RSS-Feed

Schlagwort-Archive: neun

Kurz kommentiert (mehr oder weniger), Teil 41

Veröffentlicht am

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article186559238/Hape-Kerkeling-Was-er-mit-der-Kita-Krise-zu-tun-hat.html?wtrid=onsite.onsitesearch

Man kann sicher darüber streiten, ob Kindergärten, Kindertagesstätten und Co. unabdingbar für das Wohl eines Kindes sind. Ich störe mich nur ein wenig am Ton dieses Artikels, der auf inadäquate Weise einen sehr guten Kinofilm, „Der Junge muss an die frische Luft“, mit der Realität der ErzieherInnen hierzulande verknüpft wird. Zwar äußert Frau Becker sich am Anfang positiv über die Ankündigung des Familienministeriums, 300 Millionen Euro für Kitas bereitzustellen, schränkt sich sogleich aber mit einem großen Aber ein. Es klingt, da kann ich mir nicht helfen, ein wenig so wie diese alten Menschen, die auf Familienfeiern immer verkündeten „wir hatten XY früher auch nicht und es hat uns nicht geschadet!“. Beim Schreiben dieses Blogartikels fällt mir gerade sogar auf, dass ich das im Bezug auf Kindergärten, Kindertagesstätten und Co. neulich tatsächlich gehört habe. (Von Menschen, die stockkonservativ sind und sich wünschen würden, alle würden so leben wie sie, aber das nur so nebenbei.)

Ich verstehe auch nicht, warum Hape Kerkeling dafür herhalten muss, denen, die Kindergärten etc. nicht so positiv gegenüberstehen, Vorschub zu leisten. Ich weiß nicht, ob er dafür so geeignet ist, immerhin hat sich dessen Mutter (wie im Welt-Artikel ganz richtig erwähnt wird) das Leben genommen, als er neun Jahre alt war. Dass er psychisch da einigermaßen heil herausgekommen ist, ist ein Wunder. So einen Menschen als Beispiel dafür zu nehmen, dass es gelernte Erzieher nicht unbedingt braucht, erscheint mir nicht richtig.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Advertisements

Stöckchen oder nicht Stöckchen

Veröffentlicht am

Vor einiger Zeit musste ich an das hier denken, und auch wenn mir das Stöckchen keiner zugeworfen hat, würde ich gern damit spielen.

12 Dinge, die dich ärgern

– Fremdenfeindlichkeit

– Homophobie

– Misogynie

– Krieg

– Leute, die, wenn sie einen Zug wegen einer Bombenentschärfung nicht nehmen können, sich lang und breit über die Unzuverlässigkeit der Bahn ärgern oder zig Mal erwähnen, dass sie schneller gewesen wären, wenn sie den Bus XY genommen hätten statt des Schienenersatzverkehrbusses

– wenn Züge zu spät kommen, weil die Bahn am falschen Ende spart und Gegengleise abbaut

– die Unfähigkeit der Betreuer in meinem bevorzugten Uni-Computerraum

– auf Gläubige herabblickende Menschen

– wenn mein Smartphone mitten in einer langweiligen Vorlesung leergeht

– die Engstirnigkeit gewisser alter Menschen

– das für mich zuständige Bafögamt

– Leute, die glauben, Depressionen könne man ganz einfach behandeln

11 Dinge, ohne die du nicht leben könntest

– Wasser

– Essen

– angemessene Temperaturen

– Mediziner

– Liebe

– Internet

– Bücher

– Schlaf

– Gott

– meinen schwarzen Kajal

– mein Smartphone

10 Dinge, auf die du dich freust

– endlich mit meinem Freund zusammenzuwohnen

– meine Bachelorarbeit

– das Abendessen

– die nächste Sitzung vom Gebärdensprachkurs

– den 4. Dezember

– den nächsten Gottesdienst mit meinem Lieblingspastor

– endlich diese Monty-Python-Sendung zu gucken, die ich vor vier Wochen aufnehmen ließ

– die Masterzeugnisverleihung eines gewissen Informatikers

– irgendwann mal Kinder zu haben

– den nächsten Urlaub

9 Dinge, die du täglich trägst

– einen BH

– eine Armbanduhr

– meine Brille

– einen Slip

– einen Titanring mit Diamant (mein Verlobungsring)

– mein Essen ins Zimmer

– Zweifel an der Zukunft

– meine Dreckwäsche irgendwohin

– einen Silberring (Geschenk von meiner Mutter)

8 Serien bzw. Filme, die du immer wieder schauen könntest

– “The King’s speech”

– “Ein Herz und eine Seele”

– “Die fabelhafte Welt der Amélie”

– “Hör mal, wer da hämmert”

– “Spongebob Schwammkopf”

– “Zwei glorreiche Halunken”

– “Der Vorname”

– “LOL – Laughing out loud”

7 Objekte, die du täglich anfasst

– Klopapier

– meinen Laptop

– die Fernbedienung meines DVD-Players

– meinen DVD-Player

– die Steckdosenleiste, an der mein Laptop, das dazugehörige Hub und mein DVD-Player hängen

– Besteck

– Gebäck

6 Dinge, die du jeden Tag tust

– aufs Klo gehen

– sprechen

– im Internet surfen

– lesen

– kochen

– an die Uni denken

5 Lebensmittel, ohne die du nicht leben könntest

– Nudeln

– Schokolade

– Erdbeeren

– Käse

– Tomaten

4 Menschen, mit denen du gerne mehr Zeit verbringen würdest

– die lustigen Leute von Alsterfilm

– meine beste Freundin

– mein bester Freund (der gleichzeitig auch mein zukünftiger Schwager ist, ist das nicht cool?)

– seine Freundin

3 deiner momentanen Lieblingslieder

– Muse – Hysteria

– Postmodern Jukebox feat. Robyn Adele Anderson – Talk dirty

– Pet Shop Boys – Go west

2 Menschen, die dein Leben sehr beeinflusst haben

– mein Vater

– seine Mutter

1 Mensch, mit dem du den Rest deines Lebens verbringen könntest

– mein Freund

So, fühlt euch frei, eure Meinung dazu oder eure eigenen Fragebogen-Füllungen in die Kommentare zu schreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Mein 2004

Veröffentlicht am

Frau Nessy hat mir ein Jahr zugelost, zu dem ich was aus meinem Leben erzählen soll, und das tue ich doch gerne.

2004

Alter

12 bzw. 13 Jahre.

Aufenthaltsort

Ein kleines Dorf nördlich der damals noch drittgrößten Stadt Niedersachsens.

Beruf

Schülerin der achten bzw. neunten Klasse eines Gymnasiums. Erstaunlich, dass ich es noch in die neunte Klasse geschafft habe, ich bekam damals meinen ersten blauen Brief. Mein Dad hat ihn in der Küche aufgehängt, damit ich immer daran erinnert werde, mich ab jetzt mehr anzustrengen (was nicht geklappt hat). Im neuen Schuljahr bekam ich zum ersten Mal Politikunterricht, der aber aufgrund einer verplanten, kettenrauchenden Lehrerin nicht so gut war. Ich habe die Schule damals insgesamt gehasst, weil ich mich ständig gelangweilt und so gut wie keine Freunde hatte. Eher so das Gegenteil davon.

Beziehung

Ich war so einige Male verliebt, von einer Beziehung aber leider weit entfernt. Wer will auch ein Mädel mit hässlicher Frisur und schiefen Zähnen, die noch dazu viel jünger ist als man selbst? Rückblickend kann ich aber froh sein, dass nie was draus geworden ist, die Kerle waren charakterlich alle Ärsche.

Haare

Siehe oben. Ich erinnere mich dunkel, dass ich damals ein Experiment mit kupferroter Tönung gewagt habe. Ansonsten: aschblond und Länge so ungefähr bis zu den Schultern.

Urlaub

Irgendwo in Südschweden (mal wieder).

Bemerknis 1

Eines der wenigen Highlights in diesem Jahr: die Eröffnung eines Internetcafés direkt neben der Schule. Wir hatten ja kein Internet und ich habe fortan mein ganzes Geld dort gelassen, bis ich Leute kannte, bei denen ich das Internet nutzen konnte. Damals wie heute fand ich das Internet total klasse.

Bemerknis 2

Ich war damals die totale Fernseheule. Meine Eltern haben irgendwann versucht, meinen Fernsehkonsum zu unterbinden. Ich habe allerdings schnell herausgefunden, wo der Schlüssel zum Wohnzimmer ist, wie ich die Anlage wieder an den Strom anschließe und wann ich gucken kann, ohne dass meine Eltern was davon merken. Ich habe mir damals Sachen angeguckt, von denen ich heute nicht mehr glauben kann, dass ich sie jemals gut fand, z.B. “Freunde – Das Leben beginnt” und “Die Abschlussklasse”.

Weiterführende Literatur

Ich habe fünf Jahre nach dem hier besprochenen Jahr Abitur gemacht – hier der Artikel über meinen Jahrgang. Was nicht drinsteht: Der Schulleiter wollte uns die Abishirts verbieten, weil er den Spruch “Scheiß auf Abi – ich werd Pirat!” respektlos fand. Er war aber schon vorher nicht als guter Schulleiter bekannt – er hat einem Jungen aus dem Jahrgang unter mir einen mehrtägigen Schulverweis erteilt, nur weil der ein T-Shirt mit “obszönen Worten” trug, und für die Beschwerde eines Abiturienten, er sei in der mündlichen Prüfung ungerecht behandelt worden, hat er sich einfach mal null interessiert. Mittlerweile hat er allerdings die Schule gewechselt. (Die Armen…)

Sollte jemand von den Lesern Lust haben, daran teilzunehmen – nur zu! Einfach einen Kommentar hinterlassen, ich lose dann ein Jahr zu.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Songs für verschiedene Gelegenheiten

Veröffentlicht am

Ich wollte wie Coldmirror (http://kaltspiegel.tumblr.com/post/64145996096/i-wanted-to-try-one-of-those-songmix-memes-but-the) einen Liedermix machen, mich aber nicht auf 8tracks anmelden. Also gibt es jetzt hier einfach eine Liste mit passenden Liedern und den jeweiligen Links.

1.) Ein Lied über Tiere: Die Ärzte – Käfer http://www.youtube.com/watch?v=HNmN695uGB4

2.) Ein intelligentes, inspirierendes Lied: Malvina Reynolds – Little boxes http://www.youtube.com/watch?v=2_2lGkEU4Xs

3.) Ein unglaublich dummes Lied: Babyshambles – French dog blues http://www.myvideo.de/watch/7120862/Babyshambles_French_Dog_Blues

4.) Ein gruseliges, verwirrendes Lied: Farin Urlaub – Unter Wasser http://www.youtube.com/watch?v=HZ67ZU_wm24

5.) Ein süßes, friedliches Lied: Yann Tiersen – La valse des vieux os http://www.youtube.com/watch?v=sUZ3TLLpjMY

6.) Ein atemberaubendes, episches Lied: Two Steps From Hell – Heart of courage http://www.youtube.com/watch?v=LRLdhFVzqt4

7.) Ein vulgäres, obszönes Lied: Placebo – Spite & malice http://www.youtube.com/watch?v=ZLsd_j6beNA

8.) Ein Lied ohne Stimme: Jan Hammer – Crockett’s theme http://www.youtube.com/watch?v=_UmOY6ek_Y4

9.) Ein Lied, das älter ist als du: Elvis Presley – Jailhouse rock http://www.youtube.com/watch?v=qDID_E0FDUU

10.) Ein Lied, um deine Subwoofer zu testen: Zombie Nation – Kernkraft 400 http://www.youtube.com/watch?v=z5LW07FTJbI

11.) Ein Lied, das dir ein Freund gezeigt hat: JBO – Walk with an erection http://www.youtube.com/watch?v=CUiCsV5K-Es

12.) Ein Lied, um auf Ärsche zu starren: Fall Out Boy – This ain’t a scene, it’s an arms race http://www.youtube.com/watch?v=GNm5drtAQXs

13.) Ein Lied über Essen: Patrick Star – Salatsoße http://www.youtube.com/watch?v=cluUwB28XDA

14.) Du hast keine Ahnung, warum du dieses Lied gespeichert hast: Mickie Krause – Geh doch zu Hause http://www.myvideo.de/watch/478462/Mickie_Krause_mit_geh_doch_zu_Hause

15.) Ein unnötiger Dubstep-Remix: Coldmirror – In der Dubstep-Bäckerei http://kaltspiegel.tumblr.com/post/59577180652/in-der-dubstep-backerei-ich-musste-den-song

Viel Spaß beim Anhören.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Mein geliebter Computer

Veröffentlicht am

Vor neun Tagen blieb mein Freund im Laptopkabel hängen, das ich unachtsamerweise mit dem Gerät verbunden gelassen hatte, und zog ihn vom Tisch runter. Das Gerät lief an sich noch, nur das Kabel und das Gehäuse waren leicht verbogen, aber soweit war alles in Ordnung. Bis ich tags darauf leicht am Kabel drehte, als ich den Computer auf den Tisch stellen wollte, und sich das Gerät schlagartig ausschaltete. Das passierte an dem Tag dann noch einmal, weswegen ich den PC dann vor einer Woche in die Reparatur gegeben hatte.

Der Verkäufer im Computerladen wies mich darauf hin, dass die Reparatur sehr lange dauern könne und dass der zuständige Mitarbeiter erst am Montag Zeit habe, sich um meinen Laptop zu kümmern. Als ich am Montag nachfragte, was denn nun genau bei meinem Rechenknecht gemacht werden müsse, bekam ich zur Antwort, dass man sich mein Gerät noch nicht angeschaut habe. Das wurde dann einen Tag später erledigt, genauso wie der Rückruf, der eigentlich Dienstag hätte erfolgen sollen und dann Mittwochmorgen im Seminarraum kam. Dann erhielt ich aber überraschenderweise die Nachricht, dass mein Computer wieder repariert sei. Ich ließ “Demokratietheorien” ausfallen, um die Kiste abzuholen. So sehr sehnte ich mich nach meinem geliebten Computer.

Im Computerladen erfuhr ich dann auch, was mit der möglicherweise sehr langen Dauer der Reparatur gemeint war. Natürlich sei der Kurzschluss-Fehler an meinem Gerät soweit behoben, allerdings könne man mein Akkukabel so nicht wieder zurechtbiegen und überhaupt sei es doch besser, wenn ich einige Teile austauschen würde. Der Verkäufer präsentierte mir einen Kostenvorschlag, der mit hundertfünfzig Euro ungefähr die Hälfte des Neupreises meines Laptops bedeutete. (Für das Netzteil waren 35 Euro angesetzt. Ein zu meinem Modell – Compaq Presario CQ57 – passendes Netzteil gab es bei Amazon schon für 14 Euro.) Ich sagte, ich wolle erst mal testen, ob das Ding denn jetzt läuft und wenn nicht, würde ich einige Teile austauschen lassen. Es ist jetzt nicht ganz 48 Stunden her, dass ich meinen Klapprechner abgeholt habe, und er läuft wunderbar. Ich kann mich aufs Bett legen und hinterher wieder mit dem Teil an den Tisch setzen, ohne dass ich einen ungewollt schwarzen Bildschirm erhalte.

Getestet habe ich meine Kiste unter anderem durch Ausprobieren eines neuen Programms – Visio 2013. Mir wurde in einem Pädagogikseminar ein Ergebnisprotokoll für eine Arbeitsgruppensitzung aufs Auge gedrückt (vermutlich, weil ich das Ganze als Einzige richtig vorbereitet hatte). Eine Aufgabe war, Rousseaus Erziehungskonzeption in einem grafischen Schema darzustellen. Ich fragte meinen Informatikerfreund, welches Programm dafür am besten geeignet wäre, und er antwortete: “Visio”. Da ich eine Studentenlizenz habe, konnte ich mir das Programm kostenfrei herunterladen und installieren (was ziemlich lange gedauert hat – vermutlich länger, als dann das Diagramm zu erstellen).

Gerade kam mir eine Idee: Was würdet ihr davon halten, wenn ich lustige Diagramme, also z.B. Flussdiagramme, erstellen und hier im Blog posten würde? Ich bräuchte nur ein paar Themenanregungen. Also, schreibt mir fleißig Kommentare.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin