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Schlagwort-Archive: sadist

Geschützt: Manga Love Story

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Noch’n Fragebogen

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Ich habe zwar neulich erst einen veröffentlicht, aber da fehlten mir einige Fragen, also beantworte ich jetzt einen neuen, den ich bei Sibel (http://www.rock-rendezvous.de/?p=14937) gesehen habe:

1. Welcher ist dein liebster Held / Lieblingsprotagonist?

Lionel Logue aus “The King’s speech”. (Ich wurde gefragt, warum. Antwort: Weil er Georg VI. ein unheimlich guter Freund ist und dieser dank ihm eine unglaublich gute Rede halten kann.)

2. Wer ist deine liebste Heldin / Lieblingsprotagonistin?

Shoshanna Dreyfus aus “Inglourious basterds”. (Auch hier wurde ich gefragt, warum. Antwort: Weil sie Nazis töten will, yay! Außerdem sieht sie einfach wunderschön aus… *_*)

3. In welchen Charakter hast du dich sofort verliebt?

Batman, gespielt von Christian Bale… *_*

4. Mit wem aus der Buchwelt könntest du Pferde stehlen?

Puh, das wird schwierig… aber vermutlich passt Anne-Pauline aus “Stern oder Schnuppe” ganz gut.

5. Welches ist dein liebstes Paar?

Tim und Jill aus “Hör mal, wer da hämmert”.

6. Mit welchem Paar könntest du dich so gar nicht anfreunden?

Al und Ilene, siehe Frage 5.

7. Wer ist dein liebster Nebencharakter?

*denkt lange nach* Der erste Oscar für Christoph Waltz war echt verdient (Hans Landa aus “Inglourious basterds”).

8. Wen kürst du zum fiesesten Antagonisten?

Calvin Candie aus “Django unchained” war schon verdammt fies.

9. Wem würdest du gerne einmal gehörig die Meinung sagen?

Namenloser Ich-Erzähler aus “Soloalbum”: Du bist ein dummer, eingebildeter Idiot und hast deine Katharina völlig zu Recht verloren! Du dummer, eingebildeter Idiot! Gnaaaar!

10. War für dich schon einmal der Antagonist der eigentliche Held?

Nie.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Krümelmonster, Teil 12

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Verschlafen meldete Anna sich. „Hallo?“

„Na, gut geschlafen?“

„Haha, du Scherzkeks. Das war ’ne Höllennacht, wie hätte ich denn da schlafen sollen?“, grummelte sie.

„Jaja, ist ja gut. Sag mal, was war da eigentlich gestern los? Ich hab gestern ganze sieben SMS von unserer guten Aurélie gekriegt, und dazu dann noch drei von dir.“

Anna gähnte ausgiebig. „Ich erklär es dir. Du hast doch sicher mitgekriegt, dass es bei den beiden nicht mehr ganz so gut läuft?“

„Ja, das weiß ich.“

„Nun ja, Aurélie hat vermutet, dass Freddy sie einfach nicht mehr so anziehend findet wie am Anfang…“

„So ein Blödsinn!“, entfuhr es mir.

„Ja, das sage ich ja auch, aber Aurélie wollte mir ja nicht zuhören. Dann hat sie sich ja die Haare blond gefärbt, aber das hat Freddy überhaupt nicht gefallen. Gestern nun wollte sie ihn überraschen und hat sich in die schärfsten Sachen geworfen, die sie so hatte, und dann ab in sein Bett, Rosenblätter und den ganzen Kram.“

„Was? Wie ist die denn in sein Zimmer gekommen?“

„Keine Ahnung. Freddy kam dann jedenfalls nach Hause und hat sich erst mal tierisch erschrocken, er hat sie angeschrien, die beiden haben sich gezofft und er hat sie mehr oder weniger verlassen.“

„Wow…“ Ich atmete tief durch. „Das ist ja wirklich…“

„…kacke, genau“, beendete Anna meinen Satz. „Deswegen bin ich jetzt auch zu Hause geblieben, weil Aurélie mich die ganze Nacht genervt hat. Was hast du gestern eigentlich noch so mit Lea gemacht?“

Jetzt war alles wieder da. Ärztehaus, Krankenwagen, Krankenhausflur, das Zimmer, meine Schwester auf der Liege, weinend…

„Bist du noch dran?“, rief Anna.

Ich schluckte zwei Mal. Mein Hals brannte wie Hölle und ich bemühte mich um einen möglichst neutralen Ton: „Na ja… Lea ist im Krankenhaus…“

„Was?“ Auf einmal war meine beste Freundin hellwach. „Was ist mit ihr? Komm, sag schon!“

„Das war echt eine merkwürdige Geschichte… Wie soll ich das bloß anfangen?“

„Am Anfang, wenn’s geht.“

„Zum Brüllen komisch, weißt du? Ich hab dir doch erzählt, dass sie wie wild am Fressen und Trinken war und sich ständig saumüde fühlte, richtig?“

„Ja, hast du…“

„Lea hat auf Diabetes getippt und war richtig besorgt deswegen. Also sind Gero und ich mit ihr zusammen zum Arzt gegangen und dann wurde sie auf einmal ohnmächtig rausgetragen…“

„Oh nein, hatte sie etwa einen diabetischen Anfall? Das ist echt ’ne schlimme Sache. Also, meine Tante, die…“

„Nein“, unterbrach ich sie, „sie hat… sie wird… sie ist schwanger! Und sie ist ohnmächtig geworden, weil sie so geschockt war von der Nachricht!“

Einige Sekunden lang war es still. Jetzt hatte es Anna wohl die Sprache verschlagen. Ich hörte sie tief durchatmen. Als sie wieder reden konnte, sagte sie: „Das sollten wir wohl besser nicht am Telefon besprechen, hä?“

„Da hast du wohl Recht…“

„Wie lange hast du noch Uni?“

„Ich arbeite noch bis drei Uhr und dann wollte ich mal ein bisschen lernen, wie wäre es, wenn wir uns heute Abend um acht Uhr treffen?“

„Okay, willst du zu mir kommen oder soll ich zu dir fahren?“

„Komm du ruhig zu mir…“

„Okay, dann bis heute Abend. Ciao!“

„Auf Wiedersehen“, sagte ich und wollte schon auflegen, da fiel Anna noch etwas ein. „Warte mal, Sara!“

„Was gibt’s denn noch?“

„Nimm dich bloß vor Aurélie in Acht. Die ist heute ’ne echte Kratzbürste.“

„Ach was. Kommt sie heute zur Uni?“

„Ja, sie ist jedenfalls grad nicht zu Hause. Gott sei Dank.“

„Na dann, danke für den Tipp und bis heute Abend.“

„Bis heute Abend“, sagte sie und wir legten auf.

Gestärkt für den Rest der Schicht ging ich nach vorne. Jedenfalls fühlte ich mich schon bedeutend besser. Es tat gut, mit jemandem gesprochen zu haben, der nicht sofort nach dem Warum fragte, der einen nicht sofort verrückt damit machte. Und was Aurélie und Freddy anging, wusste ich zumindest schon mal über die Situation Bescheid –

„Einen Latte macchiato mit zwei Stückchen Giotto und eine Cola light bitte“, bestellte eine weibliche Stimme, die mir sofort ins Ohr schnitt, warum auch immer. Ich rief nur mein übliches „Kommt sofort!“ und sortierte erst mal weiter Flaschen in den Kühlschrank ein. Erst als ich mich wieder aufrichtete, nahm ich wirklich wahr, wer mir da seine Bestellung ins Ohr geschnottert hatte und vor allem: wen diese Person im Schlepptau hatte.

Kati und Hannes!

Sie setzten sich an einen Tisch ganz hinten. War das nicht der, den mir Gero gestern beschrieben hatte, mit dem fetten Herz drin? Sie umarmten sich und küssten sich so, als gäbe es kein Morgen. Wollte er mit seiner Zunge ihren Magen erforschen, oder was machte er da? Die beiden sanken auf ihrer Sitzbank zurück und ich fühlte mich, als würde mein Herz aus der Brust auf den Boden rutschen und dort zerplatzen wie eine Wasserbombe.

„Ich komm gleich zurück, Schatz, okay?“, bildete ich mir ein, von Kati zu hören, wie sie es zu Hannes sagte und sie ging Richtung Damentoilette. Natürlich nicht, ohne vorher noch an mir vorbeizustöckeln und zu zwitschern: „Und denk an unsere Bestellung, Sara-Schatz, okay?“ Und weg war sie.

Ich bekam Lust, die Schlange zu erwürgen, sie das Klo runterzuspülen und ihren Arsch so lange mit klebrigem Zeugs vollzustopfen, bis sie platzte, ich wollte sie auf tausend Arten quälen, diese Missgestalt, aber das sah man meinem Gesicht vermutlich nicht gerade an. Es stürzte ein und ich senkte meinen Blick auf den Boden.

Plötzlich ertönte aus der erst kürzlich fürs Studentencafé erworbenen Anlage eine laute Schrammelgitarre und kurz darauf eine männliche Stimme. Das Lied kannte ich doch irgendwoher, was war das nur für ein Lied?

My heart still has a beat

but love is now a feat

As common as a cold day in LA

Sometimes when I’m alone, I wonder

is there a spell that I am under

keeping me from seeing the real thing?

Love hurts…

Die Frage nach dem Lied konnte ich zumindest schon mal beantworten. Das Herzschmerzlied schlechthin. Wollte mich mit Love hurts eigentlich irgendjemand da oben im Himmel ärgern? Hatte ich das verdient? Womit bloß? Mir war grottenschlecht.

Hannes schaute irgendwelchen Damen hinterher. Der Mann, in dessen Armen ich neulich noch gelegen und an dessen Lippen diese unsägliche Kati gehangen hatte, schaute anderen Studentinnen auf die Hintern und die Brüste und ihm lief der Speichel dabei fast aus dem Mund heraus. Und jeder begehrende Blick veursachte mir erneute Stiche in den Magen und ins Herz.

Ich konnte meine Augen nicht von ihm lassen, obwohl mir sein mich völlig ignorierendes Verhalten so weh tat. Als Kati von der Toilette zurückkam, richteten sich seine Augen wie auf Kommando wieder auf sie und er lächelte sie an. Erst vor ein paar Tagen hatte er mich so angelächelt…

Meine Chefin lehnte sich neben mich an die Theke. „So wie die gerade herumgeknutscht hatten, müssten wir die eigentlich wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses anzeigen, was?“ Sie lachte. „Machste eben die Latte und die Cola für die beiden fertig?“

Ich reagierte nicht. Ich konnte meine Augen nicht vom superverliebten Pärchen lassen und wünschte mich zehntausend Kilometer weit weg.

„Machst du das jetzt oder was?“, pflaumte meine Chefin mich an. Ich drehte mich um und schaute sie an. Keine Ahnung, wie beschissen ich ausgesehen hatte, jedenfalls zog sie nur die Augenbrauen hoch und sagte schnell: „Okay, ich mach’s eben selbst.“ Bevor ich auch nur blinzeln konnte, schrie auf einmal jemand meinen Namen in voller Lautstärke und ich erschreckte mich unheimlich. Mehrere Gäste drehten sich um.

„Saaaaaraaa!“ Und da erschien die Kratzbürste auch schon und wetterte so laut, dass ich nicht mal fragen konnte, was sie haben wollte. „Ich glaube, ich explodiere gleich! Da denke ich mir so eine tolle Überraschung aus und der Blödmann von Freddy, was tut der? Er schmeißt mich raus! Einfach raus. Der tickt doch nicht mehr richtig. Ich versuche wenigstens noch, irgendwas an unserer Beziehung zu ändern, aber der Trottel trifft sich nur mit seinen Kumpels und säuft sich voll. Ja, da brauchst du gar nicht so zu gucken, Sara, du hast es ja nicht mal für nötig gehalten, an dein Handy zu gehen. Obwohl ich echte Probleme hatte! Was guckst du denn so betroffen?“

Da piepste meine Armbanduhr drei Mal. Es hörte sich an wie das Piepsen, das in Filmen immer ertönte, kurz bevor eine Bombe platzte. Ich glaubte auch, selbst gleich zu explodieren.

„Was bildest du dir eigentlich ein?“, fuhr ich Aurélie an. „Du denkst, du hast Probleme und fragst nicht mal eine Sekunde lang, wie es mir geht? Lass mich doch in Ruhe mit deinem Geschwätz! Gott sei Dank muss ich dich jetzt nicht mehr bedienen, denn ich hab Schichtende!“ Wütend riss ich mir die Schürze vom Leib und nahm meine Jacke sowie die Handtasche an mich. „Ruf mich an, wenn du mich wieder eingeteilt hast. Bis dann!“, rief ich meiner Chefin zu und rannte aus dem Studentencafé. Einfach irgendwohin. Ich bildete mir ein, irgendjemanden hinter mir herrufen zu hören. Aber es war mir egal. Ob es jetzt Aurélie war, die Chefin, Kati, Hannes, der Weihnachtsmann oder alle zusammen, es war mir so egal.

Neuigkeiten seit Ihrem letzten Besuch auf WordPress

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Hallo. Ich bin die Kitschautorin von der Uni der viertgrößten Stadt Niedersachsens. Da mich das Studium der Politik- und Erziehungswissenschaft, die Teilnahme an einem halbprofessionellen Chor, die vielen Nebenjobs in irgendwelchen Medien, die Beziehung zu einem übertrieben strebsamen Studenten der Informatik, die diversen noch zu schreibenden Hausarbeiten, das Wetter und der zu erledigende Papierkram noch nicht genug auslasten, ziehe ich die Semesterferien über noch einige Kilometer in den Norden, um ein zehnwöchiges Praktikum in der zweitgrößten Stadt Deutschlands abzuleisten. (Na, auf welche Werbung wollte ich anspielen?)

Ich werde bei einem relativ bekannten Internetportal arbeiten, das dem Namen nach damit beschäftigt ist, Politiker zu beobachten und zu berichten, wenn irgendwas falsch läuft. Ich werde u.a. für die Moderation der Internetseite und die Pressearbeit zuständig sein. Das Praktikum ist leider unbezahlt, aber ich stehe momentan finanziell ganz gut da und ich wollte mir diese Chance nicht entgehen lassen. Wohnen werde ich in der Zeit bei einer Verwandten meines Freundes, die in pendelgeeigneter Entfernung zur zweitgrößten Stadt Deutschlands wohnt.

Apropos Freund – als ich von meinen Praktikumsplänen erzählte, wurde ich gefragt: “Und deinen Freund lässt du einfach so alleine?” Dabei muss man bedenken, dass 1.) man nach über fünf Jahren Beziehung auch mal eine Weile ohne einander auskommen sollte, 2.) wir uns jedes Wochenende sehen werden und 3.) er die Semesterferien über eh mit einem Studienprojekt beschäftigt sein wird.

Ansonsten ist nicht so viel passiert. Im Wesentlichen nur drei Sachen. Punkt 1: Als ich montagmorgens total fertig vom Wochenende (dazu gleich mehr) ins Bad wankte, nachdem ich vom Staubsauger meiner Mitbewohnerin geweckt wurde, begrüßte mich am Spiegel ein Klebezettel, auf dem ebendiese mir befahl, das Bad zu putzen. Das sei nach einer Geburtstagsfeier ja eigentlich auch selbstverständlich. Außerdem wies sie mich darauf hin, dass sie es satt habe, als Einzige die Wohnung zu putzen und dass ich mich nie an den Putzplan halten würde und dass wir mal darüber sprechen müssten, sie sich jetzt aber erst mal um ihre Klausuren kümmern müsste.

a) Ich habe momentan mindestens genauso viel Stress wie sie, wenn nicht noch mehr.

b) Es stimmt nicht, dass ich nie was tue. Als die taz-Leute da waren, habe ich z.B. die ganze Wohnung geputzt, obwohl das nicht auf dem Plan stand. Sogar die Balkontür und das Küchenfenster, was, seit ich hier wohne (über zwei Jahre), noch nie jemand gemacht hat.

c) Dass der Putzplan nicht funktioniert, ist nicht allein meine Schuld, wenn die Magnete “Bad” und “Küche” nicht weiterbewegt werden.

d) Man klärt so was nicht mit Klebezetteln, verdammt noch mal!

e) Was sollte eigentlich der Hinweis auf meine Geburtstagsfeier? Da waren gerade mal zwei Leute.

f) Ich war in letzter Zeit häufiger nicht da. Und wer nicht da ist, macht auch keinen Dreck.

Punkt 2: Die Auftritte des Universitätschores, dessen Mitglied ich bin. Dienstag und Mittwoch fanden sie statt, also waren fürs Wochenende davor (und für Montagabend) Proben angesetzt. Bei 30 Grad an drei Tagen hintereinander stundenlang gegen ein Orchester anzusingen, ist nicht gerade prickelnd. Das hat einige Chorsängerinnen, darunter auch ich, dermaßen geschlaucht, dass sie bei den Auftritten schlapp gemacht haben und die Bühne verlassen mussten. Dass wir die ganze Zeit stehen und uns an eine sehr unangenehme Kleiderordnung (schwarz, lange Beinbekleidung) halten sollten, hat nicht gerade geholfen. Auf der engen Bühne waren es wegen der Körperwärme der über 100 Sänger zirka 40 Grad. Mein Kreislauf hat sich davon nur langsam wieder erholt und aus Angst, dass ich erneut schlapp mache, habe ich mich etwas zu luftig angezogen. Gestern Abend hab ich mir deswegen die Seele aus dem Leib gehustet und jetzt sitze ich hier in eine Decke gehüllt und ziehe mir Spargelcremesuppe rein. Yay. (Nicht falsch verstehen, ich singe gern für den Chor und die ausgewählten Stücke waren super. Aber die Umstände waren schrecklich.)

Punkt 3: Am Mittwoch war die Statistikklausur. Ich hätte 25 Punkte zum Bestehen gebraucht und habe mit etwas Glück vielleicht 12. Aber es ist meine Schuld. Nein, nicht so, wie ihr denkt – gelernt habe ich genug. Aber ohne einen Taschenrechner konnte ich die meisten Aufgaben einfach nicht lösen. Eine Freundin hatte mir Anfang der Woche versprochen, für die Klausur ihren Rechner zu leihen. Ein paar Minuten, bevor ich ihn hätte kriegen sollen, schrieb sie mich an, dass das leider nichts wird. Und in der Mittagszeit war ich (siehe Punkt 2) zu kaputt, um in die Stadt zu latschen. Aber schließlich hätte ich mir ja auch vorher einen Taschenrechner kaufen können…

Naja, die Klausur kann ich immer noch wiederholen, also halb so schlimm. Nächsten Mittwoch hab ich noch eine mündliche Pädagogikprüfung und vier Tage später dampfe ich Richtung Norden ab. Sollte ich meinen Freund während der Praktikumszeit vermissen, ist das nicht so schlimm – ich lenke mich einfach mit der Hausarbeit über die Wiedervereinigung ab, die ich bis zum 30. September fertig haben muss. Hurrah.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Berufliches und Privates

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Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich freie Mitarbeiterin bei einer Zeitung bin. Hier sind die Links zu den Artikeln, die bis jetzt veröffentlicht wurden:

http://www.spiesser.de/artikel/brief-die-franzoesische-sprache

http://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/demografischer_wandel/streitgespr__ch_rentensystem/index.jsp

Aber auch privat habe ich etwas Neues geschrieben, das ich hinten anhängen möchte. Viel Spaß beim Lesen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen

 

Er hatte noch nie allein eine Blumenhandlung besucht. Jetzt musste es aber sein. Ratlos streifte er durch den Laden und betrachtete die ausgestellten Blumen. Rot, Gelb, Blau, Orange, Weiß, ganz viel Grün. Er kam sich etwas verloren vor. Tobias hatte ihm gesagt, dass Frauen immer rote Rosen wollten. Damit würde er Vanessa auf jeden Fall kriegen. Aber wo standen die bloß? Endlich hatte er sie gefunden. Eine Mark stand auf dem Preisschild. Das war ein Drittel seines wöchentlichen Taschengeldes.

Er wollte eine besonders schöne Rose aus der Vase rupfen, als die Blumenverkäuferin auf ihn zugerannt kam und rief: „Na, na, na! Das lässt du aber schön bleiben! Die dürfen nur wir herausnehmen, hörst du?“ Verängstigt rannte er aus dem Laden.

Was sollte er denn jetzt tun? Er wollte ihr doch so eine schöne Blume schenken. Entmutigt schwang er sich auf sein Fahrrad und wollte nach Hause fahren. Vorbei an der Kirche, der Bank, der Apotheke und der Metzgerei. An einer Straßenecke blieb er plötzlich stehen. Ein Vorgarten war mit einem blühenden Rosenbusch geschmückt. Er überlegte kurz und rupfte eine ab. Dornen kratzten dabei über seine Haut.

Fünf Minuten später stand er vor ihrer Haustür. Er klingelte und ihre Mutter machte auf. Sie hatte genau solche Locken wie die Blumenverkäuferin.

„Ha-Hallo, äh, ist Vanessa da?“, fragte er etwas ängstlich. „Oh, hallo!“, antwortete die Mutter und lachte. „Das ist ja süß. Einen Augenblick ja?“ Sie drehte sich um und brüllte den Namen ihrer Tochter ins Haus hinein.

Eine halbe Ewigkeit später kam sie schließlich an. Sein Herz schlug wie noch nie in seinem Leben. „Äh, hi, ich hab hier was für dich!“ Er streckte ihr die Rose entgegen, sein Arm zitterte dabei. Die Sekunden, bis sie reagierte, schienen endlos. Und dann passierte etwas, das nicht hätte passieren dürfen. Sie brach in Lachen aus und zeigte mit dem Finger auf ihn. Die Zahnlücke, die er gerade noch so schön gefunden hatte, war dabei zu sehen. Sie lachte total irre und herablassend. Und auf einmal kam er sich so blöd vor wie noch nie in seinem Leben. Er ließ die Rose fallen, stieg auf sein Fahrrad und fuhr davon, so schnell er konnte. Er heulte schon ein paar Sekunden, nachdem er losgefahren war. Er wollte nie wieder irgendjemanden sehen.

Draußen war es warm, er war müde. Es lagen sechs tolle Wochen hinter ihm. Er hatte sie saufend, schwimmend und im Internet surfend verbracht. Jeden Tag hatte er seine Kumpels getroffen, solange er konnte. Solange es seine Eltern zuließen. In der Zeit hatte er den ganzen Stoff vergessen können, der ihm in den letzten zehn Schuljahren mühsam eingeprügelt worden war. Er hatte Freiheit, sechs Wochen lang. Seine Kumpels hatten noch ein paar Tage, mussten dann aber anfangen, zu arbeiten. Er dagegen stand jetzt mit einem Haufen anderer Leute in seinem Alter in einem großen grauen Betonklotz, der nach irgendeinem Dichter benannt war. Seine Eltern hatten gewollt, dass er Abitur machte. Also gut, war er jetzt halt hier. Im Augenblick stand ein Kerl mit Halbglatze vorne und teilte die Stundenpläne aus.

„Maximilian Schäfer?“

Er setzte sich in Bewegung und nahm dem Kerl mit Halbglatze einen bedruckten Zettel ab. Heute hatte er nur vier Stunden und davon war eine bereits vorbei, wegen der Organisation. Zufrieden grinste er. So musste es laufen.

Fünf Minuten später wusste jeder, wohin er musste, und die Schüler trotteten in ihre Räume. Er ließ sich auf einem uralten Holzstuhl nieder. In der Tischplatte hatten sich schon viele Schüler verewigt. Eine mittelalte Frau stellte sich als die Deutschlehrerin des Kurses vor. Als sie schon ein paar Minuten am Reden war, öffnete sich plötzlich die Tür und ein Mädchen huschte mit einem „Tschuldigung“ und einem Lächeln auf den Lippen herein. Schnell drückte sie sich auf den Platz neben ihm.

„Mal wieder zu spät, Fräulein Klein? Hoffentlich bessert es sich dieses Jahr.“ Die Lehrerin schüttelte den Kopf und wandte sich dann der Tafel zu.

„Hi“, sagte das Mädchen und lächelte ihn an. „Hallo“, sagte er und lächelte zurück. „Du bist wohl schon länger hier?“

„Ja, schon seit der fünften Klasse.“ Das Mädchen verdrehte die Augen. „Gott, ist das hier manchmal scheiße.“

„Sind ja tolle Aussichten“, bemerkte er und schnaubte amüsiert. „Ja, so ist es wohl“, meinte das Mädchen und lächelte ihn an.

So eine tolle Sitznachbarin hatte er noch nie gehabt, dachte er. Da packte sie ihre Sachen aus und öffnete ihren Kalender, um etwas hineinzuschreiben. Neugierig schielte er hinein und las ihren Namen. Auf einmal war er ganz woanders. Er war in einem Blumenladen. Er war vor einem Hauseingang. Er war in einer Grundschule, wo tuschelnde Mädchen mit dem Finger auf ihn zeigten. Er sah einen in schrecklichem Lachen fratzenhaft verzerrten Mund, in dem er eine Zahnlücke ausmachte, die ein schwarzes Loch darstellte, von dem er annahm, dass es ein unglaublich großes schwarzes Loch im Gehirn der Trägerin darstellte.

Nach der Stunde ging er zum Kerl mit Halbglatze und bat diesen darum, ihn in einen anderen Kurs zu versetzen.

Verrückte Suchbegriffe

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Durch die folgenden Suchbegriffe sollen laut WordPress Leute auf mein Blog gekommen sein. Es sind wirklich ein paar Klopper dabei, die ich überhaupt nicht verstehe.

garfield es gibt so viel zu tun, lassen wir es

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Gleich gibt es noch einen „richtigen“ Blogeintrag.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin