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Man hat mir nichts geklaut

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Die wichtigste Info zur Polenreise, die vor allem meine Oma interessieren dürfte, gleich vorweg. Jetzt kommt der Rest.

Montag

In Garbsen hielten wir nach knapp zwei Stunden Fahrt das erste Mal. Auf der Toilette (die gleichzeitig auch Dusche war) lagen einfach mal ein paar Socken herum, ich habe keine Ahnung, wieso. An Marienborn fuhren wir vorbei und mir fiel wieder einmal auf, dass man kaputte Gebäude erblickt, sobald man die ehemalige innerdeutsche Grenze überquert hat. Am Rastplatz Börde-Süd hielten wir das zweite Mal. Wenn ich früher lange Fahrten unternommen habe, zum Beispiel zu Verwandten, bin ich ganz viel über die Rastplätze gelaufen. An dem Tag latschte ich herum und sah einfach mal, dass einer ungeniert in den Busch gepinkelt hat. Schwein.

Zwischendurch bemerkte Dozent 2, dass wohl keiner polnisches Geld dabeihabe. Ich und einige andere verneinten. Antwort: “Dann sind Sie wohl schlauer als wir.” Smiley mit geöffnetem Mund

Ein paar Kilometer später bot ich Dozent 1 selbstgebackene Brownies aus meinem Proviant an, er lehnte dankend ab. “Schade, ich hatte gehofft, einen Brownie-Bonus auf meine Bachelorarbeit zu bekommen.” “Da müssen Sie schon mit mehr kommen. Ab 300 Euro sind Sie dabei.” Ich überlege es mir.

Zu den Klängen von “Ya na mori”, die aus meinem MP3-Player stammten, überquerten wir die Grenze nach Polen. Für uns interessierte sich niemand, aber auf der anderen Seite der Autobahn standen Grenzer, die einzelne Vehikel herausgewunken haben. Apropos Vehikel – ich sah auf der Autostrada 4 sehr interessante Sachen, zum Beispiel ein Auto, bei dem die Heckscheibe aus ein wenig Plastikfolie bestand… Ansonsten bemerkte ich noch, dass weite Teile von Polen auch nicht anders aussehen als Ostdeutschland.

Gegen 21 Uhr abends kamen wir nach 14 Stunden Fahrt am Hotel an. Mit dem Etablissement, das nach polnischem Standard drei Sterne trug, war ich sehr zufrieden. Ich hatte ein Doppelzimmer für mich allein und in drei Minuten Entfernung gab es eine Pizzeria, bei der “klein” schon größer und billiger als zu Hause war. Und im Hotel gab es gratis WLAN. Lief bei mir! Die Pizza Don Corleone war so gut, dass ich glaubte, davon zu träumen. Nebenbei habe ich mich nett mit dem Sohn von Dozent 1 unterhalten, der auch dabei war.

Dienstag

Aufgewacht bin ich um 10 vor 6 dadurch, dass die Sonne in mein Fenster schien, es gab nämlich keine Jalousien. Aber ich konnte ja wieder einschlafen, also was soll’s. Ich habe übrigens geträumt, jemand klaut mein Portmonee und bedroht mich dann mit einem Messer. Habe dann den Rest der Reise wie ein Luchs auf meine Sachen aufgepasst.

Im Hotel (es geht übrigens um das Hotel Demel) war es entgegen gewisser Berichte gar nicht so laut und ich habe die Ohrenstöpsel umsonst mitgenommen. Das Frühstück war auch sehr lecker.

Wir haben mit Studenten der örtlichen Universität gearbeitet, danach habe ich ausgiebig die Altstadt erkundet und während des Abendessens ausgiebig mit der polnischen Dozentin geredet. Und mit einer kroatischen Erasmus-Studentin. Die wollte nicht neben Dozent 1 an der Ecke sitzen, weil das laut Aberglauben bedeutet hätte, dass sie nie heiraten wird. Aber Dozent 1 hatte so oder so seinen Spaß, der konnte mit zwei anderen Studenten nämlich in seiner Muttersprache reden. Der Weg zurück ins Hotel war sehr witzig, erst haben wir ewig nach der Straßenbahn-Haltestelle gesucht und dann war da ein Pole, der uns wohl erklären wollte, mit welcher Linie wir fahren und wie lange wir warten mussten. Problem: Er hat mit uns stumpf Polnisch gesprochen und das beherrschte keiner.

Mittwoch

Beim Aufwachen habe ich mich gefragt, ob man vergebene Leute daran erkennt, dass sie, auch wenn sie ein Doppelbett für sich allein haben, trotzdem auf einer Seite davon schlafen. Nachdem ich mich aus dem Bett, in den Frühstücksraum und zurück ins Zimmer geschafft habe, ging es los Richtung Auschwitz-Birkenau. Ich möchte an dieser Stelle den Leuten dafür danken, die mir Sonnencreme gespendet haben, ansonsten sähe ich jetzt vermutlich aus wie ein Steak. Und ich kann nicht glauben, dass ich mir über die Knallsonne mehr Sorgen gemacht habe als über das Lager an sich. Der kanadische Student, der zurzeit Praktikum in der Gedenkstätte macht, meinte, ich hätte später sicher noch einen Betroffenheitsmoment.

Im Lager haben wir aber schon komische Sachen erlebt. Leute, die Selfies vor dem Eingangstor oder an der Wand machen, wo viele Häftlinge abgeknallt wurden, ein Niederländer, der die Führerin fragte, warum die Deutschen die Juden eigentlich so gehasst haben… Manche Leute aus meiner Gruppe wollten ihm erst mal einige Zusatzstunden Geschichtsunterricht verpassen, was ich gut verstehen kann.

Am Abend ging es wieder in die Pizzeria nahe des Hotels und dort habe ich einige lustige Sachen erlebt… inklusive eines Spiels, das ich vorher selber nicht kannte und trotzdem gewonnen habe (“Tot, töter, am tötesten”), und die Dozenten haben auch mitgespielt. Ist das nicht cool – Dozenten, die so was mitmachen?

Donnerstag

An diesem Tag ist nicht so viel passiert. Ich schrieb ja, dass die Fahrt um einen Tag verkürzt werden musste, die Dozenten mussten die Planung also umschmeißen. Was sie nicht bedacht haben: Donnerstag war Fronleichnam und im hochkatholischen Polen haben da unglaublich viele Sachen geschlossen. Unter anderem die Programmpunkte Schindler-Fabrik und Alte Synagoge. Das nenne ich mal gelebte Interreligiösität.

Letzten Endes sind wir durch Kazimierz gelaufen und dort habe ich mich dann einem kleinen Grüppchen angeschlossen, das in eine Kneipe hinter der Izaak-Synagoge wollte. Ich habe dort einen sehr guten Virgin Mojito getrunken, die anderen haben sich an Honig- und Haselnusswodka gehalten. Wir kamen zu spät zum abendlichen Treffpunkt mit dem Rest, weil unbedingt noch im Alkladen eingekauft werden musste. Ich habe für ein Mädel Kippen gekauft (“damit ich mich nicht anstellen muss”) und für meinen Freund ein bisschen Honigwodka.

Zu Abend aß ich georgische Pfannkuchen (sehr, sehr lecker) und auf dem Rückweg war es wieder mal sehr lustig, weil die Straßenbahn rasanter fährt als die in Rostock und nebenbei noch Tickets gekauft werden mussten. Ich habe Leuten Zlotys für den Automaten geliehen und es in Euro wiederbekommen.

Übrigens, am Neuen Platz bekommt man Baguettes, die so groß sind wie ein Unterarm und nur 6 Zloty kosten. Das hätte ich mal der Caféteria-Dame vom Gymnasium sagen wollen, die einem für ein handgroßes Teil ein Euro zwanzig abknüpfen wollte.

Freitag

Die Fahrt war ganz in Ordnung. Blöd ist nur, wenn man grad dringend schlafen will und die Dozenten dann mit einer Gruppenarbeit kommen. Der Busfahrer, der uns die letzten vier Stunden kutschierte, kutschierte uns bei der Ankunft dann zunächst mal dorthin, wo Busse gar nicht reinfahren dürfen, inklusive eines Einbiegeversuchs zum Taxistand, in der falschen Richtung übrigens. Ansonsten ist aber nichts passiert.

Als ich gegen zwanzig nach neun zu Hause ankam, wusste ich nicht, ob ich glücklich oder traurig sein sollte. Eins steht aber fest: Ich werde auf jeden Fall wieder dahin reisen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Eine Hochzeit, die ist lustig, eine Hochzeit, die ist schön

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Am Wochenende konnte ich der Reihe “Erste Male” zwei weitere Punkte hinzufügen. Ich war zum ersten Mal in Baden-Württemberg und zum ersten Mal auf einer kirchlichen Hochzeit.

Der Cousin meines Freundes lebt mittlerweile in dem Bundesland, wo sie alles außer Hochdeutsch können. Und er ist dort als Unternehmensjurist tätig. Mit anderen Worten: Er hat ziemlich viel Asche. Und so konnte er sich eine epische Hochzeit in einem ehemaligen, auf einem Berg gelegenen Kloster und einen mehrmaligen deutschen Grillmeister auf der Feier leisten. Beides nicht zu verachten. Die Fotos von der Stiftskirche findet ihr auf Flickr.

Ich habe ja ein Herz für Kirchengebäude und deren Architektur und habe ziemlich viele Bilder verknipst (an dieser Stelle noch mal vielen Dank für die Kamera zum Geburtstag). Mein Freund meinte aber, der ganze Prunk stoße ihn ein wenig ab. Und das konnte ich auch wieder nachvollziehen. Muss auch nicht unbedingt sein. Auch schlichte Kirchen sind schön, zum Beispiel die, in der ich getauft wurde.

Untergebracht war ich in einer Ferienwohnung, die ganz schnuckelig war, allerdings von den diversen Hinweisen überall stark an die Simpsons-Folge erinnerte, wo die Simpsons in Ned Flanders’ Haus sind. Und überall standen Bücher darüber rum, wie schlecht Erdstrahlung doch ist. Merkwürdigerweise konnte ich in dem Haus nicht so gut schlafen wie zu Hause – hat mir die Erdstrahlung etwa gefehlt? Und das Bett hält nicht besonders viel aus.

Quelle: forums.crackberry.com

Insgesamt war das Wochenende klasse, nur habe ich jetzt genug von langen Autofahrten, der Lieblingsmusik der Fahrer und meckernden Müttern.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Wurst mit Gesicht

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Ich esse gern Fleisch. Leider. Wenn ich könnte, wäre ich Vegetarierin. Ich hatte schon lange darüber nachgedacht, wie ich meinen Fleischkonsum etwas ethischer gestalten kann, als mir die Freundin meines besten Freundes (und zugleich zukünftigen Schwagers) etwas von “Meine kleine Farm” (http://www.meinekleinefarm.org/) erzählte.

Die Macher dieses Projekts haben sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu verantwortungsvollerem Fleischkonsum zu erziehen. In ihrem Shop bieten sie Fleisch von Schweinen an, die glücklich auf einer brandenburgischen Wiese herumlaufen, anständiges Futter kriegen und doppelt so lange leben wie ihre Massentierhaltungskollegen. Der CO2-Verbrauch soll auch nach dem Tod der Tiere möglichst gering gehalten werden – die Schweine werden von einer nahe gelegenen Schlachterei verarbeitet. Wer sich fragt, woher der Titel dieses Blogeintrages kommt: Jeder, der sich z.B. ein Glas Wurst bestellt, weiß hinterher genau, von welchem Schwein das Fleisch kommt.

Schwein 93

Schwein 91

Ich hatte Schwein 93 und 91!

Ich fand die Idee klasse und habe mir deswegen zum Test ein Glas Rot- und ein Glas Jagdwurst bestellt. Beides schmeckte richtig klasse. Man merkt die Liebe, die darin steckt. Die Rotwurst haben auch mein Freund und sein Vater probiert. Mein Freund attestierte dem Fleisch eine leckere würzige Note. Sein Vater sagte, der Geschmack erinnere ihn an früher, wo die Rotwurst noch selbst gemacht wurde. Wir stellen fest: drei zufriedene Tester. Ich werde definitiv noch mal was bestellen. Natürlich ist das Gesichtsfleisch teurer als das, was man so im Supermarkt oder Discounter bekommt, aber Qualität hat nun mal ihren Preis. Und so oft brauche ich Fleisch nun auch wieder nicht. Lieber selten, dafür richtig gut.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Streber, Sex und Statistik

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08 h 52: Shit. Portmonee im Auto vergessen. Ich weiß genau, dass ich Sachen nicht im Seitenfach der Autotür liegenlassen sollte und tue es trotzdem. Wie war noch mal der Spruch von doofen Leuten und gleichen Fehlern? Hoffentlich ist es noch da.

08 h 54: Es ist noch da. Schwein gehabt. Noch schnell was trinken und dann los.

09 h 08: Ein Freund von mir sitzt im Zug. Er sagt, dass er aufs Studium mittlerweile keine Lust mehr hat, ist allerdings auch schon im Master. Mal sehen, wann ich das Stadium erreiche.

09 h 11: Der Freund und der ältere Bruder meines Partners holen ihre Wasserflaschen raus. Ich tue es ihnen gleich – immer dieser Gruppenzwang…

09 h 50: Ich bin die Erste im Hörsaal. Es sitzen allerdings einige Mitstudenten vorm Hörsaal. Warum sitzen die nicht drin? Warten die noch auf jemanden? Oder haben die Angst, als Streber zu gelten?

10 h 27: “Einführung in die Wirtschafts- und Sozialstatistik”. Schräg vor mir sitzt ein Mädel, das ihr total hippes Määääcbook geräuschvoll gestartet hat. Außerdem hat das Teil lila Tasten und einen lila Hintergrund (zu sehen an der Task- und an der oberen Leiste).

10 h 35: Es geht gerade um uni- und bivariate Variablen. Wieso klingen diese Begriffe für mich so sexuell? (Wer wissen will, was das wirklich ist: http://www.medialine.de/deutsch/wissen/medialexikon.php?snr=1162)

10 h 39: Zwei Reihen hinter mir sitzt ein Mädel, das sich ein Haarband umgewickelt hat, was allerdings eher was von “Handtuchturban nach dem Duschen” hat.

10 h 50: Das Macbook-Mädel spielt irgendein Spiel auf dem Computer. Im Augenblick wird ihr angeboten, ihre Ausrüstung zu verbessern.

10 h 58: Ich bin überrascht davon, dass ich die Lektion in Statistik doch relativ interessant finde. Ist aber auch was anderes als das, was ich sonst in der Uni habe – der erste Matheunterricht seit vier Jahren. Meine Zwei in der Kursstufe war damals total unverdient, die Lehrerin mochte mich einfach. Hätte ich Matheabitur machen müssen, wäre ich durchgefallen – wie drei Viertel ihrer Prüflinge.

11 h 03: Die Studentin hinter mir sagt zu ihrer Sitznachbarin: “Ich will schlafen.”

11 h 20: Mittlerweile bin ich auch so weit, dass ich dauernd gähnen muss. Das liegt bei mir aber eher daran, dass die Luft in diesem Raum so bescheiden ist. Es gibt keine Fenster, nur so ein komisches Lüftungssystem.

11 h 29: Ich hätte jetzt gern das, was der Typ schräg vor mir hat. (Preisfrage: Worum handelt es sich?)

11 h 30: Der Dozent muss die Studenten zum ersten Mal zur Ordnung rufen. Das ist ein ganz guter Schnitt, normalerweise ist der Punkt schon viel früher erreicht.

11 h 35: Es ist doch erstaunlich, wie verzerrend Darstellungen sein können. Als Beispiel möchte ich hier einmal zwei Wahldiagramme mit denselben Daten nennen. Bei dem einen hört die Skalierung bei 100 Prozent auf, bei dem anderen bei 40 Prozent (in der Nähe befand sich die Partei mit den meisten Stimmen). Das erste Diagramm sieht so aus, als wäre keine Partei so richtig toll.

11 h 41: Es gibt hier die Unsitte, das Brett der Klapptischvorrichtung geräuschvoll nach oben fallen zu lassen. Ich weiß deswegen jetzt auch, wie meine Hinterfrau heißt – weil ihre Sitznachbarin laut “Oh, Franzi” gerufen hat.

11 h 50: Mein Sitznachbar hat gesagt, dass er gestern nicht in “Demokratietheorien” war, weil ihm das Wetter zu gut war. Ich war auch nicht da – allerdings habe ich die Zeit genutzt, um meinen Laptop wieder abzuholen, an dem ich dann auch den Rest des Tages saß. Hier ist übrigens grad ein Seniorenstudent reingekommen, der original so aussieht:

11 h 58: Kennt ihr das, wenn Studenten mindestens genauso gut angezogen sind wie die Dozenten? So ein Fall hat gerade den Hörsaal betreten. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, der studiert Jura. Sakko, Hemd und drei Kilo Gel in den Haaren. Vor mir sitzt übrigens eine unglaublich gut aussehende Studentin, bei der sich der Reißverschluss des Shirts hinten befindet. Wie gerne würde ich daran ziehen…

12 h 25: “Einführung in die Internationalen Beziehungen”. Der Beamer-Bildschirm hat sich soeben grün gefärbt. Mal was anderes. Nur dass der Dozent jetzt gelegentlich aussieht, als wäre ihm schlecht.

12 h 30: Gerade hat noch ein Student den Hörsaal betreten. Der Dozent regt sich über dessen Unpünktlichkeit auf. Er ist der erste Dozent, den ich kenne, der so was tut.

12 h 40: “[…] die marxistisch-leninistische Position, die in den 20ern von Rosa Luxemburg vertreten wurde…” Hoffentlich habe ich mich gerade verhört.

12 h 42: Hier hängt die ganze Zeit Aftershavegeruch in der Luft, der auch von meinem Opa stammen könnte. Es sind Menschen hier, die um einiges älter sind als er – und ich meine nicht den Dozenten.

13 h 00: Ich wurde grad unerwartet drangenommen und habe so ein bisschen die Farbe meiner Haare angenommen (oh, ein Reim). Bin aber auch stolz auf mich, weil ich eine richtige Antwort geben konnte.

13 h 10: Ein Student konnte den Spruch “Si vis pacem, para pacem” aus dem Stand übersetzen. Beeindrucktes Plenum.

13 h 20: Der Dozent ist mittlerweile ziemlich wütend aufgrund des Lärmpegels und weist darauf hin, dass die, die sich nicht für seine Ausführungen interessieren, doch bitte wegbleiben sollen. Wo er Recht hat.

13 h 42: Es ist so tolles Wetter und hinter mir, im Bus auf dem Weg zum Bahnhof, unterhalten sich zwei Leute darüber, wer von den Bekannten schon alles gestorben ist bzw. es bald hinter sich hat.

13 h 45: Der Bahnmensch, der mich vor einiger Zeit sehr unfreundlich darauf hinwies, wie ich mich auf der Bank im Warteraum zu positionieren habe, hat die Tür auf daueroffen gestellt, nachdem ich durchgegangen bin – und mich, was ich seinem Blick entnehme, offenbar wiedererkannt.

14 h 16: Ich habe soeben die merkwürdigste Hose ever gesehen. In einem scheußlich knalligen Rot, wie es unkleidsamer nicht sein könnte, und der Reißverschluss befindet sich hinten und ist ziemlich lang. Als hätte der Designer versucht, die Poritze nachzubilden.

15 h 02: Endlich zu Hause.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin