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Neulich im IRC

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Dieser Blogeintrag ist nicht auf meinem eigenen Computer entstanden. Mein eigener Rechenknecht musste in die Reparatur und ich habe keine Ahnung, wann ich ihn wiederkriege. Ich vermisse ihn aber sehr und würde es gerne feiern, wenn er wieder da ist. Und damit kommen wir auch schon zum heutigen Thema.

In meinem IRC-Channel #kitschi fragte ich, wie ich den Wiedererhalt meiner dann reparierten Kiste angemessen begehen könnte. Und dann passierte Folgendes:

Gesprächsteilnehmer: mit bier und schnaps ?

Kitschautorin: Ich steh doch nicht so auf Alk

Gesprächsteilnehmer: als stafe musst du trinken

Kitschautorin:

* Gesprächsteilnehmer reicht Kitschautorin nen cuba libre „stell dich nicht so an“ =)

* Kitschautorin gibt dem Gesprächsteilnehmer den Cuba libre zurück. Willst du mich umbringen?

Gesprächsteilnehmer: man man man

Gesprächsteilnehmer: bist du ne öko tussi

Also, ich musste mir wegen meines Fast-Antialkoholismus schon so einiges anhören, aber der Vorwurf, eine Öko-Tussi zu sein, war mir bis dato neu. Im weiteren Gesprächsverlauf wurde ich dann noch als „doof“ und „komisch“ betitelt. Der Gesprächsteilnehmer versuchte, mir klarzumachen, dass ich, wenn ich niemals betrunken war, doch etwas verpasst habe und gar nicht mitreden könne. Anschließend kam das hier:

Gesprächsteilnehmer: muss man das nicht als invesgaticer jounalistin in erfahrung bringen ?

Kitschautorin: Ich fand meine Jahrgangskollegen wegen vieler Sachen schrecklich, aber was mir irgendwann am meisten aufen Keks ging, waren die Wettbewerbe à la „Wer verträgt am meisten“ und „Wer stellt im Suff den blödesten Scheiß an?“

Kitschautorin:

Gesprächsteilnehmer: ja und genau sagen leute wie ich du wärst ne öko tussi

Gesprächsteilnehmer: *deswegen

Kitschautorin: Hach

Gesprächsteilnehmer: wobei das mit öko jetzt nicht viel zu tun hat

Gesprächsteilnehmer: aber allöe trinken doch

Wie schön, dass es noch so viele Leute gibt, die andere Menschen ihr eigenes Leben leben lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ökotussi Kitschautorin

Dämliche Mitbewohner und anderer Irrsinn

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Schon oft hatte ich das Gefühl, dass sich die ganze Welt gegen mich verschworen hat, um mir das Leben schwer zu machen. Wenn dies aber dort eintritt, wo man sich wie zu Hause fühlt (oder zu Hause ist), ist das schier unerträglich.

„Man muss immer auf der Hut sein, man weiß nie, was so passiert

Wenn ein durchgedrehter Haushalt gegen einen revoltiert…“

Das war ein Zitat von meinem Lieblingsrocker Farin Urlaub. Das Lied heißt Dusche und in dem Lied geht es darum, dass das lyrische Ich von seinen Haushaltsgegenständen attackiert wird. Mir war schon immer klar, dass das eine Metapher für eine furchtbare Umwelt ist, die einem das Leben schwer macht. Doch erst am Sonntagabend habe ich das so richtig verstanden.

Wie ich bereits in meinem letzten Eintrag erwähnte, lebe ich in einer WG mit zwei Typen zusammen. Bis jetzt hatten wir eigentlich nie größere Probleme, wenn man mal von der Sache absieht, dass einer der beiden bereits damit gedroht hat, mich aus der WG zu schmeißen, wenn sich mein Putzverhalten nicht verbessert, natürlich ohne vorher mal mit mir über das Problem gesprochen zu haben.

Schön, das hat vielleicht noch seine Berechtigung, und dass ich meine Kiste mit den Küchenutensilien, die nicht mehr ins Regal gepasst haben, nicht in die Küche stellen durfte, obwohl es keinen Platzmangel gab (gibt), habe ich eigentlich schon wieder vergessen. Doch Sonntagabend erlebte ich etwas, das dem Ganzen sozusagen die Krone aufsetzt.

Dazu muss ich Folgendes erklären: Ich habe einen Freund, der hier in der drittgrößten Stadt Niedersachsens studiert und dann auch öfter mal bei mir übernachtet. Dies hatte ich beim „Vorstellungsgespräch“ mal erwähnt und stellte zunächst auch kein Problem dar. Sonntagabend aber kam mein Mitbewohner auf meinen Freund zu und behauptete, es würde ihn stören, dass er ihm dauernd in der Küche und im Bad begegnen würde und er sich eigentlich nur auf eine neue Person in der WG eingestellt hätte.

Mein Freund teilte mir anschließend den Verlauf des Gesprächs mit. Im Flüsterton, während der DVD-Player lief, und teilweise nahm er auch Schreibmaterial zur Hilfe, damit man durch die hellhörigen Wände ja nichts mitkriegt.

Das Gespräch, von dem ich leider (oder Gott sei Dank?) nicht alles mitbekam, hatte folgende Quintessenz: Mein Freund darf ruhig hier sein, solange er in meinem Zimmer ist, darf das Bad oder die Küche aber nicht benutzen, solange mein Mitbewohner da ist. Irgendwann wurde mein Liebster dann gefragt, ob er Schlüssel von der Wohnung hätte. Dies wollte er gar nicht mehr zugeben, sondern fragte stattdessen: „Nein, darf ich denn welche haben?“

„Nein, das ist die falsche Richtung. Wenn du so fragst, dann finde ich das aufdringlich.“

„Aber du hast doch zuerst gefragt!“

„Ja, egal.“

Oh, Mann…

Und das Tollste ist: All das kreidet er mir an, obwohl meine beiden Mitbewohner selbst so gut wie nie hier sind. Der eine ist mir exakt drei Mal auf dem Flur begegnet, den anderen sehe ich gar nicht mehr, seit ich morgens als allererstes ins Bad gehe.

Ich habe natürlich beschlossen, an der Situation nichts zu ändern. Wer bin ich denn, dass ich jeden Monat so viel Miete zahle und dann nicht mal Besuch empfangen darf, wann ich will? Sogar meine Eltern waren toleranter als er.

Die Eltern meiner Mitschülerin scheinen allerdings zu tolerant mit ihrer Tochter zu sein, oder sie sind einfach nur zu doof. Was meine ich damit? Nun, diese Mitschülerin ist so gut wie nie da. Manche nennen sie schon „die Unsichtbare“.

Diesen Ruf hat sie sich damit verdient, dass sie erst mal so gut wie nie da ist. Wenn sie kommt, ist sie entweder zu spät oder sie verschwindet nach der zweiten Stunde einfach.

Ich habe einfach kein Verständnis dafür. Ich versuche jeden Monat, das Geld irgendwie zusammenzukriegen, um auf diese Schule gehen zu können, und das Mädel gibt einfach das Geld ihrer Eltern für eine Ausbildung aus, die sie eh nicht interessiert.

Einmal tauchte sie in den ersten beiden Stunden nicht auf. Das war klar. Dann sah ich sie aber an einem der Computer im Internet surfen. Beim nachfolgenden Computerunterricht entschuldigte sie sich dann folgendermaßen:

„Ja, ‚tschuldigung, bin nicht eher gekommen, hab verschlafen…“

Sie kennt keine Vokabeln, hat es immer noch nicht für nötig gehalten, sich die Lehrbücher anzuschaffen, und die Prüfungen hat sie entweder gar nicht oder erst beim Nachschreibtermin gemacht.

Neulich meinte eine aus meiner Klasse, dass sie im Laden neben dem großen schwedischen Bekleidungsgiganten arbeitet. Als ich geguckt habe, war sie gerade nicht da, aber ich werde das weiter verfolgen, denke ich. Vielleicht melde ich mich einfach mal einen Tag krank und gucke, ob sie tatsächlich da auftaucht.

In diesem Sinne:

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin