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Das böse Internet

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Ich weiß, es ging schon vor zwei Wochen herum, aber anscheinend kommt man zu umso weniger, je mehr Zeit man hat. Moritz Bleibtreu hat in der Welt am Sonntag gesagt, dass er die Nase voll vom Internet hat. Er ist dafür, es abzuschaffen, er braucht es nicht, er beklagt vor allem die viele Gewalt, zu der Minderjährige übers Internet total einfachen Zugang haben, und man soll doch statt über Gewalt in Filmen über Gewalt in sozialen Netzwerken reden.

Ja, im Internet passieren viele dumme, schlechte und hirnlose Sachen. Ja, auch ich habe gelegentlich die Nase voll vom Internet. Und dennoch frage ich mich, wie häufig Herr Bleibtreu eigentlich wirklich im Internet unterwegs ist. (Oder ob er sich bewusst ist, wie stark sein Erfolg vom Medium Internet abhängt.) Das Internet ist eben nicht nur ein Hort der Unmenschlichkeit und Gewalt. Viele meiner Freunde habe ich über das Internet kennen gelernt. Ohne Internet hätte ich so manches Mal niemanden gehabt, der mir beisteht, wenn meine diversen Krankheiten mir mal wieder zu schaffen machen. Und das habe ich gerade den sozialen Netzwerken zu verdanken.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Existierende und ehemalige Staaten

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Ich war über Weihnachten mit meinem Freund bei meinen Eltern. Es war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Dafür gab es mehrere Gründe. Einer davon: Wetter und Lichtverhältnisse. Es zieht ganz schön runter, wenn es die ganze Zeit regnet und nie richtig hell wird bzw. um drei schon wieder ganz dunkel ist. Ein anderer: die Sprachbarrieren. Ich wünsche mir manchmal, dass ich nicht dauernd irgendwelchen Leuten sagen muss: “Jag kan inte tala svenska.” Gott sei Dank können die alle Englisch.

Ich war einige Male in Begleitung meines Vaters einkaufen. Es ist unglaublich, was es in den dortigen Supermärkten alles (nicht) gibt. Jogurt in Milchkartons, Eintopf in wurstförmigen Pellen und wenn man ungesalzene Butter will, muss man richtig lange suchen. Ich habe dort aber richtig lecker gegessen. Danach lag ich oft halbkomatös auf dem Sofa und habe ein wenig gelesen. “Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist?” zum Beispiel. Das Buch hat mich gut unterhalten (bis auf die letzten beiden Kapitel, die aber sehr gut geschrieben sind, sowie das Kapitel über moderne Technologien, das mir ein wenig zu ablehnend herüberkommt). Kann man sich ruhig kaufen.

Am 24. gab es Geschenke. Ich habe so viele Süßigkeiten bekommen, dass ich nicht weiß, wie ich das jemals wieder aufessen soll. Erstaunlich, dass mein Koffer mit dem ganzen Zeugs nicht die Obergrenze am Flughafen geknackt hat. Am 25. war ich zum zweiten Mal in meinem Leben in einem Weihnachtsgottesdienst. Weil ich gerne verstehe, was mir erzählt wird, war ich in der Deutschen Kirche Stockholm. Die kannte ich zwar schon von Fotos, aber als ich drinsaß, war ich beeindruckt von all der Pracht. So viel Gold und Schmuck hatte ich noch nie in einer Kirche gesehen. Der Gottesdienst war wirklich schön, aber ich fand es schade, dass ich die Lieder noch nicht kannte. Bis auf das Schlusslied natürlich, das, wie mir gesagt wurde, in keinem lutherischen Weihnachtsgottesdienst fehlen darf: “Oh du fröhliche”.

Gegessen habe ich immer zusammen mit meiner Familie. Mein Vater erzählte da einige, ähm, interessante Geschichten. Wie er mal mit meinem Opa zusammen in Tschechien war, dort eine AC/DC-Platte gekauft und eine Heidenangst hatte, damit erwischt zu werden. Oder wie Helmut Schmidt den Weihnachtsmarkt in der Kreisstadt besuchte, weswegen massenweise Stasi-Menschen im Dorfpark herumlungerten. Der war nämlich auf dem Weg. Mein Vater war auf dem Weg zur Schule, auf einmal hielt ihn einer der Typen an und sagte: “Hier kannst du nicht weitergehen.” Er musste wieder umdrehen. Übrigens war er damals elf Jahre alt.

Als ich die Stasi-Weihnachtsmarkt-Geschichte im IRC erzählte, kam aber jemand an, der die DDR ganz knorke findet. Und ich kann es einfach nicht verstehen. Wie kann jemand diesen Unrechtsstaat nur toll finden? Sicher, einige Aspekte daran waren nicht verkehrt. Aber den ganzen Staat? Niemals. Arbeiten wir daran, dass es so was nie wieder gibt. Dort kann man nicht anständig leben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Prosaisches Intermezzo

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Ich hab ja schon im letzten Eintrag etwas über mein zweiwöchiges Intermezzo in der zweitgrößten Stadt Deutschlands bzw. deren Umgebung erzählt, aber da ist noch mehr und das kommt jetzt.

Wie angekündigt waren mein Freund und ich unterwegs, um uns das Erotic Art Museum anzusehen. Das hatte, warum auch immer, gerade nicht auf, und das, obwohl ich die Öffnungszeiten vorher im Internet überprüft hatte. Die kurzfristig ausgewählte Alternative, das Kommunikationsmuseum, existierte nicht mehr, wie uns die nette Apothekerin, die dort arbeitete, wo das Museum laut veraltetem Reiseführer (boah, bin ich froh, dass das nicht mein eigener war, der ist noch älter) sein sollte, mitteilte. Sie empfahl uns dann das Museum für Kunst und Gewerbe und da fuhren mein Freund und ich dann hin.

Ich fand das Museum auch sehr gut. Es gab dort Fotos von Steve McCurry zu sehen, einem amerikanischen Fotografen und Fotojournalisten. Einige von euch kennen vielleicht sein Bild eines afghanischen Mädchens mit grünen Augen. Am eindrucksvollsten fand ich das Foto dieses Jungen hier: http://2.bp.blogspot.com/-_8z3lV3appc/ULXtBToY3mI/AAAAAAAACco/qnXY74xf8CE/s1600/PERU-10027_2.jpg Ich fand es ziemlich hart, einige von euch vielleicht auch. Doch nicht nur Steve McCurrys Fotos sind sehenswert, man findet im Museum für Kunst und Gewerbe auch eine Ausstellung von “bösen Dingen”. Das wird dort ganz unterschiedlich definiert: von kitschigem Zeugs über rassistische Sachen bis zu Produkten, die zwar an sich nicht böse sind, aber unter Kinderarbeit etc. hergestellt wurden. Übrigens: Ihr könnt das, was ihr als “böse Dinge” definiert, dort gegen andere “böse Dinge” eintauschen. Wenn ich das mal vorher gewusst hätte.

Wenn mein Freund nicht zu Besuch gekommen wäre, hätte ich mich wahrscheinlich zum Christopher Street Day aufgemacht. So begegneten uns, während wir durch die Stadt unterwegs waren, halt immer wieder als Frauen verkleidete Männer. (Ich weiß jetzt nicht genau, ob ich da “Transsexuelle” schreiben sollte. Aber ich glaube, Leute, die sich immer als Frau geben, obwohl sie eigentlich Männer sind, sehen normalerweise nicht so aus wie z.B. die Person mit lila Perücke und Schnurrbart, die mir in der U-Bahn begegnete. Ich weiß es nicht.)

Während der zwei Wochen, die ich bei einer Verwandten meines Freundes untergekommen war, hatte ich auch einen Fernsehanschluss, von dem ich häufig Gebrauch gemacht habe. Da gab’s unheimlich viel Zeug, das ich nicht vermisst habe, aber über einiges habe ich mich auch gefreut, z.B. die Wiederholung von “60 x Deutschland – die Jahresschau”. Sehr interessant fand ich ja den kleinen Clip über die Gebühreneintreiber der Bundespost (was hatte die Post denn mit Fernsehen zu tun?), die genauso klangen wie die GEZ.

Jedes Gerät ist sofort nach Inbetriebnahme anzumelden!

Man hat dort auch ziemlich viel über die DDR und die Nachwirkungen der NS-Diktatur gesehen und das hat mich etwas ins Grübeln gebracht. Wie hätte ich mich verhalten, wenn ich in einem solchen System gelebt hätte (oder leben würde)? Hätte ich mich angepasst oder wäre ich zur Widerstandskämpferin geworden? Oder wäre ich irgendwo dazwischen gelandet? Es ist ja immer leicht, zu sagen, dass man sich gegen ein solches System gestellt hätte. Aber wenn man drin ist, ist es doch nicht so einfach. Was nicht heißt, dass man es nicht versuchen sollte. Aber es ist halt nicht einfach.

Bemerkenswert, allerdings im negativen Sinn, fand ich einen Typen, der bei “mieten kaufen wohnen” eine Wohnung suchte. Bekanntermaßen wird im Privatfernsehen ziemlich viel gefakt und ich hoffe auch, dass der Typ, der in der Sendung frauenfeindlichen Scheiß im Dutzend raushaute,

Meine Freundin kommt nicht mit zur Wohnungsbesichtigung, weil ich ja die Miete bezahle und sie da also keine Mitspracherechte hat und in ein paar Monaten eh wieder abhaut.

nicht echt war. Wenn sie ihm abhaut, weiß ich auch genau, warum. Ich würde mit ihm nicht zusammenleben, geschweige denn Kinder haben wollen, denn ein guter Vater wäre er sicher nicht. Als ich das im IRC sagte, fing aber sofort jemand an, von entrechteten Vätern zu labern, die ja allzu oft nur der Zahlmeister seien bei irgendwelchen Kindern, die sie nie zu sehen kriegen würden wegen biestigen Müttern und die so genannte Gleichberechtigung würde ja eh nur Bevorteilung von Frauen bedeuten und so weiter und so fort. Ja nee, is klar.

Nun bin ich also wieder zu Hause, kann es aber wegen andauernder Schwindelgefühle und diversen anderen Problemen nicht so richtig genießen. Hoffentlich geht das bald wieder weg. Der Arzt, den ich heute Vormittag konsultiert habe, sagt aber ja. Also dürft ihr euch bald auf neue Blogeinträge von mir freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Zweiundzwanzig

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Dem einen oder anderen Blogleser dürfte bereits aufgefallen sein, dass ich die “tageszeitung”, kurz “taz”, sehr schätze. Ich habe ihren Newsletter abonniert. Und eines Tages landete Folgendes in meinem Mailfach:

http://www.neuraus.de/component/option,com_shopblog/showoffer,28367/

Entscheidend ist hierbei der Punkt drei. Der klang sehr interessant, also habe ich mich sogleich gemeldet. Vor ziemlich genau einem Monat besuchten mich dann zwei sehr nette taz-Mitarbeiterinnen, eine Redakteurin und eine Fotografin, bei mir zu Hause. Ich finde den Artikel okay, auch wenn ich dadurch wohl so rüberkomme, als wäre ich internetsüchtig. Aber es ist was Wahres dran und irgendwie finde ich das auch lustig. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann den Artikel hier lesen:

http://bit.ly/1aWJ5nq

Ich habe den Artikel auch einigen Internetfreunden gezeigt. Einer meinte, ich würde durch das Bild eine Null-Bock-Haltung vermitteln und das könnte mir eventuell Schwierigkeiten bei der Jobsuche einbringen. Dabei würde ich gar keinen Job haben wollen, wo es Probleme wegen eines solchen Artikels geben könnte.

Aber wenn es um deinen Traumjob geht, siehst du das vielleicht anders.

Wenn mir da so was in die Quere kommen könnte, wäre es nicht mein Traumjob. Ganz einfach.

Samstag erschien der Artikel, und seit gestern stimmt die Altersangabe, die darin steht, nicht mehr. Leider musste ich gestern ein Referat halten, weil die letzten beiden Termine der Veranstaltung „Demokratietheorien“ falsch eingetragen worden waren und ich es nicht rechtzeitig gemerkt habe. Aber immerhin habe ich viele tolle Geschenke bekommen. Die Liste ist nicht ganz vollständig, z.B., weil meine Oma das Paket erst nächste Woche losschickt, aber trotzdem möchte ich das bis jetzt Erhaltene hier aufzählen:

– eine Eismaschine

– zwei Tafeln Schokolade, eine davon riesengroß

– Geld (das ist sehr gut, weil ich diesen Monat die Studiengebühren fürs nächste Semester bezahlen muss, grr)

– einen Thalia-Gutschein

– einen Amazon-Gutschein

– das “Genial-daneben”-Spiel

– drei Bücher (darunter “Die Sauerei geht weiter” von Jörg Nießen und “Volkscomputer” von Brian Bagnall)

Ich finde alle Geschenke wirklich super, aber mir gingen die Augen total auf, als ich entdeckte, was sich noch unter den drei Büchern befand, die mir meine Eltern geschenkt haben: der zweite Fotoband von Farin Urlaub. Australien und Osttimor. Und ich hab nicht nur den sauteuren Band gekriegt, nein, er ist auch noch handsigniert. Selten habe ich mich so über ein Geschenk gefreut. Ich bin gerade dabei, es durchzugehen, und die Bilder sind wirklich atemberaubend. Den Amazon-Gutschein habe ich übrigens schon eingelöst – die Tora und der Babylonische Talmud sind auf dem Weg zu mir.

“Die Sauerei geht weiter” kann ich sehr empfehlen. Ich habe es gestern sehr schnell durchgelesen, weil die Geschichten des als Feuerwehrmann und Rettungsassistent arbeitenden Autors so amüsant waren. Mit “Volkscomputer”, einem Buch über die Firma Commodore, habe ich heute im Wartezimmer meines Hausarztes angefangen, und es ist auch sehr interessant.

Apropos Arzt – ich bin dort heute lieber mal hingegangen, weil mich das komische Drücken in der Brust, das mich schon vor einigen Wochen quälte, die ganze letzte Nacht nicht schlafen ließ. Als heute Morgen um sieben wegen eines Friseurtermins der Wecker klingelte, wäre ich am liebsten im Bett liegengeblieben, so fertig war ich. Ich habe es dennoch hingeschafft, aber nur, weil mich der tollste Mann der Welt gefahren hat. Auf dem Friseurstuhl wäre ich dann fast eingeschlafen. Das Brustdrücken ließ mich immerhin für den Rest des Tages in Ruhe. Bis auf eine kleine Episode, als ich in die mir verhasste Juristenbibliothek musste, um einen wichtigen wissenschaftlichen Aufsatz zu kopieren. Ich mag die Juristenbibliothek nicht, weil ich, als ich das letzte Mal da war und ein Spiel auf meines Freundes Laptop spielte, bei dem man ziemlich viel klicken muss, von einer blöden Jurastudentin angequatscht worden, ich solle doch bitte damit aufhören. Als ich heute was tippen musste, wurde ich zwar ein paar Mal blöd angeguckt, aber in Ruhe gelassen. Vielleicht hängt es auch an der Zeit, zu der man hingeht – die Leute, die einen Sonntagnachmittag in der Bibliothek der juristischen Fakultät einer Universität verbringen, sind wohl einfach nicht so locker drauf.

Ich fühlte mich unwohl, als ich heute in der Juristenbibliothek saß. Vor einiger Zeit habe ich mal in einem Studienführer einen Artikel über unterschiedliche Fächerkulturen gelesen. Und es scheint was dran zu sein. Vom Aussehen her passte ich mit meinen knallroten Haaren und den Schlabberklamotten jedenfalls gar nicht zu all den adrett gekleideten und, falls männlich, vollgegelten Wesen, die durch die Bibliothek stromerten. Bin aber auch irgendwie stolz drauf.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Land unter, Gehirn auch

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Ich bin so sauer, ich muss was loswerden. Gerade erfuhr ich von Merit-Seto aus meinem Lieblings-IRC-Channel #fernsehkritik-tv, wie die Hochwasser-Hilfe der Baumarkt-Kette “toom” aussieht. Sie verkaufen Sandsäcke für teuer Geld. Ein kleiner kostet drei Euro fünfzig, ein großer vier Euro fünfzig. Ich finde das schon ziemlich bescheiden, aber richtig wütend wurde ich, als ich Folgendes las:

https://www.facebook.com/toom/posts/579631338743567?comment_id=6437026&offset=0&total_comments=5

Was zur Hölle…? (Falls der Post irgendwann gelöscht werden sollte: Eine junge Dame bittet toom um Unterstützung gegen das Hochwasser. Antwort: Für Geschädigte 10 Prozent Rabatt aufs gesamte Sortiment. In zwei Dresdner Filialen.) In Dresden gibt es viele Restaurants, die Essen verschenken, es gibt Unternehmen, die Sandsäcke und Schaufeln spenden, es gibt auch enorm viele ehrenamtliche Helfer – und toom denkt nur ans Geld. Das ist doch ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer.

Mit ärgerlichen Grüßen

Die Kitschautorin

P.S.: Hier kann man Geld an die Hochwasseropfer spenden: https://www.drk.de/spenden/online-spenden.html

Nachtrag vom 5. Juni 2013: Toom hat inzwischen eingelenkt und will in Dresden und Halle verschiedene Hilfsmaterialien spenden, unter anderem Schaufeln, Gummistiefel und Hochdruckreiniger. Geht doch. ^_^

Was ich unbedingt noch machen will

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Im IRC-Channel meiner Lieblings-Internetserie “Fernsehkritik-TV” erzählte ich vorhin, dass ich mal Klavier gespielt habe, es aber gehasst habe, und wenn ich mal wieder ein Instrument spielen würde, dann wäre es bestimmt nicht Klavier, sondern Schlagzeug. Das will ich tatsächlich irgendwann mal machen, leider habe ich momentan weder ein Schlagzeug noch einen dafür geeigneten Übungsraum. Wie auch immer, dieses Gespräch ließ mich daran denken, was ich im Leben unbedingt noch mal machen will.

Heiraten

Das ist ein Ziel, an dem ich tatsächlich schon recht nah dran bin. Ich habe den geeigneten Kerl bereits gefunden. Einige werden sich jetzt sicher fragen, warum ich das will, denn man muss ja heutzutage nicht unbedingt heiraten, um zusammen zu sein. Das stimmt natürlich – meine Eltern haben auch erst geheiratet, als ich klein war. Vielleicht hat es damit etwas zu tun, dass ich mich vor allem dann für Sachen entscheide, wenn ich weiß, dass ich sie nicht unbedingt tun muss. Und ich glaube durchaus an das Konzept, dass man lange zusammenbleibt und Verantwortung füreinander übernimmt. Außerdem würde eine Heirat das Zusammenleben, auch im Hinblick auf eventuelle gemeinsame Kinder, sehr erleichtern. Falls einer von uns mal in die Intensivstation muss oder so. Übrigens musste mein Vater, als ich geboren wurde, einen Wisch unterschreiben, dass er auch ganz bestimmt mein Vater ist und so. Ich möchte, dass mein Zukünftiger meine eventuellen Kinder auch aus dem Kindergarten abholen kann, ohne dass er Probleme kriegt.

Etwas mehr von der Welt sehen

Ich bin jemand, der sein Zuhause zwar sehr liebt, aber auch ziemlich neugierig auf den Rest der Welt ist. (Ich habe hier mal drüber geschrieben: https://kitschautorin.wordpress.com/2011/04/27/sinnkrise/) Es gibt so viele interessante Länder auf der Welt, doch bis jetzt habe ich die EU noch nie verlassen. Es gibt so viele Länder, die ich noch sehen möchte, und bei den meisten gibt es nicht mal einen spezifischen Grund: China, Japan, USA, Indien, Südafrika… Ich beneide den guten Klopfer darum, dass er schon mehrmals in Japan war. Apropos Klopfer: In den Kommentaren unter einem seiner Blogartikel fand ich dieses Blog hier, in dem ich heute mal wieder gelesen habe: http://insanityisoverrated.wordpress.com/ Seitdem hat mich das Fernweh wieder gepackt. Grummel.

Ein Buch veröffentlichen

Die Geschichte, die ich am liebsten veröffentlichen würde, ist die Sara-Reihe. Eine Person, die sie gelesen hat, hat mir das sogar direkt vorgeschlagen. Hat jemand Tipps für mich, wie ich das am besten machen kann? Eine Autorin, die ich mal angemailt habe, sagte, ein gutes Sprungbrett sei die Teilnahme an Wettbewerben. Das habe ich auch gemacht, in letzter Zeit komme ich aber nicht mehr dazu. Ich würde auch gern mal irgendeinen Verlag anschreiben und ihm mein Werk präsentieren, weiß aber nicht so ganz, wie ich da vorgehen soll. (Ich weiß, dass ich durchaus auch Books on demand und Ähnliches in Anspruch nehmen könnte, das möchte ich aber nicht.)

Diese Liste ist nicht ganz vollständig, aber ich möchte jetzt nur diese drei Dinge stellvertretend für alles andere aufzählen. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr ähnliche Pläne für die Zukunft oder wollt ihr ganz andere Sachen machen? Lasst fleißig Kommentare da.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Neulich im IRC

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Dieser Blogeintrag ist nicht auf meinem eigenen Computer entstanden. Mein eigener Rechenknecht musste in die Reparatur und ich habe keine Ahnung, wann ich ihn wiederkriege. Ich vermisse ihn aber sehr und würde es gerne feiern, wenn er wieder da ist. Und damit kommen wir auch schon zum heutigen Thema.

In meinem IRC-Channel #kitschi fragte ich, wie ich den Wiedererhalt meiner dann reparierten Kiste angemessen begehen könnte. Und dann passierte Folgendes:

Gesprächsteilnehmer: mit bier und schnaps ?

Kitschautorin: Ich steh doch nicht so auf Alk

Gesprächsteilnehmer: als stafe musst du trinken

Kitschautorin:

* Gesprächsteilnehmer reicht Kitschautorin nen cuba libre „stell dich nicht so an“ =)

* Kitschautorin gibt dem Gesprächsteilnehmer den Cuba libre zurück. Willst du mich umbringen?

Gesprächsteilnehmer: man man man

Gesprächsteilnehmer: bist du ne öko tussi

Also, ich musste mir wegen meines Fast-Antialkoholismus schon so einiges anhören, aber der Vorwurf, eine Öko-Tussi zu sein, war mir bis dato neu. Im weiteren Gesprächsverlauf wurde ich dann noch als „doof“ und „komisch“ betitelt. Der Gesprächsteilnehmer versuchte, mir klarzumachen, dass ich, wenn ich niemals betrunken war, doch etwas verpasst habe und gar nicht mitreden könne. Anschließend kam das hier:

Gesprächsteilnehmer: muss man das nicht als invesgaticer jounalistin in erfahrung bringen ?

Kitschautorin: Ich fand meine Jahrgangskollegen wegen vieler Sachen schrecklich, aber was mir irgendwann am meisten aufen Keks ging, waren die Wettbewerbe à la „Wer verträgt am meisten“ und „Wer stellt im Suff den blödesten Scheiß an?“

Kitschautorin:

Gesprächsteilnehmer: ja und genau sagen leute wie ich du wärst ne öko tussi

Gesprächsteilnehmer: *deswegen

Kitschautorin: Hach

Gesprächsteilnehmer: wobei das mit öko jetzt nicht viel zu tun hat

Gesprächsteilnehmer: aber allöe trinken doch

Wie schön, dass es noch so viele Leute gibt, die andere Menschen ihr eigenes Leben leben lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ökotussi Kitschautorin