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Schlagwort-Archive: pesto

2015, yeh

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1.       Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Ich würde dem Jahr glatt eine 10 geben, da das Bafögamt mich allerdings nicht mehr mag, gebe ich ihm nur eine 9.

2.       Zugenommen oder abgenommen?

Es wird wohl ungefähr gleich geblieben sein. Zumindest sehe ich nicht wesentlich fetter aus.

3.       Haare länger oder kürzer?

Mehr oder weniger gleich… irgendwie finde ich einfach, dass mir kurz vor schulterlang am besten steht.

4.       Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Kurzsichtiger, außerdem habe ich eine Hornhautverkrümmung. Lustig war, wie ich das Ganze entdeckt habe – eigentlich wartete ich nur auf meinen Freund, der einen Sehtest ablegte, und tat das dann auch. Zusätzliche –0,75 – ich habe direkt eine neue Brille bestellt. Als ich sie aufsetzte, sah ich plötzlich wieder alles total scharf – wie in HD.^^

5.       Mehr Kohle oder weniger?

Das Bafögamt hat entschieden, dass ich genug auf dem Konto habe und meine Eltern eh zu viel verdienen. Allerdings arbeite ich jetzt als Tutorin.

6.       Besseren Job oder schlechteren?

Unentschieden.

7.       Mehr ausgegeben oder weniger?

Genau kann ich das nicht sagen. Ich habe aber versucht, mich etwas zurückzuhalten.

8.       Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Im Adventskalender von “Gekreuzsiegt” wurde eine selbstgestrickte Bommelmütze verlost und ich habe sie gewonnen. Oh, und ich habe mit einem durch meine Mutter geschenkten Rubbellos sechzig Schwedische Kronen gewonnen. (Aber nicht ausgegeben.)

9.       Mehr bewegt oder weniger?

Das Schwimmen wurde beibehalten, zwischenzeitlich habe ich mal Jiu Jitsu an der Uni gemacht, und ich schätze, die Rennerei wegen des Umzugs kann man auch zählen.

10.   Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Der ganze Stress, den ich dieses Jahr erlitten habe, drückte mir Brust-, Kopf-, Magenschmerzen und einige Blutdruckausreißer auf. Ansonsten fällt mir nichts Nennenswertes ein.

11.   Davon war für dich die Schlimmste?

Siehe Frage 10.

12.   Der hirnrissigste Plan?

Mitten im Endstress eine Woche nach Schweden zu fliegen.

13.   Die gefährlichste Unternehmung?

Ähm… zählen die Narkoserisiken bei der Magenspiegelung?

14.   Die teuerste Anschaffung?

Die Möbel, die ich vor zwei Tagen gekauft habe.

15.   Das leckerste Essen?

Vor knapp drei Wochen habe ich die Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen, zusammen mit fleißigen Helfern einen Haufen Krams in die Wohnung gestellt, dann eine Küche bestellt und danach Nudeln mit rotem Pesto gemacht. Das war so geil.

16.   Das beeindruckendste Buch?

*denkt lange nach* Die Bibel.

17.   Der ergreifendste Film?

*denkt auch hier lange nach* “Neukölln unlimited”. Ich weiß, der ist älter, ich habe ihn aber erst jetzt gesehen. Der Film hat mich auf so viele Weisen beeindruckt. Ich war traurig, wütend, aber auch optimistisch.

18.   Die beste CD?

“Bingo” von Bela B.

19.   Das schönste Konzert?

Bela B & Smokestack Lightning feat. Peta Devlin am 5. Mai im Bielefelder Ringlokschuppen.

20.   Die meiste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

21.   Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit meinem Freund.

22.   Zum ersten Mal getan?

Für die Uni gearbeitet. Bela B live gesehen. Bei einer Taufe mitgemacht (als Täufling). In Österreich gewesen. Das Bremer Überseemuseum besucht. Die Synagoge der viertgrößten Stadt Niedersachsens von innen gesehen. Einen Gottesdienst mit Flüchtlingen besucht. Ein Gedicht von mir veröffentlicht. Für den Störungsmelder geschrieben. Auf Uniexkursion gewesen (beinhaltend den erstmaligen Besuch einer KZ-Gedenkstätte sowie des Jüdischen Museums Berlin). Mich erfolgreich bei der Deutschen Bahn beschwert. Bei einem Adventskalender-Gewinnspiel was gewonnen. Einen Rubbellos-Gewinn gehabt. Mit Kanadiern gesprochen. In orthodoxen, einer methodistischen und reformierten Kirchen gewesen. Anhänger der Bahai-Religion kontaktiert. In Baden-Württemberg sowie auf einer katholischen Hochzeit gewesen. Einen Nachtzug benutzt. Pandas und Koalas live gesehen. Beschlossen, in einen Ort zu ziehen, den ich zu diesem Zeitpunkt noch nie betreten hatte. Eine nicht erfolgreiche Online-Bestellung getätigt. Eine Bahnreise aufgrund einer Bombenentschärfung zwangsweise modifiziert. Ein wenig Gebärdensprache gelernt. Eine Langzeit-Blutdruckmessung gemacht.

23.   Nach langer Zeit wieder getan?

Im kleinsten Bundesland Deutschlands gewesen, ohne es nur zu durchqueren. Einige Zeit sehr viel Englisch geredet. Im Unichor gesungen.

24.   Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Stress mit dem Bafögamt. Die Frage, wo ich im neuen Jahr leben werde. Umzugsstress. Die Art, wie das letztjährige Weihnachten verlaufen ist. Es war zwar schön, aber trotzdem doof.

25.   Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Taufe.

26.   Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das Klingonisch-Wörterbuch.

27.   Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Eine neue Küche…

28.   Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Ich liebe dich und freue mich, dass du mir nach (hier Ort einfügen) folgst.”

29.   Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Ich liebe dich und möchte ganz lange mit dir zusammenbleiben.”

30.   Dein Wort des Jahres?

Christentum.

31.   Dein Unwort des Jahres?

Umzug.

32.   Dein(e) Lieblingsblogs des Jahres?

“Topf voll Gold” und “Gekreuzsiegt”.

33.   Verlinke deine Rückblicke der vorigen Jahre.

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/01/01/jahresruckblick-2011/

https://kitschautorin.wordpress.com/2012/12/23/soundtrack-of-2012/

https://kitschautorin.wordpress.com/2013/01/01/2013-omfg/

https://kitschautorin.wordpress.com/2014/01/01/jahresruckblick-2013/

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für das Jahr 2015

Die Kitschautorin

Uni, Stadtbus und Mitbewohner

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Es gibt ja viele Studenten, die sich über ihre Mensa beschweren. Ich finde meine super. Bis jetzt hatte ich aber immer nur in der Hauptmensa gegessen, um etwas mehr Abwechslung zu bekommen – die Nudelbar war unentdeckt geblieben. Bis Dienstag. Weil mir der Speiseplan der Hauptmensa nicht zusagte, probierte ich Nudeln mit Walnusspesto. Es war einfach nur göttlich. Und ich finde, bei einem Preis von 2,65 Euro kann man nicht meckern (das war ein ziemlicher Nudelberg). Ich habe mir noch zusätzlich Pesto und haufenweise Parmesan aufgetan – und ich hätte noch viele andere Sachen nehmen können. Es war super.

Mit einem randvollen Bauch ging ich ins nächste Seminar. Leider war es relativ langweilig. Der Gipfel war eine Studie, die einige Referenten anführten und derzufolge der Konsum von textbezogenen Medien die Lesekompetenz fördert.

