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Schlagwort-Archive: Kopfschmerz

Fastentagebuch, Teil 2

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Montag, 12. März 2018

08:08 h

Dass ich letzte Woche drei Mal Sport geschafft habe, war auch alles. Ich hab die Schnauze voll. Sobald ich bei meinen Eltern bin, hör ich wahrscheinlich auf. Verurteilt mich ruhig dafür, ich kann nicht mehr.

09:27 h

Ich wurde von der Erzieherin darauf hingewiesen, dass meine Gojibeeren ungesund sind. Naja, ich würde hier niemals was essen, was wirklich offensichtlich ungesund ist, so wie Süßigkeiten oder Mecces. Aber Gojibeeren? Come on… Oh, und ich wollte das Brot des Mädchens klauen, das neben mir sitzt. Waaaah!

10:40 h

Ich möchte noch anfügen, dass ich meinen Eltern auf keinen Fall vorschreiben will, was sie einkaufen wollen. Brot werde ich also wohl essen. Beim Rest… mal gucken. Ich weiß nicht, was ich denen überhaupt von der Fastenzeit erzähle. Sie würden es eh nicht verstehen. Die Sportregel dürfte kein Problem sein. Kraftraum im Haus, Schwimmbad in Fußweite. Aber mit der Regel habe ich eh nicht das Problem. Sondern mit dem Essen. Waaaah!

Dienstag, 13. März 2018

08:26 h

Ich fühle mich ziemlich demoralisiert. Das Essen ist nicht dran schuld, aber es hilft nicht gerade. Ich konnte noch nichts essen (oder trinken…), weil ich in einen Stau geraten bin. Gestern war Essen schwierig, weil ich einen handfesten Migräneanfall hatte. Als ich „starke“ Aromen dann wieder ertragen konnte, gab’s Quinoa-Curry-Fisch-Bratlinge. War sogar ganz nice.

12:09 h

Der Nuss-Frucht-Mix, den mir mein Mann gestern gekauft hat, war sehr nice. Obwohl ich eigentlich keine Rosinen mag. Hm. In other news, ich hatte die Idee, meine Stimmung in Zukunft nur noch mit Ess- / Trinkgelüsten auszudrücken. Beispiel: „Heute ist mir nach Keksen“ oder „Heute ist mir nach ’nem starken, handfesten Whisky“…

14:16 h

Ich probier mal das ausm letzten Eintrag aus.

Vorspeise: Tomaten-Feta-Salat, Getränk: Rosé

Hauptspeise: Maccheroncini alla matriciana, Getränk: irgendein schöner, lieblicher Rotwein

Dessert: Vanilleeis mit Kahlúa, und dazu vielleicht noch’n schöner Daiquiri.

Das wäre das, worauf ich Bock habe!

16:47 h

Sachen, die ich stattdessen hatte: Süßigkeiten, ein Muffin eines Schülers, der gestern Geburtstag hatte, und eine halbe Dose Spam. Wie so’n Hund. Aber ich fühl mich ja auch wie einer.

Dienstag, 20. März 2018

11:44 h

Ich habe das Fasten offiziell abgebrochen, und zwar schon Donnerstag. Und nein, ich bin noch nicht bei meinen Eltern. Die Migräne, die ich letzte Woche hatte, wurde und wurde nicht besser. Beim Schulausflug am Mittwoch war mir zwischendurch so schwindlig, dass ich dann doch lieber einen Termin beim Arzt ausgemacht habe. Da war ich dann Donnerstag, und ich fühlte mich so dreckig, dass er mich eine ganze Weile krankschreiben wollte. Daraus wurde dann nur Freitag, weil ich mittlerweile Osterferien habe, aber dennoch… ich sah Donnerstag so fertig aus und war es auch, mein Mann bot mir sein Standardrezept gegen Kranksein an – Hühnersuppe -, und ich wollte, dass es mir wieder besser geht. Also habe ich angenommen. Und es schmeckte so gut. Obwohl ich eigentlich nicht so auf Hühnersuppe stehe. Ich wollte das Fasten wieder aufnehmen, sobald es mir wieder besser ging. Das war schon Freitag der Fall, aber ich hatte so was von die Schnauze voll, sodass ich es endgültig gelassen habe. Man kann sich halt darüber streiten, ob mein Ernährungsplan, so wie ich ihn geplant habe, wirklich gut ist. Sinniger wäre es zum Beispiel, einfach weniger zu essen (aber nicht gänzlich zu verzichten), das Ganze dafür aber über Ostern hinaus zu machen. Und überhaupt: Wenn als Ziel hinter dem Ganzen steht, dass ich mich hübscher fühle, bringt dieses Fasten eh nicht viel, sondern ich muss ein paar andere Dinge ändern.

Der häufige Sport war eine tolle Sache. DAS würde ich auch gerne weitermachen. Kann ich derzeit allerdings nicht so richtig. Ich war gestern beim Orthopäden, und der hat bei mir das Impingement-Syndrom entdeckt (für alle Googlefaulen und Nichtmedizinischgebildeten: Schleimbeutelentzündung in den Schultern). Mal sehen, welche Übungen ich noch ausführen kann. Ansonsten bleibt mir noch zu sagen, dass ich allen Weiterfastenden gutes Gelingen und viele geistige Einsichten wünsche.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Sektweiber

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Ich dachte immer, es gibt nichts Fiesereres, als an einem Samstagabend mit nem Kopf so breit wie ne Tür vom Blockseminar zum Bahnhof zu laufen und dort auf ne Horde Junggesellenabschiede zu treffen. Tja, denkste.

Kennt ihr diese Frauengruppen, die man (meistens freitagmorgens) an Bahnhöfen oder in Zügen antrifft und Sekt trinken? Normalerweise sind die nur nervig, ich durfte diese Woche aber gleich zwei Gruppen treffen, die darüber hinaus auch noch fremdenfeindlich waren.

Eine Gruppe echauffierte sich über „Zigeuner“, mit allen Vorurteilen, die man so kennt gegenüber dieser Gruppe. Besonders drollig fand ich eine Frau, die sich darüber wunderte, dass „einer von denen“ eine brandneue Lederjacke, die vor einem Dönerladen während der dortigen Bestellung „kurz abgelegt wurde“, klauen wollte. Is klar, Ali.

Heute Morgen traf ich nun erneut auf eine sekttrinkende Frauengruppe. Sie erörterte die Fahrkartenmodalitäten. „Ach, wir machen das einfach wie die Ausländer. Die sagen auch immer ’no ticket, no money‘ und fertig.“

Was freue ich mich, wenn ich irgendwann die Pendelei los bin und so was nicht mehr hören muss…

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Da hat man sich grad mal an 2015 gewöhnt

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und schon ist es wieder vorbei. Hier der Rückblick.

1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

8. Großer Scheiß und richtig tolle Sachen.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleich geblieben, würde ich sagen.

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Bis Oktober extrem wenig, danach bekam ich Arbeit und es wurde mehr.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Besser.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Ein Wort: Fahrschule.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” wurde ein Buch von Nadia Bolz-Weber verlost und ich habe es gewonnen. Und ich habe eine „Tubeclash“-BluRay gewonnen. (Dabei habe ich nicht mal einen BluRay-Spieler.)

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Unentschieden…

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Stresskopfschmerzen und die Flitterwochenkrankheit.

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Ersteres.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Ähm… zählt Extremchillen?

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Mit Absatzschuhen auf eine Silvesterparty zu gehen.

14.   Die teuerste Anschaffung?

Nicht sicher. Bestimmt aber irgendwas für die neue Wohnung.

15.   Das leckerste Essen?

Das müssen Mamas Weihnachtsschinken und die Kartoffelsuppe von meinem Mann und mir untereinander ausmachen.

16.   Das beeindruckendste Buch?

„Orange is the new black“ von Piper Kerman.

17.   Der ergreifendste Film?

Ich habe dieses Jahr nicht besonders viele Filme gesehen. Ich glaube, diese Trophäe geht an „Spectre“, weil er so spannend war.

18.   Die beste CD?

„Russendisko Hits 2“.

19.   Das schönste Konzert?

Ich war dieses Jahr auf keinem Konzert.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Mann.

22.   Zum ersten Mal getan?

Internet bestellt. Eine Abschlussarbeit geschrieben. Bei einer wichtigen Prüfung durchgefallen (und das gleich zwei Mal). In Bochum gewesen. Nicht jugendfreie Dinge. Auto gefahren. Standesamtlich geheiratet (und das hoffentlich auch zum letzten Mal). Paintball gespielt (das sicher nicht zum letzten Mal). Ein wissenschaftliches Interview geführt.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

In einem Dorf gewohnt. In Polen gewesen. Eine Herrentoilette aufgesucht. Meine alte Schule besucht. Ein ehemaliges KZ besucht.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit Vodafone. Stress mit der Nachbarin. Stress mit Freunden. Spam (on- und offline). Stress durch Nazis. Religiöse Intoleranz. Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen. Knapp vier Monate ohne Küche. Betrunkene Fußballfans. Stutenbissigkeit. Bürokratie. Freipinkelnde Idioten. Stress mit Verwandten. Ein kaputtes Lenkradschloss. Gewisse Paketzusteller (ja, ich meine euch, Hermes). Unfähige Kassiererinnen. Faule Beamte. Einen kaputten Computer beim TÜV. Nervosität. Ewig lange Arbeitssuche. Leute, die mit mir spielen.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Einen Kurzurlaub.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Essen natürlich.

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ja, ich will.“

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich glaube, siehe Frage 28.

30.   Dein Wort des Jahres?

Hochzeit.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Nachbarin.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

„Nachrichten vom Abgrund der menschlichen Dummheit“.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

https://kitschautorin.wordpress.com/2015/01/01/2015-yeh/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2015

Die Kitschautorin

Überraschende Erkenntnisse

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Wie ihr vielleicht wisst, muss das Auto anständig versichert sein, wenn ihr es im öffentlichen Verkehr in Betrieb nehmen wollt. Mein Fahrlehrer hat gestern erzählt, dass auch Seehunde mit reingenommen wurden. Seehunde? Ernsthaft? Wie hat es irgendwer geschafft, einen Unfall mit einem Seehund zu haben (denn aus irgendeinem Grund muss das ja mit reingenommen worden sein)?

Heute hatte ich dann aber ein NOCH interessantes Gespräch. Der eine oder andere weiß vielleicht, dass ich nach meiner praktischen Stunde nicht besonders gut drauf war. Heute haben wir noch mal darüber geredet. Der Fahrlehrer meinte, als ich aus dem Auto wackelte, habe er erst mal überlegt, was er mit mir machen soll, weil ich wohl aussah, als würde ich gleich zusammenklappen. Er habe gemerkt, dass ich einen Leistungsabfall hatte, weswegen er auch die Pedale übernommen hat, sobald wir wieder in der viertgrößten Stadt Niedersachsens waren. Ich habe ihm dann von den Kopfschmerzen erzählt, die ich mittendrin bekam, und er meinte, dann hätte ich eigentlich nicht fahren dürfen. Ähm, okay… Hoffentlich wird das nächsten Montag besser. Ich werde gucken, wie ich das hinkriege.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

2015, yeh

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1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich würde dem Jahr glatt eine 10 geben, da das Bafögamt mich allerdings nicht mehr mag, gebe ich ihm nur eine 9.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Kurzsichtiger, außerdem habe ich eine Hornhautverkrümmung. Lustig war, wie ich das Ganze entdeckt habe – eigentlich wartete ich nur auf meinen Freund, der einen Sehtest ablegte, und tat das dann auch. Zusätzliche –0,75 – ich habe direkt eine neue Brille bestellt. Als ich sie aufsetzte, sah ich plötzlich wieder alles total scharf – wie in HD.^^

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Das Bafögamt hat entschieden, dass ich genug auf dem Konto habe und meine Eltern eh zu viel verdienen. Allerdings arbeite ich jetzt als Tutorin.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Unentschieden.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Genau kann ich das nicht sagen. Ich habe aber versucht, mich etwas zurückzuhalten.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” wurde eine selbstgestrickte Bommelmütze verlost und ich habe sie gewonnen. Oh, und ich habe mit einem durch meine Mutter geschenkten Rubbellos sechzig Schwedische Kronen gewonnen. (Aber nicht ausgegeben.)

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Das Schwimmen wurde beibehalten, zwischenzeitlich habe ich mal Jiu Jitsu an der Uni gemacht, und ich schätze, die Rennerei wegen des Umzugs kann man auch zählen.

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Der ganze Stress, den ich dieses Jahr erlitten habe, drückte mir Brust-, Kopf-, Magenschmerzen und einige Blutdruckausreißer auf. Ansonsten fällt mir nichts Nennenswertes ein.

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Siehe Frage 10.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Mitten im Endstress eine Woche nach Schweden zu fliegen.

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Ähm… zählen die Narkoserisiken bei der Magenspiegelung?

14.   Die teuerste Anschaffung?

Die Möbel, die ich vor zwei Tagen gekauft habe.

15.   Das leckerste Essen?

Vor knapp drei Wochen habe ich die Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen, zusammen mit fleißigen Helfern einen Haufen Krams in die Wohnung gestellt, dann eine Küche bestellt und danach Nudeln mit rotem Pesto gemacht. Das war so geil.

16.   Das beeindruckendste Buch?

*denkt lange nach* Die Bibel.

17.   Der ergreifendste Film?

*denkt auch hier lange nach* “Neukölln unlimited”. Ich weiß, der ist älter, ich habe ihn aber erst jetzt gesehen. Der Film hat mich auf so viele Weisen beeindruckt. Ich war traurig, wütend, aber auch optimistisch.

18.   Die beste CD?

“Bingo” von Bela B.

19.   Das schönste Konzert?

Bela B & Smokestack Lightning feat. Peta Devlin am 5. Mai im Bielefelder Ringlokschuppen.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

22.   Zum ersten Mal getan?

Für die Uni gearbeitet. Bela B live gesehen. Bei einer Taufe mitgemacht (als Täufling). In Österreich gewesen. Das Bremer Überseemuseum besucht. Die Synagoge der viertgrößten Stadt Niedersachsens von innen gesehen. Einen Gottesdienst mit Flüchtlingen besucht. Ein Gedicht von mir veröffentlicht. Für den Störungsmelder geschrieben. Auf Uniexkursion gewesen (beinhaltend den erstmaligen Besuch einer KZ-Gedenkstätte sowie des Jüdischen Museums Berlin). Mich erfolgreich bei der Deutschen Bahn beschwert. Bei einem Adventskalender-Gewinnspiel was gewonnen. Einen Rubbellos-Gewinn gehabt. Mit Kanadiern gesprochen. In orthodoxen, einer methodistischen und reformierten Kirchen gewesen. Anhänger der Bahai-Religion kontaktiert. In Baden-Württemberg sowie auf einer katholischen Hochzeit gewesen. Einen Nachtzug benutzt. Pandas und Koalas live gesehen. Beschlossen, in einen Ort zu ziehen, den ich zu diesem Zeitpunkt noch nie betreten hatte. Eine nicht erfolgreiche Online-Bestellung getätigt. Eine Bahnreise aufgrund einer Bombenentschärfung zwangsweise modifiziert. Ein wenig Gebärdensprache gelernt. Eine Langzeit-Blutdruckmessung gemacht.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

Im kleinsten Bundesland Deutschlands gewesen, ohne es nur zu durchqueren. Einige Zeit sehr viel Englisch geredet. Im Unichor gesungen.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit dem Bafögamt. Die Frage, wo ich im neuen Jahr leben werde. Umzugsstress. Die Art, wie das letztjährige Weihnachten verlaufen ist. Es war zwar schön, aber trotzdem doof.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Taufe.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das Klingonisch-Wörterbuch.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Eine neue Küche…

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Ich liebe dich und freue mich, dass du mir nach (hier Ort einfügen) folgst.”

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Ich liebe dich und möchte ganz lange mit dir zusammenbleiben.”

30.   Dein Wort des Jahres?

Christentum.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Umzug.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

“Topf voll Gold” und “Gekreuzsiegt”.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2015

Die Kitschautorin

Blöcke in der Uni und im Kopf

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Die letzten zweieinhalb Tage hatte ich ein Blockseminar mit dem Titel “Wissenschaftliche Texte und Theorien, die mich inspirieren”. Eine der beiden Dozentinnen stammt aus der ehemaligen DDR und hat viel über das Leben dort erzählt. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich gut mit meiner Mutter verstanden hätte, denn auch sie stammt aus der ehemaligen DDR (und ist ein Märchenfan). Meine Dozentin erzählte, dass es in ihrer Familie keinen Fernseher gab, weil man den Nachrichten der Aktuellen Kamera eh nicht trauen konnte – Westfernsehen gabs in dieser Ecke auch nicht. Dafür aber Sorben und auch darüber haben wir viel erfahren. Meine Dozentin ist auf eine sorbische Schule gegangen, weil es dort leichter war, das Abitur zu erlangen. (Wenn man in der DDR Abi machen wollte, musste man einen Topschnitt und linientreue Eltern haben.) In der sorbischen Schule gab es einen richtigen Heiratsmarkt. Die sorbische Kultur war schon damals auf dem absteigenden Ast und das wurde natürlich verstärkt dadurch, dass viele Sorben Deutsche heirateten. Interessant ist auch, dass es recht früh, nämlich schon bald nach der Reformation, eine sorbische Bibel gab. Die Sorben sind insgesamt ein eher ländliches Volk, weswegen es in der sorbischen Sprache auch sehr viele Vokabeln zu diesem Thema gibt (und viele Lieder und Schriftstücke über die Natur). Für moderne Sachen (als Beispiel wurde “Kühlschrank” genannt) gibt es aber oft keine Wörter und darum gibt es mittlerweile ein Institut zur Schöpfung der sorbischen Sprache. Meine Dozentin hat betont, dass sie sich an der sorbischen Schule viel mehr zu Hause gefühlt hat. In dem Zusammenhang gab es einen interessanten Versprecher:

Man war sicher vor der kommunistischen Religion, äh, Ideologie.

Die Dozentin hat selbst auch einige Texte vorgestellt, die sie inspiriert haben – und das nicht nur positiv: Sie hatte auch das Buch dabei, das sie zur Jugendweihe bekommen hatte. Noch ein Berührungspunkt mit meinen Eltern. Interessant fand ich persönlich auch, dass es nach dem Ende der DDR die gleiche Phrase gab wie nach dem Ende des Nationalsozialismus: “Es hat ja keiner gewusst.” Und auch da stimmte es nur halb. Meine Dozentin konnte das schlecht sagen, sie hat neben dem Stasiknast in Bautzen gewohnt. Sie hat erzählt, wie man überprüft hat, wie linientreu die Leute waren. Das ging dann zum Beispiel darüber, dass man die Kinder gefragt hat, was beim Sandmännchen passiert war. Wenn das westdeutsche Sandmännchen nacherzählt wurde, wussten die Oberen Bescheid. Früher war es auch so, dass die Kinder immer in die Klassenbücher geguckt haben, in denen die Berufe der Eltern drinstanden. Wenn die Eltern in der SED, bei der Stasi oder der NVA waren, hat man sich mit den Kindern nicht angefreundet.

Soweit zu meinen Unierlebnissen. Meine Woche war bis jetzt eher entbehrlich. Ich leide seit Samstag fast ununterbrochen an einem äußerst merkwürdigen Kopfschmerz. Ich war deswegen auch schon beim Neurologen, der mich an einen Radiologen verwiesen hat. Ich darf deswegen morgen gleich zwei Mal im Krankenhaus vorbeischauen (ich habe auch noch eine Magenspiegelung). Und das Krankenhaus, wo das MRT durchgeführt wird, ist vierzig Kilometer von mir entfernt. Aber ich kann mich noch glücklich schätzen. In der Nähe meines Wohnortes sind alle Radiologen bis Juli ausgebucht. Und der Neurologe sogar bis Dezember. Hätte ich so lange warten müssen, ich wäre durchgedreht. Immerhin lässt der Kopfschmerz langsam etwas nach. Dafür schlägt der Muskelkater voll durch, den ich mir am Dienstag beim Jiu Jitsu erworben habe. Aber so ist das halt, wenn die übliche Partnerin nicht da ist und man mit einem Kerl kämpfen muss, der einem körperlich überlegen ist.

Aber mich beschäftigt noch etwas anderes. Ich würde gern noch mehr von der Welt sehen. Ich bekam aber Zweifel daran, ob ich das so realisieren kann, wie ich mir das gedacht habe, denn ich neige doch ein wenig zu Heimweh. Ein Mensch, mit dem ich darüber sprach, meinte, ich sollte es doch trotzdem mal versuchen, denn alles, was ich vermissen würde, sei doch nach meiner Rückkehr immer noch da. Heute kam das Ganze dann erneut auf, denn ich unterhielt mich auf Twitter mit der lieben Aurélie darüber, dass ich auch gern mal einfach in den Urlaub fahren würde. Letzten Endes stellte sie fest, dass ich doch immer Ausreden finden würde, wenn ich welche suchen würde, und ich war schlecht drauf. So, wie es aussieht, habe ich momentan die Wahl dazwischen, auf viele tolle Orte zu verzichten, oder mit Herzschmerz durch die Welt zu reisen. Furchtbar.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Eigentlich wollte ich in zweieinhalb Wochen zum Morricone-Konzert gehen. Es wurde vorhin endgültig abgesagt. Es gibt im Winter noch einige Konzerte von ihm, aber ich zweifle, ob ich es da noch mal versuchen soll.