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Schlagwort-Archive: Selbstreflexion

30 days music challenge

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Ich liebe Listen, vor allem, wenn sie über Musik gehen. Und so entdeckte ich neulich auf Twitter die #30daysmusicchallenge. Ich kenne mich allerdings, ich würde zwischendurch garantiert vergessen, die Lieder zu posten, also mache ich es jetzt einfach en bloc.

Ein Song, den du magst, der eine Farbe im Titel hat

Ein Song, den du magst, der eine Nummer im Titel hat

Ein Song, der dich an den Sommer erinnert

Ein Song, der dich an jemanden erinnert, den du lieber vergessen würdest

Ein Song, der LAUT abgespielt werden muss

Ein Song, der macht, dass du tanzen willst

Ein Song zum Dazu-Fahren

Ein Song über Drogen oder Alkohol

Ein Song, der dich glücklich macht

Ein Song, der dich traurig macht

Ein Song, der dir niemals auf den Wecker geht

Ein Song aus deinen Vor-Teenager-Jahren

Einer deiner liebsten Songs aus den 70ern

Ein Song, den du gern auf deiner Hochzeit hören würdest

Ein Song, der ein Cover von einem anderen Künstler ist

Eines deiner liebsten klassischen Lieder

Ein Song für ein Duett beim Karaoke

Ein Song aus dem Jahr, in dem du geboren wurdest

Ein Song, der dich übers Leben nachdenken lässt

Ein Song, der dir viel bedeutet

Ein Lieblingslied mit dem Namen einer Person im Titel

Ein Song, der dich nach vorne bringt

Ein Song, von dem du denkst, dass jeder ihn hören sollte

Ein Song von einer Band, von der du dir wünscht, sie wäre noch zusammen

*denkt lange nach*

Ein Song von einem Künstler, der nicht mehr lebt

Ein Song, der macht, dass du dich verlieben willst

Ein Song, der dein Herz zerbricht

Ein Song von einem Künstler, dessen Stimme du liebst

Ein Song aus deiner Kindheit

Ein Song, der dich an dich selbst erinnert

Puh, war das ne lange Liste. Fühlt euch gern berechtigt, eure eigenen Listen in die Kommentare zu posten.^^

Mit musikalischen Grüßen

Die Kitschautorin

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Bevor ich sterbe, möchte ich

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http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Aktion-Before-I-die-Eine-Ode-an-Leben,beforeidie120.html

Ich finde diese Aktion klasse. Wir alle sollten darüber nachdenken, was unsere Wünsche sind, die wir uns unbedingt erfüllen möchten. Außerdem finde ich es interessant, zu lesen, was sich andere so wünschen. Als ich davon las, wusste ich genau, dass ich auch teilnehmen möchte, und das habe ich auch getan, als die Aktion in meiner Stamm-Mensa zu Gast war:

https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/15534718618/

(Die fünfte Ergänzung stammt von mir.)

Ich fand es erstaunlich, zu lesen, dass sich so viele Studenten Kinder wünschen. Aber irgendwie hat es mich auch gefreut. Blöd fand ich hingegen, dass einer an die Tafel schrieb, er wolle in den Dschihad ziehen:

https://www.flickr.com/photos/100511533@N08/15534718538/

Ob Troll oder Islamist, das geht gar nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin

Mein Unitag

Veröffentlicht am

9 h 59: Zweiter Tag im Blockseminar “Wie sich Werte bilden”. Er beginnt damit, dass wir eine “kleine Selbstreflexion mit dem Ziel der Selbstachtsamkeit” ausfüllen sollen – man könnte es auch “Wie erfahre ich schnellstmöglich total private Sachen über meine Mitstudenten?” nennen, denn wir sollen den Kram miteinander diskutieren. Entweder sind mir die Sachen zu privat oder ich weiß gar nicht, was ich antworten soll. Schlussendlich bekritzele ich den Fragebogen. Eine Mitstudentin bewundert, dass ich in der Lage bin, “Ich will nach Hause” auf Russisch zu schreiben. Die Dozentin meint, solch eine Übung könne man auch gut in der Schule machen. Eine Kommilitonin kommentiert dies folgendermaßen: “Weil wir ja auch alle Lehrer werden wollen. NICHT.”

10 h 20: Aus reiner Langeweile versuche ich, die WLAN-Einstellungen am Smartphone zu reparieren. Damit ich nicht in den verbleibenden knapp drei Tagen meinen ganzen restlichen mobilen Traffic verbrauchen muss. Ich bin übrigens erfolgreich.

10 h 24: “Die Eltern struggeln so, wie man selbst struggelt.” Mein Sprachherz blutet.

11 h 24: Ich kenne viele MINT-Leute, die meine Studiengänge für Laberfächer halten. Auch wenns nicht stimmt – dieses Seminar würde ich ihnen nicht zeigen. Die Dozentin beherrscht die einzigartige Kunst, etwas, das man mit wenigen Worten prima ausdrücken könnte, in x Worte zu hüllen, und einem somit komplett das Interesse an einem eigentlich interessanten Thema zu nehmen.

11 h 25: Mittlerweile bete ich, dass mir die Optiker endlich Bescheid geben, dass meine neue Brille fertig ist, damit ich eine Ausrede habe, hier zu verschwinden.

12 h 48: “Häh, wieso ist das so schwer, gleichen Lohn für Männer und Frauen durchzusetzen? Die Zahlen kann man ja ganz leicht ändern!” Wo bin ich hier gelandet? (Als ich das einen Kommilitonen fragte, antwortete er: “Das frage ich mich seit fünf Semestern.”)

14 h 15: Ich bekam zwei Nachtische (Schoko-Erdnuss-Creme mit Vanillesoße, yummy), weil eine Mitstudentin ihren nicht mehr wollte. Somit hatte der Tag immerhin etwas Gutes.

14 h 52: Ein Student hält einen Vortrag über den Wert des Lebens. Er geht hierbei auf Artikel 7 der Allgemeinen Menschenpflichten, wo z.B. das hier

Jede Person ist unendlich kostbar und muß unbedingt geschützt werden.

drinsteht, ein. Dieser Satz hat Grenzen. Was ist mit Sterbehilfe? Was ist mit Suizid? Unglaublich schwere, aber immerhin mal interessante Fragen.

15 h 00: Der Vortragende stellte ein interessantes Beispiel: Würden wir eher ein 12jähriges Mädchen aus einem brennenden Haus retten oder einen 65jährigen rauchenden Politiker? Alle waren dafür, das Mädchen zu retten. Nur eine sagte, es sei unabwägbar.

15 h 16: Jemand meinte, dass die Entscheidung, wen man rettet, erst dann zufällig sei, wenn alle Faktoren (Rauchen etc.) bei beiden zu rettenden Personen genau gleich seien. Ansonsten klammere man sich immer an irgendeinen Strohhalm, der einem die Entscheidung abnimmt. Nach dem studentischen Vortrag beendet die Dozentin die Sitzung und ich gehe etwas nachdenklich nach Hause. Und das nicht nur wegen der aufgeworfenen philosophischen Probleme. Es sollte einem zu denken geben, wenn studentische Vorträge besser sind als alles, was die Lehrbeauftragten von sich geben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Kitschautorin