Quelle: blog.schalanda.name

Anschließend hatte ich ein Seminar, dessen Inhalt zwar ganz interessant war, aber ich habe bei diesem Dozenten immer Schwierigkeiten, mich auf das zu konzentrieren, was er sagt, denn sobald er den Mund aufmacht, höre ich das (und er sieht Cengiz auch noch ziemlich ähnlich):

Am Mittwoch besuchte ich von der Uni aus eine Moschee. Ziel: den Islam und seine Anhänger besser kennen lernen. Ich fand es unter aller Sau, dass ich mir, als ich davon erzählte, wieder die üblichen Vorurteile à la Überfremdung und so weiter anhören durfte. (Wenn ich so dran denke, wären genau die Leute eigentlich die richtigen Kandidaten für so einen Besuch gewesen.) Der Besuch hat mir gefallen. Es hätte allerdings geholfen, wenn das Mittagsgebet nicht auf Türkisch gewesen wäre. Es war sehr interessant, dass sich die Betenden (ausschließlich Männer) immer wieder auf den Boden warfen. Das soll übrigens eine Art Unterwerfung vor Allah darstellen.

Heute ist etwas sehr Trauriges passiert. Ich war im Bus nach Hause und bemerkte auf einmal ein Mädchen, das in sein Handy schluchzte. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist ein Freund von ihr gestorben. Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte. Denn irgendwas muss man ja tun, aber was? Man will ja auch keine indiskreten Fragen stellen. Ich habe ihr dann einfach ein Taschentuch angeboten, ich musste auch bald aussteigen.

Zu Hause gab es dann allerdings gute Nachrichten. Die Mitbewohnersuche, die letzte Woche urplötzlich begann, ist schon wieder zu Ende. Es ist ein Kerl und er ist sehr nett. Das einzige Problem: Er sieht ziemlich gut aus. Nein, nicht das, was ihr jetzt denkt – gut aussehende Leute machen mich einfach unsicher. Sobald ich ihn sah, dachte ich nur noch daran, dass meine Haare fettig sind, dass ich einen blöden Pulli anhatte, dass sich ein Speckröllchen über meinem Hosenbund befindet… schrecklich. Ich hoffe, das wird sich nicht fortsetzen, wenn er im Verlauf der nächsten sechs Wochen hier einzieht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Die Welt ist toll und alle sollen es wissen

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Seit einiger Zeit sammle ich gute Sachen, die in meinem Leben passiert sind, in meinem privaten Tagebuch. Einige davon möchte ich jetzt mit euch teilen.

– Einer der Fernsehkritik-TV-Admins hat mir zwei Tage Couch-Laufzeit (wer wissen will, was das ist: http://couch.fernsehkritik.tv/) geschenkt, damit ich die Folge, die am nächsten Tag erschien, direkt zum Couch-Erscheinungstermin sehen konnte. Zwar hatte ich das Geld, um auf die Couch zu kommen, bereits überwiesen, die Überweisung war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht da – das kam erst ein paar Tage später. (Danke noch mal!)

– Mein Vater hat sich über das kleine Geschenk gefreut, das ich ihm anlässlich seines Geburtstages geschickt habe.

– Eine Freundin von mir hat mir ihre Hilfe bei der Recherche und Eintragung von Erziehungswissenschafts-Modulen angeboten und erteilt.

– Ich war mit der Clique beim Eislaufen, musste aber früher weg. Zuvor hatten wir ein paar Kekse für den Besuch gekauft, die wir dann nebenbei naschen wollten. Weil ich früher wegmusste, nahm ich nicht mehr am Keks-Essen teil. Sie haben ein paar besonders leckere Kekse für mich aufgehoben.

– Ich habe grünes Pesto (Nougatringe auch) selbst gemacht und es hat geschmeckt.

– Ich habe alle Prüfungen dieses Semesters bestanden, und zwar keine schlechter als 2,7.

– Ich habe für nur 10 Euro einen Kinosessel gekauft, den das Kino um die Ecke ausgemustert hat.

– Mein Freund hat mich mit leckeren Pfannkuchen überrascht.

– Die Züge auf der Fahrt Ossiland – Heimat waren pünktlich, und das trotz des ganzen Schnees, der damals Deutschland überfiel.

– Einer meiner Kollegen hat mir in den Mantel geholfen, als ich ging.

– Mein Freund und ich waren auf dem Frühlingsjahrmarkt und es hat irre viel Spaß gemacht. Im Zug haben wir überraschend meine beste Freundin getroffen und ich habe sie auf eine heiße weiße Schokolade im McCafé am Bahnhof eingeladen.

– Die Mitbewohnersuche war erfolgreich.

Das Ziel dieser Liste war, dadurch etwas besser draufzukommen. Und es hat geklappt. Schon als ich diesen Blogeintrag erstellte, musste ich wieder lächeln.

Zum letzten Punkt der hiesigen Liste: Mir ist aufgefallen, dass ich ab Montag zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren wieder mit einer Frau zusammenleben werde. Aber es wird wohl nicht so stark anders sein als jetzt. Zumindest in punkto Bad blockieren, das können Männer auch hervorragend. Nur im Bad wird in Zukunft vielleicht mehr Makeup stehen.^^

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Du bist, was du isst

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Den Spruch aus dem Titel sollte jeder von euch kennen. Vor gut einer Woche habe ich darüber intensiv nachgedacht und mich gefragt, was das, was man isst, über einen aussagt. Deswegen habe ich eine Woche lang ein Esstagebuch geführt, das ich nun mit euch teilen möchte.

Sonntag: zwei helle Toasts mit Leberwurst und Gouda, Schnitzel mit Pilzsoße und Gnocchi, zwei Nougatringe, zwei helle Toasts mit Kräuterfrischkäse und Scheiben-Weichkäse bzw. Sahne-Schmelzkäse und Salami

Montag: zwei helle Toasts mit Kräuterfrischkäse und Schinkenwurst, eine Banane, ein Teller Makkaroni mit Tomate-Sahne-Soße, eine Scheibe Mischbrot mit Salzbutter, Salami und Tomatenmark, eine Schüssel Vanillepudding, eine Scheibe Mischbrot mit Sahne-Schmelzkäse

Dienstag: zwei Scheiben Mischbrot mit Kräuter-Schmelzkäse und Scheiben-Weichkäse, ein Apfel, eine Schüssel Reis mit Erbsen, Möhren und Tomatenmark, ein Kirschjogurt, ein halber Nougatring, eine Scheibe Mischbrot mit Sahne-Schmelzkäse und Schinkenwurst

Mittwoch: ein helles Brötchen mit Salzbutter und Gouda, ein belegtes Käsebrötchen mit Butter, Remoulade, Salami, Käse, Salat und Tomate, ein paar Schokokeksröllchen, ein Teller Nudeln mit rotem Pesto, vier Pfeffernüsse

Donnerstag: zwei Scheiben Körner-Mischbrot mit Kräuterfrischkäse und Gouda, zwei Teller Nudeln mit rotem Pesto, neun Pfeffernüsse

Freitag: zwei Scheiben Körner-Mischbrot mit Kräuterfrischkäse und Schinkenwurst, zwei Teller Nudeln mit grünem Pesto, fünf Pfeffernüsse, zwei Schüsseln Chips der Geschmacksrichtung Cheese & Onion

Samstag (heute): zwei helle Toasts mit Butter und Nutella, ein Teller Nudeln mit Tomatensoße und Hartkäse, eine Schüssel Reis mit Hackfleisch, Mais, Erbsen und Paprika

Was sagt es über mich aus, dass ich all diese Sachen gegessen habe? Einen kleinen Effekt hatte das Führen eines Esstagebuchs allerdings: Ich wusste, dass das, was ich aß, irgendwann online stehen wird, also habe ich versucht, mich etwas zu zügeln. Davon unabhängig habe ich versucht, ein wenig Abwechslung in meinen Speiseplan reinzubringen. Mein absolutes Lieblingsgericht, Nudeln, habe ich mit verschiedenen Soßen gegessen. Einige Sachen wie das Schnitzel habe ich nur gegessen, weil die Mutter meines Freundes sie zubereitet hat. Nicht, dass ich diese Sachen nicht mag, aber selbst würde ich sie mir nicht unbedingt machen. Die Nougatringe waren selbstgemacht (welch harte Arbeit…). Die Schokokeksröllchen stammten von der Infotheke des Radiosenders, bei dem ich arbeite. Und die Pfeffernüsse waren ein Sonderangebot im örtlichen Supermarkt. Passte auch gut zum Wetter, seufz.

Soweit meine kulinarischen Erfahrungen der letzten sieben Tage. Fühlt euch frei, eure mit mir zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ein Tag ohne Computer – wie geht das?

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Gestern habe ich in Anlehnung an zwei Bloggerfreunde (http://rowennightfall.wordpress.com/2013/02/17/ein-tag-ohne-computer-rckblick/ bzw. http://unseenlibrary.wordpress.com/2013/02/17/ein-tag-ohne-computer-ruckblick/) einen Tag ohne Computer verbracht. Der Tag an sich war nicht so spektakulär, die Tatsache, dass ich auf mein liebstes elektronisches Gerät verzichtet habe, aber schon. Deswegen möchte ich jetzt kurz davon berichten.

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt einen Tag ohne Computer verbracht habe, von einigen Ausflügen mal abgesehen. Ich hatte, wie ihr ja wisst, sehr lange kein Internet, aber selbst wenn ich kein Internet hatte in meinem Leben, habe ich immer irgendetwas anderes am Computer gemacht – Geschichten geschrieben, Solitär gespielt und so. Also ist ein Tag am Computer für mich durchaus ungewöhnlich.

Anstatt gleich nach meinem Aufstehen den Computer anzudrehen, habe ich den Morgen im Bett liegend und DVD schauend (“Switch reloaded”) verbracht. Es ist schon interessant, etwas seine gesamte Aufmerksamkeit zu widmen, was man normalerweise nur nebenbei verfolgt, während man am PC sitzt. Übrigens kann ich die Audiokommentare mit Michael Kessler sehr empfehlen. Die Zeit bis zum Abend habe ich damit verbracht, mit Teilen der örtlichen Piratenpartei durch die Innenstadt zu stiefeln und Passanten über den Überwachungsstaat aufzuklären. Wer mehr darüber wissen will: http://protestwiki.de/wiki/Hauptseite

Es war draußen arschkalt, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Nur über eine Sache musste ich nachdenken. Teil der Aktion waren zwei Leute, die als Kamera verkleidet durch die Stadt liefen. Ein Dritter rief immer wieder: “Wir haben Ihnen Überwachungskameras mitgebracht! Fühlen Sie sich jetzt sicher?” Viele antworteten mit Ja. Ich fürchte, die meinten das ernst.

Nach meiner Rückkehr habe ich erst einmal zwei Stunden geschlafen. Dann bekam ich Hunger und habe mir Nudeln mit grünem Pesto gekocht. Schmeckte sehr lecker. Im Unterschied zu sonst bin ich nicht dauernd zum PC zurückgerannt und habe die zwischenzeitlich geschrieben Zeilen in Chats, Foren etc. gecheckt, sondern war die ganze Zeit in der Küche. Ich freute mich über das Interview mit Wigald Boning in der örtlichen Zeitung und amüsierte mich über die Geschichten, die Wladimir Kaminer in “Schönhauser Allee” erzählte. Ich habe tatsächlich ein Buch gelesen. Am Stück. Nicht nur zwanzig Seiten oder so. Wahnsinn. Anschließend habe ich die Folgen der oben genannten DVD geguckt, die ich noch nicht am Vormittag geguckt hatte, und verbrachte etwas Zeit mit meinem Freund. Dann war es auch schon wieder Mitternacht. Ich habe aber nicht sofort wie ein Suchti den Laptop angestellt, wie manch einer von euch denken konnte. Ich musste SCHLAFEN.

Der Tag an sich war nicht so spannend, der Computer hat mir trotzdem nicht so gefehlt. Als ich mich heute Morgen wieder drangesetzt habe, habe ich mich aber irgendwie umso mehr darüber gefreut, dass ich wieder “durfte”. Mal schauen, wann ich das wieder mache. Ich überlege momentan noch, ob ich den Computer auf meine Fahrt in knapp zwei Wochen mitnehme oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin