RSS-Feed

Schlagwort-Archive: konto

Ich liebe diese Stadt, als ob sie mein Mädel wär

Veröffentlicht am

Ich mag Berlin. Leider habe ich es letztes Jahr nicht geschafft, hinzufahren, aber als ich erfuhr, dass Postmodern Jukebox da spielen, kannte ich kein Halten mehr. Sowie ich wieder Geld auf dem Konto hatte, habe ich eine Konzertkarte gekauft. Und wo ich schon mal da war, habe ich auch noch ein paar andere Sachen gemacht. Aber der Reihe nach.

Postmodern Jukebox sind eine ziemlich coole Truppe, die auf Youtube aktiv ist und da moderne Pop- und Rocksongs meist swingig und jazzig nachspielt. Ich hatte mir immer mal vorgenommen, auf eins ihrer Konzerte zu gehen, was bislang dadurch erschwert wurde, dass die Leute aus den USA kommen. Aber aktuell touren sie durch Europa. Auch in Deutschland standen mehrere Stops auf dem Plan und da ich Freunde und Bekannte in Berlin habe (und die Stadt einfach immer einen Besuch wert ist), wurds dann der.

Nach einem kleinen Zwischenstopp im Hotel und bei einem ganz guten Italiener um die Ecke ging es los zum Konzert. Die Location war schon ziemlich cool und auf der Bühne haben Postmodern Jukebox eine Riesenparty gefeiert. Vom ganzen Mittanzen taten mir hinterher die Füße weh und ich war froh um meine Turnschuhe. Wer sich einen Eindruck von der Musik verschaffen will: Dies war die zweite Nummer, die beim Konzert gespielt wurde.

Die folgenden beiden Tage verbrachte ich u.a. mit Menschen aus dem so genannten *Anführungszeichengeste* Internetz. Ich besichtigte beispielsweise eine Ausstellung zur Nordsüd-S-Bahn. Am drolligsten fand ich ein Foto aus der Nazizeit, bei dem einem festlich geschmückten S-Bahn-Zug lauter Leute den Hitlergruß machten. Letzten Sonntag war ich dann im Berliner Zoo und schaffte es endlich, die Pandas zu sehen. Das war cool, auch wenn die beiden nur dasaßen und Bambus gefressen haben.

Nach dem zoologischen Besuch machte ich mich dann auf Richtung Hohenschönhausen. Ich hatte mir immer mal vorgenommen, die Gedenkstätte des ehemaligen Stasigefängnisses zu besichtigen. Es war dort sehr bedrückend. Man hat uns erzählt, wie die Gefangenen gefoltert wurden. Die Haftbedingungen. Die Zellen hat man uns gezeigt. Und dem Einführungsfilm war zu entnehmen, dass die Verantwortlichen nach der Wende dafür kaum belangt wurden. Es war so bitter.

Als ich aus der Gedenkstätte rausging, freute ich mich, dass ich das einfach so konnte im Gegensatz zu den ganzen Gefängnisinsassen. Ich ging zurück zur Straßenbahn, setzte mich dann in eine S-Bahn, eine Regionalbahn, einen ICE, einen IC und einen RE. Dann war ich wieder daheim. Mal sehen, wann ich wieder nach Berlin fahre.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Advertisements

Eine erfolgreiche Beschwerde

Veröffentlicht am

Wie ich hier bereits berichtete, war ich im März bei meinen Großeltern. Für diese Reise nutzte ich die Deutsche Bahn. Der Zug war eine knappe Stunde zu spät, was ich eine Ungeheuerlichkeit finde, wenn ich über neunzig Euro für eine Fahrkarte bezahle. Ich reichte also das Verspätungsformular ein und bekam einige Wochen später eine Antwort. Mein Zug sei nur 56 Minuten zu spät gewesen, daher könne man mir keine Entschädigung auszahlen. Ich meldete mich also erneut beim Servicecenter Fahrgastrechte und drohte im Falle mangelnder Kulanz mit der Kündigung meiner Bahncard. Dann passierte das:

Brief der Deutschen Bahn zensiert

Mit freundlichen Grüßen

Die BeschwerdeKitschautorin

Geschützt: Sachen, die ich gefunden habe

Veröffentlicht am

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Wo kommen die Neuigkeiten her?

Veröffentlicht am

In Zeiten des großen Zeitungssterbens frage wohl nicht nur ich mich, woher Leute von bestimmten Ereignissen als Erstes erfahren. Wenn man sich bewusst informieren möchte, konsultiert man doch heutzutage meist das Internet – zumindest als junger Mensch. Ein Gespräch mit den Chattern aus dem hauseigenen IRC-Channel bestätigte dies. Doch manchmal kommt es ja auch vor, dass man quasi nebenbei Sachen erfährt, wenn man gar nicht vorhatte, sich zu informieren. Ich habe mir zu diesem Thema einige Gedanken gemacht und eine kleine Liste aufgestellt, die einige Ereignisse enthält und wo ich davon erfahren habe. Ich habe versucht, das Ganze chronologisch aufzuziehen, ich kann aber nicht dafür garantieren, dass die Reihenfolge so stimmt.

– die Anschläge vom 11. September 2001: ich kam aus der Schule nach Haus und meine Mutter erzählte es mir, außerdem lief im Hintergrund der Fernseher

– Entlassung von Rudolf Scharping als Verteidigungsminister: öffentlich-rechtliches Fernsehen in Schweden

– Tod von Robert Enke: Bauchbinde im NDR

– Ingo Mocek hat sich für die Neon Interviews ausgedacht: ein Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung

– Tod von Lech Kaczynski: Wikipedia

– Tod von Hugo Chavez: Bauchbinde auf n-tv (der Sender lief auf dem Bildschirm im Warteraum des Hauptbahnhofs)

– die Türkische Kulturgemeinde will Lego verklagen: Klopfers Web

– der letzte Lebensmittelskandal: meine Arbeit bei osradio

– der neue Papst heißt Franziskus und kommt aus Argentinien: die Eltern meines Freundes haben ZDF geguckt, während ich grad da war

– Gruppenvergewaltigung einer Schweizerin in Indien: Twitter-Konto der frz. Zeitung “Le Monde”

– Udo Pastörs wird angeklagt aufgrund der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener: Internetseite des NDR

Ich habe bei dieser Liste versucht, möglichst viele verschiedene Quellen zu finden. Früher habe ich Sachen aus persönlichen Gesprächen oder im Fernsehen erfahren, heute finde ich Sachen im Internet raus oder beiläufig, wenn ich grad was anderes mache, wie z.B. auf den Zug zu warten oder in der Küche, die sich neben dem Raum mit dem Fernseher befindet, was zu kochen. Wie ist das bei euch? Wo erfahrt ihr als Erstes von Nachrichten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Lächerlicher Jugendschutz

Veröffentlicht am

Ich höre gerne über diverse Videoplattformen Musik. Auf Youtube war das Lied, das ich suchte (“Everyone else has had more sex than me” von TISM), nicht zu finden – oder jedenfalls nur in irgendwelchen blöden Konzertaufnahmen oder stümperhaften Gesängen von Fans. Also suchte ich auf Dailymotion nach dem Lied. Und da sah ich etwas ziemlich Absurdes.

Die Seite nervte mich mit einem Familienfilter, der angeschaltet sei, weil einige Suchergebnisse nicht für Kinder geeignet seien. (Ich wunderte mich dann darüber, warum das Lied so schlimm sein sollte, fand dann aber doch einige Videos, die einen Schutz an sich noch halbwegs rechtfertigten). Um den Familienfilter auszuschalten, musste ich bloß auf einen Button klicken, um zu bestätigen, dass ich auch ja über 18 bin und das ganz bestimmt auch alles sehen darf. Ich musste mir nicht mal ein Konto erstellen.

Was ist das denn für ein blöder Jugendschutz? Der ist null wirksam, weil es genug Noch-nicht-Volljährige geben dürfte, die auf den Button klicken und dann ihren Weg zu Clips finden, die an sich nicht für ihre Augen bestimmt sind. Bei Youtube sieht es übrigens auch nicht viel besser aus. Da muss man sich zwar ein Konto erstellen, doch auch da kann man beim Alter leicht mogeln. Ich erinnere mich gerade an eine Begebenheit von vor einigen Monaten. Da suchte ich auf Youtube nach dem Lied “Velvet” von a-ha. Das offizielle Video weist einige leicht gruselige (aber nicht wirklich schlimme) Bilder auf. Ich bekam mehrere Ergebnisse und klickte das erste Video an, in dem das offizielle Video enthalten war. Es war erst ab 18 freigegeben. Da ich keinen Youtubeaccount habe, klickte ich auf das nächste Suchergebnis – und konnte das Video ohne Probleme sehen.

Ich frage mich, welch weltfremde Leute bei diesen Videoplattformen arbeiten. Die sollten wirklich mal ein bisschen Zeit investieren, um über wirksamere Schutzmaßnahmen nachzudenken.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin