal“, sie zeigte auf die Kabinentüren, „und dann geht es mir sofort wieder besser.“
„Na, wenn du meinst. Ich geh schon mal wieder, okay?“
„Ja, bis gleich.“
Wieder im Saal setzte ich mich zu Gero an den Tisch, wo sein Vater gerade einige interessante Geschichten erzählte, unter anderem, wie ihm Lea vorgestellt wurde.
„Ich weiß noch genau, wie du sie zum ersten Mal mit nach Haus gebracht hast“, meinte er. „Ihr habt zusammen mit uns Mittag gegessen und dann bist du ganz schnell mit ihr auf dein Zimmer gegangen. Konntest wohl gar nicht abwarten.“ Er boxte seinen Sohn leicht in die Rippen. „Und dann hast du dich hinterher noch so beschwert, dass deine Mutter so oft ins Zimmer gekommen ist, zum Gucken.“
„Ja, das stimmt.“ Gero lächelte. „Apropos, wo ist Lea eigentlich? Sie wollte doch nur kurz auf Toilette gehen.“
„Ja, da habe ich sie auch vorhin getroffen“, erklärte ich. „Sie hatte wohl irgendwie Bauchschmerzen. Aber eigentlich…“ Ich schaute auf die Uhr. „Ich schau wohl besser mal nach ihr.“
„Ja, bis gleich.“
Auf der Damentoilette fand ich sie dann. Wohl irgendwie Bauchschmerzen war für ihren Zustand noch viel zu wenig gesagt. Sie hing da auf der Toilette, mit heruntergeklapptem Deckel übrigens, und die Kabinentür war nicht mal zu. Sie stöhnte und hatte zugekniffene Augen.
„Großer Gott, Lea, was ist los?“, fragte ich.
„Ach, nichts“, bemühte sie sich, hervorzubringen, „geht schon gleich wieder.“
„Das nehm ich dir keine Sekunde ab.“
„Mir ist kalt!“
„Okay, dann müssen wir…“
„Oh, jetzt ist mir heiß!“
„Warte, dann gehen wir zum Waschbecken und…“
„Warte, jetzt ist mir weder heiß noch kalt!“, stöhnte Lea.
„Wie jetzt?“, antwortete ich verwirrt. Während ich noch darüber sinnierte, ob einem Menschen gleichzeitig heiß und kalt sein konnte, ließ sie einen Schrei los, der dermaßen laut war, dass er in punkto Dezibel sogar Paul als Baby übertraf.
Paul als Baby…
Oh. Mein. Gott.
„Du wartest hier“, befahl ich Lea, was ja besonders sinnig war, da sie sowieso nicht viel Anderes tun konnte, und rannte zu Mama. „Mama! Du musst sofort kommen! Lea ist soweit!“
Meine Mutter riss die Augen auf. „Du meinst, sie kriegt…?“
„Ja, genau!“
Sofort sprangen Mama, Papa, Gero und noch viele andere Gäste auf und rannten zur Damentoilette, um nach ihr zu sehen.

Lea lag auf dem Festtisch und schrie sich die Seele aus dem Leib. Zu zweit war sie aus der Toilette hierhin begleitet worden. Mama versuchte, ihr mit ihrem medizinischen Wissen beizustehen, bis der Notarzt kam, und gab ihr Tipps zur richtigen Körperhaltung und Atmung. Papa, der ja schon bei drei Geburten dabei gewesen war, sah ziemlich nervös aus und streichelte seiner ältesten Tochter die Stirn. Gero rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn immer zwischen dem Tisch und der Saaltüre hin und her und rief: „Wann kommt denn jetzt endlich der Notarzt!“ Worauf Oma entgegnete: „Jetzt sei doch nicht so unruhig, junger Mann! Die kommen schon, so schnell sie können.“ Aus dem Hintergrund raunten die Gäste diverse Sachen wie Oh mein Gott, gleich ist es soweit oder Jetzt werden wir Großeltern!.
Nach einer halben Ewigkeit betraten zwei bärtige Typen, von denen der eine beträchtliches Übergewicht hatte, den Saal. Sie schauten sich Leas Werte an. „Wir schaffen es nicht mehr ins Krankenhaus, das Baby muss hier zur Welt kommen!“, informierte der Notarzt. „Das Baby kommt jetzt!“
„Pressen!“, wurde Lea immer wieder befohlen, und sie kam dem Befehl nach, mit lauten Schreien. „Ich hab eine Schulter! So, und jetzt schön weiter pressen, dann flutscht das Kleine nur so raus! Pressen!“
Immer lauter, ein letzter Schrei und schon hörten wir alle, wie ein kleiner Schreihals sich ordentlich die Lungen füllte. Das Baby wurde in eine Decke gewickelt und der Notarzt gratulierte: „Es ist da, Sie haben ein Mädchen!“ Alle applaudierten und lagen sich in den Armen ob des kleinen Mädchens, das da gerade zur Welt gekommen war.

Die Kleine und ihre Mutter wurden ins Krankenhaus gefahren, um zu sehen, ob gesundheitlich alles in Ordnung war. Natürlich waren sowohl Lea als auch das Baby kerngesund.
„Oh, ich finde, die Kleine sieht genauso aus wie ich!“, freute sich Oma.
„Eigentlich finde ich eher, dass sie wie ich aussieht.“
„Oder wie Gero.“
„Oder wie Tante Marie?“
„Boah, das hat ja ewig gedauert, bis dieses Baby auf der Welt war“, meckerte Paul und bekam dafür von Mama einen kleinen Stups.
„Ich hoffe nur, ihr lasst die Kleine auch taufen“, bemerkte Oma. Worauf Lea nur genervt erwiderte: „Mann, Oma!“
„Wie soll das Baby denn heißen?“, fragten viele der Anwesenden. Und die Krankenschwester, die wenig später ins Zimmer kam. Lea lächelte und sagte: „Sara Elisabeth.“
Ich lächelte. Oma auch.

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Da hat man sich grad mal an 2015 gewöhnt

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und schon ist es wieder vorbei. Hier der Rückblick.

1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

8. Großer Scheiß und richtig tolle Sachen.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleich geblieben, würde ich sagen.

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Bis Oktober extrem wenig, danach bekam ich Arbeit und es wurde mehr.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Besser.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Ein Wort: Fahrschule.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” wurde ein Buch von Nadia Bolz-Weber verlost und ich habe es gewonnen. Und ich habe eine „Tubeclash“-BluRay gewonnen. (Dabei habe ich nicht mal einen BluRay-Spieler.)

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Unentschieden…

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Stresskopfschmerzen und die Flitterwochenkrankheit.

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Ersteres.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Ähm… zählt Extremchillen?

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Mit Absatzschuhen auf eine Silvesterparty zu gehen.

14.   Die teuerste Anschaffung?

Nicht sicher. Bestimmt aber irgendwas für die neue Wohnung.

15.   Das leckerste Essen?

Das müssen Mamas Weihnachtsschinken und die Kartoffelsuppe von meinem Mann und mir untereinander ausmachen.

16.   Das beeindruckendste Buch?

„Orange is the new black“ von Piper Kerman.

17.   Der ergreifendste Film?

Ich habe dieses Jahr nicht besonders viele Filme gesehen. Ich glaube, diese Trophäe geht an „Spectre“, weil er so spannend war.

18.   Die beste CD?

„Russendisko Hits 2“.

19.   Das schönste Konzert?

Ich war dieses Jahr auf keinem Konzert.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

22.   Zum ersten Mal getan?

Internet bestellt. Eine Abschlussarbeit geschrieben. Bei einer wichtigen Prüfung durchgefallen (und das gleich zwei Mal). In Bochum gewesen. Nicht jugendfreie Dinge. Auto gefahren. Standesamtlich geheiratet (und das hoffentlich auch zum letzten Mal). Paintball gespielt (das sicher nicht zum letzten Mal). Ein wissenschaftliches Interview geführt.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

In einem Dorf gewohnt. In Polen gewesen. Eine Herrentoilette aufgesucht. Meine alte Schule besucht. Ein ehemaliges KZ besucht.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit Vodafone. Stress mit der Nachbarin. Stress mit Freunden. Spam (on- und offline). Stress durch Nazis. Religiöse Intoleranz. Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen. Knapp vier Monate ohne Küche. Betrunkene Fußballfans. Stutenbissigkeit. Bürokratie. Freipinkelnde Idioten. Stress mit Verwandten. Ein kaputtes Lenkradschloss. Gewisse Paketzusteller (ja, ich meine euch, Hermes). Unfähige Kassiererinnen. Faule Beamte. Einen kaputten Computer beim TÜV. Nervosität. Ewig lange Arbeitssuche. Leute, die mit mir spielen.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Einen Kurzurlaub.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Essen natürlich.

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ja, ich will.“

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich glaube, siehe Frage 28.

30.   Dein Wort des Jahres?

Hochzeit.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Nachbarin.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

„Nachrichten vom Abgrund der menschlichen Dummheit“.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

https://kitschautorin.wordpress.com/2015/01/01/2015-yeh/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2015

Die Kitschautorin

My big fat German wedding

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Schlaf vorher

Bei mir enorm schlecht. Von Monsieur weiß ich allerdings, dass er recht gut geschlafen hat.

Größter Nervositätspunkt

Als meine Eltern und ich schon eine Weile Richtung Ort des Geschehens unterwegs waren und ich meinen Vater bitten musste, das Fenster herunterzufahren, weil mir so schlecht war.

Die Standesbeamtin

Ich habe ja, unter anderem von meinem Fahrlehrer, gehört, dass die Standesbeamten in der viertgrößten Stadt Niedersachsens schrecklich sein sollen – unpersönlich und zickig. Das war in diesem Fall aber gar nicht so. Sie hat uns gefragt, wie lange wir schon zusammen sind, und ein schönes Gedicht rezitiert. Sie sah übrigens auch sehr gut aus, weswegen ein alleinstehender Freund hinterher fragte, ob ich ihn nicht mit ihr bekannt machen kann. 😀

WTF-Moment

Der war nicht bei mir. Schwager Nummer zwei hat sich aber darüber gewundert, was für einen merkwürdigen Wohnsitz ich habe. Ich musste es ihm dann erklären. Gott sei Dank ist diese Kindergeldgeschichte ja auch bald vorbei.

Schönster Moment

Als er Ja sagte. Dass er in seine Rede im Restaurant eine Anspielung auf Al Borland eingefügt hat, war aber auch nicht schlecht.

Rührendster Moment

Die Lieblingstante von Monsieur kam im Trauzimmer zu mir zum Gratulieren und ich konnte deutlich sehen, dass sie Tränen in den Augen hatte.

Ungewöhnlichster Moment

Als ich zum ersten Mal von Monsieur als meinem Mann sprach.

Die Fotografin

Sie hat sehr schöne Bilder gemacht… nur die ersten paar sind vermutlich nicht gut geworden, weil sie uns vorm Tor des Standesamtes haben wollte und da wir mittags geheiratet haben, schien die Sonne genau drauf.

Das Restaurant

Wir haben uns ein mexikanisches Restaurant ausgesucht, in dem wir zuvor schon mit meinen Eltern gespeist haben. Das Hauptkriterium war: Jeder kann oder darf dort essen – mein Vater verträgt weder Gluten noch Jodsalz; in unserem Freundeskreis gibt es Vegetarier und Fruktoseintolerante. Wir haben kein Menü vorgegeben, jeder durfte bestellen, was er wollte. Komplimente gab es vor allem für die Steaks und den einen Nachtisch (Vanilleeis mit Kahlúa). Ich selbst hatte einen Burrito, der sehr lecker war, aber auch scharf. Sehr scharf. Außerdem Nachos mit Guacamole, von denen irgendwie jeder am Tisch was haben wollte.

WTF-LOL-Moment

Mein, äh, Mann und ich wurden von der Fotografin in den kleinen Gang zwischen Standesamt und benachbarter Kirche gebeten, damit wir dort auch noch schöne Fotos machen konnten. Als wir dabei waren, merkte ich, dass ein gewisser Herr, der gut 21 Jahre älter ist als ich, heimlich Fotos aus dem Trauzimmerfenster heraus gemacht hat. 😀

Lustigster Moment

Da gab es viele, aber ich glaube, die Ehre gebührt dem Moment, in dem wir die Glückwunschkarte von Schwager Nummer eins gelesen haben… er hat Homer Simpson zitiert. „Und wenn du dein Essen nicht mehr schaffst, so esse ich es für dich auf.“

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Level up

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Ein ausführlicher Bericht folgt morgen.

Mit glücklichen Grüßen

Die Kitschautorin

2015, yeh

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1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich würde dem Jahr glatt eine 10 geben, da das Bafögamt mich allerdings nicht mehr mag, gebe ich ihm nur eine 9.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Kurzsichtiger, außerdem habe ich eine Hornhautverkrümmung. Lustig war, wie ich das Ganze entdeckt habe – eigentlich wartete ich nur auf meinen Freund, der einen Sehtest ablegte, und tat das dann auch. Zusätzliche –0,75 – ich habe direkt eine neue Brille bestellt. Als ich sie aufsetzte, sah ich plötzlich wieder alles total scharf – wie in HD.^^

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Das Bafögamt hat entschieden, dass ich genug auf dem Konto habe und meine Eltern eh zu viel verdienen. Allerdings arbeite ich jetzt als Tutorin.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Unentschieden.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Genau kann ich das nicht sagen. Ich habe aber versucht, mich etwas zurückzuhalten.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” wurde eine selbstgestrickte Bommelmütze verlost und ich habe sie gewonnen. Oh, und ich habe mit einem durch meine Mutter geschenkten Rubbellos sechzig Schwedische Kronen gewonnen. (Aber nicht ausgegeben.)

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Das Schwimmen wurde beibehalten, zwischenzeitlich habe ich mal Jiu Jitsu an der Uni gemacht, und ich schätze, die Rennerei wegen des Umzugs kann man auch zählen.

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Der ganze Stress, den ich dieses Jahr erlitten habe, drückte mir Brust-, Kopf-, Magenschmerzen und einige Blutdruckausreißer auf. Ansonsten fällt mir nichts Nennenswertes ein.

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Siehe Frage 10.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Mitten im Endstress eine Woche nach Schweden zu fliegen.

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Ähm… zählen die Narkoserisiken bei der Magenspiegelung?

14.   Die teuerste Anschaffung?

Die Möbel, die ich vor zwei Tagen gekauft habe.

15.   Das leckerste Essen?

Vor knapp drei Wochen habe ich die Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen, zusammen mit fleißigen Helfern einen Haufen Krams in die Wohnung gestellt, dann eine Küche bestellt und danach Nudeln mit rotem Pesto gemacht. Das war so geil.

16.   Das beeindruckendste Buch?

*denkt lange nach* Die Bibel.

17.   Der ergreifendste Film?

*denkt auch hier lange nach* “Neukölln unlimited”. Ich weiß, der ist älter, ich habe ihn aber erst jetzt gesehen. Der Film hat mich auf so viele Weisen beeindruckt. Ich war traurig, wütend, aber auch optimistisch.

18.   Die beste CD?

“Bingo” von Bela B.

19.   Das schönste Konzert?

Bela B & Smokestack Lightning feat. Peta Devlin am 5. Mai im Bielefelder Ringlokschuppen.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

22.   Zum ersten Mal getan?

Für die Uni gearbeitet. Bela B live gesehen. Bei einer Taufe mitgemacht (als Täufling). In Österreich gewesen. Das Bremer Überseemuseum besucht. Die Synagoge der viertgrößten Stadt Niedersachsens von innen gesehen. Einen Gottesdienst mit Flüchtlingen besucht. Ein Gedicht von mir veröffentlicht. Für den Störungsmelder geschrieben. Auf Uniexkursion gewesen (beinhaltend den erstmaligen Besuch einer KZ-Gedenkstätte sowie des Jüdischen Museums Berlin). Mich erfolgreich bei der Deutschen Bahn beschwert. Bei einem Adventskalender-Gewinnspiel was gewonnen. Einen Rubbellos-Gewinn gehabt. Mit Kanadiern gesprochen. In orthodoxen, einer methodistischen und reformierten Kirchen gewesen. Anhänger der Bahai-Religion kontaktiert. In Baden-Württemberg sowie auf einer katholischen Hochzeit gewesen. Einen Nachtzug benutzt. Pandas und Koalas live gesehen. Beschlossen, in einen Ort zu ziehen, den ich zu diesem Zeitpunkt noch nie betreten hatte. Eine nicht erfolgreiche Online-Bestellung getätigt. Eine Bahnreise aufgrund einer Bombenentschärfung zwangsweise modifiziert. Ein wenig Gebärdensprache gelernt. Eine Langzeit-Blutdruckmessung gemacht.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

Im kleinsten Bundesland Deutschlands gewesen, ohne es nur zu durchqueren. Einige Zeit sehr viel Englisch geredet. Im Unichor gesungen.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit dem Bafögamt. Die Frage, wo ich im neuen Jahr leben werde. Umzugsstress. Die Art, wie das letztjährige Weihnachten verlaufen ist. Es war zwar schön, aber trotzdem doof.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Taufe.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das Klingonisch-Wörterbuch.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Eine neue Küche…

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Ich liebe dich und freue mich, dass du mir nach (hier Ort einfügen) folgst.”

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Ich liebe dich und möchte ganz lange mit dir zusammenbleiben.”

30.   Dein Wort des Jahres?

Christentum.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Umzug.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

“Topf voll Gold” und “Gekreuzsiegt”.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2015

Die Kitschautorin

Eine Hochzeit, die ist lustig, eine Hochzeit, die ist schön

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Am Wochenende konnte ich der Reihe “Erste Male” zwei weitere Punkte hinzufügen. Ich war zum ersten Mal in Baden-Württemberg und zum ersten Mal auf einer kirchlichen Hochzeit.

Der Cousin meines Freundes lebt mittlerweile in dem Bundesland, wo sie alles außer Hochdeutsch können. Und er ist dort als Unternehmensjurist tätig. Mit anderen Worten: Er hat ziemlich viel Asche. Und so konnte er sich eine epische Hochzeit in einem ehemaligen, auf einem Berg gelegenen Kloster und einen mehrmaligen deutschen Grillmeister auf der Feier leisten. Beides nicht zu verachten. Die Fotos von der Stiftskirche findet ihr auf Flickr.

Ich habe ja ein Herz für Kirchengebäude und deren Architektur und habe ziemlich viele Bilder verknipst (an dieser Stelle noch mal vielen Dank für die Kamera zum Geburtstag). Mein Freund meinte aber, der ganze Prunk stoße ihn ein wenig ab. Und das konnte ich auch wieder nachvollziehen. Muss auch nicht unbedingt sein. Auch schlichte Kirchen sind schön, zum Beispiel die, in der ich getauft wurde.

Untergebracht war ich in einer Ferienwohnung, die ganz schnuckelig war, allerdings von den diversen Hinweisen überall stark an die Simpsons-Folge erinnerte, wo die Simpsons in Ned Flanders’ Haus sind. Und überall standen Bücher darüber rum, wie schlecht Erdstrahlung doch ist. Merkwürdigerweise konnte ich in dem Haus nicht so gut schlafen wie zu Hause – hat mir die Erdstrahlung etwa gefehlt? Und das Bett hält nicht besonders viel aus.

Quelle: forums.crackberry.com

Insgesamt war das Wochenende klasse, nur habe ich jetzt genug von langen Autofahrten, der Lieblingsmusik der Fahrer und meckernden Müttern.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin