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Schlagwort-Archive: Kalorienkrams

Sechswortgeschichte

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Ich wollte wieder einmal eine Dreiwortgeschichte schreiben und habe auf Twitter nach Wortvorschlägen gefragt. Die Ergebnisse habe ich kurzerhand in einer Sechswortgeschichte verarbeitet. Vielen Dank an Des_Roin und Angriffsvektor für die Vorschläge!

 

Niemand wusste, was für ein Tag war. Ich hatte auch nicht vor, es irgendjemandem zu sagen. Was sollte es bringen? Ich versuchte einfach, mir einen schönen Tag zu machen. Aber das hätte ich auch an jedem anderen Tag versucht.
Es war ein sehr warmer Tag. Aus Sicht eines jeden anderen Menschen wäre das übertrieben gewesen. Alle anderen Menschen hätten gesagt, es wäre knallheiß. Aber ich hatte nun einmal einen etwas komischen Körper. Ich war ziemlich unempfindlich, was Temperaturen anging. Woher das wohl kam?
Ich hatte nichts zu tun, ich war allein. Und es war warm. Daraus folgte zwangsläufig, dass ich mich in die örtliche Groß-Eiswassertonne, sprich: ins Freibad begab. Doch zuvor musste ich mich noch eincremen. Ich hatte zwar kein gutes Temperaturempfinden, das hinderte meinen Körper aber nicht daran, bei mehr als zehn Minuten Sonne eine unangenehme krebsrote Färbung einzunehmen. Und so musste ich eben jeden Sommer der Sonnencremeindustrie einen Haufen Geld für 50er in den Rachen werfen. Ich schmierte mich also mit weißem Zeug ein, hoffte, dass ich keine Stelle vergessen hatte, und warf mich in Schale. Naja. In blaue Badebekleidung.
So gut sah ich darin nicht aus, aber das sollte mich nicht daran hindern, Bewegung im kühlen Nass zu suchen. Während ich noch einen Rock und ein T-Shirt überstreifte, überprüfte ich, ob ich etwas vergessen hatte. Das kam häufiger mal vor. Hatte ich nicht. Gut. Dann los.
Die warme Luft strich an mir vorbei, während ich auf dem Fahrrad Richtung Freibad rollte. Es fühlte sich eigenartig an. Ich rollte über die Flussbrücke und sah aus den Augenwinkeln, wie ein paar Männer am Ufer ihrem geliebten Fangsport nachgingen.

Ich erinnerte mich daran, wie ich bei meinem Opa in der Garage stand. Zwischen 80er-Jahre-Nacktpostern und Werkzeugen hatte er mir erklärt, wie seine Angel funktionierte. Und dass sie schweineteuer gewesen war. Ich wusste noch genau, wie sehr sie mich interessiert hatte. Naja, mit acht Jahren interessiert einen fast alles, was man nicht wirklich anrühren durfte. Mein Opa hatte mir viel gezeigt und mit mir viel gemacht. Er hatte mich auf dem Roller mitgenommen zum Brötchenholen. Allerdings war er nur komische Schleichwege gefahren, weil ich vorne sitzen musste und das eigentlich verboten war. Und er hatte mir zum Geburtstag immer einen Fünfziger geschenkt. Mittlerweile war es mit den Abenteuern wie auch mit dem Geburtstagsgeld eh vorbei, er lag seit drei Jahren in kalter mecklenburgischer Erde.
Ich zuckte mit den Schultern und fuhr in die Allee ein, in der das Freibad lag. Die Kassiererin verlangte beim Eintritt meinen Studentenausweis. Sie musterte ihn, dann riss sie ihre Augen auf.
„Alles G-“
„Schon gut“, winkte ich ab, nahm die Eintrittskarte und ging davon. Rasch zog ich in der Umkleide meinen Rock und mein T-Shirt aus. Dann schnappte ich meine Badutensilien und betrat das Bad.
Ich ließ mich auf der Wiese nieder und merkte ziemlich schnell, dass Zigarettenrauch in meine Nase stieg. Für einen Abend in einer Bar vielleicht ganz en chaud, aber nicht für einen Tag im Freibad. Ich nahm mein Handtuch und verzog mich ein paar Meter weiter unter einen schattigen Baum.
Ein Schluck aus der Wasserflasche, dann ging ich zum Becken. Ich hoffte, dass sie sich nicht in Heißwasser verwandelt haben würde, bis ich zurück war. Es könnte passieren.
Ich schwamm Bahnen vor mich hin und fühlte mich sofort in meinem Element. Wenn ich im Wasser war, vergaß ich immer alles andere.
Nachdem ich einen Kilometer geschwommen war, trieb es mich ins Nichtschwimmerbecken. Dort ruhte ich mich ein wenig aus. Einfach am Rand hängen. Und die Beine kreisen lassen.
Auch wenn ich es mir vielleicht gewünscht hatte, war ich nicht so alleine. Und so schwamm, ich weiß nicht, wie viel Zeit zwischenzeitlich vergangen war, ein ungefähr zehnjähriges Mädchen vorbei. Ich musste meine Beine einklappen, sonst hätte sie mich gerammt.
Ich blickte um mich. Ein paar andere Menschen waren noch im Wasser. Und auf einmal ertönte direkt hinter mir eine männliche Stimme.
„Weitermachen.“
Ich drehte mich um und erblickte den Bademeister, der mich anlachte. Ich lachte zurück und setzte meine Beine wieder in Bewegung.
Ich beobachtete ihn. Kurze, blonde Haare, ein orangefarbenes T-Shirt, blaue Shorts und eine Sonnenbrille. Nicht schlecht. Ob er noch länger hier arbeitete?
Ich beobachtete ihn noch eine ganze Weile, rutschte an ihm vorbei, schwamm in seine Richtung und wieder weg, bis ich das Becken verließ und mich auf meinem Handtuch ausstreckte. Das Mineralwasser war inzwischen lauwarm. Ich starrte in den blauen Himmel. Keine Wolke zu sehen.
Ich hob meinen Kopf leicht. Da drüben war die Imbissbude. Schwimmbekleidete Leute holten sich Eis, Pommes und Würstchen – und sahen teilweise selber so aus wie Bratwürstchen. Wohl zu lange in der Sonne gewesen. Nicht, dass sie am Ende noch verbrannten. Ich wusste, wie sich das anfühlte.
Gerne wäre ich noch weiter im Schatten geblieben, aber langsam überkam mich der Wunsch nach etwas in den Magen und etwas Unterhaltung. Und so stand ich auf, kaufte mir ein Eis mit Schokoladenhülle und holte mein Handy aus dem Schließfach. Dann legte ich mich wieder hin.
Ich genoss den süßen Geschmack, der sich auf meiner Zunge breitmachte. Und es war nicht nur süß, es war auch kalt. Was half, mich vom Schwitzen abzuhalten.
Ich schaltete mein Handy wieder an. 3 neue Nachrichten. Ein Urlaubsfoto von meiner besten Freundin, ein verpasster Anruf von meiner Oma und eine Nachricht von Tim.
Na, was machst du an diesem schönen Tag?
Er wusste, was für ein Tag heute war. Hatte sich aber dafür entschieden, nichts direkt zu sagen. Sehr gut. Hatte ich mir ja auch verbeten.
Bin im Freibad und du?
Oh, da wäre ich ja gerne dabei, schrieb er postwendend zurück. Das glaubte ich ihm sofort.
Glaubst du, das wäre eine gute Idee?, schrieb ich.
Naja, du dürftest dich halt dann nicht wundern, wenn ich eine mega Erektion bekomme, lautete die nächste Nachricht in meinem Postfach.
Ich lachte auf. Das war wieder typisch für ihn. Siehste, genau das meinte ich, antwortete ich und legte mich wieder hin.
Ich musste zugeben, dass mein Leben ziemlich langweilig gewesen war, bis ich ihn kennen gelernt hatte. Klar, er war nicht der Erste gewesen, der an mir Interesse bekundet hatte, aber trotzdem tat es ziemlich gut. Außer wenn er es mal wieder zu weit trieb.
Gelegentlich hatte ich auch einfach das Gefühl, ihn nicht zu verstehen, nicht schlau aus ihm zu werden. Ich wusste manchmal nicht, ob ich es toll finden sollte oder nicht. So sehr mir die Anziehung gefiel, manchmal schreckte ich auch zurück. Liebe konnte ich von ihm jedenfalls nicht erwarten, das war mir klar. Manchmal fand ich das nicht schlimm. Manchmal dachte ich, warum schreibe ich mit jemandem, für den ich eh nur eine willkommene Ablenkung bin?
Ich seufzte und starrte in den blauen Himmel.
Wahrscheinlich hatte es damit zu tun, dass ich einfach nach Aufmerksamkeit gierte und mich darüber freute, wenn mich ein Kerl geil fand.
Ich reckte den Kopf, ich lächelte den Bademeister an, der lächelte zurück. Ich legte den Kopf wieder zurück.
Mein Handy vibrierte.
Schade, du würdest es nicht bereuen.
Ich flirtete gerne ein wenig. Und ab und zu gab es einen Kerl, der da nicht schreiend wegrannte. So wie Tim eben. Ich freute mich darüber, wenn ich eine positive Reaktion bekam. In meinem Kopf war ich immer noch das kleine, hässliche Mädchen, das keiner leiden konnte, schlecht im Sport war und eine Zahnspange trug. Furchtbar, das Ding…
Ich schüttelte mich kurz, stand auf, packte das Handy zurück ins Schließfach und sprang wieder ins Sportbecken.
Schwimmen war der einzige Sport auf der Welt, der mir gefiel und den ich einigermaßen beherrschte. In meiner Jugend war ich mal Basketballfan gewesen, aber da hatte ich mich auch eher aufs Gucken beschränkt. Mit einer Größe von einsfünfundsechzig konnte man aktiven Basketball auch eher vergessen. Meine beste Freundin hatte mich vor ein paar Jahren mal zum Lacrossetraining eingeladen. Auch toll zum Ansehen, aber mehr auch nicht. Und so verlagerte ich mich eben aufs Schwimmen. Freibad im Sommer, Hallenbad im Winter. Und wenn ich es mir leisten konnte, fuhr ich ans Meer.
Ich zog meine Bahnen durchs Becken und erblickte dabei am Horizont die Kirche. Wie gut, dass ich da nicht mehr reinmusste, das war ja früher das Sonntagsritual gewesen in meiner Familie. Seit ich da ausgezogen war, zwang mich keiner mehr dazu. Und keiner zwang mich dazu, was zu glauben.
Die Kirche war nicht das einzige Sonntagsritual in meiner Familie gewesen. Sonntagabends hatten wir immer alle zusammengegessen und „Die Fallers“ geguckt. Es war die Lieblingsserie meiner Oma. Das heißt, Vaters Mutter. Sie war zu uns ins Haus gekommen, nachdem Opa gestorben war, und sie bestand darauf, ihre Lieblingsserie zu gucken, jeden Sonntagabend. Und da sie kaum noch hören konnte, war der Fernseher immer extrem laut. So wusste jeder, der sich im Haus aufhielt, irgendwann zwangsläufig genau, was in der Serie jetzt wieder abging. Ob Caro Sonntag ihren Sohn mittlerweile dem Vater gezeigt hatte? Wollte Oma mir bestimmt erzählen, als sie mich vorhin angerufen hatte. Oder es hatte mit dem heutigen Tag zu tun. Wobei ich mir das verbeten hatte, aber so was hatte Oma noch nie interessiert.
Ich packte mein Zeugs wieder zusammen, zog mich wieder an und verließ das Schwimmbad. Auf dem Heimweg überlegte ich, was ich mit dem Rest des heutigen Tages anfing. Morgen musste ich wieder los. Ich seufzte laut. Das war ein weiterer Grund, warum ich Sonntage immer gehasst hatte. Immer schon die Schrecken des Montags im Nacken. Und ich musste noch das Seminar vorbereiten. Ich war morgen mit einem Referat dran, für das ich unbedingt noch ein Youtubevideo raussuchen musste. Ob es Youtube noch geben würde, wenn ich eines Tages wirklich mal in einer Klasse stand und Biounterricht gab? Ich wusste es nicht.
Zu Hause angekommen öffnete ich meinen Briefkasten. Außer einem Werbebrief von WWF war aber nichts drin. Wie langweilig. Ich ging in meine Wohnung und setzte mich auf mein beiges Sofa. Ich öffnete den WWF-Brief, der mich von der Wichtigkeit des Artenschutzes überzeugen wollte, der natürlich nur mit einer Spende an diese Organisation funktionieren würde. Dann legte ich ihn weg. Eine ganze Weile lang lauschte ich der Stille. Dann seufzte ich.
Ich öffnete den Laptop. Nützte ja alles nichts. Ich suchte in meinen Unterlagen nach dem Video über Evolution, das ich der Seminargruppe morgen im Referat präsentieren wollte. Hatte ich es nicht hier irgendwo in den Unterlagen abgespeichert? Ich suchte im Fotoordner nach dem Link. Irgendwann hatte ich mir mal den Tick mit dem Handy-Bildschirm-Abfotografieren angewöhnt. Hier war es nicht. Statt dem erwünschten schlechten Screenshot hatte ich nur ein Foto von der letzten Silvesterparty gefunden. Eine blaue Flamme.
Blaue Flamme? Silvesterparty? Was war das noch gleich?
Ach, richtig. Meine Freunde und ich hatten Feuerzangenbowle gemacht. Ich erinnerte mich dunkel daran, dass ich den Arm um Tim gelegt hatte und ihm halbbetrunken versucht hatte, zu erklären, dass unser Chemielehrer im Unterricht Feuerzangenbowle gemacht hatte und warum das nicht gut war. Man hätte den Karamellisierungsprozess ja auch anders erklären können oder so ähnlich, wollte ich ihm weismachen.
Ich schüttelte mich kurz und suchte weiter. Da vibrierte mein Handy.
Kommst du vorbei?
Ich muss unbedingt noch das Referat zu Ende vorbereiten, antwortete ich Tim. Nicht mitgeschriebener Untertitel: Glaubst du eigentlich, ich habe sonst nichts zu tun? Du bist nicht der wichtigste Mensch auf dem Planeten. Ich recherchierte weiter.
Mein Handy vibrierte.
Nanu, ein Foto?
Eine Weinflasche. Und darunter eine Nachricht.
Schade, ich hatte nicht vor, die allein zu trinken. ;D
Ich grinste, klappte meinen Laptop zu und zog mir ein schönes Kleid an. Dann fuhr ich los.

Jag älskar Sverige

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Auf vielfachen Wunsch (hallo, Bammy!) poste ich hier jetzt einige Infos zu meiner kürzlich erfolgten Fährreise nach Schweden.

Die Reise zur Fähre (Hinfahrt)

Mein Mann und ich fuhren ein paar Stunden lang Zug, von unserem kleinen niedersächsischen Heimatdorf in eine sehr große Stadt in Schleswig-Holstein. Die Fahrt war ganz angenehm, für Erheiterung sorgte lediglich, dass irgendwann in unserem Waggon der Strom ausfiel. Sehr angenehm: Der Kieler Hauptbahnhof ist in Sichtweite vom Fährhafen.

Bei der Fähre mussten wir, genauso wie bei einem Flug, einchecken, und es bildete sich eine Schlange. Ich hatte also genug Zeit, das Plakat zu erblicken, auf dem (auf Schwedisch) ein Laden angepriesen wurde, bei dem man pfandfrei und mit Schwedischen Kronen Alkohol einkaufen konnte.

Die Fähre (Hinfahrt)

Meine Mutter hatte mir ja so von der Fähre vorgeschwärmt, und ich konnte das im Prinzip nur bestätigen. Das Restaurant gefiel mir richtig gut. Guter Ausblick auf Kiel resp. Göteborg, leckeres Essen, guter Service. Nach dem Essen hatten wir Spaß an der Bar (oh Mann, hatten die gute Cocktails), wo es Bingo und Musikquiz gab. Hab aber leider nichts gewonnen.

 

Wenn man wollte, konnte man fernsehen (aber wer würde das schon tun wollen?). Mein Mann amüsierte sich besonders darüber, dass eine Durchsage kam, dass Alkohol erst ausgeschenkt wird, sobald das Schiff abgelegt hat. Und darüber, dass in einer Werbebroschüre die Vergünstigungen des Alkohols gegenüber den staatlichen schwedischen Alkoholgeschäften hervorgehoben wurde.

Der einzige Tiefpunkt war, dass ich null schlafen konnte, weil ich den Wellengang nicht mehr gewohnt war (obwohl ich früher nie derartige Probleme hatte).

Die Zugreise in Schweden (Hinfahrt)

Ein Pluspunkt der Schwedischen Bahn gegenüber der Deutschen Bahn ist, dass man über alle Vorkommnisse und Verspätungen immer sofort informiert wird. Brachte mir nur leider nicht viel, da ich kein Schwedisch spreche. Allerdings saß neben mir eine sehr nette Englisch sprechende Dame, die mir immer alles übersetzte. Der Zug fuhr mit Verspätung aufgrund technischer Probleme los, und dann wurde es richtig lustig. Auf der Bahnstrecke Göteborg – Stockholm wurden Kupferkabel geklaut und die durchgesagten Verspätungen reichten von zehn zusätzlichen Minuten bis „vermutlich müssen Sie den nächsten Zug nehmen“. Glücklicherweise waren es dann nur 40 Minuten Gesamtverspätung…

Was ich auch toll finde: Es gab Gratis-WLAN, und zwar ernstzunehmendes, ohne Registrierung, dafür mit Live-Auskunft.

Geschehnisse, während wir da waren

Da gibt es nicht so viel zu erzählen, weil wir nicht so viel unternommen haben. Brüderchen arbeitet immer noch richtig viel, die Schweden sind noch feuerwerksverrückter als wir Deutschen und im örtlichen Schwimmbad wollte man mir mein Alter nicht glauben.

Die Reise zur Fähre (Rückfahrt)

Mein Mann und ich sind etwas durch Göteborg geeumelt, weil es in der Straßenbahn, in der wir zuerst waren, nur eine bestimmte Zahlungsweise gab… wir mussten aussteigen, uns einen Kiosk suchen und konnten dann dort Straßenbahnkarten kaufen. Da haben wir uns dann schon etwas darüber geärgert, dass der Fährhafen nicht wie in Kiel fast direkt neben dem Hauptbahnhof liegt.

Nun spreche ich ja wie gesagt kein Schwedisch, aber dass ich ein paar Worte verstehe, half uns dann, weil ich irgendwann in einer Straßenbahnansage das Wort „Tyskland“ verstand und so fanden wir eine kleine Abkürzung.

Die Fähre (Rückfahrt)

Das Unterhaltungsprogramm war diesmal nicht ganz so gut, aber das Essen war wieder spitzenmäßig. Und ich konnte diesmal schlafen und es war sogar ganz erholsam.

Die Zugreise nach Hause

Ich habe meine diversen Schwedischen Kronen, die ich noch überhatte, getauscht (Will irgendjemand Münzen? Die konnte ich nicht mit umtauschen…), und mir damit dann ein Buch gekauft… für über dreißig Euro… und nein, es tut mir nicht leid. Ich bin gerade dabei, „More letters of note“ zu lesen und es ist echt jeden Cent wert.

Fazit

Es war super… aber beim nächsten Mal will ich bitte mehr Zeit mitbringen, wenn ich schon 52 Stunden unterwegs sein muss.

Med vänliga hälsningar

Die Kitschautorin

PS: Gibt es eigentlich ein schiffliches Äquivalent zum Mile-High-Club? 😀

PPS: Mir fällt gerade auf, dass die Fähre auf der Hinfahrt fast gecancelt worden wäre wegen Sturm… könnte das vielleicht eine Rolle gespielt haben? 😀

 

 

2017, endlich

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1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

2. Maximal.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Gefuttert und ins Fitti gerannt, ich habe also keine Ahnung…

3. Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich war vor einigen Wochen beim Optiker. Sofern ich die Brille aufsetze, habe ich 160 Prozent Sehkraft. Das ist ziemlich geil.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Bis Mai EXTREM wenig, dann bekam ich einen neuen Job und es wurde mehr.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Besser.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Weniger, ich habe die Fahrschule endlich beenden können…

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” habe ich ein nettes kleines Paket mit Keksen, Tee und Badeutensilien gewonnen. 🙂

9. Mehr bewegt oder weniger?

Ungefähr 2,78 Prozent mehr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Drei oder so…

11. Davon war für dich die Schlimmste?

Bronchiale Überempfindlichkeit. Ich habe mir über Monate die Seele aus dem Leib gehustet und musste einen Inhaler benutzen.

12. Der hirnrissigste Plan?

*denkt nach* Ein etwas riskanter Spurwechsel, der dann auch völlig verdient zum Durchfall bei der praktischen Fahrprüfung geführt hat.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Die letzte Blutspende.

14. Die teuerste Anschaffung?

Der Führerschein… oh, boy…

15. Das leckerste Essen?

Den Preis müssen sich einer der hiesigen Italiener, ein Italiener in Berlin-Wilmersdorf und mein Mann miteinander teilen…

16. Das beeindruckendste Buch?

„Wenn dir das Lachen vergeht“ von Willibert Pauels.

17. Der ergreifendste Film?

Ehrlich gesagt, so richtig ergreifend fand ich dieses Jahr keinen.

18. Die beste CD?

Smokestack Lightnin‘ – „Stolen Friends – Recorded in Nashville“.

19. Das schönste Konzert?

Ich war dieses Jahr auf keinem Konzert.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

22. Zum ersten Mal getan?

Von einem Verkäufer unter Diebstahlverdacht gestellt worden. Verschiedene Gesellschaftsspiele gespielt. Einen Führerschein gemacht. Selbstständig Auto gefahren. Einen Comic im Blog hochgestellt. Meinen Namen in ein Buch bekommen. Ein Kloster besucht. Eine Predigt mitgeschrieben. Ein Handy-Zugticket gebucht. Diverse nicht jugendfreie Dinge.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Geschichten von mir online gestellt (und geschrieben). Eine Bachelorarbeit angefertigt. Mir einen Löffellistenwunsch erfüllt. Eine Draisinen- sowie eine Fährfahrt gemacht. Freiwillig Fisch gegessen. Nach Schleswig-Holstein und Berlin gefahren. An (und auf) der Ostsee gewesen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit der Nachbarin, Unistress, die verpasste Jobchance im März, den Streit mit meinem alten Arbeitgeber, Rückenschmerzen, Kreislaufprobleme, Krankheiten bei mir und anderen, Fremdenfeindlichkeit, Trauer…

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ein Armband.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ein Tablet. Ich habe es echt schwer, meine Finger da wegzunehmen. 😀

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich will mit dir zusammenbleiben.“ („Sie haben bestanden“ war aber auch nicht schlecht.)

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

So was Ähnliches wie in Frage 28…

30. Dein Wort des Jahres?

Führerschein.

31. Dein Unwort des Jahres?

Chemotherapie.

32. Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

Die gute Erzaehlmirnix.

33. Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

https://kitschautorin.wordpress.com/2015/01/01/2015-yeh/

https://kitschautorin.wordpress.com/2016/01/02/da-hat-man-sich-grad-mal-an-2015-gewoehnt/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2017

Die Kitschautorin

Party

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Das Leben ist eine Party.

Die coolen Kids werden sofort hereingelassen, während die uncoolen Kids um jede Möglichkeit kämpfen, eingelassen zu werden, und es entweder nicht schaffen oder nur als Getränkelieferant. Manchmal passiert auf Partys stundenlang nichts Relevantes und man sitzt einfach nur rum und quatscht. Manchmal sind Partys toll, manchmal hasst man sie. Manchmal sitzt man dort herum und denkt, dass alles scheiße ist, bis diese eine bestimmte Person auftaucht. Und auf manche Partys wäre man lieber nie gegangen, weil dort der Exfreund mit seiner Neuen auftaucht und ein öffentliches Vorspiel abhält. Bei manchen Partys merkt man auch erst hinterher, wie geil sie eigentlich wären. Manche Arten von Partys werden total gehypt und dann geht man selber hin und findet sie scheiße. Häufig traut man sich auf Partys nicht, aus sich herauszugehen. Manche Partys möchte man gar nicht verlassen und wenn die anderen merken, dass man weg ist, sind sie traurig darüber, und man musste trotzdem gehen.

Am allerwichtigsten: Partys gehen auch ohne Alkohol, aber mit machen sie mehr Spaß. 😉

Mit chipsessenden Grüßen

Die Kitschautorin

Hochzeitsforum

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Ich verfolge ja die Devise: Ich versuche, vieles zu wissen, und wenn ich etwas nicht weiß, suche ich mir jemanden, der es mir sagt. Als ich mich letztes Jahr dafür entschied, zu heiraten, wusste ich über vieles, wie ich es machen wollte, aber ich wusste nicht, wo man Einladungskarten herbekommt. Also suchte ich mir ein Hochzeitsforum im Internet und fragte da nach.

Nachdem ich die gewünschte hilfreiche Information bekommen hatte, postete ich noch zwei oder drei Beiträge – und dann gar nichts mehr. Warum, fragt ihr euch vielleicht. Ich sage es euch.

Im Wesentlichen hatte ich zwei Probleme. Das erste Problem ist gemeinhin als „Bridezilla“ bekannt. Die beste Freundin kommt zum Anprobe-Termin zwei Minuten zu spät, weil sie ein Real Life hat? Was für eine egoistische Zicke! Ein Stückchen Tüll ragt beim Kleid dahin, wo es nicht hinsollte? Bei welchem Saftladen habe ich denn mein Kleid gekauft?!? Und wenn auf der Torte ein Marzipanröschen zu viel prangt, ist die Hölle los.

Das zweite Problem ist der – ich fasse es jetzt mal so zusammen – Umgang mit den jeweiligen Partnern. Es ist in dem Forum grundsätzlich üblich, statt „Zukünftiger“ nur „Z“ zu schreiben. Es wirkt immer so, als wäre der Mann die zehn anderen Buchstaben nicht wert, zumal viele Userinnen (denn natürlich sind es nur Userinnen) offen zugeben, dass der Partner bei der Hochzeitsplanung nicht viel zu sagen hat. „Der hat ja nun mal keine Ahnung von Dekoration oder Musik!“ Der Höhepunkt war dann eine Frau, die mit ihrem Mann schon zwei Kinder hatte – eines davon war ein Säugling – und ihn bestürmte, noch ein drittes zu zeugen. „Ja, ich weiß, wir sind grad mit dem Winzling so beschäftigt, aber ich will doch so gern eine Prinzessin!“ Ich hoffe, der Mann merkt noch rechtzeitig, dass er die Prinzessin bereits im Haus hat, wenn ihr versteht, was ich meine.

Und dann gab es noch ein ganz komisches Erlebnis. Mein Mann hat einmal gesagt, dass manche Frauen nur um der Hochzeit willen heiraten wollen. Daran musste ich denken, als ich im Forum von einer Frau las, deren Mann ihr drei Wochen nach der Hochzeit gestand, dass er sie auf dem Junggesellenabschied im besoffenen Zustand mit einer Prostituierten betrogen hatte. Sie schrieb davon, wie sehr sie das verletzt hatte – um nahtlos von den Planungen der Flitterwochen zu berichten. Was sollte das denn bitte? Wenn mein Partner so was mit mir anstellt, dann denke ich doch nicht mehr daran, mit ihm in die Flitterwochen zu fahren. Oder ich gebe gleich offen zu, dass ich das Ganze nur gemacht habe, um mich einen Tag lang wie eine Königin zu fühlen. Versteht ihr das?

Mit ratlosen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Der eine oder andere fragt sich jetzt vielleicht, warum ich über so etwas Irrelevantes geschrieben habe. Ich komme aber einfach nicht damit klar, dass manche Frauen wegen Kleinigkeiten so austicken und ihre Partner so respektlos behandeln.

Ich war schon wieder weg

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Und genau darüber berichte ich jetzt.

Zugfahrten

Es nervt mich jedes Mal wieder, dass Leute durch den ganzen Zug rennen und so alles blockieren. Vermutlich reservieren zu wenige Leute. Von meinem Platz habe ich auf der Hinfahrt jemanden verscheuchen müssen, der nicht wusste, dass man auch kurz vor der Abfahrt noch reservieren kann. Es gibt sicher auch Leute, die keine 4,50 bezahlen wollen, aber die müssen ja nicht den Gang verstopfen. Wenn man ohne Reservierung einen Platz will: entweder den Schaffner fragen, sich ins Restaurant setzen oder auf die bahncomfort-Plätze – die werden selten genutzt.

Die Unterkunft

Dass ich zu der Lesung (der da) konnte, kam relativ kurzfristig. Als ich über Facebook davon erfuhr, war sie schon ausverkauft. Litcologne bietet aber eine Tauschbörse an und so kam ich doch an eine Karte. Zweieinhalb Wochen vorher. Zu Messezeiten eine günstige Unterkunft in Köln zu finden, ist irre schwer. Mein Fehler war, dass ich das zweitgünstigste Angebot gegen das günstigste getauscht habe. Es sollte einen misstrauisch machen, wenn man zu Messezeiten mit nur zweieinhalb Wochen Vorlauf ein Doppelzimmer für knapp 40 Euro bekommt.

Die Einrichtung wäre mit „spartanisch“ unzureichend beschrieben, die Bedienung im Bistro tauchte einfach nicht auf (und die Rezeption wusste nicht, warum) und mein Bett war so unbequem, dass ich Rückenschmerzen habe. Dass ich quasi die ganze Zeit ein Kirchengebäude vor der Nase hatte, war auch nicht schön, auch wenn das Gästehaus der katholischen Kirche gehörte.

Die Kölner U-Bahn Stadtbahn

Die U-Bahnen in Hamburg und Berlin fand ich toll. In Köln fand ich sie zu laut. Außerdem scheint es dort völlig normal zu sein, dass die Bahn einfach mal im Tunnel stehenbleibt. Oh, und ich hab mich auf dem Weg zur Lesung drei Mal verfahren.

Die Lesung

Es war total witzig und wenn es in Zukunft Lesungen von „Lists of note“ gibt, solltet ihr unbedingt hingehen. Wer zu faul ist, zu googeln: Shaun Usher hat viele seiner Meinung nach bemerkenswerte Listen zusammengestellt. Es sind lustige dabei (Johnny Cash), bescheuerte auch (Frauen, die gegen das Flirten sind). Es gab auch traurige. Bibiana Beglau hat eine Liste vorgelesen, die aus dem Jahr 2001 stammte. Eine Frau wollte vor der Arbeit noch wählen und kam deswegen später, das hat ihr das Leben gerettet, sie arbeitete nämlich im World Trade Center. Die Liste bestand daraus, was sie nie wieder mit ihren Kollegen von damals tun wird.

Ich fand es gut, dass Gebärdensprachdolmetscherinnen anwesend waren. Nicht nur, weil Gehörlose so gut folgen konnten. Es verlieh einigen Listen auch eine gewisse Komik. Bibiana Beglau hat zum Beispiel eine Liste über nicht zu ändernde Körpermerkmale vorgelesen.

Ich werde nicht ändern:

  • meine Brüste, bei denen einer kleine ist als die andere
  • meine Hüften, die aussehen, als hätte man Hefeteig um eine Bierkiste gewickelt

Bela B (der sich von vielen Gesten sehr beeindruckt zeigte) bat um einen Sonder-Gehörlosen-Applaus für die Dolmetscherinnen. Das geht übrigens so:

Was sonst so passiert ist

Ich habe mir einen Löffellistenwunsch erfüllen können. Ich möchte dazu gar nicht so viel sagen, wer mich kennt, der kann sich eh denken, worum es geht. Ich sage nur so viel: Es kann sehr wichtig sein, richtig herum um ein Gebäude zu laufen.

Mit freundlichen Grüßen (und kauft Shaun Ushers Bücher)

Die Kitschautorin

Schon wieder eine schrottige Zeitschrift

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Ich weiß nicht, der wievielte Blogeintrag das nun ist, der Jugendzeitschriften kritisiert, und vieles wiederholt sich einfach, doch in bester Bildblog-Manier halte ich hier einige Fehltritte fest, die so vielleicht schon mal, in einigen Fällen auch auf jeden Fall schon passiert sind.

Du bist toll vs. Schlankheitswahn

Auf der Titelseite fängt es gleich an. Tipps für ein gutes Selbstbewusstsein werden direkt unter Atemübungen für die Traumfigur angekündigt.

Auf der „In-&-Out“-Seite freuen sich die Macher des Magazins, dass es Mode mit Fruchtaufdrücken gibt, weil die keine Kalorien hat. Und die Germanys-Next-Topmodel-Siegerin Lovelyn Enebechi will uns weismachen, dass sie sich ein Shirt von Heidi Klum gekauft hat, weil die so toll ist. Und nicht nur das: Leserinnen wird erst ans Herz gelegt, bei dem schönen Wetter doch mal ein Eis zu genießen, nur um einen Tipp loswerden zu können, wie man die Kalorien am besten… loswird.

Die Bravo Girl empfiehlt den Leserinnen all diesen Kalorienkrams nicht, damit die gesund leben. Das wäre ja noch okay. Yoga, Badminton und Co. werden nur nahegelegt, damit man schlank aussieht. Auf einem Zweiseiter wird über eine Sechzehnjährige berichtet, die an Adipositas leidet. Natürlich fehlt der passende Schnelltest nicht. Die Fragen sind enorm schwammig formuliert und der Hinweis, dass das keine Diagnose durch einen Arzt ersetzt, fehlt.

Die Boys

Die Bravo Girl liefert eine enorm schlecht gemachte Anleitung, um Jungs im Freibad abzuchecken. Wenn die Recht haben, bedeutet das, dass:

  • Spezialsonnencreme auf einen eitlen Typen hinweist
  • das Modell der Sonnenbrille erklärt, auf welche Art Mädchen er steht
  • die Badehose den Charakter verrät
  • eine gemischte Clique auf einen Casanova hindeutet
  • das, was er isst, und seine Kussart miteinander zu tun haben

Wenn ich mal versuche, all die Kriterien auf meinen Freund anzuwenden, heißt das, ich soll ihn auf total unterschiedliche Art und Weise ansprechen, er ist eitel, schickt mir häufig Herz-Emojis auf Whatsapp, ist viel zu nett, baggert aber auch total häufig Mädels an und steht auf wildes Geknutsche mit leichten Bissen. Äh, ja. Und was mache ich mit der Sonnenbrillenfrage? Er trägt nie eine.

Die Zeitschrift versucht auch, zu erklären, wo sich Traumprinzen möglicherweise rumtreiben. Hundebesitzer soll man so ansprechen: „Oh, ist der süß! Darf ich den mal streicheln?“

Hehe.

Dr. Sommer wird von einer Dreizehnjährigen konsultiert, die ihren sechzehnjährigen Schwarm fast geküsst hätte, bevor der sich mit den Worten „Du bist so süß, aber das geht nicht, ich mach mich sonst strafbar!“ zurückzog. Hand hoch: Wer glaubt noch, dass er bloß auf nette Art sagen wollte: „Du bist mir viel zu jung“?

Fazit

Die Freundin meines besten Kumpels hat sich die Zeitschrift nur gekauft, um das Extra (zwei Haargummis) abzustauben. Für mehr ist das Ding echt nicht zu gebrauchen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin