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Schlagwort-Archive: schwul

Das Beste von letzter Woche bis jetze

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Tagesordnungspunkt 1: Literatur

Neulich las ich ja „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling. Vermutlich dadurch animiert lieh ich mir auf der Arbeit seinen Reisebericht „Ich bin dann mal weg“ aus. Es war wieder toll, es zu lesen. Ich könnte jetzt einiges darüber erzählen, was er geschrieben hat, aber das würde dem Werk vermutlich nicht gerecht werden, also lest es lieber selbst. Nur über eine Szene möchte ich hier mal kurz ein paar Worte verlieren.

Irgendwo in Spanien kauft sich Hape Kerkeling eine Süddeutsche und liest sie. In der Zeitung ist auch ein Artikel darüber, dass Franz Müntefering alle schwulen Politiker dazu aufforderte, sich öffentlich zu outen, weil Schwule ja nun mal Menschen wie alle anderen seien. Die CSU ist dagegen, Begründung: Sexualität sei Privatsache eines jeden. Hape Kerkeling wird zu Recht total wütend darüber. Er gibt zu bedenken, dass ja auch niemand etwas dagegen habe, wenn ein Mann und eine Frau in aller Öffentlichkeit heiraten et cetera. Im Anschluss gibt er dann noch ein paar sehr wütende Statements zum Thema „Katholische Kirche und Homosexualität“ ab. Stellvertretend sei hier dieser Satz genannt, der meine Meinung dazu im Prinzip auch komplett wiedergibt:

Glauben die ernsthaft, dass Gott genauso kleingeistig und ideologisch wie sie selber ist?

(Ich muss das Buch bald mal wieder zurückgeben… aber es gefällt mir so gut… hach.)

Pilgern steht ja auch auf meiner Löffelliste. Mal sehen, wann ich das schaffe. Ich habe ja auch noch gar keine Ahnung, wo ich gerne pilgern würde und wie lange. Und wie viel mein armer, relativ schwach trainierter Körper aushält. (Tipps gerne in die Kommentare!)

Tagesordnungspunkt 2: Zeugnisse

Ich lebe und arbeite in Niedersachsen. Vor kurzem gab es hier Zeugnisse und am Dienstag kam eine Mutter mit ihrem Sohn beim Gemeindetreff vorbei. Und ich sag mal so, ich war meiner Mutter hinterher sehr dankbar dafür, dass sie nie in meiner Anwesenheit ihren Freundinnen mein Zeugnis gezeigt und detailliert die weitere Schullaufbahn erörtert hat.

Tagesordnungspunkt 3: Schlagzeug

Am Sonntag war ich mit einem Freund unterwegs und aus dem Schaufenster des örtlichen Trödelladens grinste mich ein Schlagzeug an. Ich überlegte hin und her… das Teufelchen auf meiner Schulter hat schließlich gewonnen und ich hab das Ding gestern tatsächlich gekauft. Der Besitzer des Ladens hat sich total gefreut.

„Wie, stand das Ding so lange bei Ihnen rum?“

„Ne, aber dauernd haben Leute drauf rumgetrommelt! Und die konnten das alle nicht! Das nervt!“

Nach ein bisschen Fachsimpelei über Phil Collins und andere Musiker machten wir uns ans Einladen. Als er meinen kleinen Wagen sah, staunte er nicht schlecht. Aber (*hebt den Zeigefinger*) nach ein bisschen Tetris-Spielen passte das Ding tatsächlich komplett rein. (Auch gut zu wissen.)

Das Schlagzeug steht jetzt bei mir im Keller. Mal sehen, wo es seinen endgültigen Platz bekommt… und zwar am besten isoliert, sodass ich nicht noch mehr Stress mit der Nachbarin kriege.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Ich las gerade, dass „Der Junge muss an die frische Luft“ verfilmt werden soll… das muss ich mir unbedingt ansehen.

PPS: Weiß jemand, wo ich gute Sticks herbekomme?

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Brockhaus

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Vor einigen Monaten habe ich einen Brockhaus bekommen, der in etwa so alt ist wie meine Eltern. Die Einträge sind vom damaligen Zeitgeist geprägt und das liest man deutlich heraus, wenn man sich die Artikel z.B. über die ehemalig deutschen Ostgebiete durchliest. Da kommt schon so ein bisschen Bedauern darüber hervor, dass das jetzt nicht mehr deutsch ist. Auf zwei Artikel möchte ich besonders eingehen.

H wie Homosexualität

Für diese Kerngruppe gilt, daß der männliche Homosexuelle seinen Partner als Mann liebt und keinerlei weibliche Züge haben muß.

Na, immerhin haben sie das erkannt.

Passive und rezeptive Wünsche spielen aber bei Neigungshomosexuellen eine gewisse Rolle in der sexuellen Praxis.

Was soll das denn heißen?

Beim Menschen weisen neuere Beobachtungen (J. Bieber) auf den Einfluß der Mütter […]. Außerdem soll der distanzierte oder ganz fehlende Vater als negative frühkindliche Erfahrung von Bedeutung sein. In psychoanalytischer Sicht liegt […] eine invertierte, negative ödipale Einstellung zugrunde […]. Homosexuelle haben meist intensive nichtsexuelle Beziehungen zu älteren Frauen.

Hehe, J. Bieber. Smiley mit geöffnetem Mund Aber stimmt das wirklich, was da steht?

Lesbierinnen können in der Kleidung und im Verhalten männliches Gehabe zeigen.

Joah, so wie jede Frau… Richtig krank wirds aber, wenns um die Heilung von Homosexualität geht.

Eine medikamentöse Behandlung der Neigungshomosexualität existiert nicht. Die analytische Psychotherapie hat nur bei starkem Leidensdruck, einem eindeutigen Heilungswunsch (was sehr selten ist) und beim Vorliegen von Zeichen von Neurose einige Aussichten. Die Erfolge liegen, auch bei mehrjähriger Behandlung, bei 20%.

Schön, wie Homosexuelle hier als krank dargestellt werden. Und sie wollen sich nicht heilen lassen, weils keine Krankheit ist!

Später wird dann noch darauf eingegangen, dass Homosexuelle häufig ihre Partner wechseln, eifersüchtig sind und das Sexuelle überbetonen. Oh Mann. (Direkt danach kommt übrigens der Nachsatz, dass Homosexuelle als Minderheit dastehen, häufig mit Vorurteilen bedacht und diskriminiert werden.)

M wie Mulatte

Mulatte […], Europäer-Neger-Mischling; meist alle Grade der Kreuzung, urspr. das Kind eines Europäers und einer Negerin (oder umgekehrt). Nachkommen von M. ersten Grades mit Weißen heißen Terzeronen (3/4 weiß), von Weißen und Terzeronen: Quarteronen, von Weißen mit Quarteronen: Quinteronen usw. bis Octaronen.

“Neger” würde heute niemand mehr schreiben. (Ich übrigens auch nicht.) Der Rest liest sich so wie die Rassenlehre der Nazis.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

PS: Boah, bin ich heute fleißig! Aber nur hier im Blog… nicht in der Uni.

Libanesen, die Sowjetunion und Schwule

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Am Dienstagmorgen sah ich im Rahmen einer Seminarssitzung den Film “Neukölln unlimited”. Ziemlich harter Tagesbeginn. Nach dem Film war ich wütend auf ganz schön vieles. Ich war wütend auf die Leute, die zuließen, dass mit der Familie Akkouch so umgegangen wird. Sie müssen teilweise immer noch damit rechnen, dass sie zurück in den Libanon abgeschoben werden, obwohl sie das Land kaum kennen. Die überraschende Abschiebung 2003 hat bei der Familie sowohl seelische als auch körperliche Schäden hinterlassen (eine der Töchter bekam Bulimie). Ich war wütend auf Maradona, weil er mit seinen idiotischen Aktivitäten die Integrationsbemühungen seiner Familie torpedierte. Und ich war wütend auf mich selbst, weil ich so ein tolles Leben habe und mich trotzdem total oft darüber beschwere. Jeder, der es gut hat, hat die verdammte Pflicht, aus seinem Leben etwas zu machen. Und sich für andere einzusetzen.

Der Tag ging aber ganz gut weiter. Zu Hause konnte ich eine gebrauchte Ausgabe von “Küche totalitär” in Empfang nehmen. Mein Lieblingsautor (Wladimir Kaminer) und seine Frau haben eine unterhaltsame Mischung aus Geschichten über diverse Völker der ehemaligen Sowjetunion und interessanten Kochrezepten zusammengestellt. Ich bin schon fast durch und kann das Buch nur weiterempfehlen. In meiner Buchausgabe steckten übrigens ein FAZ-Artikel aus dem Jahr 2007, der sich mit Kaminer befasst, und eine Postkarte. Eine Frau mit altdeutschem Namen schreibt an eine andere, dass sie es schade findet, dass sie nicht zu ihrer Geburtstagsfeier kommen kann. Die Postkarte ist nicht frankiert und wurde am 8. Juni 2006 in Bochum geschrieben. Ich mag gebrauchte Bücher. Sie haben eine Seele.

Am Mittwoch habe ich immer nur eine Veranstaltung, die mir aber sehr gut gefällt: “Biografien von Migranten der ersten Generation und ihrer Kinder”. Die gestrige Sitzung beinhielt eine Präsentation über die Familie eines Kommilitonen, die aus Rumänien geflüchtet war. Einer der Präsentatoren holte etwas aus und erzählte etwas zur Geschichte des Heimatortes. Er sah sich ernsthaft dazu gezwungen, zu erklären, was die Habsburger sind. Wer das nicht weiß, sollte an einem solchen Seminar nicht teilnehmen dürfen. Ansonsten war die Präsentation aber sehr gut gemacht. Und es war sehr bedrückend, was man dort erfahren hat. Schreckliche Zustände in Rumänien, mal wieder deutsche Behörden, die einem das Leben schwer machen (und das trotz in diesem Fall vorhandener Deutschstämmigkeit), und familiäre Dramen rund um die Flucht. Es ist außerdem immer wieder interessant, was für Geschichten hinter Menschen stecken, die man kaum kennt. Ich finde gut, dass so was im Unibetrieb Platz hat.

Die Dozentin dieser Veranstaltung hat lange Zeit Einwandererkinder in Deutsch unterrichtet und im Verlauf dieser Tätigkeit unheimlich viel erlebt. Unter anderem folgende Geschichte, die ich gern mit euch teilen möchte: Ein bosnischer Junge fragte einen srilankischen Jungen, wer denn bestimme, ob er als Blume, Hund oder Mensch wiedergeboren werde. Antwort: “Vielleicht derselbe, der bestimmt, ob du in den Himmel oder die Hölle kommst.” Kinder…

Heute Morgen habe ich mich ziemlich geärgert. Zunächst ist etwas eigentlich sehr Schönes passiert: Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat sich als schwul geoutet. Aber dann las ich (eigentlich wollte ich für etwas ganz anderes recherchieren) auf einer FDP-Seite, dass Westerwelle sagte, das Coming-out von Hitzlsperger verdiene größten Respekt. Sagt der Mann, der seinen Lebenspartner nicht auf eine Auslandsreise mitnahm, weil irgendein islamistischer Staatschef dagegen war, auf eine E-Mail-Aufforderung meinerseits, in punkto Putin Farbe zu bekennen, mit einer Wischi-Waschi-Mail antwortete und sich bei einer wichtigen Abstimmung zur Gleichstellung von Lebenspartnerschaften enthielt. Von dem Mann habe ich nichts zu erwarten.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Das Browser-Tipp-Alphabet-Spiel

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(auf http://dasnuf.de/zeug/das-browser-tipp-alphabet/ gefunden und für cool befunden)

A – amazon.de. Weil ich ständig meine Wunschzettel aktualisiere und neue Bücher bestelle.

B – bahn.de. In letzter Zeit musste ich ziemlich oft verreisen.

C – change.org. Ich unterschreibe dort ständig irgendwelche Petitionen. Hab jetzt sogar selber eine erstellt, siehe unten.

D – duesterkitsch.jp.pn. Manche Bilder sind nett und so bin ich irgendwie hängengeblieben.

E – ehrlichforum.iphpbb3.com/forum/20934508nx3903/und-weiter-gehts-in-der-lindenstrasse-f11/. Ich habe diese Serie nur ein oder zwei Mal gesehen, dank dieser Seite bin ich aber trotzdem bestens darüber informiert, was da abgeht. Keine Ahnung, warum ich mir das durchlese, ohne die Serie zu gucken.

F – forum.fernsehkritik.tv. Mein absolutes Lieblingsforum. Smiley mit geöffnetem Mund

G – garfield.com. Weil er mir so ähnlich ist. Smiley mit geöffnetem Mund

H – hallegartlage.de. Am Samstag war ich auf dem Herbstjahrmarkt. Es war super.

I – ircstuff.de/eggdrop/iz-service/funktion/ Ich glaube, es ging um den Bot, den ich in meine IRC-Channels gesetzt habe.

J – nix. Komisch, früher hätte da mindestens das eine Video von Junesex gestanden.

K – klopfers-web.de. Meine Lieblingsinternetseite.

L – lindenstrasse.de. Siehe E.

M – massengeschmack.tv. Ich bin Abonnentin der Magazine Fernsehkritik-TV und Presseschlau.

N – ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/index.html. Man will ja darüber informiert sein, was in der eigenen Region abgeht.

O – osradio-podcast.de. Ich habe nach meinen eigenen Beiträgen gesucht. Nein, nicht, weil ich meine Stimme so geil finde.

P – pons.eu

Q – queer.de

R – rosenhof-os.de. Meine Lieblingsdisco. Ich muss unbedingt mal wieder hin.

S – studiblog.net. Haben mich, nachdem ich dort kommentiert hatte, angeschrieben, ich solle auch für sie bloggen. Bin skeptisch.

T – twitter.com. Ich liebe Twitter einfach.

U – unblockyoutube.us. Weil es so viele Videos gibt, die ich mag, die aber in Deutschland eine Sperre haben.

V – vos.info

W – wordpress.com

X – nix

Y – youtube.com/?gl=DE&hl=de

Z – zufallsgenerator.net. Wenn ich mich mal wieder nicht entscheiden kann.

Meine Petition zum Thema “Blutspende für Männer, die Sex mit Männern haben” hat übrigens noch viel zu wenig Unterstützer! Jetzt unterschreiben und verbreiten! http://tinyurl.com/p6w37xr Die Regelung ist diskriminierend und gehört abgeschafft. Je früher das gelingt, desto besser.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Homophobia is gay

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English version below. Version française en bas.

Dieser Beitrag ist Teil des Aktionstages “Blog Action Day”. In diesem Jahr dreht er sich um Menschenrechte. Das ist zweifellos ein wichtiges Thema und obwohl ich sofort wusste, dass ich am Blog Action Day teilnehmen wollte, wusste ich lange nicht, auf welchen Bereich ich mich beschränken sollte. Ich würde in diesem Eintrag gerne über Homo-Rechte sprechen, und zwar im Besonderen über die Situation in Deutschland, Russland und den Golfstaaten.

In Deutschland haben Homophobe Gott sei Dank nicht mehr so viel zu sagen wie früher, aber es gibt sie immer noch. Ich habe in diesem Blog ja schon öfter die Familie meines Freundes erwähnt, in der Schimpfwörter für Homosexuelle fielen und x Ausführungen dazu, warum sie weder heiraten noch Kinder erziehen sollten. Ich finde, dass Menschen, die das gleiche Geschlecht lieben, nicht mehr diskriminiert werden sollten. Und daraus ergeben sich zwei Forderungen:

1.) Der Artikel drei des Grundgesetzes sollte um den Punkt “sexuelle Orientierung” ergänzt werden.

2.) Komplette Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft mit der Ehe.

Ich freue mich, in einem Land zu leben, das gleichgeschlechtlicher Liebe gegenüber noch relativ offen ist. Es gibt aber viele Menschen, die nicht dieses Glück haben: Russen und Kuwaitis zum Beispiel. Wir alle haben in den Nachrichten von den schrecklichen homophoben Gesetzen und Übergriffen auf Schwule gehört. Ich als bisexuelle und nichthomophobe Frau habe mittlerweile Angst, nach Russland zu fahren. Wer garantiert, dass mir nicht irgendwann etwas zu dem Thema rausrutscht und ich im Knast lande – oder Schlimmeres? Diese Situation darf nicht so bleiben. Man muss dagegen protestieren. Schreibt Protest-E-Mails an Politiker oder demonstriert vor russischen Konsulaten, falls es welche in eurer Nähe gibt! Hier könnt ihr nachgucken, ob sich eins in eurer Nähe befindet: http://www.russianembassy.ru/en/

Ich gebe zu, dass ich die Golfstaaten normalerweise nicht unbedingt auf dem Schirm habe. Dies änderte sich, als ich neulich diesen Artikel las: http://www.spiegel.de/politik/ausland/schwulen-test-golfstaaten-wollen-auslaender-auf-homosexualitaet-testen-a-926998.html

1.) Die Untersuchung ist unsinnig.

2.) finde ich die dahintersteckende Homophobie einfach inakzeptabel.

Das war’s soweit für heute. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es irgendwann keine Homophobie mehr gibt, und ich hoffe, dass ihr es auch tut.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

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This post is part of the action day “Blog Action Day”. This year, it’s about human rights. Without a doubt, it’s an important matter and although I knew I immediately I wanted to take part in Blog Action Day, I didn’t know what field I should limit myself to. In this post, I would like to talk about gay and lesbian rights, in fact about the situation in Germany, Russia and the Gulf States.

Thank God, in Germany, homophobes don’t have as much say as they used to have but they still exist. In this blog, I often mentioned my boyfriend’s family who used homophobic swearwords and who explained countless times why homosexuals shouldn’t marry or raise children. In my opinion, people who love their own gender shouldn’t be discriminated against anymore. The outcome of this is:

1.) Basic Law’s Article 3 should be complemented by the point “sexual orientation”.

2.) Complete equality of civil partnership and marriage.

I’m glad to live in a country who’s relatively open towards homosexual love. However, there are a lot of people who aren’t as lucky, such as Russians and Kuwaitis. We all heard in the news about the awful homophobic laws and assaults. As bisexual and non-homophobic woman, I am afraid to go to Russia. Who can be sure I don’t accidentally do or say something on this subject and go to jail – or worse? This situation has to change. You have to protest against it. Write protest mails to politicians or demonstrate in front of Russian consulates if there are any near you! You can check here if there’s one near you: http://www.russianembassy.ru/en/

I admit that I rarely think about the Gulf States. This changed when I recently read this article: http://www.spiegel.de/politik/ausland/schwulen-test-golfstaaten-wollen-auslaender-auf-homosexualitaet-testen-a-926998.html (For those of you who don’t speak German: The Gulf States want to test foreigners on homosexuality.)

1.) This examination doesn’t make any sense.

2.) I just think that the homophobia behind it is incredible.

That’s it for today. I will continue to speak out against homophobia and I hope you will, too.

Sincerely,

the kitsch author

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Cet article fait partie de la journée d’action “Blog Action Day” qui traite de droits de l’homme cette année. Sans aucun doute, c’est un sujet important et bien que j’aie su immédiatement que je voulais participer au Blog Action Day, je ne savais pas à quoi me limiter. J’aimerais bien parler des droits des homosexuels, notamment de la situation en Allemagne, en Russie et aux pays du Golfe.

Dieu soit loué, en Allemagne, les personnes homophobes n’ont plus tellement d’importance mais elles existent toujours. Dans ce blog, j’ai mentionné la famille de mon petit ami à diverses reprises. Elle utilisait des gros mots homophobes et expliquait cent mille fois pourquoi les homosexuels ne devraient pas se marier ou élever des enfants. Je pense que les hommes qui aiment leur propre sexe ne devraient plus être discriminés. Le résultat :

1.) Il faut ajouter le point “orientation sexuelle” au troisième article de la Constitution allemande.

2.) Égalité entière du partenariat enregistré par rapport au mariage.

Je suis heureuse de vivre à un pays relativement ouvert à l’amour entre deux personnes du même sexe. Mais il y a beaucoup de personnes qui n’ont pas cette chance : les Russes ou les Koweïtiens, par exemple. Nous avons tous entendu des histoires de terribles attaques et lois homophobes aux infos. Comme femme bisexuelle et non-homophobe, j’ai peur d’aller en Russie. Qui garantit que rien ne m’échappe sur ce sujet qui pourrait me mettre en prison – ou pire ? La situation ne peut pas rester comme ça. Il faut protester contre ça. Écrivez des emails de protestation aux hommes et femmes politiques ou manifestez devant des consulats russes s’il y en a un près de vous ! Vous pouvez voir ici s’il y a un près de vous : http://www.russianembassy.ru/en/

J’admets que je pense rarement au pays du Golfe. Ça a changé quand j’ai lu cet article : http://www.spiegel.de/politik/ausland/schwulen-test-golfstaaten-wollen-auslaender-auf-homosexualitaet-testen-a-926998.html (Pour ceux entre vous qui ne parlent pas allemand : Les États du Golfe veulent infliger les tests d’homosexualité aux étrangers.)

1.) L’examen est absurde.

2.) À mon avis, l’homophobie derrière cette mésure est incroyable.

C’est tout pour aujourd’hui. Je ferai ce qu’il faut pour que l’homophobie n’existe plus et j’espère que vous le ferez aussi.

Veuillez agréer l’expression de mes sentiments distingués.

L’autrice du kitsch

Geschützt: Alles Gute zum Geburtstag?

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Prosaisches Intermezzo

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Ich hab ja schon im letzten Eintrag etwas über mein zweiwöchiges Intermezzo in der zweitgrößten Stadt Deutschlands bzw. deren Umgebung erzählt, aber da ist noch mehr und das kommt jetzt.

Wie angekündigt waren mein Freund und ich unterwegs, um uns das Erotic Art Museum anzusehen. Das hatte, warum auch immer, gerade nicht auf, und das, obwohl ich die Öffnungszeiten vorher im Internet überprüft hatte. Die kurzfristig ausgewählte Alternative, das Kommunikationsmuseum, existierte nicht mehr, wie uns die nette Apothekerin, die dort arbeitete, wo das Museum laut veraltetem Reiseführer (boah, bin ich froh, dass das nicht mein eigener war, der ist noch älter) sein sollte, mitteilte. Sie empfahl uns dann das Museum für Kunst und Gewerbe und da fuhren mein Freund und ich dann hin.

Ich fand das Museum auch sehr gut. Es gab dort Fotos von Steve McCurry zu sehen, einem amerikanischen Fotografen und Fotojournalisten. Einige von euch kennen vielleicht sein Bild eines afghanischen Mädchens mit grünen Augen. Am eindrucksvollsten fand ich das Foto dieses Jungen hier: http://2.bp.blogspot.com/-_8z3lV3appc/ULXtBToY3mI/AAAAAAAACco/qnXY74xf8CE/s1600/PERU-10027_2.jpg Ich fand es ziemlich hart, einige von euch vielleicht auch. Doch nicht nur Steve McCurrys Fotos sind sehenswert, man findet im Museum für Kunst und Gewerbe auch eine Ausstellung von “bösen Dingen”. Das wird dort ganz unterschiedlich definiert: von kitschigem Zeugs über rassistische Sachen bis zu Produkten, die zwar an sich nicht böse sind, aber unter Kinderarbeit etc. hergestellt wurden. Übrigens: Ihr könnt das, was ihr als “böse Dinge” definiert, dort gegen andere “böse Dinge” eintauschen. Wenn ich das mal vorher gewusst hätte.

Wenn mein Freund nicht zu Besuch gekommen wäre, hätte ich mich wahrscheinlich zum Christopher Street Day aufgemacht. So begegneten uns, während wir durch die Stadt unterwegs waren, halt immer wieder als Frauen verkleidete Männer. (Ich weiß jetzt nicht genau, ob ich da “Transsexuelle” schreiben sollte. Aber ich glaube, Leute, die sich immer als Frau geben, obwohl sie eigentlich Männer sind, sehen normalerweise nicht so aus wie z.B. die Person mit lila Perücke und Schnurrbart, die mir in der U-Bahn begegnete. Ich weiß es nicht.)

Während der zwei Wochen, die ich bei einer Verwandten meines Freundes untergekommen war, hatte ich auch einen Fernsehanschluss, von dem ich häufig Gebrauch gemacht habe. Da gab’s unheimlich viel Zeug, das ich nicht vermisst habe, aber über einiges habe ich mich auch gefreut, z.B. die Wiederholung von “60 x Deutschland – die Jahresschau”. Sehr interessant fand ich ja den kleinen Clip über die Gebühreneintreiber der Bundespost (was hatte die Post denn mit Fernsehen zu tun?), die genauso klangen wie die GEZ.

Jedes Gerät ist sofort nach Inbetriebnahme anzumelden!

Man hat dort auch ziemlich viel über die DDR und die Nachwirkungen der NS-Diktatur gesehen und das hat mich etwas ins Grübeln gebracht. Wie hätte ich mich verhalten, wenn ich in einem solchen System gelebt hätte (oder leben würde)? Hätte ich mich angepasst oder wäre ich zur Widerstandskämpferin geworden? Oder wäre ich irgendwo dazwischen gelandet? Es ist ja immer leicht, zu sagen, dass man sich gegen ein solches System gestellt hätte. Aber wenn man drin ist, ist es doch nicht so einfach. Was nicht heißt, dass man es nicht versuchen sollte. Aber es ist halt nicht einfach.

Bemerkenswert, allerdings im negativen Sinn, fand ich einen Typen, der bei “mieten kaufen wohnen” eine Wohnung suchte. Bekanntermaßen wird im Privatfernsehen ziemlich viel gefakt und ich hoffe auch, dass der Typ, der in der Sendung frauenfeindlichen Scheiß im Dutzend raushaute,

Meine Freundin kommt nicht mit zur Wohnungsbesichtigung, weil ich ja die Miete bezahle und sie da also keine Mitspracherechte hat und in ein paar Monaten eh wieder abhaut.

nicht echt war. Wenn sie ihm abhaut, weiß ich auch genau, warum. Ich würde mit ihm nicht zusammenleben, geschweige denn Kinder haben wollen, denn ein guter Vater wäre er sicher nicht. Als ich das im IRC sagte, fing aber sofort jemand an, von entrechteten Vätern zu labern, die ja allzu oft nur der Zahlmeister seien bei irgendwelchen Kindern, die sie nie zu sehen kriegen würden wegen biestigen Müttern und die so genannte Gleichberechtigung würde ja eh nur Bevorteilung von Frauen bedeuten und so weiter und so fort. Ja nee, is klar.

Nun bin ich also wieder zu Hause, kann es aber wegen andauernder Schwindelgefühle und diversen anderen Problemen nicht so richtig genießen. Hoffentlich geht das bald wieder weg. Der Arzt, den ich heute Vormittag konsultiert habe, sagt aber ja. Also dürft ihr euch bald auf neue Blogeinträge von mir freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin