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Kunstgeschichte und andere Stories

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Meine Uni hat beschlossen, das Kunsthistorische Institut in sechs Jahren dichtzumachen. Warum das ziemlich banane ist, steht hier, genauso wie der Link zur Petition. Den letzten Stand findet ihr hier. Ich hoffe, dass die Proteste erfolgreich sind.

Ansonsten ist mein Leben zurzeit relativ langweilig. Ich arbeite und studiere unmotiviert vor mich hin. Nur eine interessante Sache ist passiert: Vorgestern habe ich zum ersten Mal Kontaktlinsen ausprobiert. Ich war zunächst etwas irritiert, da ich den Eindruck hatte, damit nicht so gut zu sehen wie mit der Brille. Das stimme auch, sagte die nette Optikerin, aber das sei ganz normal, man erreiche nie denselben Wert. Und es reiche für den Führerschein immer noch aus. Gut zu wissen, auch wenn ich die Linsen eher so beim Sport tragen werde.

Einsetzen ging ganz gut, das Rausnehmen… naja, ich sah hinterher aus, als hätte mir wer das Herz gebrochen. Hätte ich meinen Fingernagel früher gekürzt, hätte das aber auch gut geklappt. Am Mittwoch werde ich sie wieder tragen – für das Ju-Jutsu-Training, zu dem ich seit einigen Wochen gehe. Mal sehen, wie das wird.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Heute in der Uni

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Heute wollte ich in die Uni, um dort Einsicht in ein Gutachten zu beantragen.

Punkt 1: Ich brauchte nen schriftlichen Antrag, wovon ich vorher nichts wusste.

Punkt 2: Die Bachelor-Prüfungsamtsfrau war krank.

Punkt 3: Die Master-Prüfungsamtsfrau, die sie vertrat, hätte – ich hatte mittlerweile irgendwie den Antrag klargekriegt – mich ins Gutachten reinschauen lassen können, wollte aber nicht. Begründung: „Mir wäre aber schon lieber, wenn Sie dafür zu (BA-Frau) gehen, ich hab das ja gar nicht vorliegen und müsste das erst raussuchen, das geht ja gar nicht, weil das dauert viel zu lange…“

Es war zwar viertel nach elf und die normale Sprechstunde wäre um halb zwölf zu Ende gewesen, aber was ist das denn für eine Begründung? Wenn zu meinem Mann eine Kundenfirma kommt und an ihn eine Frage hat wegen eines Bauteils und der sagt: „Ne, das mach ich jetzt nicht mehr, weil ich in ner Viertelstunde Feierabend habe“, dann wird er gefeuert. Da kann man sich die Vertretung ja auch gleich sparen, wenn sie keine Zeit oder Lust hat, das zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Ich schrieb dann an die BA-Frau, ob wir, sobald sie gesundet ist, einen Termin für die Einsicht machen können. In der Abwesenheitsnotiz stand dann: „In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte ans Master-Prüfungsamt.“ Äh, ja.

Studentenmädchenreport, Tag 85

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Zulassung

Ich schätze, das heißt: Jetzt wird’s ernst…

Mit freundlichen Grüßen

Kitschautorin, cand. paed.

Studentenmädchenreport, Tag 70

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Mein Lieblingsdozent of all time hat den Antrag unterschrieben. Ich muss ihn jetzt zu meiner Zweitgutachterin bringen. Wenn die ihn unterschrieben hat, kann ich ihn im Dekanat abgeben – und dann gut zehn Tage später laut rufen: “Jetzt geht’s lo-hos!”

Inoffiziell ist es natürlich längst losgegangen. Ich war heute bei meinem Betreuer, um noch das eine oder andere mit ihm zu besprechen. Ich weiß jetzt, ob ich französische Quellen zitieren darf (darf ich) und wie die Arbeit ungefähr heißen wird (“Fremdenfeindlichkeit im heutigen Deutschland”).

Nicht so nett: Es gibt leichte Organisationsprobleme bzgl. früherer Leistungen, die ich bei ihm erbringen musste. Wo mache ich wie viele Punkte und macht das Prüfungsamt das mit? Es ist so nervig. Aber all das ist nichts im Vergleich zu dem, was diese Frau erleben musste:

http://www.tagesschau.de/inland/syllm-rapoport-101.html

Als ich das gelesen bzw. gesehen habe, dachte ich mir: Ich werde mich von dem kleinen bisschen, das mich nervt, nicht aufhalten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Bier und Bibliotheken

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Tagesordnungspunkt 1: Bier

Gestern Abend wagte ich mich zum ersten Mal seit keine Ahnung wann in die einzige Kneipe der Welt, in der mir das Bier schmeckt, und bekam Folgendes zu hören:

Wir müsssssn jez geeeeehn. Ssssorry, wir wolllln nichhh stöööören, aber du hassss schönes Haar.

Ähm, danke.

Tagesordnungspunkt 2: Bibliotheken

Dozent empfiehlt mir bestimmtes Buch. Ich gebe es in die Suchmaske meiner Unibib ein. Ergebnis: “ausleihbar, Verlust”. Da hat also entweder irgendein Assi das Buch verstellt, damit es kein anderer ausleihen kann (und ich dachte immer, so was machen sonst nur Juristen) oder eine Bibliotheksaufsicht hat ihre Arbeit nicht richtig gemacht. Was ich aber noch toller finde: Eine 60 km entfernte Uni, die zu den kleinsten Unis in Deutschland zählt (und, nebenbei bemerkt, so klein ist, dass sie erst vor drei Jahren die Online-Immatrikulation eingeführt hat), hat das Buch. Irgendwas läuft hier falsch.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Der Bereich der Uni, für den ich demnächst als Tutorin arbeiten soll, hat meinen Personalbogen verschlampt und ich darf alles noch mal ausfüllen resp. kopieren. Irgendwas läuft hier DEFINITIV falsch.

Zweiundzwanzig

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Dem einen oder anderen Blogleser dürfte bereits aufgefallen sein, dass ich die “tageszeitung”, kurz “taz”, sehr schätze. Ich habe ihren Newsletter abonniert. Und eines Tages landete Folgendes in meinem Mailfach:

http://www.neuraus.de/component/option,com_shopblog/showoffer,28367/

Entscheidend ist hierbei der Punkt drei. Der klang sehr interessant, also habe ich mich sogleich gemeldet. Vor ziemlich genau einem Monat besuchten mich dann zwei sehr nette taz-Mitarbeiterinnen, eine Redakteurin und eine Fotografin, bei mir zu Hause. Ich finde den Artikel okay, auch wenn ich dadurch wohl so rüberkomme, als wäre ich internetsüchtig. Aber es ist was Wahres dran und irgendwie finde ich das auch lustig. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann den Artikel hier lesen:

http://bit.ly/1aWJ5nq

Ich habe den Artikel auch einigen Internetfreunden gezeigt. Einer meinte, ich würde durch das Bild eine Null-Bock-Haltung vermitteln und das könnte mir eventuell Schwierigkeiten bei der Jobsuche einbringen. Dabei würde ich gar keinen Job haben wollen, wo es Probleme wegen eines solchen Artikels geben könnte.

Aber wenn es um deinen Traumjob geht, siehst du das vielleicht anders.

Wenn mir da so was in die Quere kommen könnte, wäre es nicht mein Traumjob. Ganz einfach.

Samstag erschien der Artikel, und seit gestern stimmt die Altersangabe, die darin steht, nicht mehr. Leider musste ich gestern ein Referat halten, weil die letzten beiden Termine der Veranstaltung „Demokratietheorien“ falsch eingetragen worden waren und ich es nicht rechtzeitig gemerkt habe. Aber immerhin habe ich viele tolle Geschenke bekommen. Die Liste ist nicht ganz vollständig, z.B., weil meine Oma das Paket erst nächste Woche losschickt, aber trotzdem möchte ich das bis jetzt Erhaltene hier aufzählen:

– eine Eismaschine

– zwei Tafeln Schokolade, eine davon riesengroß

– Geld (das ist sehr gut, weil ich diesen Monat die Studiengebühren fürs nächste Semester bezahlen muss, grr)

– einen Thalia-Gutschein

– einen Amazon-Gutschein

– das “Genial-daneben”-Spiel

– drei Bücher (darunter “Die Sauerei geht weiter” von Jörg Nießen und “Volkscomputer” von Brian Bagnall)

Ich finde alle Geschenke wirklich super, aber mir gingen die Augen total auf, als ich entdeckte, was sich noch unter den drei Büchern befand, die mir meine Eltern geschenkt haben: der zweite Fotoband von Farin Urlaub. Australien und Osttimor. Und ich hab nicht nur den sauteuren Band gekriegt, nein, er ist auch noch handsigniert. Selten habe ich mich so über ein Geschenk gefreut. Ich bin gerade dabei, es durchzugehen, und die Bilder sind wirklich atemberaubend. Den Amazon-Gutschein habe ich übrigens schon eingelöst – die Tora und der Babylonische Talmud sind auf dem Weg zu mir.

“Die Sauerei geht weiter” kann ich sehr empfehlen. Ich habe es gestern sehr schnell durchgelesen, weil die Geschichten des als Feuerwehrmann und Rettungsassistent arbeitenden Autors so amüsant waren. Mit “Volkscomputer”, einem Buch über die Firma Commodore, habe ich heute im Wartezimmer meines Hausarztes angefangen, und es ist auch sehr interessant.

Apropos Arzt – ich bin dort heute lieber mal hingegangen, weil mich das komische Drücken in der Brust, das mich schon vor einigen Wochen quälte, die ganze letzte Nacht nicht schlafen ließ. Als heute Morgen um sieben wegen eines Friseurtermins der Wecker klingelte, wäre ich am liebsten im Bett liegengeblieben, so fertig war ich. Ich habe es dennoch hingeschafft, aber nur, weil mich der tollste Mann der Welt gefahren hat. Auf dem Friseurstuhl wäre ich dann fast eingeschlafen. Das Brustdrücken ließ mich immerhin für den Rest des Tages in Ruhe. Bis auf eine kleine Episode, als ich in die mir verhasste Juristenbibliothek musste, um einen wichtigen wissenschaftlichen Aufsatz zu kopieren. Ich mag die Juristenbibliothek nicht, weil ich, als ich das letzte Mal da war und ein Spiel auf meines Freundes Laptop spielte, bei dem man ziemlich viel klicken muss, von einer blöden Jurastudentin angequatscht worden, ich solle doch bitte damit aufhören. Als ich heute was tippen musste, wurde ich zwar ein paar Mal blöd angeguckt, aber in Ruhe gelassen. Vielleicht hängt es auch an der Zeit, zu der man hingeht – die Leute, die einen Sonntagnachmittag in der Bibliothek der juristischen Fakultät einer Universität verbringen, sind wohl einfach nicht so locker drauf.

Ich fühlte mich unwohl, als ich heute in der Juristenbibliothek saß. Vor einiger Zeit habe ich mal in einem Studienführer einen Artikel über unterschiedliche Fächerkulturen gelesen. Und es scheint was dran zu sein. Vom Aussehen her passte ich mit meinen knallroten Haaren und den Schlabberklamotten jedenfalls gar nicht zu all den adrett gekleideten und, falls männlich, vollgegelten Wesen, die durch die Bibliothek stromerten. Bin aber auch irgendwie stolz drauf.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Einführungswoche

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Wie aufmerksame Leser bereits wissen, mache ich zurzeit ein Praktikum bei einem örtlichen Radiosender. Für diese Woche habe ich mich mit meinem Chef drauf geeinigt, dass ich zwei Tage beim Sender und zwei Tage in der Uni bin. Ich möchte jetzt von meinen Erfahrungen bei Letzterem berichten.

Erster Tagesordnungspunkt am Dienstag war die Sprechstunde mit einem Pädagogikdozenten.

1.) Ich hatte verpeilt, mir den Raum und das Gebäude aufzuschreiben, in dem besagte Sprechstunde statt fand.

2.) Ich ging auf gut Glück in ein Gebäude und fragte, wo die Sprechstunde sei. Mir wurde erklärt, wo die Pädagogen sitzen.

3.) In einem anderen Gebäude fragte ich noch mal nach, wohin ich muss. Die nette Psychologiestudentin erklärte mir, wo ich einen Computerraum finden konnte (auch sehr wichtig zu wissen, wirklich!). Dort ergoogelte ich mir, wohin ich musste.

4.) Dort angekommen, informierten mich die netten Leute von der Fachschaft Erziehungs- und Kulturwissenschaften darüber, dass ich zum Erstsemesterfrühstück in Gebäude XY müsse.

Das fängt ja nett an, dachte ich. Ich erfuhr dort aber schließlich alles, was ich rauszufinden beabsichtigt hatte, und kam sogar in den Genuss eines Schokokussbrötchens. (Klingt schräg, schmeckt aber super.)

Nach dem Erstsemesterfrühstück der Pädagogen ging ich schon wieder essen, und zwar diesmal in die Mensa, mit einigen Erstsemesterstudenten des Fachbereichs Sozialwissenschaften. Die Mensa wurde nicht zu Unrecht mehrmals ausgezeichnet. Danach fuhr ich kurz nach Hause, um für eine Informationsveranstaltung zum Studiengang Politik wiederzukommen. Die war aber nicht sehr informativ.

Heute schließlich war die zentrale Begrüßungsveranstaltung für Erstsemesterstudenten. Zwei Freunde von mir sind mitgekommen, weil man dort Unmengen an Gratiszeug abstauben kann. Ich möchte an dieser Stelle aufzählen, was ich bekommen habe:

– ein Heft über Unnützes Wissen

– einen Walnussknacker

– vier Kondome

– vier Aufkleber (davon drei vom Schwulenreferat der Uni. Mein Favorit: I ❤ Penis.)

– 16 Gutscheine

– zehn Gratispostkarten

– neun Tüten mit Gummibärchen

– vier Bonbons

– ein Tütchen mit Erdnüssen

– zwei Stück Traubenzucker

– vier Luftballons

– drei Post-it-Blöcke

– einen normalen Block

– elf Stifte

– zwei Lesezeichen

– eine Ausgabe des Neuen Testaments

– einen Taschenspiegel

– einen Radroutenplan

– eine Haarspülungsprobe

– Kekse von der Islamischen Hochschulgemeinde

– einen Bierdeckel von Amnesty International

– drei Schlüsselanhänger (einer dient als Zahnseidenspender, ein anderer als Flaschenöffner)

– ein Päckchen Kaugummi

– ein Brillenputztuch

– eine Plastikhülle für den Studentenausweis o.ä.

Ich würde mal sagen, es hat sich gelohnt, dahin zu gehen. Nächstes Jahr mache ich das wieder – wie meine anderen Freunde.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin