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Schlagwort-Archive: Fahrstunde

Fahrstundeeeee

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Heute hatte ich die zweitunwahrscheinlichte Fahrstunde meines Lebens. Die ersten 15 Minuten brachten wir damit zu, dass mein Fahrlehrer mich total schwachsinnigen Kram fragte, bei dem längst klar war, dass ich ihn draufhabe, aber das Gesetz will, dass er mich das abfragt und dann abhakt, wenn ichs wusste. Die Frage, wie ich die Außenspiegel verstelle, konnte ich dann schon nur noch lachend beantworten.

Dann fummelte er während der Fahrt auch noch ständig an nem Zettel herum. Er erklärte mir, dass er laut Gesetz jetzt auch noch laufend notieren muss, wie ich welche Situation bewältige. Während der Fahrt. Wie soll er da denn noch aufpassen, wenn er die Punkte abhaken muss? Oh, und demnächst fährt bei mir ein Mann vom Straßenverkehrsamt mit, um zu gucken, ob mein Fahrlehrer auch alles richtig macht. Weil er das nach 40 Jahren Berufserfahrung ja ganz sicher nicht weiß.

Mit kopfschüttelnden Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Er hat mich während der Abfrage gesiezt… was er sonst nie tut… alles der Bürokratie Form halber.

Überraschende Erkenntnisse

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Wie ihr vielleicht wisst, muss das Auto anständig versichert sein, wenn ihr es im öffentlichen Verkehr in Betrieb nehmen wollt. Mein Fahrlehrer hat gestern erzählt, dass auch Seehunde mit reingenommen wurden. Seehunde? Ernsthaft? Wie hat es irgendwer geschafft, einen Unfall mit einem Seehund zu haben (denn aus irgendeinem Grund muss das ja mit reingenommen worden sein)?

Heute hatte ich dann aber ein NOCH interessantes Gespräch. Der eine oder andere weiß vielleicht, dass ich nach meiner praktischen Stunde nicht besonders gut drauf war. Heute haben wir noch mal darüber geredet. Der Fahrlehrer meinte, als ich aus dem Auto wackelte, habe er erst mal überlegt, was er mit mir machen soll, weil ich wohl aussah, als würde ich gleich zusammenklappen. Er habe gemerkt, dass ich einen Leistungsabfall hatte, weswegen er auch die Pedale übernommen hat, sobald wir wieder in der viertgrößten Stadt Niedersachsens waren. Ich habe ihm dann von den Kopfschmerzen erzählt, die ich mittendrin bekam, und er meinte, dann hätte ich eigentlich nicht fahren dürfen. Ähm, okay… Hoffentlich wird das nächsten Montag besser. Ich werde gucken, wie ich das hinkriege.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Verkehrssituationen

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Gestern hatte ich meine erste praktische Fahrstunde. Und ich fühlte mich dabei ungefähr so:

Naja, Übung, Meister, blablabla.

Heute dann wieder Theorie und man hört Sachen, die glaubt man nicht. Es ging zum Beispiel um Halteverbotsschilder. An dem See, in dessen Nähe mein Freund aufgewachsen ist, findet man laut Fahrlehrer ein Schild, das so aussieht:

Schild

Wie soll man denn da reagieren? Mein Fahrlehrer hat gleich darauf hingewiesen, dass das kein offizielles Schild ist.

(Das hier habe ich übrigens gefunden, als ich nach Bildern von dem Schild suchte. Okay…)

Später hat er dann davon erzählt, wie ihm auf der Autobahn ein Reifen platzte, was dafür sorgte, dass sein Hintermann – der einen teuren BMW fuhr – u.a. eine Kiste Cola vorne drauf bekam. Erstaunlicherweise hielt der BMW-Mann nicht an. Mein Fahrlehrer vermutete, dass das Auto geklaut war.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ein kleiner Brief

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Man sollte ja meinen, wenn sich Kunden von einem Unternehmen abwenden, bietet man ihnen besseren Service, damit sie bleiben. Die Deutsche Bahn scheint da anders zu handeln.

Ich wohne in einem kleinen niedersächsischen Dorf und fahre momentan vier Mal in der Woche morgens in die viertgrößte Stadt Niedersachsens. Es ist nicht nur so, dass der Zug immer unpünktlicher wird, seit ich die Fahrschule besuche, heute Morgen fiel auch noch der Zug aus, somit kann ich vermutlich erst Montag wieder zur Fahrstunde erscheinen.

Ich bin höchst unzufrieden, denn diese Fahrstunden sind nicht billig. Dass ich meine Bahncard bei diesem miesen Service nicht verlängern werde, versteht sich jawohl von selbst. Sollte ich jemals keine Lust mehr haben, zur Fahrschule zu gehen, erinnere ich mich an den heutigen Tag und weiß dann wieder, warum ich das tue.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Die Bahn hat diesen Text bereits als Mail erhalten.

Noch ’ne Geschichte

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Um genau zu sein, möchte ich hier zwei Geschichten wiedergeben, die heute in der Fahrschule erzählt wurden.

1.) Das verletzte Kind

Der Fahrlehrer wies darauf hin, dass man, wenn man Kinder im Auto hat, am besten immer die Türen sichert. (Und natürlich die Kinder selbst.) Während einer Übungsstunde musste er mal Halt machen, weil ein Porsche mitten auf der Kreuzung stehengeblieben war. Er ging hin, um zu sehen, ob er helfen kann. Auf der Straße lag ein höchstens zweijähriger Junge, dem anzusehen war, dass er einen Schädelbasisbruch hatte. Die Mutter keift: „Dieser ungezogene Bengel macht einfach während der Fahrt die Tür auf!“, schmeißt das Kind wieder ins Auto (ja, das darf man wörtlich nehmen) und rast nach links davon. Das Krankenhaus wäre ein paar hundert Meter weiter rechts gewesen. Der Fahrlehrer sagte, er habe davon ausgehen müssen, dass das Kind gestorben ist.

2.) Es gab Gott sei Dank auch lustige Geschehnisse. Nach der Stunde erzählte ich dem Fahrlehrer, dass meine Verwandtschaft mir ein Auto schenken will. Aus seiner Sicht habe ich vermutlich zwei Fehler gemacht: Das Auto ist gebraucht und es ist ein Hyundai. Ich wurde darauf hingewiesen, dass man Autos am besten immer neu kauft, dass nach 100000 km immer irgendwas total kaputtgeht und dass Asiaten in der Reparatur immer viel teurer seien. Außerdem sei bei meinem fünf Jahre alten Wagen vermutlich gerade die Garantie erloschen und ich solle doch mal gucken, ob ich noch eine Verlängerung kaufen könnte. Als ich zur Tür rauswollte, fragte er dann noch, wie viel meine Verwandtschaft denn von mir haben wollte. „Das schenken die mir.“ „Na, DANN musst du’s auf jeden Fall machen. Dann kannste auch 5000 Euro für Reparaturen bezahlen, ist immer noch billig.“ Alles klar. 😀

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Gestern erzählte er etwas über einen Fahrschüler, der durch die Prüfung fiel, weil auf seiner Fahrbahn ein LKW stand, der einige Stunden lang etwas entladen musste, und wegen der durchgezogenen Linie hielt er es für eine ganz tolle Idee, einfach rückwärts zu fahren.

Fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn

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Kaum ringe ich mich endlich dazu durch, eine Fahrschule zu besuchen, ist die Bahn beleidigt und kommt viel zu spät. War ja zu erwarten. Als ich letztes Jahr mal eine Fahrschule besichtigt habe, kam sie auch viel zu spät, und der Stadtbus auch.

Wenn sich einer ans Fahren macht, erfährt man ja immer interessante Geschichten. Und die müssen nicht immer positiv sein. Ich fand es sehr bemerkenswert, wie sich vor gut acht Jahren ein Klassenkamerad darüber aufregte, dass für Leute in der Probezeit die Null-Promille-Grenze eingeführt werden soll. Angeblich gehe es ihm gar nicht darum, dass er sich vollbesoffen ans Steuer setzen will, er wolle ja nur am Tag nach einer Party, wenn er vielleicht noch so 0,1 Restalkohol habe, nach Hause fahren können. Ja nee, is klar…

Als ich gestern nach der ersten theoretischen Fahrstunde meine Oma anrief, um etwas zu klären, erzählte sie mir, dass sie einmal durch die praktische Prüfung gefallen ist, weil ein kleiner Junge am Zebrastreifen sich nicht entscheiden konnte, ob er nun rüberwill oder nicht und sie dann nach einer Weile einfach gefahren ist. So, und ich hoffe, dass das euch jetzt nicht mehr passiert.

Der Fahrlehrer ist ziemlich cool, weswegen ich ihm insgeheim den Vornamen meines Opas mütterlicherseits gegeben habe, denn genauso ist er. Ihm wurde mal ein Auto geklaut. Ich frage mich nur, ob der Versicherungsscheck, der doppelt so hoch war wie der Kaufpreis, ihn darüber hinwegtröstete, dass die Dortmunder Polizei ihn behandelt hat wie ein Stück festes Exkrement. Muss ihn mal fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin