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Meine leidige Erfahrung mit Medimops – Eine Chronik

Veröffentlicht am

23. Oktober 2014: Ich bestelle “Little Britain”, Staffel 2 und 3, auf DVD. Da ich mein Zimmer bereits gekündigt habe, geht die Bestellung an die Adresse meines Freundes.

24. Oktober 2014: Ich bekomme die Mitteilung, dass die Bestellung versandt wurde.

26. Oktober 2014: Die Rechnung.

29. Oktober 2014: Die DVDs sind noch nicht da. Da ich sie für ein Referat benötige, frage ich, wann ich mit dem Erhalt rechnen kann.

31. Oktober 2014: Das Referat.

3. November 2014: Der Kundenservice antwortet:

Es tut mir sehr leid, dass Sie Ihre Bestellung bis jetzt noch nicht erhalten haben. Ihre Bestellung wurde mit der PIN AG als Bücher- bzw. Warensendung an Sie verschickt. Diese Sendungsart verfügt leider über keine Paketverfolgungsnummer, welche ich Ihnen für die Nachverfolgung zur Verfügung stellen könnte.

Normalerweise beträgt die Versandzeit von Waren- und Büchersendungen ca. 3-5 Werktage. Erfahrungsgemäß kann es allerdings in seltenen Einzelfällen dazu kommen, dass diese Sendungen bis zu 7 Werktage – in Ausnahmefällen sogar bis zu 14 Werktage bis zur Zustellung benötigen, was wir in Ihrem Fall natürlich nicht hoffen.

11. November 2014: Die DVDs sind immer noch nicht da. Ich maile über das Kontaktformular, dass ich vom Kaufvertrag zurücktreten werde, sollten die DVDs bis zum 18. November nicht bei mir sein.

13. November 2014: Der Kundenservice antwortet:

Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

wir haben vor Kurzem eine Anfrage per Mail von Ihnen erhalten.

Aufgrund einer Serverstörung konnten einige unserer Antwortnachrichten nicht zugestellt werden. Leider können wir den Verlauf der Korrespondenz nicht in allen Fällen vollständig wiederherstellen. Wir bitten dafür vielmals um Entschuldigung.

Sollte Ihre Anfrage bisher nicht bearbeitet worden sein, lassen Sie uns diese doch bitte erneut zukommen. Sollte Ihr Anliegen geklärt sein, antworten Sie bitte nicht auf diese Nachricht.

Ich maile das, was ich vor zwei Tagen geschrieben habe, erneut, natürlich ohne den 18. November zu ersetzen.

14. November 2014: Ich bekomme eine Mail:

Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

leider konnte die an Sie versendete Bestellung von der Post nicht
zugestellt werden. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht
wurden Sie nicht angetroffen, vielleicht wurde die Sendung nicht
abgeholt, vielleicht war die angegebene Adresse nicht korrekt oder
vielleicht war der Briefkasten voll und die Sendung wurde bei der Post
hinterlegt und nicht abgeholt. Die genaue Ursache ist für uns nicht
nachvollziehbar. Wir haben die Ware in jedem Fall von der Post
zurückbekommen. Die Ware ist bereits wieder in unser Shopsystem
aufgenommen worden. Wir erstatten Ihnen umgehend den Kaufpreis in Höhe
von 16,74 EUR.

Gern können Sie die Bestellung anschließend erneut auslösen.

Mein Name steht hier zwar nicht am Klingelschild, ich habe aber schon öfters Zeugs hierhin bestellt und bis jetzt war das nie ein Problem. Wenn ich nicht da war, fragte der Zusteller im Zweifelsfall halt einmal bei dem nach, der an die Tür ging. Und es war immer jemand da – mindestens der Zwilling meines Freundes, der zurzeit nicht mehr zur Uni muss und eine Doktorandenstelle sucht. Einen Benachrichtigungszettel habe ich nie bekommen (und ich glaube kaum, dass irgendwer aus der Familie meines Freundes so arschig ist und mir den vorenthält). Einen Briefkasten gibt es hier nicht. Und zum letzten von mir zitierten Satz: Ich weiß, wo ich in Zukunft nicht mehr bestellen werde.

Mit ärgerlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Ich bekam nach der letzten Mail (weil ich mich vorher irgendwann auf Twitter über den mangelnden Service aufgeregt habe) noch einen Tweet, ich solle doch mal die Bestellnummer nennen und man werde sich das Ganze mal anschauen. Großartig, einfach nur großartig.

Mein Schultag

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08 h 09: Es sind vier Leute da. Der Lehrer erläutert seine Korrekturen jedem persönlich.
08 h 11: Ich bin die Einzige, die den Aufgabenzettel vom Test dabeihatte. Kommt auch nicht jeden Tag vor.
08 h 43: Der Lehrer hat vorhin eine Geschichte aus seiner Anfangszeit als Übersetzer erzählt. Er hatte bei einer Übersetzung für einen wichtigen Großauftrag einer Firma vergessen, das Datum hinzuschreiben, zu dem die Ware an Bord des Schiffes sein muss. Eingefallen ist ihm das am Nachmittag vor der Deadline. Er ist wie ein Blöder zum Verladungsort gerast und die Ware war kurz vor Mitternacht auf dem Schiff, also in allerletzter Minute. Die Firma ist zwei Jahre später pleitegegangen, aber nicht etwa, weil mein Lehrer was verbaselt hat. Der Chef wurde von sechs Staatsanwälten gesucht. Am Morgen, als ein Enthüllungsartikel im Spiegel erschien, ist die Frau vom Chef zu den zwei Zeitungsläden in ihrem Wohnort gegangen und hat alle Spiegel-Ausgaben gekauft.
09 h 22: Ich habe einen Ohrwurm von einem Stück aus „The King’s speech“. Und zwar von dem Teil, der läuft, als George VI. gerade seine Kriegseintrittsrede hält. Sehr interessant.
09 h 37: Pausengespräch. Schülerin 1: „Was machst du mit deinem Nachhilfeschüler?“ Schülerin 2: „Französisch.“

Quelle: echtlustig.com

10 h 05: Gespräch über die „deutsche Identität“. Und natürlich muss wieder auf Nazideutschland eingegangen werden. Mittlerweile sind übrigens acht Leute da.

10 h 25: Der Lehrer erzählt, dass Engländer, die in Schottland studieren, Studiengebühren bezahlen mssen, Schotten und Ausländer aber nicht.
10 h 32: Der Lehrer zeigt uns den Dialekt seiner Heimatregion. Er klingt wie Andy aus „Little Britain“.
11 h 39: Es wird einstimmig beschlossen, dass der Rest des Unterrichts ausfällt, weil nur noch vier Leute da sind und sich das nicht lohnt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Welch unheimlich aufregend Leben

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Bildung ist zweifellos eine der wichtigsten Sachen, die ein Mensch haben muss. Er muss aber auch über gewisse menschliche Kompetenzen verfügen. Liebe zum Beispiel oder, nicht total arrogant zu sein. Wenn man zwar gebildet ist, aber nicht lieben kann und dazu total arrogant ist, dann ist man so wie Gareth van Meer aus „Die alltägliche Physik des Unglücks“ von Marisha Pessl.

So zumindest mein erster Eindruck – doch damit nicht genug. In dem Buch passieren so viele mysteriöse Sachen, dass ich es zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Sachen, die mich zum Schluss denken lassen: Gut, dass ich nicht in Blue van Meers Welt lebe.

Mein Leben war in letzter Zeit allerdings auch ziemlich mysteriös. Da wären zum Beispiel die Umstände, unter denen ich sowohl in Englisch als auch in Französisch die schriftliche Prüfung bestanden habe. In Französisch sogar mit einem Schnitt, der nur 0,8 Punkte an einer Eins vorbei war. Offensichtlich hat der Mensch, der die Prüfungen korrigiert hat, vorher ein paar bewusstseinserweiternde Substanzen eingenommen. Der Buschfunk meldet, dass die allermeisten Französischergebnisse ebenfalls fantastisch waren. Was zur Hölle war da los?

Auf jeden Fall gab das sehr viel Anlass zur Freude, genauso wie die wahnsinnige Party, die ich letzten Freitag in meiner Wohnung hatte. Ich habe neue Leute eingeladen, die sich hervorragend mit meinen Freunden verstanden haben, und ich lernte den Balkon und die Riesenküche endlich mal schätzen. Rückblickend hätte ich allerdings mehr Stühle organisieren sollen. Mein Mitbewohner sah es aber ganz cool, als ich ihm eröffnete, dass ich seinen gemopst hatte.

Eine tolle Party. In einer tollen Behausung. Und trotzdem hänge ich dort selten herum zur Zeit. Weil mein Freund woanders wohnt, klar. Ich bin ständig bei ihm. Ist irgendwie doof, dass er in einem Dorf wohnt. Früher habe ich es immer gehasst, auf dem Dorf zu wohnen. Aber da hatte ich auch keinen Internetanschluss. Von dem mache ich jetzt sehr stark Gebrauch.

Und so bin ich auch wieder auf die Bielefeld-Verschwörung gestoßen. Dafür, dass es die Stadt nicht gibt, kommen aber viele berühmte Leute aus ihr, leider auch einige faule Eier (hier eine kleine Auswahl):

– Horst Wessel

– Martin Goldstein (aka Dr. Sommer)

– Hannes Wader

– August Oetker

– Ulrich Wessel (RAF)

– Richard Oetker

– Christina Rau

– Christian Y. Schmidt

– Hera Lind

– Ingolf Lück

– Oliver Welke

– Ingo Oschmann

Ähm, okay… richtig vorteilhaft klingt die Liste nicht… Bis auf Oliver Welke. Ich kenne leider nicht so viel von ihm, aber bei „Little Britain“ war er ein verdammt guter Synchronsprecher.

Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich wahrscheinlich für meine mündlichen Prüfungen lernen sollte, die am letzten Ferientag bzw. zwei Wochen danach stattfinden. Aber wieso sollte ich das tun? Bei den schriftlichen Prüfungen habe ich Folgendes festgestellt:

Englisch: viel gelernt -> ganz gutes Ergebnis

Französisch: wenig gelernt -> fantastisches Ergebnis.

Na, habt ihr was gemerkt?

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin