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10 Fakten über mich, die ihr garantiert noch nicht wusstet

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1.) Ich wäre vier Mal fast sitzengeblieben, obwohl ich ein Schuljahr übersprungen habe.

2.) Ich verfüge über zwei Muttermale.

3.) Ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der jemand Prominenten kennt.

4.) Ich habe ein Praktikum in einer Buchhandlung gemacht, worum ich wegen meiner Arbeitszeiten und –bedingungen beneidet wurde, allerdings wäre ich dort irgendwann mit Sicherheit an Boreout gestorben.

5.) Ich habe sowohl ostpreußische als auch schlesische Vorfahren.

6.) Ich habe viel länger einen E-Mail-Account, als ich Internet habe. Der erste Account dürfte um 2003 herum angelegt worden sein. Ich habe drei Mal an einem VHS-Kurs “Einführung ins Internet für Kinder” (oder so ähnlich) teilgenommen, einfach, damit ich ins Internet konnte – zu Hause bekam ich erst mit 16 Internet, was ich aber fast nie nutzen durfte (und eh total lahm war), und meinen eigenen Anschluss hatte ich erst mit 18, damals im Studentenheimzimmer.

7.) Ich konnte lesen, bevor ich in die Schule kam. Wann genau das anfing, darüber streiten sich meine (Groß-)Eltern.

8.) Ich habe eine feste Zahnspange getragen, bis ich 17 war. Das hat deswegen so lange gedauert, weil ich erst eine lose brauchte und mit der warten musste, bis ich alle meine Milchzähne raushatte – und da war ich 13.

9.) Ich besitze ein winziges Stück der Berliner Mauer.

10.) Haarfarben, die ich in meinem Leben bereits hatte: hellblond, dunkelblond, kupferrot, dunkelbraun, schwarz mit leichtem Blaustich und verschiedenste Spielarten von knallrot.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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Der andere Gottesdienst

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Die Gemeinde, in der ich mich demnächst taufen lasse, veranstaltet des Öfteren “andere Gottesdienste” – mit ungewöhnlichen Themen und Gästen von außerhalb. Heute waren einige Flüchtlinge aus Somalia dabei. Man sah Bilder aus ihrem Heimatland, die eindeutig klarmachten, warum die Männer geflüchtet waren. Sie erzählten, dass die meisten Menschen auf der Flucht nach Europa gestorben waren. Dass Familienmitglieder gestorben waren oder man nicht wusste, was mit ihnen war. Dass Italien sie zwar rein-, aber dann allein ließ. Trauer über den Verlust der Heimat. Eingewöhnungsschwierigkeiten.

Die Gesetzgebung besagt, dass Asylsuchende in dem EU-Land verbleiben müssen, in dem sie als Erstes ankommen. Wohin das führt, hat man bei den Flüchtlingen aus Somalia gesehen. Länder wie Italien sind total überfordert. Hier muss sich etwas ändern.

Etwas ändern muss sich auch daran, wie die Flüchtlinge, die es hierhin geschafft haben, hier leben. Ihnen fehlt so viel. Materielle Güter. Menschen, die ihnen helfen, Zeit zu vertreiben oder Amtsbesuche zu bewältigen. Sprachkenntnisse. In diesem Artikel von Anfang Januar steht einiges darüber: http://www.kirchenbote.de/content/unterricht-gibt-es-ehrenamtlich Sobald ich die Infos meiner eigenen Gemeinde online finde, stelle ich sie hier hoch. Sollte diesen Blogartikel jemand lesen, der helfen möchte: Meine Mailadresse steht im Impressum. Ich werde versuchen, die Hilfswünsche weiterzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Kinderfernsehen

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Körperlich habe ich mich inzwischen soweit wieder erholt. Meine schlechte gesundheitliche Verfassung und der Stress wegen dem Praktikum hatten aber zur Folge, dass ich den Terminvorgabe für einen Artikel nicht mehr einhalten konnte. Natürlich hätte ich auch so versuchen können, einen Artikel über “grünes” Internet zu schreiben, er wäre aber nicht viel mehr als grüne Grütze geworden, haha. Der Redaktion ist übrigens erst nach zehn Tagen aufgefallen, dass da doch was fällig war, und das bestimmt auch nur, weil ich mich nach erfolgter Genesung um einen anderen Auftrag bewarb.

Wenn ich nicht arbeite, hänge ich zu Hause herum und surfe im Internet oder schaue mir irgendwelche Fernsehserien an (meist auf DVD). Früher war ja vieles besser, wenn auch nicht alles, und so stehe ich auf viele ältere Serien. Als Kind war ich ein großer Fan der Serie “Neues vom Süderhof”. Aus Nostalgie- oder ähnlichen Gründen wollte ich die Serie gerne haben. Bei den Kommentaren eines Episodenführers stieß ich auf eine E-Mail-Adresse, an die man bei Interesse an der Serie schreiben sollte. Das habe ich dann auch getan.

Die Person, die sich hinter der Adresse verbarg, besaß so ungefähr alles, was jemals an deutschsprachigen Fernsehserien und –filmen gelaufen war. Ich habe dann gesagt, dass ich außer der oben genannten Serie gern noch eine andere hätte, ihr Angebot aber doch nicht in Anspruch genommen, aus zwei Gründen:

1.) Sie wollte für etwas, das sie selbst aus dem Fernsehen aufgenommen hatte und zwölf DVDs verbraucht hätte, knapp 30 Euro haben. Zum Vergleich: Eine Spindel mit 50 neuen Rohlingen kriegt man auf Amazon für ca. 15 Euro.

2.) Der Name, der in der E-Mail-Adresse angegeben war, und ihr eigener Name stimmten nicht überein. Begründung: “Ich habe die E-Mail-Adresse meiner Oma benutzt wegen Spam.” Ja nee, ist klar.

Ich habe dann noch mal per Mail beim NDR, der die Rechte an “Neues vom Süderhof” besitzt, angefragt, ob die Serie im Fernsehen wiederholt wird bzw. wo man sie sich auf DVD kaufen kann. (Auf Amazon hatte ich dazu nichts gefunden.) Die Antwort lautete folgendermaßen:

Die von Ihnen gesuchte Sendung wird nach unseren Informationen in nächster Zeit leider nicht wiederholt. Änderungen im Programmablauf sind jedoch den Programmplanern vorbehalten, sodass eine Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen ist. Wir möchten Sie daher bitten, auf die Angaben in
Ihrer Fernsehprogrammzeitschrift bzw. in der Tagespresse zu achten. Oder Sie besuchen uns im Internet. Unter www.ndr.de finden Sie unsere aktuellen Programme und alles Wissenswerte rund um unsere Sendungen.

Über den NDR Mitschnittservice haben Sie jedoch die Möglichkeit, von ausgewählten NDR Fernsehproduktionen einen Sendemitschnitt auf DVD zu erhalten. Die Kosten für einen Mitschnitt sind individuell und ergeben sich aus dem
Verwendungszweck und der Sendelänge.

Heißt: Ich hab keine Chance, die Serie jemals wieder zu sehen, außer ich besorge sie mir illegal im Netz oder kaufe mir VHS-Kassetten (ich habe keinen Rekorder mehr). Und der Mitschnittservice ist so teuer, dass ich keinem empfehlen würde, ihn zu nutzen, aber das nur nebenbei. Ich finde das ziemlich blöd vom NDR.

Einige haben sich beim Lesen der letzten Geschichte vielleicht gedacht: “Wie, die ist zweiundzwanzig und guckt immer noch Kinderserien? Wie abartig!” Dazu kann ich nur sagen: Bockmist. Ich finde es sehr bescheiden, dass man Leuten mit Eintritt der Volljährigkeit sofort abspricht, sich mit “kindischen” Sachen zu beschäftigen. (Damit meine ich nicht nur Fernsehserien, aber auch die.) Aufmerksame Leser werden sich eventuell noch daran erinnern, dass mir mal die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen wurde, als ich sagte, dass ich gerne Spongebob gucke. Dabei sind nicht alle Leute, die erwachsen sind und so was mögen, automatisch dumm. Und: Man kann gar nicht durchweg Erwachsenen-Sachen machen, irgendwann muss man sich mit etwas, sagen wir, weniger Anspruchsvollem beschäftigen. Klopfer hat das heute in einem Tweet sehr gut zusammengefasst:

sag dir immer: „wir hören nicht auf zu spielen, weil wir erwachsen werden, sondern werden erwachsen, weil wir aufhören zu spielen“

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin